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Versorgungslücke droht Kurzarbeit mindert die Rente

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Kurzarbeitergeld gibt es, um den Lohnausfall für Beschäftigte abzufangen. Gezahlt wird es aus der Arbeitslosenversicherung.

(Foto: imago images/Eibner)

Kurzarbeit hat Folgen sowohl für die gesetzliche Rente als auch für die spätere Betriebsrente. Wer es sich leisten kann, sollte zumindest die Beiträge für Letztere weiter zahlen. Sonst droht eine Versorgungslücke.

Angeordnete oder vereinbarte Kurzarbeit hat nicht nur Auswirkungen auf das Nettoentgelt, sondern auch auf die Höhe der späteren Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge. "In der Regel hängen die zugesagten Versorgungsleistungen von der aktuellen Vergütung ab", erklärt Erich Nöll, Geschäftsführer und Rechtsanwalt beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin.

Das bedeutet: Aufgrund der geringeren Vergütung reduzieren sich auch die Versorgungsanwartschaften. Denn das Kurzarbeitergeld als sozialversicherungs- und lohnsteuerfreie Lohnersatzleistung zählt nicht mit als Basis für die spätere Betriebsrente. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld.

Weniger Beiträge in gesetzliche Rentenversicherung

"Wird die betriebliche Altersvorsorge auch im Wege der Entgeltumwandlung finanziert, sollte geprüft werden, ob der Umwandlungsbetrag ein Prozentsatz der Vergütung oder ein fester Eurobetrag ist", rät Nöll. Wenn der Umwandlungsbetrag ein Prozentsatz der Vergütung ist, sinkt bei Kurzarbeit automatisch der Betrag.

Ist der Umwandlungsbetrag dagegen ein fester Eurobetrag, kann der Arbeitnehmer diesen während der Kurzarbeit zwar auch herabsetzen oder sogar ganz aussetzen. Dazu muss der Arbeitnehmer aber selbst aktiv werden. "Das ist nur sinnvoll, wenn der Arbeitnehmer sich diese Ausgaben wegen der Kurzarbeit gerade nicht leisten kann oder aktuell nicht das entsprechende Gehalt hat, denn das Kurzarbeitergeld kann nicht umgewandelt werden", erklärt Nöll.

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Die Auswirkungen der Kurzarbeit auf die betrieblichen Altersvorsorgeansprüche sollten Betroffene im Blick behalten und gegebenenfalls, wenn finanziell möglich, ausgleichen, damit sich später keine Versorgungslücke ergibt.

Aber auch auf die gesetzliche Rente hat Kurzarbeit Auswirkungen. Die Beiträge bemessen sich hier am Nettolohn. Denn die Beiträge werden während der Kurzarbeit auf der Basis des tatsächlich gezahlten - reduzierten - Verdienstes des Beschäftigten gezahlt. Niedrigere Beiträge führen später folglich zu verringerten Rentenzahlungen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa