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Mittwoch, 01. September 2010

Hustenmittel statt Amphetamin: Führerschein ist trotzdem weg

Bei Verkehrskontrollen muss man manchmal mehr als nur pusten.

Bei Verkehrskontrollen muss man manchmal mehr als nur pusten.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Von Sportlern mit ungewöhnlichen Blutwerten ist man kreative Ausreden gewohnt. Doch auch Autofahrer bemühen bisweilen interessante Begründungen. So hatte sich das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße mit der Frage zu befassen, ob Amphetamine auch über Erkältungsmittel ins Blut gelangen können.

Geklagt hatte eine Autofahrerin, der im Zuge einer Verkehrskontrolle Blut und Urin abgenommen worden waren.  Ein toxikologisches Gutachten kam zu dem Schluss, dass die Autofahrerin Amphetamin konsumiert hatte. Die Frau bestritt das. Sie habe wegen einer Erkältung das Medikament Aspirin Complex eingenommen. genommen. Der darin enthaltene Wirkstoff Pseudoephedrin könne sich bei einer toxikologischen Analyse in Amphetamin umwandeln, behauptete sie.

Ein rechtsmedizinischer Gutachter widersprach dieser Theorie allerdings - eine solche Umwandlung sei wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Auch das Gericht kam deshalb zu dem Schluss, dass die Frau Drogen genommen hatte. Deshalb sei es auch rechtmäßig gewesen, ihr den Führerschein zu entziehen. (Az: 6 K 1332/09.NW

ino/dpa

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