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Die optimale Baufinanzierung Volltilger-Darlehen im Test

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(Foto: imago/blickwinkel)

Einmal verhandeln - und dann nie wieder: Wer ein Volltilgerdarlehen abschließt, entscheidet sich für die entspannteste Variante der Baufinanzierung. Aktuell sind die Angebote so günstig wie nie.

Volltilgerdarlehen sind eine feine Sache: Die finanzierende Bank schreibt Bauherren oder Käufern die Zinsen solange fest, bis der letzten Euro der Schulden getilgt ist. Das gibt nicht nur maximale Rechtssicherheit. Es spart auch Zeit und Mühe - etwa, um Anschlussfinanzierungen auszuhandeln.

Lange waren solche Angebote allerdings besonders gut betuchten Kunden vorbehalten, da die Raten oft deutlich oberhalb dessen lagen, was bei klassischen Baukrediten üblich ist. Eine aktuelle Erhebung der FMH-Finanzberatung  für n-tv belegt jedoch: In der Niedrigzinsphase werden Volltilgerdarlehen zu einem verlockenden Angebot für eine breite Masse von Kunden.

Spitzenverdiener zahlen kaum noch Zinsen

Die unabhängigen Experten haben recherchiert, welcher Geldgeber derzeit die niedrigsten Zinsen für Volltilger bietet - und zwar unter Bedingungen, die auch für "Normalsterbliche" machbar sind. Die FMH hat sich daher nicht auf die Ausnahmesituation beschränkt, dass ein Kunde zum Beispiel 50 Prozent des Kaufpreises aus eigenen Mitteln bestreiten und die restlichen 50 Prozent in zehn Jahren abbezahlen kann.

Deshalb legte die FMH-Experten ihrem Vergleich folgendes Szenario zugrunde. Sie unterstellten erstens, dass der Immobilienwert im Bereich zwischen 300.000 Euro und 400.000 Euro angesiedelt ist und gingen zweitens davon aus, dass die Rückzahlungszeit umso länger läuft, je teurer das Haus oder die Wohnung ist.

Bei 400.000 Euro Kaufpreis und 360.000 Euro Darlehen müssen Kunden dann beim billigsten Anbieter (Postbank) eine monatliche Rate von 1.266 Euro stemmen, wenn sie innerhalb von 30 Jahren schuldenfrei sein wollen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Familieneinkommen bei mindestens 3.600 Euro netto liegen sollte.

Auch Otto Normalverbraucher profitiert

Etwas sportlicher ist die Rate, wenn der Objektpreis bei 350.000 Euro liegt, der Kunde ein Darlehen über 315.000 Euro aufnimmt und dieses binnen 20 Jahren abbauen will. In diesem Fall verlangt der günstigste Anbieter, wieder die Postbank, pro Monat 1.486 Euro für Zins und Tilgung, bei der Allianz Leben und der Degussa Bank sind es jeweils 1.499 Euro.

Ermittelt wurden die Spitzenreiter durch eine Mischkalkulation der Zinsen für eine Finanzierung mit 80 und 90 Prozent Beleihung, bezogen auf den Kaufpreis. Das ist deshalb besonders realitätsnah, weil nur die wenigsten Kunden exakt 80 oder 90 Prozent finanzieren, sondern sich fast immer Zwischenwerte ergeben - je nachdem, wie die eigene Finanzlage aussieht.

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Tipp: Volltilgerangebote sind derzeit ein überlegenswertes Instrument für eine breite Masse von Baufinanzierungskunden. Interessenten sollten allerdings bedenken, dass der Zinsrabatt, den sie für die schnelle Tilgung erhalten, oft damit verbunden ist, dass sie innerhalb der ersten zehn Jahre auf Sondertilgungen und Tilgungsveränderungen verzichten müssen. Das kann sich als Nachteil erweisen, etwa, wenn eine Erbschaft ins Haus steht oder zu erwarten ist, dass sich die Einkommenssituation der Familie auf absehbare Zeit deutlich verändern wird. Für alle anderen Kunden kann das Rabattmodell sich durchaus lohnen. Die besten Volltilgerdarlehen finden Kunden über den Vergleichsrechner der FMH auf n-tv.de.

Quelle: n-tv.de