Technik

Da stimmt fast alles Kobo Aura One ist ein toller E-Book-Reader

Kobo Aura One.jpg

Der Kobo Aura One ist groß, wasserfest und passt seine Beleuchtung an.

(Foto: kwe)

Der Kobo Aura One ist ein E-Book-Reader, der mehr ist als nur ein gleichwertiger Konkurrent für Amazons Kindle-Flotte. Das Gerät überzeugt im Test fast auf ganzer Linie - man muss allerdings große Hände haben.

Mit einer Displaygröße von 7,8 Zoll ragt der Kobo Aura One deutlich aus dem 6-Zoll-Einerlei der E-Book-Reader heraus. Aber das Gerät hat auch noch weitere interessante Eigenschaften, die n-tv.de im Test sehr gut gefallen haben.

Für seinen großen Bildschirm hat der Kobo mit 195,1 x 138,5 x 6,9 Millimeter recht schlanke Maße. Weil er auch nur 230 Gramm wiegt und eine griffige, gummierte Rückseite hat, kann er noch gut mit einer Hand gehalten werden. Noch besser wäre allerdings, wenn der Aura One wie der Kindle Oasis auf einer Seite einen breiteren und dickeren Rand hätte. So muss man bei den schmalen Rahmen darauf achten, mit dem Daumen nicht auf den Touchscreen zu kommen.

Licht nach Maß

Kobo Aura One Rueckseite.jpg

Die Rückseite des Readers ist sehr griffig.

(Foto: kwe)

Der Bildschirm ist nicht nur groß, sondern bietet mit 300 ppi auch eine ausreichende Pixeldichte, um Schrift fein und scharf darstellen zu können. Die Beleuchtung ist ausgeglichen und bietet einen automatischen Modus an, bei dem man selbst bestimmen kann, welches Helligkeitsniveau als Ausgangswert für die Regelung dienen soll. Das funktioniert gut, die Anpassung dauert aber manchmal ein Weilchen.

Außergewöhnlich ist, dass der Kobo Aura One einen Nachtmodus hat, in dem das Display nach Sonnenuntergang automatisch einen warmen Ton annimmt, um durch zu viel blaues Licht nicht den Schlaf zu stören. Auch hier gibt es nicht nur zwei Einstellungen, der Kobo ahmt quasi den Sonnenuntergang nach. Man kann seine Schlafenszeit aber auch eingeben.

Ab in die Badewanne!

Klasse ist auch, dass der E-Book-Reader wasserdicht ist und man ihn bedenkenlos mit in die Badewanne oder auf die Luftmatratze im See nehmen kann. Schutzklasse IPX8 bedeutet, dass er bis zu 60 Minuten in zwei Metern Wassertiefe durchhalten kann.

Auch beim Lesen ist der Kobo komfortabel. Der Nutzer hat beispielsweise viele Einstellmöglichkeiten, kann sich Statistiken anzeigen lassen, Anmerkungen machen oder ein Wörterbuch aufrufen. Das klappt auch, wenn man ein Wort länger drückt. Der Touchscreen reagiert bei der Eingabe zwar mit etwas Verzögerung, aber flott genug. Lesematerial gibt's beim eingebundenen Kobo-Shop oder aus anderen Quellen als EPUB oder PDF. Der Reader kommt aber auch mit vielen anderen Formaten klar. Platz für E-Books ist auf dem 8 Gigabyte großen Speicher reichlich.

Etwas schwacher Akku

Nicht ganz so toll ist die Akku-Laufzeit des Geräts, die im Test nicht für ein komplettes Buch ausreichte, das über zwei Wochen hauptsächlich abends und nachts gelesen wurde - die Beleuchtung zieht doch relativ viel Strom. Wirklich problematisch ist das aber nicht, so lang man nicht auf einer einsamen Insel ist.

Unterm Strich ist der Kobo Aura One ein hervorragender E-Book-Reader, für Freunde eines großen Displays sicher sogar der beste. Das hat seinen Preis, mit 230 Euro ist das Gerät nicht gerade günstig. Trotzdem ist die Nachfrage groß, bei Kobo selbst ist der Reader vergriffen. Andere Online-Händler bieten ihn aber noch an.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema