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BGH-Urteil kann helfen Sparplan-Kündigung widersprechen

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Auch vor Kündigungen von teuren Sparanlagen schrecken Banken und Bausparkassen nicht zurück.

(Foto: imago stock&people)

Wer vor vielen Jahren einen Sparvertrag abgeschlossen hat, freut sich heute über die Zinsen. Manche Geldinstitute wollen diese Verträge loswerden. Eine Kündigung müssen Kunden aber nicht hinnehmen.

Langfristige Sparpläne sind für Geldinstitute inzwischen oft eine Last. Denn die vor vielen Jahren versprochenen Zinsen sind heute weit von der Realität entfernt. Immer wieder versuchen Institute daher, Verträge zu kündigen. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Brandenburg müssen Sparer das aber nicht einfach hinnehmen.

Der Grund: Für die Kündigung eines unbefristeten Prämiensparvertrages braucht es einen sachlichen Grund. Das entschied zumindest der Bundesgerichtshof (BGH, Az.: XI ZR 345/18). Die Verbraucherschützer raten daher, der Kündigung zu widersprechen. Dazu finden Verbraucher auf der Homepage der Verbraucherzentrale einen Musterbrief.

Nicht rausdrängen lassen

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Wer seine Sparbeiträge regelmäßigen per Überweisung einzahlt, sollte das weiter tun. Damit zeigen Kunden, dass sie ihren Vertrag fortsetzen wollen. Lenkt das Geldinstitut nicht ein, kann der Ombudsmann eingeschaltet werden. Die Entscheidungen des Bundesgerichtshofes stützen die Position der Sparer.

Um teure Sparer loszuwerden, bedienen sich Geldinstitute meist zweier Methoden. Verbraucher können dabei die Strategie nicht immer erkennen. Entweder versuchen Finanzinstitute, Kunden mit bestimmten Argumenten dazu zu bringen, den alten Vertrag selbst zu kündigen. Hier werden dann zum Beispiel einseitig die Nachteile der Verträge hervorgehoben. Manches Geldinstitut verweist etwa bei einem Prämiensparvertrag mit variablem Zins auf die derzeit extrem niedrigen Zinsen. Dass der Sparplan durch die Prämie am Ende trotzdem eine vergleichsweise gute Rendite brachte, wurde hingegen nicht weiter erwähnt. In einem solchen Fall sollten Betroffene hellhörig werden. Denn die neuen Angebote, die dann vorgelegt werden, sind aus Sicht der Verbraucherschützer im Vergleich oft nicht lohnenswert. Oder aber die Geldinstitute kündigten die Sparverträge mit unterschiedlichen Begründungen gleich von sich aus.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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