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Krankenkasse und Rente So können Ruheständler den Beitrag senken

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Die Höhe des Zuschusses für freiwillig Krankenversicherte hängt vom allgemeinen Beitragssatz zur Krankenversicherung und dem Zahlbetrag ihrer Rente ab.

(Foto: imago stock&people)

Auch im Ruhestand werden Krankenversicherungsbeiträge fällig. Manche Rentner können ihre Zahlungen aber verringern - indem sie in die Krankenversicherung der Rentner wechseln. Abgesehen davon, winkt auch von der Rentenversicherung ein Zuschuss.

Grundsätzlich gilt: Wer zu 90 Prozent der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens in einer gesetzlichen Krankenkasse oder familienversichert war, darf in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Darauf macht die Verbraucherzentrale Hamburg aufmerksam. Das gilt auch, wenn man im Berufsleben freiwillig gesetzlich krankenversichert war.

Anders als freiwillig gesetzlich Versicherte im Ruhestand müssen Rentner mit einem KVdR-Status keinen von der Rentenhöhe unabhängigen Mindestbeitrag und keine Krankenkassenbeiträge auf Einnahmen durch Vermögen, Vermietung und Verpachtung zahlen. Dadurch sparen sie jeden Monat Geld.

Für Angestellte mit hohen Jahreseinkommen oder Selbstständige, die freiwillig versichert und im Ruhestand sind, kann es sich lohnen, bei der Krankenkasse einen Antrag auf Überprüfung ihres Versicherungsstatus zu stellen. Denn auch ein nachträglicher Wechsel in die KVdR ist im Prinzip möglich.

Sollte die vorgeschriebene Versicherungszeit in der gesetzlichen Krankenkasse nicht ausreichen, können gegebenenfalls Kinder zu Gunsten der Betroffenen angerechnet werden, raten die Verbraucherschützer. Pro Kind erhalten Eltern pauschal drei Jahre als Vorversicherungszeit, die automatisch der zweiten Hälfte des Erwerbslebens zugerechnet werden.

Zuschuss zu Krankenversicherung für Rentner

Klappt der Wechsel nicht, können aber auch Rentner, die privat oder freiwillig krankenversichert sind, auf Antrag von der gesetzlichen Rentenversicherung einen Beitragszuschuss erhalten. Die Deutsche Rentenversicherung rät, diesen Zuschuss gleich zusammen mit der Rente zu beantragen.

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Die Höhe des Zuschusses für freiwillig Krankenversicherte hängt vom allgemeinen Beitragssatz zur Krankenversicherung und dem Zahlbetrag ihrer Rente ab. Dieser Beitragssatz beträgt zurzeit 14,6 Prozent und wird zur Hälfte - also in Höhe von 7,3 Prozent - von der Rentenversicherung übernommen. Auch der individuelle Zusatzbeitrag der Krankenkasse wird zur Hälfte von der Rentenversicherung übernommen. Der Beitrag zur Pflegeversicherung muss selbst getragen werden.

Privat Krankenversicherte können ebenfalls einen Zuschuss beantragen. Dieser wird zunächst wie bei freiwillig Versicherten berechnet, aber maximal in Höhe der Hälfte der Versicherungsprämie gezahlt. Für Rentner, die in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind, übernimmt die Rentenversicherung automatisch den halben Krankenversicherungsbeitrag. Ein Antrag ist nicht nötig.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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