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Zinssicherheit beim Eigenheim Das sind die besten Forward-Darlehen

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Immobilienbesitzer, die in den kommenden Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen, sollten bald ein Forward-Darlehen abschließen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Inflationsrate steigt und auch bei den Zinsen wird es bald wieder aufwärts gehen. Wer auf absehbare Zeit eine Anschlussfinanzierung braucht, kommt daher an einem Forward-Darlehen kaum vorbei. Doch wo erhalten Immobilienbesitzer die besten Konditionen?

Lange war die Inflation in Deutschland kaum der Rede wert. Doch die Pandemie hat auch das gründlich verändert. Aktuell liegt die Teuerungsquote bei 3,8 Prozent. Und Schätzungen gehen davon aus, dass der Wert im Lauf des Jahres auf bis zu 5 Prozent steigen wird.

Das ist kein Grund zur Panik. Die Steigerung lässt sich zumindest in Teilen auf pandemiebedingte Sondereffekte wie etwa die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer zurückführen. Einfach den Kopf in den Sand zu stecken ist aber auch keine gute Idee, meinen die Experten von der FMH-Finanzberatung. Denn trotz allem ist zu erwarten, dass die höhere Inflation ein Dauerthema werden könnte: Lieferengpässe und steigende Energie- und Rohstoffpreise werden uns noch lange begleiten. Und diese Mehrausgaben werden dann ziemlich sicher auch an die Endkunden weitergegeben. Wer ein Haus bauen oder eine neue Immobilie erwerben will, sollte sich daher auf deutlich höhere Anschaffungskosten einstellen, so die FMH.

Hausbesitzer müssen vorsorgen

Auch wer bereits vor Jahren gekauft hat, sollte demnach die aktuellen Entwicklungen im Blick behalten. Bei den Zinsen ist die Steigerung zwar nicht ganz so rasant wie bei den Verbraucherpreisen, doch wer heute 0,8 Prozent bezahlt, sollte damit rechnen, dass in den kommenden Jahren 1,5 oder gar 2 Prozent Zinsen für ein Hypothekendarlehen anfallen können, rechnet FMH.

Immobilienbesitzer, die in den kommenden Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen, sollten daher zeitnah ein Forward-Darlehen abschließen und sich die aktuellen Konditionen auch für die Zukunft sichern, so die Frankfurter Experten. Das kostet zwar einen kleinen Aufschlag. In den meisten Fällen dürfte das Geld aber gut investiert sein.

Überschaubarer Aufpreis für Forward-Darlehen

Wer sich 36 Monaten im Voraus die heutigen Zinskonditionen festschreiben lässt, zahlt nach dem FMH-Forward-Vergleich lediglich 0,4 Prozentpunkte mehr. Der mittlere Zins für ein Forward-Darlehen mit einer Zinsbindung von 15 Jahren, 36 Monaten Vorlaufzeit und 3 Prozent Tilgung liegt inklusiv Forward-Aufschlag damit bei 1,43 Prozent effektiv.

Exklusiv für ntv hat die FMH-Finanzberatung zudem ermittelt, welche Bank aktuell die besten Forward-Darlehen anbietet, und dabei nach Dauer der Zinsbindung unterschieden. Die Auswertung umfasst Zinsbindungen von 10, 15 und 20 Jahren. Dabei haben die Experten die am häufigsten gewählten Vorlaufzeiten von 12, 24 und 36 Monate unterstellt.

Der Zinssatz allein ist nicht entscheidend

Doch nicht nur die Höhe des Zinssatzes entschied über die Bewertung. Da eine flexible Gestaltung gerade bei der zweiten Finanzierung wichtig ist - in dieser Lebensphase verändert sich oft viel - floss auch dieser Punkt mit in die Note ein. Bewertet wurde unter anderem, ob es die Möglichkeit gibt, die Tilgungsquote anzupassen, Sondertilgungen vorzunehmen oder die Zinsbindung zu unterschreiten.

Das Ergebnis: Sowohl bei 10 als auch bei 15 Jahren erhalten Santander, ING und Postbank die Bestnote sehr gut. Gut sind 1822direkt, DEVK Versicherung und Münchener Hypothekenbank. Bei 20 Jahre fest schafft keiner der bundesweiten Anbieter das Urteil "sehr gut". Lediglich bei 20 Jahren fest und als regionaler Anbieter glänzt die PSD Bank West als alleiniger Sieger.

Die aktuell besten Forward-Zinsen für Ihre Finanzierung finden Sie im ntv-Forward-Vergleich.

Quelle: ntv.de, awi

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