Technik

Anonymous isoliert Einzelgänger Attacke auf Facebook bleibt aus

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Anonymous-Aktivisten während einer Demonstration.

(Foto: AP)

"Remember, remember, the 5th of November": Das Zitat aus der Comicverfilmung "V wie Vendetta" ist bedeutend für das Hacker-Netzwerk Anonymous. Entsprechend war für den Tag viel erwartet worden. Unter anderem ein Angriff auf Facebook. Doch der findet nicht statt.

Wochenlang wurde im Internet über einen Hacker-Angriff auf Facebook am 5. November spekuliert - doch die Nutzer haben davon am Samstag nichts mitbekommen. Es wurden keine Störungen gemeldet. Zudem erklärten Sprecher der Hacker-Gruppe Anonymous dem amerikanischen Online-Dienst CNET, die Drohung sei das Werk eines Einzelgängers gewesen und nicht von anderen Mitgliedern unterstützt worden.

Der Aufruf zu einer "Operation Facebook" am 5. November wurde Anfang August im Internet veröffentlicht, im Namen der internationalen Hacker-Gruppe Anonymous. Der Sprecher in dem Video begründete die Drohung damit, dass das Soziale Netzwerk die Privatsphäre seiner Mitglieder nicht respektiere. Das über YouTube verbreitete und mehrere hunderttausend Mal angesehene Video wurde in der Szene kontrovers diskutiert.

Nun nannten Anonymous-Sprecher CNET sogar den Namen eines Mannes aus dem US-Staat Ohio, der alleine dafür verantwortlich gewesen sei. Er habe mit seinen Drohungen weitergemacht, obwohl Anonymous mehrfach die Unterstützung verweigert habe.

Konflikt mit Drogenbande

Unterdessen ließ das berüchtigte mexikanische Drogenkartell Los Zetas ein zuvor entführtes Anonymous-Mitglied frei. Die Hacker hatten eine Frist zur Freilassung des Mexikaners gesetzt, andernfalls wollten sie Details über die kriminellen Machenschaften der Drogenbande veröffentlichen. Dem Bericht zufolge verkündete ein Anonymous-Mitglied die Freilassung über den Kurznachrichtendienst Twitter.

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Ein Screenshot aus dem Video, in dem ein Mitglied der Hacker-Gruppe Anonymous Drohungen gegen das mexikanische Zeta-Drogenkartell öffentlich gemacht hatte.

(Foto: dapd)

Die mexikanischen Behörden äußerten sich nicht zu dem Fall und hatten bereits zuvor erklärt, keine Bestätigung für die Entführung des Hackers zu haben. Die Zetas gehören zu den mächtigsten und brutalsten Drogenkartellen in Mexiko. Seit die Regierung den Drogenbanden im Jahr 2006 den Kampf angesagt hatte, kamen im mexikanischen Drogenkrieg schätzungsweise mehr als 45.000 Menschen ums Leben.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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