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"6 Sekunden sind genug" Pornhub will Twitter Vine abkaufen

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Ob Twitter-Chef Jack Dorsey das lustig findet?

(Foto: AP)

Kurz nachdem sein Unternehmen bekannt gegeben hat, Vine einzustellen, erhält der Twitter-Chef ein unmoralisches Angebot: Pornhub will die Kurz-Video-App kaufen, um seinen Nutzern ein schnelles Vergnügen zu bereiten. Echt jetzt?

Twitter strauchelt und ob das Unternehmen noch eine Zukunft hat, ist ungewiss. Trotz des gesteigerten Umsatzes schreibt der Dienst Quartal für Quartal rote Zahlen - zuletzt erneut 103 Millionen Dollar. Und weil kein Käufer als Retter in der Not in Sicht ist, bleibt CEO Jack Dorsey nichts anderes übrig, als den Rotstift anzusetzen. Rund 300 der knapp 3800 Mitarbeiter verlieren ihren Job - und Twitter stellt den Kurz-Video-Dienst Vine nach rund vier Jahren ein. Irgendwann in den kommenden Monaten sollen die Apps abgeschaltet werden, heißt es in einem Blogeintrag. Nur die Webseite soll mit den bestehenden Videos erhalten werden.

Ein trauriges Ende - oder doch nicht? Vielleicht hat Vine noch eine Zukunft, wenn auch nicht so, wie sich das die aktuellen Nutzer vorstellen. Denn Pornhub-Vize Corey Price hat das Tech-Magazin "CNet" wissen lassen, dass er Jack Dorsey ein eindeutiges Angebot gemacht hat. Er und seine Teilnehmer wären angesichts der offensichtlichen Schwierigkeiten sicher dankbar für eine Geldspritze, schreibt der Porno-Geschäftsmann unter anderem - und kommt auf den Punkt: "Sechs Sekunden Porno sind für die meisten Nutzer genug, um ihr Vergnügen zu haben."

Nur ein PR-Quickie

Die Vermutung liegt nahe, dass das Kaufangebot von Pornhub nicht wirklich ernst gemeint, sondern sich der als PR-geil bekannte Price einen Scherz auf Kosten des strauchelnden Kurnachrichtendienstes erlaubt hat. Dafür spricht alleine schon die Tatsache, dass er das Angebot parallel an "CNet" geschickt hat.

Erst kürzlich sorgte Price für Furore, als er für die Ergreifung des Räubers, der Kim Kardashian überfallen hatte, 50.000 Dollar Belohnung aussetzte. Wie "Futurezone" berichtet, ist die Porno-Plattform in diesem Fall aber gewissermaßen persönlich betroffen. Denn ein Video mit dem US-Realitystar soll mit mehr als 110 Millionen Klicks der bisher erfolgreichste Clip des Portals sein. Für ihn gehöre Kim daher zur Pornhub-Familie, sagt Price.

Quelle: n-tv.de, kwe

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