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"Sind nicht bei Monopoly" FC Bayern stellt die Weichen - mit Sané?

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Ein neues Gerücht: Leroy Sané könnte in der kommenden Saison für den FC Bayern spielen.

(Foto: dpa)

Die Fußball-Meisterschaft ist gefeiert, der DFB-Pokal in Sicht: Beim Bundesligisten FC Bayern laufen bereits die Planungen für die neue Saison. Angeblich ist Nationalspieler Leroy Sané ein heißer Kandidat, auch Leipzigs Timo Werner wird weiter gehandelt. Und was wird aus Trainer Niko Kovac?

Es klang fast wie eine Drohung, die Uli Hoeneß im Titelrausch aussprach. "Wir werden damit sicher nicht aufhören, die Mannschaft zu verändern. Der Umbruch wird weiter vorangetrieben", sagte der Präsident des FC Bayern München. Heißestes Gerücht: Eine Verpflichtung von Leroy Sané von Manchester City. Auch der Leipziger Angreifer Timo Werner und Leverkusens Jungstar Kai Havertz werden weiter gehandelt.

Die Personaldiskussionen beim neuen und alten deutschen Fußballmeister werden vor dem DFB-Pokalfinale am Samstag (ab 20 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) gegen RB Leipzig lauter. Nach wie vor steht aber die Frage nach der beruflichen Zukunft von Meistertrainer Niko Kovac im Mittelpunkt. Doch auch die Veränderungen im Luxuskader werden die Bayern intensiv beschäftigen. Die französischen Weltmeister Lukas Hérnandez, der für die Rekordablöse von 80 Millionen Euro von Atlético Madrid kommt, und Benjamin Pavard, für den die Bayern 35 Millionen Euro an den VfB Stuttgart überweisen, sowie Sturmtalent Jann-Fiete Arp, für den der Hamburger SV drei Millionen Euro erhält, dürften nicht die einzigen Zugänge bleiben. Allerdings sagte Hoeneß: "Wir sind hier nicht bei Monopoly, sondern wir sind ein Fußballverein."

Der FC Bayern habe "mit 80 Millionen mal eine Grenze erreicht. Ich glaube nicht, dass die bei weiteren Transfers überschritten wird". Bei Sané, den Citys Coach Josep Guardiola angeblich loswerden will, müsste diese Grenze aber wohl überschritten werden. Auch Havertz und Werner wären sehr teuer. Sicher ist bisher, dass die Altstars Franck Ribéry, Arjen Robben und Rafinha die Münchner verlassen.

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Jérôme Boateng feierte schon die Meisterschaft lieber mit der Familie als der Mannschaft.

(Foto: imago images / Bernd Müller)

Auch beim deutschen Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng, der die Meisterfeierlichkeiten mit einigem Abstand verfolgt hatte, stehen die Zeichen trotz eines Vertrags bis 2021 klar auf Abschied. Den 30 Jahre alten Innenverteidiger, der unter Kovac oft nur zweite Wahl ist, zieht es angeblich nach England in die Premier League. Aus Italien soll Inter Mailand Interesse haben. Im vergangenen Sommer war ein Wechsel zu Paris St. Germain noch geplatzt.

Sanches "will mehr spielen"

Unklar ist die Lage bei James Rodríguez. Für den von Real Madrid ausgeliehenen Kolumbianer besitzen die Bayern eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gilt als Fan von James, auf Kovac trifft das nicht unbedingt zu. Wenig Lust auf eine weitere Saison als Reservist hat Renato Sanches. "Ich weiß es nicht, alles ist möglich. Ich bin jung, will und muss mehr spielen", sagte der 21 Jahre alte Portugiese, der einen Vertrag bis 2021 unerschrieben hat, erst am Samstag.

Viel hängt bei den Bayern wohl davon ab, wie es in der Trainerfrage weitergeht. Und das unsägliche Spiel um Kovac scheint längst nicht beendet. "Sie werden zu dem Thema von mir nichts hören. Weil ich der Meinung bin, dass das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist", sagte Hoeneß, der nach wie vor zu Kovac halten soll. Rummenigge, der wochenlang die Debatte befeuert hatte, äußerte sich nach dem ersten Meistertitel des 47-Jährigen nicht. Immerhin ist sich Kovac seiner Sache sicher. Das hat er jedenfalls behauptet. Er sei "überzeugt davon, dass es weitergeht", sagte er, er wisse, "wie meine Chefs denken".

Quelle: n-tv.de, Thomas Niklaus, sid

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