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Finanztest kennt die besten Nachhaltige Europa-Fonds als Baustein

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Aus Sicht von Finanztest sollten nachhaltige Aktienfonds Europa am besten zusammen mit einem global anlegenden Fonds al Beimischung genutzt werden.

(Foto: imago images/Imaginechina-Tuchong)

Keine Frage: Ein Aktiendepot sollte einen weltweiten Anlagehorizont haben. Allerdings können Anleger auch regionale Schwerpunkte setzen. Eine Möglichkeit: Europa.

Anleger können in ihrem Weltdepot Akzente setzen. Nachhaltige Aktienfonds aus Europa eignen sich gut als ein Baustein fürs Depot, zeigt ein Bericht der Zeitschrift "Finanztest" (Heft 2/2021) der Stiftung Warentest.

Kleiner Haken: Bei der Nachhaltigkeit müssen Anleger Abstriche machen. Keiner der Fonds erhielt hier die Bestnote von fünf Punkten. Für den Bericht wurden die Nachhaltigkeitskriterien von 7 aktiv gemanagten Fonds und 19 ETF und Indexfonds überprüft und auch deren Anlageerfolg ermittelt.

Interessante Beobachtung: Die aktiven Fonds schnitten in Sachen Nachhaltigkeit unter dem Strich besser ab, als die ETF. Zwei aktive Fonds haben drei Punkte in der Finanztest-Nachhaltigkeitsbewertung und schneiden zudem in der ökonomischen Bewertung mit Bestnoten ab. Bei den ETF werden drei empfohlen, die jeweils drei Nachhaltigkeitspunkte haben.

Nachhaltig schlägt klassisch

In Sachen Rendite müssen Anleger dabei hingegen keine Abstriche machen: Bei den gemanagten Fonds lag die beste Rendite in den vergangenen fünf Jahren bei 8,7 Prozent pro Jahr (DPMA Equities Europe Sustainable). Die ETF sind aber noch zu jung, um ihre Entwicklung seriös einordnen zu können. Der klassische MSCI Europe Index hat über fünf Jahre eine jährliche Rendite von 3,3 Prozent erzielt. Bei den aktiv gemanagten Fonds empfiehlt Finanztest unter anderem den LBBW Nachhaltig Aktien, da er vor allem auch bei der Nachhaltigkeitsbewertung punkten konnte. Gleiches gilt unter anderem auch für den ETF von iShares (MSCI Europe SRI, 5,1 Prozent p.a. in den letzten fünf Jahren).

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Aus Sicht der Experten sollten nachhaltige Aktienfonds Europa am besten zusammen mit einem global anlegenden Fonds als Beimischung genutzt werden. Die Mehrheit der Unternehmen in diesem Index stammt allerdings aus den USA. Der Grund: Die Gewichtung im MSCI World wird vom Börsenwert bestimmt. Daher sind die USA als Börsennation Nummer eins ein Schwergewicht im Index. Die Gewichtung nach Börsenwert, die bei vielen Indizes angewendet wird, führt zu einer gewissen Verzerrung. Denn der Börsenwert entspricht nicht notwendigerweise auch dem Anteil eines Landes oder einer Region an der weltweiten Wirtschaftskraft.

Investieren Anleger Teile ihres Vermögens auch regional in Europa, erhöhen sie diesen Anteil, die USA sind dann geringer gewichtet.

Quelle: ntv.de, awi/dpa