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Donnerstag, 22. März 2018

Knapp 70 Prozent Zinsen sparen: Die besten Modernisierungsdarlehen

Jeder, der eine Immobilie besitzt, muss früher oder später modernisieren oder renovieren. Die Experten der FMH-Finanzberatung haben für n-tv recherchiert, welche Geldgeber dafür die besten Konditionen bieten.

Eine bessere Dämmung. Moderne Fenster. Oder einfach eine neue Einbauküche. In was Wohnungs- und Hausbesitzer ihr Geld investieren, variiert je nach Objekt und Neigung. Eines aber haben alle gemein: Renovierungen und Modernisierungen sind teuer – und lassen sich oft nur mit externer Unterstützung stemmen.

n-tv wollte deshalb wissen, wo Eigentümer die besten Konditionen vorfinden, um sich 30.000 Euro zu leihen. Die FMH-Finanzberatung hat daher 50 Banken, Versicherungen und Bausparkassen angeschrieben und sie  gebeten, ihre Zinsen für die gängigsten Formen der Modernisierungsdarlehen zu nennen. Die Unterschiede sind immens: Bei einer Laufzeit von zehn Jahren verlangt der billigsten Anbieter 2.700 Euro Zinsen, beim teuerste zahlen Kunden 8.400 Euro – eine Differenz von stolzen 5700 Euro. Beträgt die Rückzahlungszeit 15 Jahre, liegt der Preisunterschied sogar bei 6.300 Euro.

Einen Überblick über die Besonderheiten der Bestplatzierten finden Sie hier >>

Unterschiedliche Geldgeber für unterschiedliche Darlehen

Wo Kunden die besten Konditionen erhalten, hängt auch davon ab, für welche Darlehensform sie sich entscheiden.

Variante eins: Der klassische Ratenkredit.

Er ist die einfachste Form des Modernisierungsdarlehens, hat meist eine Laufzeit von sieben, zehn oder 15 Jahren und wird mit fixen monatlichen Raten getilgt. Zusätzliche Kosten – etwa für einen Notar oder eine Wertermittlung – fallen nicht an. Weiterer Vorteil:  Wer kurzfristig zu Geld kommt, kann den Kredit jederzeit vollständig abzulösen. Das Gesetz sieht für diesen Fall lediglich eine Vorfälligkeitsentschädigung von einem Prozent der noch offenen Schulden vor. Und selbst dieser Kostenblock entfällt mitunter, da etliche Banken darauf verzichten.

Der billigste Anbieter in diesem Segment ist die ING-DiBa: Sie bietet Modernisierern sogar verbilligte Darlehen an, wohlwissend, dass Immobilienbesitzer gute und verlässliche Kreditnehmer sind. Sehr gut schneiden auch regionale Banken ab. Da bei ihnen derzeit Unmengen an schlecht verzinsten Kundengeldern herumliegen, nutzen sie nur zu gerne die Gelegenheit, um eben diese Einlagen gewinnbringend auszuleihen.

Variante zwei: Das im Grundbuch abgesicherte Modernisierungsdarlehen.

Oft lohnt es sich für Hausbesitzer, das Modernisierungsdarlehen bei demselben Unternehmen aufzunehmen, wie das Hauptdarlehen. Der Zinssatz kann hier sogar etwas niedriger ausfallen, als bei den obigen beschriebenen Ratenkrediten. Da Renovierungsarbeiten in der Regel erst nötig werden, wenn schon ein guter Teil des Hypothekendarlehens abbezahlt ist, vergeben Bank hier meist problemlos einen neuen Kredit und nutzen die bereits zu ihren Gunsten eingetragene Grundschuld als Sicherheit.

Denkbar ist es zwar auch, eine fremde Bank um ein Modernisierungsdarlehen zu bitten und ihr als Sicherheit die frei gewordene Grundschuldeintragung abzutreten. Diese Variante hat aber einige Nachteile: Zum einen steht dafür ein Besuch beim Notar an, der Zeit und Geld kosten; zum anderen prüfen Banken in einer solchen Konstellation wesentlich intensiver, wie werthaltig die (nur nachrangige) Grundbuchabsicherung ist.

Die besten Konditionen für gesicherte Modernisierungsdarlehen beim ursprünglichen Geldgeber bietet derzeit die Allianz. Dort zahlen Bestandskunden nach der aktuellen FMH-Recherche die niedrigsten Zinsen. Erstaunlich schwach auf der Brust sind hingegen die Bausparkassen. Lediglich die BHW Bausparkasse hat es unter die Top-Anbieter geschafft und belegt einmal sogar den Spitzenplatz.

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Quelle: n-tv.de