Marktberichte

Enttäuschende Arbeitsmarktdaten Wall Street dreht nach Rekorden ins Minus

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Auf der Schlussgeraden drehte der US-Leitindex noch ins Minus.

(Foto: REUTERS)

Die Aussicht auf neue Konjunkturhilfen sorgt an den US-Märkten zeitweise für Höchstwerte. Die Anleger nutzen jedoch die anfänglichen Rekorde an der Wall Street zu Gewinnmitnahmen.

Die Wall Street hat an diesem Donnerstag nach einer Rekord-Rally mit leichten Kursverlusten geschlossen. Händler verwiesen zur Begründung auf die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,2 Prozent tiefer auf 30.991 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 13.112 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,4 Prozent auf 3795 Punkte ein.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA war zuletzt wieder sprunghaft in die Höhe geschnellt. Insgesamt stellten vorige Woche 965.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze. In den sieben Tagen zuvor waren es lediglich 784.000 gewesen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche lediglich mit einem Anstieg auf 795.000 Erstanträge gerechnet.

Im frühen Handel hatte noch die Erwartung von Details zum geplanten Konjunkturpaket des künftigen Präsidenten Joe Biden für die US-Wirtschaft die Kurse an den New Yorker Börsen getrieben. Biden wird einer Zeitung zufolge ein neues Conrona-Hilfspaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar vorstellen. Darin enthalten seien weitere Direkthilfen an die US-Bürger zu je 1400 Dollar, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen.

Positive Testergebnisse eines weiteren Coronavirus-Impfstoffs verhalfen Johnson & Johnson zu einem Kursplus von 1,7 Prozent. Das Mittel des Pharma- und Konsumgüter-Herstellers, das nur einmal verabreicht werden muss, ist den Angaben zufolge wirksam und wurde von den Testpersonen gut vertragen. Es könne im April in Europa verfügbar sein.

USA lassen Alibaba und Baidu vom Haken

Zu den Gewinnern an der Wall Street gehörten Alibaba und Baidu. Die in den USA notierten Titel der beiden chinesischen Technologiekonzerne stiegen um bis zu fünf Prozent. Insidern zufolge sollen die Konkurrenten von Amazon und Google doch nicht auf eine schwarze Liste der Regierung gesetzt werden.

Die Partnerschaft mit Taco Bell schmeckte den Anlegern von Beyond Meat. Die Titel des Anbieters veganer Burger, der für die Tex-Mex-Schnellrestaurants Produkte mit Fleischersatz entwickeln soll, gewannen gut 13 Prozent. Die Papiere der Taco Bell-Mutter Yum, zu der auch die Ketten Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut gehören, rückten 0,6 Prozent vor.

Quelle: ntv.de, hul/rts/dpa