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Bis zu 15 Prozent mehr Strom wird deutlich teurer

Angekündigt war es schon länger, jetzt schaffen die Stromversorger Fakten: Im Januar ziehen viele ihre Preise ordentlich an. Verantwortlich machen sie die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien.

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Sonnenenergie wurde im letzten Jahr massiv ausgebaut.

(Foto: picture alliance / dpa)

Millionen deutscher Haushalte müssen sich auf teureren Strom einstellen. 35 Versorger erhöhen nach Angaben des Verbraucherportals Verivox zum 1. Januar ihre Tarife, darunter der drittgrößte Energieversorger EnBW sowie zahlreiche Stadtwerke. Im Schnitt werden die Preise um 7,3 Prozent erhöht, einige Anbieter schlagen sogar zwischen 10 und 15 Prozent auf. Nur drei Unternehmen senken ihre Preise. Vermutlich mehr als 100 weitere Versorger würden zum Jahreswechsel Erhöhungen ankündigen, sagte ein Verivox-Sprecher. Zahlreiche Unternehmen begründen die Erhöhungen mit der höheren Abgabe für Ökostrom.

Rund 4,4 Millionen Haushalte sind von den Strompreiserhöhungen betroffen. Der Karlsruher Energieriese EnBW, der rund 2,5 Millionen Privathaushalte versorgt, erhöht die Preise um knapp zehn Prozent. Das Vergleichsportal check24.de hat ausgerechnet, dass ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden jährlich 125 Euro mehr bezahlen muss. Stromversorger müssen ihre Kunden bis zum 20. November informieren, wenn sie ihre Preise im Januar anheben wollen.

Die Unternehmen begründen die Preiserhöhungen mit der die Umlage für erneuerbare Energien. Sie steigt im Januar von 2,047 auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde, was vor allem am massiven Ausbau von Solarenergie liege, so EnBW. Für erneuerbaren Strom, der ins deutsche Netz gelangt, erhält der Produzent eine sogenannte Einspeisevergütung. Diese Vergütung ist bei Solarenergie besonders hoch.

Quelle: n-tv.de, dpa

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