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Zukunftssichere Arbeit Das sind die Trendberufe 2021

Laut dem Digitalverband Bitkom bringt die Digitalisierung der Arbeitswelt mehr Jobs. Doch an der Weiterbildung mangelt es. Foto: Peter Steffen

Zumindest für die nähere Zukunft deutet sich an, welche Berufe gefragt sind oder auch bleiben.

(Foto: dpa)

Es sieht ganz danach aus, dass auch in Zukunft fürs Einkommen gearbeitet werden muss. Gut, wer dann mit einem passenden Job richtig aufgestellt ist. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, welche Berufe und Branchen Perspektive haben und was es da zu verdienen gibt.

Besonders zu Beginn eines jeden Jahres stellt sich die Frage nach der Zukunft - und in Zeiten der Corona-Pandemie einmal mehr. Doch die ist ungewiss - zumindest so viel ist sicher. Naheliegend ist, dass man, um sein Leben zu finanzieren, weiterhin Geld haben muss. Und dies muss im Zweifelsfall verdient werden. Durch Arbeit.

Also gilt es, fleißig zu sein. Am besten in einem zukunftssicheren Job. Die Experten von Gehalt.de haben die Trendberufe für 2021 ausgemacht. Dazu wurden auf Basis von Sucheinträgen von Usern des Dienstes, offener Stellen sowie Erfahrungen aus Expertengesprächen mit Unternehmen die entsprechenden Jobs für das neue Jahr ermittelt. Zusätzlich wurde ausgewertet, wie viel Beschäftigte in diesen Berufen verdienen können. Insgesamt wurden 2308 Gehaltsdaten berücksichtigt.

Ergebnis? Unter anderem sind Performance-Marketing-Manager im Social Commerce, Cloud-Architekten und Pflegefachkräfte in der Beatmungs- und Intensivpflege derzeit besonders gefragt und für die Zukunft von großer Bedeutung. Die Trend-Berufe im Einzelnen:

Cloud-Architekten - für die Vernetzung im Homeoffice

Da sich das Arbeiten von daheim vermehrt durchsetzt, ist es sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen wichtig, agil und flexibel zu bleiben. Die Vernetzung und der Zugriff auf externe Server funktioniert am effizientesten mit Cloud-Technik. Dafür greifen, laut einer Studie, 97 Prozent aller Unternehmen nicht nur auf eine, sondern gleich auf mehrere Cloud-Anbieter zurück. Um die Verwaltung der komplexen Cloud-Strukturen kümmern sich Cloud-Architekten. Sie verdienen jährlich rund 64.900 Euro.

Performance-Marketing-Manager - E-Commerce-Branche rechnet mit anhaltendem Umsatzboom

Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich im vergangenen Jahr zunehmend ins Internet verlagert, dadurch rechnet die E-Commerce-Branche mit Rekordumsätzen. Dieser Boom soll auch in diesem Jahr anhalten. Beschäftigte verdienen als E-Commerce Manager im Median derzeit rund 39.900 Euro jährlich. Da immer mehr Unternehmen ihre Onlinepräsenz auf- oder ausbauen, wird die Positionierung der Produkte besonders wichtig. Ein Trend im Onlinehandel geht deutlich in Richtung Social Commerce, also der Verkauf von Produkten über Social-Media-Plattformen. Um das Management der Anzeigen kümmern sich Performance-Marketing-Manager mit dem Schwerpunkt Social Commerce. Diese verdienen jährlich rund 50.500 Euro.

Pflegefachkräfte in der Intensivpflege, Virologen, Laborassistenten - im Kampf gegen Corona

In Hinblick auf die kritischen Corona-Fallzahlen werden weiterhin Pflegefachkräfte mit Spezialisierung auf Beatmungs- und Intensivpflege gebraucht. Ihr Jahresverdienst beträgt 44.200 Euro. Zudem werden Virologen und Laborassistenten für die Erforschung des Virus benötigt. Sie verdienen 62.200 Euro (Virologen) beziehungsweise 36.400 Euro (Laborassistenten). "Der Bedarf an Pflegefachkräften wird in Deutschland nicht nur aufgrund des demografischen Wandels steigen. Beschäftigte in dringend benötigten Spezialisierungsgebieten, wie in der Alten- oder Intensivpflege, könnten in Zukunft mehr Mitspracherecht bei Arbeitszeiten und Gehaltsvorstellungen haben", so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Lebensmitteltechnik und Spieleentwicklung - zukunftsfähige Berufe ohne Studium

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Während Konzert- oder Kinobesuche derzeit nicht möglich sind, profitiert weltweit ein anderer Teil der Unterhaltungsindustrie: die Videospiel-Branche. Die Umsätze steigen und die Branche kann gut mit digitalen Herausforderungen und Homeoffice umgehen. Auch wenn die Gaming-Branche in Deutschland noch klein und mittelständisch geprägt ist, geben sich deutsche Spieleentwickler zuversichtlich. Hierzulande beziehen Beschäftigte in dieser Berufsgruppe rund 42.700 Euro jährlich. Der anhaltende Trend zur bewussten Ernährung kommt wiederum der Lebensmittelbranche zugute. Die Ansprüche der Verbraucher steigen und Lebensmittelprodukte müssen produziert und weiterverarbeitet werden. Mit diesem Aufgabengebiet befassen sich Lebensmitteltechniker und verdienen dabei rund 40.300 Euro im Jahr.

"Das vergangene Jahr hat uns gezeigt, dass Flexibilität sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber definitiv eine Kernkompetenz auf dem Arbeitsmarkt ist. Dabei ist ein Studium nicht zwangsläufig erforderlich, um zukunftssichere Berufe auszuüben. Auch mit einer Ausbildung können Beschäftigte lukrative und krisensichere Berufe ergreifen", so Bierbach abschließend.

Quelle: ntv.de, awi