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Fußcremes im Öko-Test Eine schmiert ab

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Insgesamt erhielten zwölf Produkte die Bestnote..

(Foto: imago stock&people)

Oben hui - unten pfui? Hoffentlich nicht. Mit der warmen Jahreszeit kommen auch wieder die Füße zum Vorschein. Und sind hoffentlich gepflegt. Zum Beispiel durch den richtigen Fußbalsam. Öko-Test hat 20 entsprechende Produkte unter die Lupe genommen.

Nein, nur Nägel schneiden ist nicht genug. Ansehnliche Füße möchten auch gepflegt sein. Zum Beispiel durch den richtigen Fußbalsam. Schließlich soll sich ja das Umfeld an den nun wieder sichtbaren Extremitäten auch erfreuen können.

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"Öko-Test" hat sich der Sache angenommen und 20 Fußbalsam untersucht - zu Preisen zwischen 0,94 Euro bis 14,00 Euro. Geprüft wurde, ob sie synthetische Kunststoffe, Paraffine, Konservierungs- oder Duftstoffe enthalten. Auch die Umweltaspekte der Verpackungen wurden in die Bewertung mit einbezogen. Eins kristallisierte sich im Test schnell heraus: Um die optimale Wirkung zu erzielen, müssen die Produkte nicht teuer sein. Der günstigste, mit "sehr gut" bewertete Fußbalsam kostet 0,94 Euro für 75 Milliliter.

12 mal "sehr gut"

Insgesamt erhielten zwölf Produkte die Bestnote. Hier gibt's laut der Tester nichts zu bemängeln. Keine Emulgatoren (PEG/PEG-Derivate), keine bedenklichen oder umstrittenen Inhaltsstoffe, keine weiteren Kunststoffverbindungen - alle getesteten Fußbalsam mit der Bestnote enthalten lediglich Parfüm. Die drei günstigsten Produkte im Test (Preis pro 75 Milliliter): "Barfuss Balsam" von Müller Drogeriemarkt (0,94 Euro), "Balea Fusscreme intensiv" von dm (1,76 Euro) und "Fusswohl Wohlfühl Balsam" von Rossmann (2,29 Euro).

Vier Produkte haben die Tester mit "gut" bewertet. Im Mittelfeld reihen sich zwei Produkte mit der Beurteilung "befriedigend" ein - dazu gab es ein "ausreichend" und ein "ungenügend".

Problematisch war bei letzterem (Fußbalsam von Hansaplast) vor allem der Einsatz von Emulgatoren und Erdölverbindungen wie Paraffine. Die sind kritisch, weil sie die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können. Für Abzüge sorgten auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die in dem Produkt entdeckt wurden. Denn es ist nicht auszuschließen, dass diese Zusatzstoffe krebserregend sind. Drei der Schlusslichter im Test sind unter anderem: "Neutrogena Norwegische Formale Fußcreme" von Johnson & Johnson (3,56 Euro), "Scholl Expertcare Tägliche Pflege Fußcreme" von Reckitt Benckiser (2,99 Euro) und "Hansaplast Feuchtigkeits-Fußbalsam" von Beiersdorf (2,95 Euro).

Neutrogena stolperte unter anderem über den bedenklichen Konservierungsstoff Propylparaben, der unter Verdacht steht, wie ein Hormon zu wirken. Scholl, der Spezialist für alles, was mit Füßen zu tun hat, legte sich unter anderem mit Paraffinen Steine in den Weg. Total abgeschmiert ist der Fußbalsam von Hansaplast. Er offenbarte im Test bedenkliche Substanzen und wurde dafür abgestraft.

Quelle: ntv.de, awi