Ratgeber

Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im Mai

Comdirect ändert die Bedingungen für sein kostenloses Girokonto, das Jugendschutzgesetz wird in Teilen geändert, ein neuerlicher Corona-Kinderbonus wird ausgezahlt und Whatsapp ändert seine Nutzungsbedingungen. Dies und anderes erwartet Sie im neuen Monat.

Comdirect-Girokonto ändert Bedingungen

Erstmal nur für Neukunden der Comdirect gelten vom 1. Mai 2021 an neue Bedingungen für die Nutzung ihres Girokontos. Die Bank schafft das kostenlose Girokonto ohne Bedingungen ab. Demnach ist ein Girokonto bei der Comdirect sechs Monate nach Eröffnung nur noch dann kostenlos, wenn eine der drei folgenden Bedingungen erfüllt ist: monatlicher Geldeingang von 700 Euro oder drei Zahlungen via Apple Pay beziehungsweise Google Pay oder mindestens eine Wertpapiertransaktion.

Ursprünglich sollten die neuen Bedingungen auch für Bestandskunden gelten. Wegen des BGH-Urteils dieser Woche wurde die Anpassung hier nun aber ausgesetzt.

Erneuter Kinderbonus von 150 Euro

Besonders Familien und Unternehmen leiden unter der Corona-Pandemie. Ihnen will die Politik nun erneut unter die Arme greifen. Familien sollen demnach - wie schon im vergangenen Jahr - einen Kinderbonus erhalten. Der Zuschlag auf das Kindergeld soll einmalig 150 Euro betragen. Im vergangenen Jahr hatte es für Familien 300 Euro pro Kind gegeben, um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln. Ein Antrag muss für den Corona-Zuschlag nicht gestellt werden.

Feiertage im Mai

Der 1. Mai fällt in diesem Jahr leider für die meisten Werktätigen auf einen Samstag. Am Tag der Arbeit bleiben diesmal bundesweit nahezu alle Geschäfte zu. Was dann wenigstens die Verkäufer und Verkäuferinnen freuen dürfte. Aber immerhin stehen ja noch zwei kirchliche Feiertage an. Nämlich: der 13. Mai - Christi Himmelfahrt und der 24. Mai - Pfingstmontag. Ob der Samstag zu den Werktagen gehört, lesen Sie hier.

Jugendschutzgesetz wird in Teilen geändert

Ab dem neuen Monat treten Änderungen im Jugendschutzgesetz in Kraft. Diese sollen Kinder und Jugendliche besser vor Mobbing und sexualisierter Ansprache im Internet bewahren. Plattformen, auf denen Spiele und Filme angeboten werden, müssen einfache Melde- und Beschwerdemöglichkeiten anbieten, falls sich junge Nutzer bedroht oder bedrängt fühlen. Künftig vorgeschrieben sind zudem einheitliche Alterskennzeichnungen für Online-Inhalte sowie Schutzmechanismen gegen Kostenfallen und Abzocke. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien soll zur Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz umgeformt werden. Sie kann laut Familienministerium "in letzter Konsequenz" Bußgelder gegenüber den Anbietern verhängen.

Mindestlohn für Maler und Lackierer erhöht sich

Vom 1. Mai an steigt der Mindestlohn für Maler und Lackierer für gelernte Arbeitnehmer auf 13,80 Euro pro Stunde und für ungelernte Arbeitnehmer auf 11,40 Euro pro Stunde. Die Beschäftigten erhalten zudem eine Corona-Prämie von 330 Euro. Auch die Vergütung von Auszubildenden wird erhöht.

Sichereres Kinderspielzeug

Ab dem 20. Mai tritt in Deutschland eine neue Richtlinie in Kraft, die Kinderspielzeug noch sicherer machen soll. Denn ab dann gelten niedrigere Migrationsgrenzwerte von Aluminium und Formaldehyd in Spielmaterialien. Die EU-Mitgliedstaaten waren verpflichtet, die neue Richtlinie bis spätestens zum 19. Mai 2021 in nationales Recht umzusetzen und ab dem Folgetag anzuwenden.

Whatsapp-Nutzungsbedingungen werden geändert

Eigentlich hatte der Messenger-Dienst Whatsapp geplant, seine Nutzungsbedingungen ab dem 8. Februar zu ändern. Das Problem: Wer diesen als User nicht zustimmt, kann die App nicht weiter nutzen. Nach massiver Kritik und Nutzerabwanderung hat Whatsapp den Start der neuen Regeln nun kurzerhand um gut drei Monate nach hinten verschoben, auf den 15. Mai. Wer bis zu diesem neuen Stichtag nicht zustimmt, kann die App zwar dann noch verwenden - allerdings nur noch stark eingeschränkt. "Dir wird dann allerdings nicht mehr die volle Funktionalität von Whatsapp zur Verfügung stehen, bis du zugestimmt hast", heißt es in der aktualisierten FAQ von Whatsapp. "Du wirst zwar für kurze Zeit Anrufe und Benachrichtigungen erhalten, aber in der App weder Nachrichten lesen noch welche senden können."

Mehr zum Thema

Windows-10-Support endet

Einige Versionen von Windows 10 erhalten ab dem neuen Monat keine Sicherheitsupdates mehr. Bis zum 11. Mai 2021 sollten Nutzer deshalb ihre Windows-Version aktualisieren. Betroffen sind folgende Versionen: Windows 10 Home, Version 1909, Windows 10 Pro, Version 1909, Windows 10 Pro Education, Version 1909, Windows 10 Pro for Workstations, Version 1909.

Quelle: ntv.de, awi

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.