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Was muss ein Laptop können? Das muss man beim Notebook-Kauf beachten

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Notebooks gibt es wie Sand am Meer - wer das richtige für sich finden möchte, braucht Vorwissen.

(Foto: HP)

Notebooks, Laptops und Convertibles - immer weniger Privatnutzer kaufen sich noch einen Desktop-PC. Doch welche Anforderungen muss ein gutes Notebook eigentlich erfüllen?

PC, Monitor, Tastatur, Maus: Was einen Rechner ausmacht, war jahrelang klar definiert. Doch längst haben mobile Rechner den Desktop-PCs im privaten Bereich den Rang abgelaufen - und bringen Käufer wegen ihrer Konzeptvielfalt in Entscheidungsnot. Wer sich ein Notebook kauft, ohne vorher über den überwiegenden Einsatzzweck nachzudenken, läuft Gefahr, ein für seine Arbeitsweise falsches Gerät zu erwischen.

15 Zoll oder kleiner?

Wird das Notebook fast ausschließlich daheim genutzt, ist man mit einem 15- oder 17-Zoll-Laptop am besten bedient. Diese Geräte sind aber auch relativ schwer und deshalb nicht gut zu transportieren. Wer sein Notebook vor allem unterwegs nutzt, sollte deshalb darauf achten, dass das Gewicht 1,5 Kilogramm und die Bildschirmdiagonale 14 Zoll nicht übersteigt. Das rät Stiftung Warentest, die für ihre Zeitschrift "test" jetzt 23 mobile Rechner aller Kategorien getestet hat (Ausgabe 1/2019).

Auch bei der Ausstattung gibt es einfache Ober- und Untergrenzen, auf die man achten sollte: Große Laptops für Daheim sollten mindestens acht Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) haben und möglichst 512 GB oder 1 Terabyte (TB) Festspeicher. Grundsätzlich ist es immer besser, auf SSD-Speicher zu setzen, da dieser schnelle Datenübertragungsraten bietet und das Arbeitstempo so merklich erhöht. 

Wie viel SSD-Speicher?

Die meisten Hersteller bieten ihre Notebooks in verschiedenen Speichervarianten an. Hier kann der Preisunterschied aber sehr groß sein - deshalb kann es sich auch lohnen, etwa ein Gerät mit 256 GB Speicher zu besorgen und zusätzliches Geld in eine externe Festplatte zu investieren.

Auch für unterwegs sollte der Massenspeicher mindestens 256 GB groß und idealerweise als SSD augelegt sein. Als Untergrenze für die Akkulaufzeit geben die Experten 7,5 Stunden beim Abspielen von Videos an (die Hersteller berechnen die maximale Laufzeit oft mit kontinuierlicher Videowiedergabe).

Ob es für unterwegs ein klassisches Ultrabook, ein Convertible mit um 360 Grad drehbarem Touchscreen-Display oder ein Tablet mit abnehmbarer Tastatur (Detachable) sein soll, bleibt Geschmackssache. Ultrabooks bieten den Vorteil, dass sie fürs schnelle Arbeiten auf dem Schoß praktischer sind als etwa Tablets mit abnehmbarer Tastatur.

Durchblick beim Prozessor

Beim Prozessor raten die Warentester - unabhängig von der Geräteart - möglichst zu Intels Core-i5- oder Core-i7-CPUs. Aktuell ist hier die 8. Generation. Um welchen Chip es sich genau handelt, ist manchmal nur schwer herauszufinden, es lohnt sich aber, hier etwa ins Datenblatt oder die Systeminformationen des Geräts zu schauen und beim Verkäufer nachzufragen.

Auch innerhalb der Prozessor-Generationen gibt es deutliche Unterschiede - so sind etwa die sparsamen Chips von Intels Y-Reihe auf lange Laufzeiten optimiert, ihre Leistung lässt aber unter Dauerbelastung spürbar nach. Die Chips der U-Reihe sind dagegen leistungsstärker, brauchen aber auch mehr Energie.

Welche Anschlüsse brauche ich?

Wie beim Prozessor lohnt sich auch bei den Schnittstellen ein genauer Blick und die Überlegung, welche Anschlüsse man braucht und worauf man verzichten kann. Hat das Notebook zum Beispiel einen USB-C-Steckplatz oder noch die ältere USB-A-Variante? Gibt es Thunderbolt-Schnittstellen? Wird es per USB-C geladen oder mit einem eigenen Ladekabel? Gibt es einen Kartenleser für Micro-SD- oder normale SD-Karten? Hat das Notebook einen HDMI-Anschluss? Hier sind die Bedürfnisse bei allen Nutzern unterschiedlich.

Beim Display dagegen ist es wieder etwas leichter: Hier hat man die Wahl zwischen matten und glänzenden Displays. Matte Bildschirme sind in der Regel weniger Brillant und kontrastreich, spiegeln aber nicht. Wenn ein IPS-Display verbaut ist, bleibt die Anzeige gleich, egal aus welchem Winkel man den Bildschirm betrachtet - das ist eigentlich immer gut. Bei der Auflösung sollte es mindestens Full HD sein (1920 x 1080 Pixel) - damit ist ein scharfes Bild auch bei einem 15-Zoll-Bildschirm garantiert. Es gibt auch schärfere Bildschirme - allerdings belastet eine hohe Auflösung auch den Akku stärker.

Quelle: n-tv.de, jwa/dpa

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