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Mittwoch, 20. April 2016

Von 1900 bis heute : Die schwersten Erdbeben

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29. Dezember 1908: Messina (Italien). Stärke: 7,5. Es starben 70.000 bis 100.000 Menschen.

29. Dezember 1908: Messina (Italien). Stärke: 7,5. Es starben 70.000 bis 100.000 Menschen.

29. Dezember 1908: Messina (Italien). Stärke: 7,5. Es starben 70.000 bis 100.000 Menschen.

Gemessen an den Opferzahlen war das Messina-Beben die schwerste Naturkatastrophe Europas im 20. Jahrhundert.

16. Dezember 1920: Gansu (China). Stärke: 8,6. Todesopfer: rund 200.000.

Die Gegend ist stark erdbebengefährdet. Auch am 11. August 2010 kam es dort zu tödlichen Erdrutschen.

1. September 1923: großes Kanto-Beben in Japan. Die Hafenstadt Yokohama (im Bild) wurde zerstört, ebenso weite Teile Tokios. Stärke: 8,3. Rund 200.000 Tote.

27. Juli 1976: Tangshan (China). Das schwerste Beben der Welt im 20. Jahrhundert. Stärke: 8,0. Nach offiziellen Angaben starben mehr als 200.000 Menschen, nach anderen Schätzungen gab es bis zu 655.000 Tote.

Erdbeben-Schäden sind auch nach 30 Jahren noch sichtbar. Hier im Bild: eine zerstörte Lok-Fabrik.

7. Dezember 1988: Erdbeben von Spitak (Armenien). Stärke: 7,0. Mehr als 25.000 Tote, eine Million Obdachlose. Auf den Trümmern der Erlöserkirche in Gjumri, nicht weit vom Kaukasus, ...

... errichtete man nach dem Beben eine Kirche aus Metall. Gjumri wurde zum Armenhaus Armeniens. Noch immer gibt es dort viele Containersiedlungen.

Der Kaukasus, hier im Satellitenbild, ist ein Faltengebirge, das sich bis heute weiter auffaltet. Die dabei entstehenden Spannungen entladen sich immer wieder in Erdbeben.

20. Juni 1990: Manjil-Rudbar-Beben (Iran). Stärke: 7,4. Etwa 40.000 Menschen kamen uns Leben, etwa 60.000 wurden verletzt.

Das Beben zerstörte 700 Dörfer, 500.000 Menschen verloren ihr Zuhause.

17. August 1999: Gölcük (Türkei). Stärke: 7,6. Fast 20.000 Menschen starben.

26. Januar 2001: Gujarat (Indien). Stärke: 7,7. Mindestens 20.000 Menschen starben, 200.000 wurden verletzt.

26. Dezember 2003: Bam (Iran). Stärke: 6,7. Nach offiziellen Angaben wurden rund 30.000 Menschen getötet, nach Angaben der Einwohner waren es 60.000.

26. Dezember 2004: Sumatra-Beben (Indonesien). Stärke: 9,0.

Der ausgelöste Tsunami verursachte verheerende Schäden in Küstenregionen am Golf von Bengalen, der Andamanensee und Südasien. Es gab mindestens 230.000 Tote.

Mehr als 1,7 Millionen Einheimische rund um den Indischen Ozean wurden obdachlos.

8. Oktober 2005: Kaschmir (Pakistan). Stärke: 7,9. Mindestens 85.000 Tote.

In der Region schiebt sich die Indische Platte auf das asiatische Festland. So hat sich über Jahrmillionen hinweg der Hindukusch aufgetürmt.

12. Mai 2008: Sichuan (China). Stärke: 7,9. Fast 87.000 Tote.

Fast sechs Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Gegend wurde schon mehrmals von Erdbeben getroffen, so zum Beispiel auch 1850 und 1933.

12. Januar 2010: Haiti. Stärke: 7,0. Es war - gemessen an den Opferzahlen - das schwerste Beben in der Geschichte Nord- und Südamerikas.

Nach offiziellen Angaben starben 300.000 Menschen, nach inoffiziellen 500.000. Insgesamt waren drei Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.

27. Februar 2010: Chile. Stärke: 8,8. Das Beben war 50 Mal so intensiv wie das in Haiti, tötete jedoch weit weniger Menschen.

Die Opferzahl liegt bei mehr 521. Innerhalb eines Tages wurden mehr als 70 Nachbeben gemessen.

11. März 2011: Japan. Stärke: 9,0. Mit dem Beben ging ein Tsunami einher, der über eine Strecke von Hunderten Kilometern einen bis zu zehn Kilometer breiten Küstenstreifen verwüstete.

Mehr als 19.300 Menschen kamen ums Leben, 450.000 wurden obdachlos.

Am Standort des Kernkraftwerks Fukushima erreichte die Tsunami-Welle eine Höhe von 15 Metern. Es kam zu schweren Störfällen und Unfällen im AKW. Erstmals in der Geschichte Japans wurde der nukleare Notstand ausgerufen.

1. April 2014: Chile. Stärke: 8,2. Vor der chilenischen Küste kam es zwischen Arica und Iquique zu einem Seebeben. Der Küstenstreifen wurde evakuiert. Fünf Menschen starben.

25. April 2015: Nepal. Stärke: 7,8. Das Epizentrum lag 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu. Bis Mitte Mai folgten zahlreiche Nachbeben. Man spricht von der ...

... tödlichsten Katastrophe in der Geschichte Nepals. Mehr als 8600 Menschen starben an den Folgen der Beben.

16. September 2015: Wieder einmal traf es Chile, diesmal 46 Kilometer vor Illapel. Stärke: 8,3. Hohe Gebäude schwankten selbst im 1100 Kilometer entfernten Buenos Aires noch. In Chile ist von 13 Toten und Dutzenden Verletzten die Rede. Ein Tsunami verursachte eine ...

... 4,50 Meter hohe Welle, die Behörden ordneten eine sofortige Räumung der Küstenbereiche an. Von der Evakuierung waren eine Million Menschen betroffen.

26. Oktober 2015: Am Hindukusch, im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan, bebte die Erde in rund 205 Kilometern Tiefe. Stärke: 7,5. Rund 400 Menschen starben, Tausende wurden verletzt.

15. April 2016: In der Präfektur Kumamoto im Südwesten Japans bebte die Erde mit einer Stärke von 7,0. Mehr als 3000 Menschen wurden dabei verletzt, 40 starben. In rund 200.000 Haushalten fiel der Strom aus, in 380.000 das Wasser.

Mehrere Kulturgüter, darunter auch die mehr als 400 Jahre alte Kumamoto-Burg, erlitten schwere Schäden.

16. April 2016: Ecuador. Stärke: 7,8. Das Epizentrum lag in einer dünn besiedelten Gegend an der Küste. Doch auch im Landesinnern stürzten Häuser ein. Mehr als 660 Menschen starben, fast 28.000 wurden verletzt, zum Teil schwer. (asc)

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