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N1 sieht aus wie ein iPad mini Nokia überrascht mit Android-Tablet

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Nokia verkauft das N1 in Silber oder Schwarz.

(Foto: Nokia)

Nach dem Verkauf der Smartphone-Rechte an Microsoft meldet sich Nokia auf dem Markt für mobile Geräte zurück. Die Finnen stellen mit dem N1 ein Tablet vor, das ganz offensichtlich dem iPad mini Konkurrenz machen soll. Apple wird sicher einige Ähnlichkeiten feststellen.

Als Nokia noch Herr über die Lumia-Marke war, musste man lange warten, bis das Unternehmen neben Smartphones im Frühjahr 2014 auch ein Tablet auf den Markt brachte. Mit Windows 8 RT ausgestattet, war der Erfolg des Lumia aber absehbar bescheiden. Doch kaum sind Nokia-Smartphones Geschichte, ist das Erste, was die Finnen tun, ein neues Tablet zu veröffentlichen. Das N1 hat allerdings wenig mit Lumia-Geräten gemeinsam. Es ist ein Android-Tablet, das dem Apple iPad mini nicht nur ziemlich ähnlich sieht, Nokia hat sogar die Produktseite des N1 im Apple-Stil gestaltet.

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Das N1 sieht aus wie eine Mischung aus iPad mini und iPhone 6. Ein bisschen Lumia 925 ist auch zu sehen.

(Foto: Nokia )

Wie das iPad mini 3 hat das Nokia-Tablet ein 7,9 Zoll großes IPS-Display im 4:3-Format und sogar Auflösung und Pixeldichte des Displays sind identisch: 2048 x 1536 Pixel ergeben 326 ppi. Der N1-Bildschirm könnte aber etwas besser sein, da bei ihm wie beim großen iPad Air 2 alle Schichten des Bildschirms lückenlos laminiert sind. Auch das N1 hat ein Unibody aus Aluminium. Aber sein Gehäuse ist mit 6,9 Millimetern sogar 0,6 Millimeter dünner als das des iPad mini und beim Gewicht unterbietet das 318 Gramm leichte N1 den Apple-Gegner um 13 Gramm. Doch genau betrachtet unterscheidet sich der finnische Herausforderer auch optisch nicht nur durch einen fehlenden Home-Button vom Original. Der runde Rahmen erinnert eher an die neuen iPhones. Was zwischen den Stereo-Lautsprechern wie ein Lightning-Anschluss aussieht, ist laut Datenblatt ein neuer Micro-USB-Anschluss vom Ty C. Wie bei der Apple-Lösung kommt es bei ihm nicht darauf an, wie herum ein Stecker angeschlossen wird.

Intel Inside

Unterm Display gibt es schon größere Unterschiede, vor allem beim Chip. Das N1 wird von Intels 46-Bit-Prozessor Atom Z3 580 angetrieben, dessen vier Kerne mit bis zu 2,3 Gigahertz arbeiten. Der Arbeitsspeicher des N1 ist zwei Gigabyte groß, der interne Flash-Speicher 32 Gigabyte, der Akku hat eine Kapazität von 5300 Milliamperestunden. Die Kamera auf der Rückseite macht Fotos mit 8 Megapixeln, die Frontkamera liefert 5-Megapixel-Aufnahmen.

Auf dem Tablet läuft bereits Android 5.0, das Nokia mit seinem Z Launcher ergänzt hat - eine schlichte Oberfläche, die die Möglichkeit bietet, per Handschrift eine universelle Suche zu starten. Die Software ist lernfähig und erkennt mit der Zeit, welche Apps favorisiert werden. Beim Z Launcher handelt es sich offenbar nicht um eine tief integrierte Benutzeroberfläche, die künftige Android-Updates ausbremsen würde. Nokia bietet den Z Launcher auch als Stand-Alone-App für andere Android-Geräte an. Aktuell befindet er sich noch in der Beta-Phase.

Nokia stellt das N1 nicht in eigenen Fabriken her, sondern überlässt dies zusammen mit Entwicklung, Vermarktung und Vertrieb einem OEM-Partnern, dem es Namen, Geräte-Design und Z Launcher lizenziert. Laut "GigaOm" ist dies Foxconn, das unter anderem auch für Apple Geräte baut. Das N1 soll im ersten Quartal 2015 zunächst in China auf den Markt kommen, weitere Länder sollen folgen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 249 US-Dollar vor Steuern.

Quelle: n-tv.de, kwe

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