Wirtschaft

66 Milliarden Dollar für US-Akquise Bayers Kredit für Monsanto-Kauf steht

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Bayer steht vor einem historischen Deal.

(Foto: dpa)

Der Erwerb des US-Saatgutherstellers Monsanto durch den deutschen Bayer-Konzern nimmt immer kronkretere Züge an: Mehr als 25 Banken beteiligen sich an der Finanzierung der Giga-Übernahme. Der Eigenkapitalanteil von Bayer ist dennoch gewaltig.

Bayers milliardenschwere Brückenfinanzierung für den Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto steht: Die Akquisitionsfinanzierung über 56,9 Milliarden US-Dollar sei erfolgreich syndiziert worden, teilte der Dax-Konzern mit. Damit wurde ein Konsortium von Geldgebern gebildet, die sich den Kredit samt Risiken teilen.

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Bayer und Monsanto hatten sich nach langem Tauziehen Mitte September auf eine bindende Fusionsvereinbarung geeinigt. Die Leverkusener übernehmen Monsanto demnach für 128 Dollar je Aktie in bar, was Monsanto mit rund 66 Milliarden Dollar bewertet.

Mehr als 25 Banken beteiligt

Die Brückenfinanzierung wurde bereits vor Ankündigung der Akquisition zwischen Bayer und den Banken BofA Merrill Lynch, Credit Suisse, Goldman Sachs, HSBC und JP Morgan vereinbart. Mit der Beteiligung von mehr als 20 weiteren Banken ergab sich laut Bayer eine Überzeichnung von rund 40 Prozent.

Den Eigenkapitalanteil von rund 19 Milliarden Dollar will Bayer finanzieren durch eine Bezugsrechtskapitalerhöhung, bei der Inhaber von Bayer-Aktien weitere Aktien hinzu kaufen dürfen, sowie durch Pflichtwandelanleihen. Hierbei werden Kreditgeber bis zu einem festgelegten Zeitpunkt in Aktien ausgezahlt.

Quelle: ntv.de, shu/DJ