Fußball

BVB schlägt Profis Kürzung vor Bayern-Stars verzichten auf Gehalt

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Gemeinsam geht's.

(Foto: imago images/Moritz Müller)

Auch die Fußball-Profis des FC Bayern München üben sich in Verzicht: Aus Solidarität mit den Angestellten des Klubs geben die Spieler 20 Prozent ihres Gehalts ab. Ebenso ist bei Borussia Dortmund eine Kürzung in Arbeit. Ein solcher Schritt ist aber nur mit Überzeugungsarbeit möglich.

Die Stars und Verantwortlichen des FC Bayern München verzichten in der Corona-Krise auf 20 Prozent ihrer Gehälter. Nach dpa-Informationen ist das ein Ergebnis nach Gesprächen zwischen der Führung und dem Mannschaftsrat. Damit soll in der schwierigen Zeit ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Außerdem sollen drohende Nachteile für die Mitarbeiter des deutschen Fußball-Rekordmeisters vermieden werden.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandskollege Oliver Kahn und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatten mit dem Mannschaftsrat über verschiedene Szenarien gesprochen. Diesem Spieler-Gremium gehören Kapitän Manuel Neuer, seine Vertreter Thomas Müller und Robert Lewandowski sowie David Alaba, Joshua Kimmich und Thiago an. Alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat verzichten auf ein Fünftel der Bezüge.

Gladbach legt vor, zieht Dortmund nach?

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Profis von Borussia Mönchengladbach sich darauf geeinigt, auf einen Teil ihres Einkommens zu verzichten, was laut der "Rheinischen Post" zu einer monatlichen Ersparnis von rund einer Million Euro führen soll. Damit könnten Jobs von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesichert werden.

Die Klubs sind dabei auf ein Entgegenkommen ihrer Spieler angewiesen, wie Rechtsanwalt Andrej Dalinger bei Sport1 sagte: "Ohne die Zustimmung eines Spielers ist eine Kürzung des Gehalts nicht zulässig."

Um dieses Einverständnis wirbt der "Bild"-Zeitung zufolge auch Borussia Dortmund. Nachdem die Vereinsführung um BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits erklärt hatte, einen Teil ihrer Bezüge zu kürzen, soll dies nun auch den Fußballern vorgeschlagen werden. Dabei geht es dem Bericht zufolge um ein abgestuftes Modell, abhängig davon, ob und wie die Saison fortgesetzt wird. Wenn nicht gespielt werde, sollen die Profis um Kapitän Marco Reus auf 20 Prozent ihres Grundgehalts verzichten, bei Geisterspielen würde dieser Anteil auf zehn Prozent sinken. Der BVB bestätigte eine Vereinbarung zum Verzicht zwischen Verein und Profis.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa