Fußball

Mögliche DFB-Gegner in der Wüste So könnten WM-Gruppen in Katar aussehen

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Bei der WM 2022 könnte Deutschland erneut auf Südkorea treffen und damit Revanche nehmen für das Aus in 2018.

(Foto: picture alliance / GES/Thomas Eisenhuth)

Nach Gastgeber Katar haben sich Deutschland und Dänemark als erste Mannschaften für die Fußball-WM 2022 im Wüstenstaat qualifiziert. 29 Tickets sind noch zu vergeben. Das Teilnehmerfeld lässt sich aber bereits erahnen. Die DFB-Elf trifft in der Vorrunde wahrscheinlich auf eine Top-Nation.

Mit dem zwölften Spieltag in der Südamerika-Qualifikation für die WM 2022 vergangene Nacht ist das Oktober-Länderspielfenster beendet. In Europa haben sich Deutschland und Dänemark in dieser Woche als erste Mannschaften sportlich für das umstrittene Weltturnier in Katar qualifiziert. Im nächsten Monat dürften einige Top-Nationen dazustoßen. Und sogar die Auslosung der WM-Endrunde nimmt schon Formen an. Ein Überblick.

Wer qualifiziert sich?

Europa: Neben Deutschland und Dänemark wären Serbien, Schweden, Europameister Italien, Weltmeister Frankreich, Belgien, die Niederlande, Russland und England direkt qualifiziert, wenn die Quali bereits jetzt beendet wäre. Für Frankreich, Belgien und England ist das Katar-Ticket nur noch Formsache. In den anderen Gruppen ist es spannender. So stehen an den letzten beiden Spieltagen Mitte November in gleich fünf der zehn Gruppen direkte Duelle um die Qualifikation an:

  • Portugal gegen Serbien
  • Spanien gegen Schweden
  • Italien gegen Schweiz
  • Niederlande gegen Norwegen
  • Kroatien gegen Russland

Die Gruppensieger können dann ihre Hotels für das Endturnier in Katar Ende 2022 buchen. Die Zweitplatzierten müssen in die Playoffs. Dazu später mehr. Der ntv.de-Tipp: Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Belgien, Dänemark, Niederlande, Kroatien, England, Deutschland (direkt qualifiziert)

Südamerika: Brasilien steht sechs Spieltage vor Schluss der "Eliminatorias" - so wird die WM-Quali in Südamerika genannt - unangefochten an der Tabellenspitze. Auch Argentinien kann das Katar-Ticket bereits ohne Storno-Option buchen. Dahinter wird es spannend. Momentan wären Ecuador und Kolumbien direkt qualifiziert. Neben den vier direkten Startplätzen bekommt der Tabellenfünfte eine Chance über Playoffs - aktuell wäre das Uruguay. Der ntv.de-Tipp: Brasilien, Argentinien, Uruguay, Kolumbien (direkt qualifiziert)

Nord- und Mittelamerika und Karibik: Hier ist noch nicht einmal Halbzeit, erst 6 von 14 Spieltagen wurden bislang absolviert. WM-Dauerstarter Mexiko darf sich trotzdem bereits auf die Wüsten-WM freuen. Außerdem wären die USA und erstmals seit 1986 auch Kanada qualifiziert. Hinter den drei Direktstartern bekäme Stand jetzt Panama noch die Chance über Playoffs. Der ntv.de-Tipp: Mexiko, USA, Kanada (direkt qualifiziert)

Asien: Der asiatische Kontinentalverband hat neben Gastgeber Katar vier WM-Startplätze sicher. Wäre die Qualifikation bereits jetzt zu Ende, dürften der Iran, Südkorea, Saudi-Arabien und Australien zur WM reisen. Der Libanon würde in Hin- und Rückspiel gegen den Oman um einen Startplatz in den Playoffs kämpfen. Japan wäre erstmals seit 1994 nicht bei der WM dabei. Der ntv.de-Tipp: Iran, Südkorea, Saudi-Arabien, Australien (direkt qualifiziert)

Afrika: In Afrika ist am wenigsten abzusehen, welche fünf Mannschaften sich qualifizieren werden. Im November wird der Kreis der Aspiranten auf zehn Teams reduziert. Bislang haben nur Senegal und Marokko ein Ticket für die entscheidende Quali-Runde gebucht. Sehr gute Karten haben zudem Ägypten, Tunesien und Nigeria, auch Algerien und Mali sollten es in die nächste Runde schaffen. Zittern müssen unter anderem die Elfenbeinküste, Kamerun, Südafrika und Ghana. Für zwei von ihnen wird der WM-Traum bereits nächsten Monat ausgeträumt sein. Auf eine Sensation hoffen Tansania, Benin und die Demokratische Republik Kongo. Der ntv.de-Tipp: Algerien, Marokko, Ägypten, Senegal, Elfenbeinküste (direkt qualifiziert)

Ozeanien: Wegen den Corona-Auswirkungen haben noch keine Spiele stattgefunden, der ozeanische Kontinentalverband will sein Quali-Turnier im März in Katar ausrichten. Neuseeland ist Favorit, müsste aber danach noch in die Playoffs. Ozeanien bekommt erst bei der 48-Teams-WM 2026 einen festen Startplatz.

Wie laufen die Playoffs?

Die zehn Gruppenzweiten der Qualifikation in Europa bekommen über den Umweg Playoffs eine weitere Chance auf die Wüsten-WM. Außerdem gelangen höchstwahrscheinlich Österreich sowie Wales oder Tschechien über den "Fallschirm" Nations League in die Playoffs. Mein Kollege Stephan Uersfeld hat das hier genauer erklärt. Ganz sicher ist, dass es am Ende drei weitere Teams aus Europa über diesen Umweg zur WM schaffen werden.

Außerdem erhalten alle weiteren Kontinentalverbände - außer Afrika - einen zusätzlichen Playoff-Startplatz. Derzeit wären das Uruguay, der Fünfte aus Südamerika, sowie Panama, der Vierte aus dem nördlicheren Amerika. In Asien haben aktuell Libanon, Oman und Japan die größten Chancen. Neuseeland ist der logische Kandidat Ozeaniens. Welcher kontinentale Vertreter gegen wen antritt, wird höchstwahrscheinlich Ende November ausgelost. Der ntv.de-Tipp: Schweiz, Schweden, Serbien, Ecuador, Japan (via Playoffs)

Wie läuft die Endrunden-Auslosung?

Im April 2022 erfährt die deutsche Mannschaft, gegen wen sie in der WM-Vorrunde antreten muss. "Das genaue Prozedere der Auslosung werden wir entweder Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres bekannt geben", teilte die Fifa auf ntv.de-Anfrage mit. Sehr wahrscheinlich wird erneut die Fifa-Weltrangliste als Kriterium für die Einteilung der Lostöpfe herangezogen. Deutschland muss sich als Weltranglisten-14. deshalb auf Lostopf 2 einstellen. Somit wäre ein Top-Gegner garantiert, es sei denn man landet mit Gastgeber Katar in Gruppe A. Die Lostöpfe werden ungefähr so aussehen:

  • Topf 1: Katar (Gastgeber), Belgien, Brasilien, England, Frankreich, Italien, Argentinien, Portugal
  • Topf 2: Spanien, Mexiko, Dänemark, Niederlande, Uruguay, USA, Deutschland, Schweiz
  • Topf 3: Kolumbien, Kroatien, Schweden, Senegal, Iran, Japan, Serbien, Algerien
  • Topf 4: Australien, Marokko, Südkorea, Ägypten, Elfenbeinküste, Saudi-Arabien, Kanada*, Ecuador*

Nationen desselben Kontinents dürfen nicht in eine Gruppe gelost werden. Europa bildet die Ausnahme, pro Gruppe sind maximal zwei UEFA-Nationen erlaubt. Da die internationalen Playoffs erst im Juni 2022 ausgetragen werden und somit nicht alle Qualifikanten zum Zeitpunkt der Auslosung feststehen, wird es im April wahrscheinlich zwei Platzhalter-Loskugeln geben (mit * markiert).

Wie könnte Deutschlands Gruppe aussehen?

In einer möglichen Hammergruppe könnte es für die Elf von Bundestrainer Hansi Flick zum Beispiel gegen Europameister und Angstgegner Italien, Kolumbien und Ägypten um Superstar Mohamed Salah gehen. Mit etwas Losglück bekommt es Deutschland mit Gastgeber Katar, dem Senegal und Kanada zu tun. Immerhin: Eine Auftaktniederlage gegen Mexiko, analog zur WM 2018, ist ausgeschlossen. Eine Neuauflage der Schlappe gegen Südkorea ist aber eine Option.

Quelle: ntv.de

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