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Steuererklärung Was Eltern eintragen können

Singles haben es leicht - zumindest bei der Steuererklärung. Sie können meist nicht viel absetzen. Anders ist das bei Eltern und Eheleuten: Sie können zahlreiche Freibeträge und Ausgaben in die Formulare eintragen. Das ist mühsam, lohnt sich aber.

Pauschale Freibeträge

Verheiratete und zusammen veranlagte Eltern können für jedes gemeinsame Kind einen Freibetrag von 3864 Euro ansetzen. Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungsbedarf von 2160 Euro, wie Jörg Schwenker von der Bundessteuerberaterkammer erklärt. "Für Ledige und dauernd getrennt lebende Ehegatten halbieren sich diese Beiträge."

Der Anspruch auf Kinderfreibetrag wird gegen das Kindergeld abgewogen. So erhalten alle Eltern erst einmal für ihre minderjährigen Kinder monatlich das Kindergeld ausgezahlt. "Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer prüft das Finanzamt von Amts wegen, ob anstelle des Kindergeldanspruchs für das einzelne Kind die Freibeträge für Kinder abzuziehen sind", erklärt Schwenker. Ist die Steuerersparnis durch Abzug der Freibeträge höher als der Anspruch auf Kindergeld, werden diese Freibeträge vom Einkommen abgezogen: "Gleichzeitig wird dann die ermittelte Einkommensteuer um die Summe des Kindergeldanspruchs erhöht."

Alleinerziehende Mütter oder Väter haben Anspruch auf einen zusätzlichen Freibetrag: Sie können den sogenannten Entlastungsbetrag von 1308 Euro ansetzen. Allerdings gibt es recht strenge Voraussetzungen dafür: "Der Entlastungsbetrag fällt schon dann weg, wenn nur ein weiteres Kind im Haushalt lebt, das bereits volljährig ist", sagt Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL).

Sparen mit Betreuung
Zusätzlich zu diesen pauschalen Abzügen können Eltern noch verschiedene tatsächliche Kosten in die Einkommensteuererklärung eintragen. "Kinderbetreuungskosten, die wegen Erwerbs- oder Berufstätigkeit der Eltern oder Alleinerziehenden anfallen, sind wie Werbungskosten oder Betriebsausgaben abzugsfähig", erläutert Anita Käding, Referentin für Steuerrecht beim Bund der Steuerzahler. Voraussetzung: Die Kinder sind jünger als 14 Jahre oder können wegen einer Behinderung nicht für sich selbst sorgen.

Daneben können unter Umständen weitere Aufwendungen für die Betreuung als Sonderausgaben abgesetzt werden. Möglich ist das, wenn die Eltern aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Ausbildung verhindert sind, oder wenn das Kind zwischen drei und sechs Jahre alt ist. Für alle Arten von Betreuungskosten sind jährlich zwei Drittel der Aufwendungen, höchstens aber 4000 Euro pro Kind absetzbar.

Au Pair lässt sich absetzen

Auch Kosten für ein Au-Pair-Mädchen können beim Finanzamt geltend gemacht werden, sagt Käding: "Allerdings müssen die angefallenen Aufwendungen in Kinderbetreuungskosten und in Kosten, die auf die Arbeiten im Haushalt entfallen, aufgeteilt werden." 50 Prozent der gesamten Au-Pair-Kosten werden auf die Betreuung angerechnet, der Rest entfällt auf die Haushaltskosten. Die Ausgaben müssen durch einen Vertrag mit dem Au-Pair-Mädchen nachgewiesen werden.

Wer sein Kind zu einer Privatschule in freier Trägerschaft schickt, kann das Schulgeld teilweise von der Steuer absetzen. Dabei können 30 Prozent dieser Ausgaben, höchstens jedoch 5000 Euro angesetzt werden, erklärt Steuerexperte Schwenker.

Quelle: n-tv.de

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