Ratgeber

Auf Mehrfamilienhäusern Solaranlagen können steuerfrei sein

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Für die Befreiung von der Einkommensteuer ist es kein Hindernis, wenn bei Mehrfamilienhäusern ein Teil der Wohnungen vermietet werden, diese den Sonnenstrom aber nicht nutzen.

Einnahmen aus Solaranlagen können von der Einkommensteuer befreit werden. Das gilt auch, wenn diese Anlagen auf teils vermieteten Mehrfamilienhäusern installiert sind - aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Einnahmen aus dem Betrieb von kleinen Fotovoltaikanlagen können auf Antrag von der Einkommensteuer befreit werden. Das gilt auch für vergleichbare Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowatt-Peak (kWp). Voraussetzung: Die Anlage befindet sich auf einem zu eigenen Wohnzwecken genutzten Haus und sie wurde nach 2003 angeschafft. Außerdem darf das Haus nur in geringem Umfang gewerblich genutzt werden. Ein häusliches Arbeitszimmer im Eigenheim etwa ist kein Hindernis für die Befreiung, erklärt der Bund der Steuerzahler (BdSt).

Diese Regelung wurde nun noch einmal nachgebessert, so der BdSt unter Hinweis auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums. Jetzt gilt: Die Fotovoltaikanlage muss nicht auf einem Ein- oder Zweifamilienhäusern installiert sein.

"Für die Befreiung von der Einkommensteuer ist es nicht schädlich, wenn bei Mehrfamilienhäusern ein Teil der Wohnungen vermietet werden, diese den Sonnenstrom aber nicht nutzen", sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Vermieter sollten also nachrechnen, ob sich ein Steuerbefreiungsantrag für die Solaranlagen-Einnahmen lohnt.

Installierte Gesamtleistung ist entscheidend

"Die installierte Gesamtleistung aller Anlagen von 10 kWp ist für die mögliche Befreiung von der Einkommensteuer entscheidend", erläutert Karbe-Geßler. Diese richtet sich nach der Summe der installierten Leistung aller Fotovoltaikanlagen einer Person oder einer Mitunternehmerschaft und nicht nach der einer einzelnen Solaranlage.

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Das gilt laut Steuerzahlerbund sowohl für Anlagen, die sich auf demselben Grundstück befinden als auch für Anlagen auf verschiedenen Grundstücken. Dabei ist es unerheblich, ob die Anlagen technisch voneinander getrennt sind.

Allerdings müssen auch solche Anlagen in die Berechnung der Gesamtleistung einbezogen werden, die die übrigen Voraussetzungen der Vereinfachungsregelung nicht erfüllen, zum Beispiel Anlagen, deren Strom einem Mieter des Antragstellers zur Verfügung gestellt wird.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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