Davos

Zusätzliche Investitionen nötig Draghi sieht Flüchtlingskrise auch als Chance

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Zuversicht bei Mario Draghi.

(Foto: dpa)

Nach seinem donnerstäglichen Auftritt in Frankfurt erklärt EZB-Chef auch dem Davoser Wirtschaftsforum seine Sicht der Dinge. Natürlich nimmt der Instrumentenkasten der Notenbank in seiner Rede breiten Raum ein.

Die Flüchtlingskrise ist nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nicht nur eine enorme Herausforderung, sondern auch eine Chance für mehr wirtschaftliches Wachstum. Die Bewältigung der Krise werde erhebliche zusätzliche Investitionen der Staaten erfordern, sagte Draghi am Freitag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Dies könne sich als "das größte staatliche Investitionsprogramm erweisen, das wir seit Jahren hatten", erklärte der EZB-Chef.

Hinsichtlich der Inflationsentwicklung äußerte sich der Italiener erneut zuversichtlich. Zwar gebe wegen des weiteren Rückgangs der Ölpreise und der Wachstumsaussichten in den Schwellenländern wenig Anlass für Optimismus. Die Möglichkeinen der EZB zum Gegensteuern seien jedoch längst nicht ausgeschöpft.

"Wir haben viele Instrumente", sagte Draghi weiter. "Insbesondere haben wir die Entschlossenheit, den Willen und die Fähigkeit des Rats zu handeln und diese Instrumente einzusetzen." Ähnlich hatte er sich bereits am Vortag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main geäußert.

Der EZB-Präsident hatte bereits seine Bereitschaft signalisiert, im Kampf gegen die aus Sicht der Notenbank unerwünscht niedrige Inflation weitere geldpolitische Schritte einzuleiten. Es sei notwendig, die bisherigen Maßnahmen auf der nächsten Zinssitzung im März zu überprüfen, hatte Draghi gesagt. Wegen des Ölpreisverfalls haben sich seit Jahresbeginn die Inflationsaussichten im Währungsraum kräftig eingetrübt.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa/rts

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