Technik

Kampf um Digi-Videorekorder Klage gegen Filmindustrie

In den Vereinigten Staaten tobt ein Kampf um die Zukunft des digitalen Videorekorders. Fünf Käufer des Geräts ReplayTV haben alle großen Fernsehstationen und Filmstudios in den USA verklagt. Sie reagierten damit auf Versuche der Medienindustrie, die weitere Verbreitung des Rekorders durch Urheberrechtsprozesse vor Gericht zu stoppen.

Mit ReplayTV ist es möglich, Fernsehsendungen digital aufzunehmen. Dabei werden auf Wunsch Werbeblöcke automatisch herausgefiltert. Über eine Internetverbindung können die aufgezeichneten Videos an andere Nutzer weitergegeben werden. Nach einem Gerichtsurteil soll der Versand inzwischen von dem Gerät selbstständig an die Filmindustrie gemeldet werden.

Die Kläger werfen den TV- und Filmunternehmen nun die Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Verstöße gegen den Datenschutz vor. Die Nutzer von Videorekordern hätten seit jeher das Recht, Mitschnitte vorzunehmen, diese zu archivieren und die Werbung aus ihren Aufzeichnungen herauszuschneiden. Diese Rechte könnten bei digitalen Geräten nicht einfach verweigert werden. Für die Kläger steht fest: Die Medienindustrie will aus Angst vor sinkenden Einnahmen mehr Komfort bei Aufnahmegeräten um jeden Preis verhindern.

Quelle: ntv.de