Technik

"Das wird schrecklich" Wozniak bremst Cloud-Euphorie

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Steve Wozniak arbeitet bis heute für Apple. Aus der Firmenleitung zog er sich aber bereits 1985 zurück.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Cloud ist längst im Alltag angekommen:  Privatnutzer können mit Dropbox, Google Drive und anderen Cloud-Diensten von überall aus auf ihre Daten zugreifen. Firmen sparen Personal und Hardware-Ressourcen, indem sie IT-Infrastrukturen auf fremde Server auslagern. Doch in der Cloud lauern Gefahren, warnt Apple-Mitbegründer Steve Wozniak.

Apples Co-Gründer Steve Wozniak, sieht den Trend zum Cloud Computing sehr kritisch. Er sehe "furchtbare Probleme" beim Auslagern von Daten ins Internet, sagte Wozniak in Washington. Der 61-Jährige, der Apple zusammen mit dem im vergangenen Jahr verstorbenen Steve Jobs gegründet hatte, nahm dort an der vorletzten Aufführung des Stückes "Die Agonie und die Ekstase von Steve Jobs" teil, ein zweistündiger Monolog über die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Werken, in denen die Apple-Produkte gefertigt werden.

Beim Cloud Computing sind Dateien und Programme nicht mehr auf einem lokalen Computer installiert. Sie sind stattdessen auf große Server ausgelagert und über Web-Dienste wie Google Drive, Dropbox oder iCloud erreichbar. "Ich habe wirklich Bedenken, dass alles in die Wolke verlagert wird", sagte Wozniak. "Ich denke, das wird schrecklich. Ich denke, wir werden in den kommenden fünf Jahren furchtbare Probleme damit haben."

Wozniak warnt, beim Cloud Computing besitze der Nutzer nichts mehr. "Man gibt es vertraglich weg", sagte der Apple-Co-Gründer mit Blick auf die Endnutzer-Vereinbarungen, die Computernutzer akzeptieren müssen. "Je mehr wir in das Web übertragen, in die Wolke, desto weniger Kontrolle haben wir darüber.

Quelle: ntv.de, AFP