Ratgeber

Zinsen für Tagesgeld und Festgeld Letzte Chance auf vier Prozent

Viele Banken haben bereits mehrfahr die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld gesenkt. Die nächsten Zinsschritte folgen am 1. Juli. Wer jetzt noch ein Zinsschnäppchen machen will, sollte sich beeilen.

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Der Blick in die nahe Zukunft bringt noch weitere Zinssenkungen.

(Foto: A. Dreher, pixelio.de)

Die Beobachtung der Zinsentwicklung gehört zum täglichen Geschäft der FMH-Finanzberatung. Es ist wenig Bewegung am Markt. "Die Kunden haben die Wahl zwischen schlecht und sehr schlecht", fasst Sigrid Herbst von der FMH-Finanzberatung die Situation zusammen. Zinserhöhungen sind nicht in Sicht. Im Gegenteil: Einige Banken gehen mit den Zinssätzen zum 1. Juli noch weiter runter.

Die BMW-Bank senkt den Tagesgeldzins von 1,4 auf 1,2 Prozent pro Jahr, die Bausparkasse Mainz reduziert von 1,36 auf 1,26 Prozent, die DHB-Bank senkt den Tagesgeldzins von 1,5 auf 1,35 Prozent. Platzhirsch ING-Diba zahlt ab 1. Juli nur noch 1,3 statt 1,5 Prozent und auch der Versicherer Cosmos Direkt drückt den Tagesgeldzins von 2,1 auf 1,75 Prozent.

Wohin also mit dem Geld, das nur kurzfristig angelegt werden und durch ein deutsches Einlagensicherungssystem abgesichert sein soll? Zinssätze über zwei Prozent zu finden, ist nicht mehr möglich, wenn man nicht gleichzeitig mit seinem Depot und einer bestimmten Guthabenhöhe zu einer anderen Bank wechselt. Dort buhlen momentan noch die DAB Bank und Cortal Consors mit Zinssätzen über zwei Prozent pro Jahr um Kunden. Das zeigt auch unser Tagesgeld-Vergleichsrechner.

Wer ein bisschen länger auf sein Geld verzichten kann, sollte sich nach Alternativen zum Tagesgeld umschauen. Vier Prozent bietet die Santander Bank ihren Kunden, wenn diese drei Jahre auf ihr Geld verzichten können. Doch das Angebot gilt nur noch heute und morgen. Auf Anfrage von n-tv.de bestätigte die Santander Bank, dass ab Donnerstag für den dreijährigen Sparbrief nur noch 3,33 Prozent gezahlt werden. Auch im vier- bis achtjährigen Bereich streicht die Bank ihre Zinsen zusammen und zahlt auch hier nur noch 3,33 Prozent pro Jahr. Eine so lange Zinsbindung zu diesem Zinssatz ist eher nicht zu empfehlen.

Allerdings wartet die Santander Bank auch mit einer Zinserhöhung auf. Für einen zwei Jahre laufenden Sparbrief klettert die Verzinsung von 2,25 auf 3,0 Prozent, wie n-tv.de auf Anfrage erfahren hat. Das wäre im Zwei-Jahres-Bereich laut unserem Festgeld-Vergleichsrechner das beste Angebot einer Bank, die über die staatliche Garantie hinaus zusätzlich einem deutschen Einlagensicherungssystem angehört.

Quelle: ntv.de

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