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Drei Raumfahrer verlassen ISS Kosmonaut stellt neuen Rekord im All auf

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Kosmonaut Gennadi Padalka stellt einen neuen Aufenthaltsrekord im All auf.

(Foto: dpa)

Für zwei Raumfahrer geht es nach einem kurzen Aufenthalt auf der ISS zurück zur Erde. Der Dritte im Team stellt hingegen einen neuen Rekord auf. Gennadi Padalka hält sich beinahe zweieinhalb Jahre im All auf. Wohlbehalten landen die drei in der kasachischen Steppe.

Drei Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation ISS sind zur Erde zurückgekehrt. Der Däne Andreas Mogensen, der Kasache Aidyn Aimbetow und der Russe Gennadi Padalka landeten in einer russischen Sojus-Kapsel in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan, wie die Europäische Weltraumbehörde (Esa) mitteilte. Etwa 200 Rettungskräfte überwachten in der zentralasiatischen Steppe die Rückkehr der Raumfahrer.

Padalka hält nun mit 878 Tagen im All den Rekord für die längste Aufenthaltsdauer im Kosmos. Dazu benötigte der 57-Jährige insgesamt fünf Raumflüge. Bei der nun beendeten Mission arbeitete der Russe seit Ende März auf der Raumstation rund 400 Kilometer über der Erde. Erstmals erkundete Padalka 1998 den Weltraum. Damals war er Kommandant der russischen Raumstation Mir und blieb 199 Tage. Es folgten ISS-Missionen in den Jahren 2004, 2009 und 2012. Zuletzt startete er am 27. März ins All.

Mogensen und Aimbetow verbrachten im Gegensatz zu ihrem russischen Kollegen nur jeweils zehn Tage auf dem Außenposten der Menschheit. Mogensen brachte dabei unter anderem Lego-Spielfiguren zur ISS. In einem spektakulären wissenschaftlichen Versuch schaffte es der erste Däne im Weltall zudem, von der Raumstation aus einen Roboter auf der Erde zu bewegen.

Der Kasache Aimbetow brachte Spezialitäten seiner Heimat zur ISS, darunter Stutenmilch. In dem fliegenden Labor arbeiten nun noch sechs Raumfahrer: drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa/AFP

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