Ausbildungsort auch für US-ArmeeTrump kündigt neue Weltraum-Akademie für die "größten Talente" an

Bei einem Nasa-Besuch lobt US-Präsident Trump die Artemis-2-Crew. Neue Fachkräfte sollen in einer Raumfahrt-Akademie ausgebildet werden, die auch vom US-Militär genutzt wird. Die USA streben wieder eine bemannte Mondlandung an.
US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Gründung einer neuen Weltraum-Akademie unterzeichnet. Die US Space Academy solle die "größten Talente" des Landes ausbilden, sagte Trump bei einem Besuch im Raumfahrtzentrum der Nasa in Houston im Bundesstaat Texas. Er zeichnete dort zudem die Crew der Artemis-2-Mission aus, die im April den Mond umrundet hatte.
Wo die neue Raumfahrt-Akademie entstehen soll, ist noch unbekannt. Dort sollen nach Trumps Angaben zukünftig Fachkräfte für die Nasa, die private Raumfahrtindustrie sowie die US-Armee ausgebildet werden. In seiner ersten Amtszeit hatte Trump 2019 eine United States Space Force als eigene Truppengattung ins Leben gerufen.
Die Nasa strebt frühestens 2028 die erste bemannte Mondlandung seit rund 50 Jahren an. Die USA liefern sich dabei ein Wettrennen mit China, das vor dem Jahr 2030 Taikonauten - also chinesische Raumfahrer - zum Mond bringen will. Der Technologie-Unternehmer Elon Musk und sein SpaceX-Konzern planen zudem eine Mars-Mission.
Lob für "Weltraumhelden"
Den vier Astronautinnen und Astronauten der Artemis-2-Mission verlieh Trump die Weltraum-Ehrenmedaille des Kongresses, die höchste zivile Auszeichnung der USA für Raumfahrende. Die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und der Kanadier Jeremy Hansen seien "Weltraumhelden", erklärte Trump. Der US-Präsident sprach in Houston zudem mit Astronauten, die derzeit an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) sind.
Die Crew der "Artemis 2"-Mondmission hat sich weiter von der Erde entfernt als jemals Menschen zuvor. Die vier Astronauten knackten mit ihrer "Orion"-Kapsel den 1970 aufgestellten Rekord der "Apollo 13"-Mission von rund 400.171 Kilometern, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa damals mitteilte.
Der erste Mensch auf dem Mond war am 20. Juli 1969 Neil Armstrong. Als bislang letzter Mensch verließ im Dezember 1972 der 2017 gestorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan mit der "Apollo 17"-Mission den Erdtrabanten. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den "Apollo"-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond.