Wirtschaft

Geld für Batteriezellenforschung Tesla beantragt wohl deutsche Staatshilfe

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Tesla-Chef Elon Musk will die Bedenken der Brandenburger bezüglich des geplanten Teslawerks zerstreuen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das deutsche Wirtschaftsministerium arbeitet daran, ein zweites europäisches Großprojekt zur Batteriezellenfertigung anzuschieben. Neben 14 EU-Staaten sollen auch mehr als 55 Unternehmen eingebunden sein. Auch Tesla beantragt einem Medienbericht zufolge Subventionen.

Der US-Elekroautobauer Tesla hat einem Medienbericht zufolge deutsche Staatshilfe für die Batteriezellfertigung und -forschung in Deutschland beantragt. Es gehe um Subventionen des Bundes, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte dazu mit, man könne noch keine Namen von Firmen nennen, die am zweiten europäischen Großprojekt zur Batteriezellfertigung im Rahmen des Programms IPCEI beteiligt seien. Generell könnten auch außereuropäische Unternehmen teilnehmen. Von Tesla war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Das Wirtschaftsministerium arbeitet derzeit daran, ein zweites europäisches Großprojekt zur Batteriezellfertigung anzuschieben. Die Zeitung berichtet, dass sich laut Ministerium 14 EU-Staaten an dem Vorhaben beteiligen, darunter neben Deutschland auch Polen und Tschechien. Es seien "mehr als 55 Unternehmen" eingebunden. Am Montag wollen die Beteiligten bei einem Treffen im Ministerium die Notifizierung des Projekts bei der EU-Kommission vorbereiten.

"Wir wollen wettbewerbsfähige, innovative und umweltschonende Batteriezellen Made in Europe", sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU dem "Handelsblatt". "Dafür bündeln wir die Innovationskraft und das Potenzial unserer Unternehmen."

Nicht unumstritten

Tesla will bisherigen Angaben zufolge im brandenburgischen Grünheide in der vollen Ausbaustufe pro Jahr 500.000 E-Autos für den Export nach ganz Europa bauen und dafür mehrere Milliarden Euro investieren. Der bisherige Zeitplan sieht vor, dass bereits 2021 die ersten E-Autos vom Band rollen. Das von der Politik unterstützte Investitionsprojekt der Kalifornier ist nicht umumstritten, es gab bereits Proteste dagegen.

Tesla-Chef Elon Musk mischte sich in die Debatte um Umweltschäden der Fabrik nahe Berlin ein. "Es sieht so aus, als ob wir ein paar Dinge klarstellen sollten", twitterte Musk. Tesla werde nicht pro Stunde 372 Kubikmeter Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz benötigen. Dies sei womöglich in seltenen Situationen der Fall, aber keine tägliche Routine.

Quelle: ntv.de, ftü/rts