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Wo Sparen noch lohnt Die besten Tagesgeldzinsen

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(Foto: imago stock&people)

Seit Jahren warten sicherheitsbewusste Sparer schon auf die Zinswende. Bis jetzt vergeblich. Umso wichtiger ist es, den richtigen Anbieter für Tages- oder Festgeld zu wählen. Mag das Zinsniveau auch niedrig sein – es gibt erhebliche Unterschiede.

Die Gewissheit, dass ihr Geld auch bei einem Banken- oder Börsencrash nicht verloren ist, ist gerade deutschen Sparern extrem wichtig – auch, wenn sichere Anlageformen seit Jahren wenig Anlass zur Freude geben: Wer sein Geld in verzinste Bankprodukten wie Tages- oder Festgeld investiert oder es auf dem Sparbuch parkt, muss es zurzeit sogar hinnehmen, dass die Inflation auf Dauer das Ersparte schmälert.

Resignieren und sich ins eigene Schicksal ergeben sollte trotzdem niemand. Denn auch und gerade in der Niedrigzinsphase kann es einen riesigen Unterschied machen, bei welcher Bank ein Kunde sein Geld anlegt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der FMH-Finanzberatung, die für ntv die Tagesgeldzinsen von Januar bis November 2018 ausgewertet hat.

Wechseln zahlt sich aus

Für Bestandskunden, die 50.000 Euro anlegten, gab es in den betrachteten 47 Wochen je nach Anbieter einen Renditeunterschied von bis zu 324 Euro - bei gleicher Anlagesicherheit. Wie hoch der Euro-Unterschied zwischen dem Zinssatz der eigenen Bank im Vergleich zum Spitzenreiter ist, können Interessierte mit dem Anlage-Entscheidungsrechner der FMH ermitteln.

Ein Wechsel von einem eher leistungsschwachen zu einem guten Tagesgeldanbieter lohnt sich oft sogar doppelt. Denn die meisten Banken bieten Neukunden, wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum, bessere Zinsen als ihren Bestandskunden: Besonders gut sind die Konditionen hier bei der Barclays: Sie betrachtet Neukunden, die zu ihr wechseln, erst nach einem ganzen Jahr als Bestandskunden. Bei anderen Anbietern, bei denen man ebenfalls direkt ein Konto eröffnen kann, wie zum Beispiel ING und RaboDirect profitieren Kunden immerhin vier Monate von den Neukundenbonus.

Ganz anders sieht es bei der Consorsbank aus, die lange Zeit TOP-Zinsen für Neukunden gezahlt hat. Diese Aktion wurde Anfang November aber eingestellt. Daher finden Sie in den nachfolgenden Tabellen auch den aktuellen Zins und nicht nur den des Betrachtungszeitraums.

Mut zum Vermittler kann sich lohnen

Sparer, die bereit sind, einen Anbieter zu wählen, bei dem sie nur über einen Vermittler ein Konto eröffnen können, werden oft mit noch besseren Konditionen belohnt. Denn vielfach haben Banken im Ausland deutlich bessere Angebote, als die hiesigen Geldhäuser. Zugleich unterliegen sie der europäischen Einlagensicherung, die Erspartes bis mindestens 100.000 Euro absichert. Für die meisten Anleger sollte das reichen. Und wer immer noch zweifelt, dem hilft es vielleicht, dass Kunden ihr Geld täglich wieder auf die deutsche Abwicklungsbank zurückholen können, wenn ihnen etwas nicht geheuer ist.

Über die gesamte Laufzeit des Vergleiches hinweg gibt es die besten Tagesgeldzinsen bei der HSH Nordbank. Sie bietet ihre besten Konditionen aber nur über den Vermittler Zinspilot an, dafür mit derselben Absicherung, wie sie auch die deutschen Sparkassen vorsehen. Einzelkunden können allerdings maximal 100.000 Euro anlegen.

Gute Konditionen bietet auch die Akbank, eine Bank mit türkischen Wurzeln. In Anbetracht der wirtschaftlichen Turbulenzen des Landes mag mancher Sparer zwar Bedenken haben, sein Geld dort anzulegen. Diese sind jedoch unbegründet. Denn im Fall einer Bankenpleite würden Kunden der Banken mit türkischem Namen nach den Regeln des deutschen, österreichischen oder niederländischen Einlagensicherungsfonds entschädigt. Mehr Sicherheit geht kaum.

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Quelle: n-tv.de