Technik

Ab 29. März wird umgestellt Guter DVB-T2-Empfang nicht teuer

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Für DVB-T2 HD ist zwar ein neuer Empfänger, aber keine neue Antenne nötig.

(Foto: Stiftung Warentest/Youtube)

Wer bisher via DVB-T fernsieht und kein neues TV-Gerät hat, muss nachrüsten, denn ab dem 29. März wird auf DVB-T2 HD umgestellt. Was bedeutet das und welche Geräte sind empfehlenswert?

Am 29. März wird in 18 deutschen Ballungsräumen das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T auf den neuen Standard DVB-T 2 HD umgestellt. Bei den Regionen handelt es sich um Bremen-Unterweser, Hamburg-Lübeck, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover-Braun­schweig, Magdeburg, Berlin-Potsdam, Jena, Leipzig-Halle, Düssel­dorf-Rhein-Ruhr, Köln-Bonn-Aachen, Rhein-Main, Saarbrücken, Baden-Baden, Stutt­gart, Nürn­berg und München-Südbayern. Nach der Umstellung sind die alten Geräte dort nur noch Elektroschrott. In anderen Regionen funktioniert das bisherige Antennenfernsehen noch weiter, spätestens im Frühjahr 2019 herrscht dann aber auch dort DVB-T-Funkstille. Wann wo außerhalb der Ballungsräume umgestellt wird, kann man auf dem Informationsportal der Initiative DVB-T2 HD anhand der Postleitzahl checken.

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Der Technisat Digipal Isio HD ist teuer, aber auch gut.

Mit dem neuen Standard steigt die Bildqualität, da dann alle Sender in HD-Auflösung empfangen werden können. Allerdings sind weitgehend nur die öffentlich-rechtlichen Sender kostenlos, für das Angebot von RTL und ProSiebenSat.1 ist eine Gebühr in Höhe von 69 Euro pro Jahr fällig. Die Sender der Gruppen stehen dann via Antenne auch nicht mehr wie bisher kostenlos in SD-Qualität zur Verfügung.

Um DVB-T 2 HD zu empfangen, benötigt man entweder ein modernes TV-Gerät, das einen entsprechenden Empfänger bereits integriert hat. Oder man rüstet ältere Fernseher mit einer sogenannten Set-Top-Box auf. Geräte, die zusätzlich zum grünen DVB-T-2-Logo mit "Freenet TV" gekennzeichnet sind, können private Sender selbst entschlüsseln, ansonsten muss auch noch ein Decoder-Modul für rund 80 Euro gekauft werden.

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Geräte mit diesem Logo können DVB-T2 HD empfangen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Aufnahme inklusive

Bei vielen Nutzern wird für die Umstellung eine neue Empfangsbox fällig. Stiftung Warentest hat 13 Geräte getestet, die im Schnitt zwischen 39 und 145 Euro kosten. Die beste und teuerste Box ist die Technisat Digipal Isio HD. Sie erreichte die Gesamtnote 1,7 und zeichnet sich neben gutem Bild und Ton (1,7) vor allem durch ihre Vielseitigkeit aus. Unter anderem bietet sie eine Aufnahme-Funktion und kann auch übers Internet auf Mediatheken, Podcasts und Radiostationen zugreifen. Außerdem hat sie ein Modul für Pay-TV-Sender. Auch die zweitplatzierte Box stammt von Technisat, die Digipal T2 HD (97 Euro). Sie ist weniger vielseitig als der Testsieger und schneidet bei Bild und Ton nicht ganz so gut ab (2,4).

Den dritten Platz mit der Gesamtnote 2,1 teilen sich die Humax Nano T2 (120 Euro), die Schwaiger DTR700HD (109 Euro) und die Skymaster DTR5000 (80 Euro). Das Humax-Gerät ist ähnlich vielseitig wie der Spitzenreiter und schneidet bei Bild und Ton (1,6) sogar besser ab. Lediglich bei der Handhabung fanden es die Tester nur "befriedigend". Die Schwaiger-Box hat eine hohe Empfangsempfindlichkeit (1,5) und ist bei Bild und Ton (1,6) ebenfalls stark. Der vergleichsweise günstige Empfänger von Skymaster ist mit der Einzelwertung das zweitbeste Gerät in der Kategorie Bild und Ton. Noch besser (1,1) schnitt hier nur das günstigste Gerät ab. Die im Schnitt nur 39 Euro teure Comag SL30T2 wurde von Stiftung Warentest auch mit der Gesamtnote 2,2 für "gut" befunden. Bei ihr fehlt allerdings ein Decoder für die privaten Sender.

Nur drei Antennen empfangen sehr gut

Wenn der Empfang gut ist, braucht man für die Boxen keine neuen Antennen zu kaufen. Falls doch eine neue fällig ist, ist die Gefahr für einen Fehlkauf hoch. Von 14 getesteten Zimmerantennen mit Signalverstärkung zeigten bei Stiftung Warentest nur drei "sehr gute" Empfangseigenschaften: die Oehlbach Scope Vision (50 Euro), die Kathrein BZD 32 (45 Euro) und die Technisat Digitenne TT2 (21,10 Euro).

Quelle: ntv.de, kwe

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