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Viel Motorrad für viel Geld BMW S 1000 XR - die Leichtfüßige

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Mit der Überarbeitung wird die BMW S 1000 XR noch mehr zum Allrounder.

Sie ist die kleine Schwester der erfolgreichen R 1200 GS, hat aber einen ganz anderen Konkurrenten im Visier: die Ducati Multistrada. Dafür wurde die BMW S 1000 XR jetzt noch einmal gründlich überarbeitet.

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Bis zu 444 Kilogramm Zuladung verträcgt die BMW S 1000 XR jetzt.

Als Ducati seinerzeit die Multistrada auf den Markt brachte, wusste man zunächst nicht so recht, was man mit diesem Konzept anfangen sollte. Offroad? Onroad? Touren? Nicht lange hat es gedauert und man merkte, dass da ein echtes Multitalent auf zwei Räder gestellt wurde. Und ebenfalls nicht lange währte es, bis die Konkurrenz nachzog. Da traf es sich bei BMW gut, dass man mit dem 1000er-Reihenvierzylinder das passende Aggregat zur Hand hatte, um neben dem Racer S 1000 RR und der nackten S 1000 R ein weiteres Derivat zu realisieren. Mit der S 1000 XR war dies auch von Start weg gut gelungen.

Für das Modelljahr 2017 nahmen sich die Münchner nun der XR an, um sie fein dosiert weiterzuentwickeln. Dazu spendierte man dem Motor fünf PS mehr auf nunmehr 165 Pferdestärken, lagerte den Lenker flexibler, um die Vibrationen zu verringern, und natürlich wurde das Bike an die Anforderungen der Euro-4-Norm angepasst. Zudem wuchs die Zuladung um 10 auf 216 Kilogramm.

Mehr Performance

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Alles im Blick auf der BMW S 1000 XR.

Für zusätzliche Performance stehen weiterhin zwei Ausstattungspakete parat, von denen man bei Neukauf mindestens eines mitbestellen sollte. Das Dynamik-Paket für 1010 Euro bringt "Fahrmodi Pro" (ABS Pro, DTC plus zwei Fahrmodi "Dynamic" und "Dynamic Pro") und LED-Blinker mit. Das Touring-Paket ist mit 1265 Euro eingepreist und beinhaltet das elektronische Fahrwerk ESA, Heizgriffe, Kofferhalter, Vorbereitung für das Navigationsgerät mit Multi-Controller, Hauptständer und Gepäckbrücke. Wer den Schaltassistenten pro möchte, muss 410 Euro auf den Tisch blättern, der Tempomat schlägt mit 330 Euro zu Buche.

So bestückt vermisst man wahrlich wenig auf dem Alleskönner, der beim Wiedersehen nach zwei Jahren erneut mit seiner Leichtfüßigkeit verblüffte. Müht man sich beim Rangieren noch mit einem knapp 230 Kilo schweren und hoch aufbauenden Motorrad ab, so verlieren sich die Pfunde in dem Moment, wenn man darauf sitzt und die ersten Kurven angeht. Die XR lechzt fast danach, in diese hinein zu sinken und sich wieder daraus zu erheben und vermittelt stets ein präzises Gefühl für die Straße und das Motorrad.

Auch mit Schaltautomaten

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Wer mehr Sound möchte ordert den Akrapovic-Auspuff.

Diese Empfindung der Leichtigkeit wird unterstützt vom exzellent arbeitenden Schaltautomaten (unbedingt bestellen), mit dessen Hilfe man ohne zu kuppeln nicht nur hoch-, sondern auch runter schalten kann. Und der breite Lenker trägt ein Übriges dazu bei, die große BMW allzeit im Griff zu behalten. Freilich ist das alles kein Hexenwerk, sondern Ergebnis der immer besser arbeitenden Fahrwerke und der Fahrwerksgeometrie – Stichwort ESA. Der Fahrer hat die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi, die er über einen Schalter am Lenker auch während der Fahrt bedienen kann: "Rain" für gedrosselte Leistung, "Road" für volle Leistung und relativ weiches Fahrwerk sowie zwei Dynamik-Regelungen für ein sportliches Fortkommen, wobei die zweite Dynamik-Stufe nur mechanisch über einen Stecker aufgerufen werden kann. Trotz der Modellpflegemaßnahmen finden aber immer noch feine Vibrationen über den Lenker und die Fußrasten den Weg in die Rückspiegel und die Extremitäten des Fahrers, was sich bei langen Tagesetappen durchaus bemerkbar macht.

Wer den direkteren Kontakt zur Straße liebt, wird meist im ersten Dynamik-Modus unterwegs sein, der auch für Fahrten zu zweit gut taugt. Der Motor spricht direkter an, ohne seine vorbildliche Dosierbarkeit zu verlieren, und das Fahrwerk versteift sich. Zielgenau lassen sich Kurven durchfahren, wobei die Pirelli Rosso III ebenfalls sehr gute Rückmeldung liefern und kaum Aufstellmoment zeigen.

Über alle Zweifel erhaben

Über alle Zweifel erhaben bleibt der Motor, dessen 5-PS-Zuwachs man indes kaum bemerkt. Er zieht ohne Leistungslöcher bis weit über 200 km/h – und das bei einem Sound, der wenig aufdringlich ist. Der etwas magere Klang mag Euro 4 geschuldet sein, es sei jedoch anzumerken, dass auch die Vorgängerversion akustisch recht zurückhaltend agierte. Enthusiasten bietet man als Zugabe für 1155 Euro einen Endtopf von Akrapovic an. Der Verbrauch pendelte sich mit zwischenzeitlichem Soziusbetrieb bei 6,2 Liter ein.

Natürlich kann man sich werksseitig mit vielem eindecken, was einem Bike vom Schlage einer XR gut steht: So gibt es in Motorradfarbe lackierte Koffer und ein Topcase, die mit einer praktischen Innentasche versehen sind, eine Absenkung der Sitzbank auf 82 Zentimeter für 269 Euro sowie Dinge wie Protektoren und Schutzbügel. Kaum zu erwähnen braucht man, dass es sich dank der aufrechten Haltung des Piloten auf dem Soziusplatz sehr kommod reist. So lässt sich sowohl die Hausstrecke flink durcheilen als auch die große Tour zu zweit mit Gepäck herunterspulen. Wer beides plant, der sollte auch beide Pakete ordern.

Der Preis der S 1000 XR summiert sich dann zwar auf 18.310 Euro, was auf einem Grundpreis von 15.300 Euro basiert. Dafür bekommt man aber viel Motorrad für viele Einsatzbereiche. Und schließlich bewegt sich die besagte Multistrada in ähnlichen Preisregionen.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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