Auto

Schutz oder "Abzocke"? Die neuen Bußgelder

Mit seinem neuen Bußgeldkatalog zielt das Bundesverkehrsministerium nach eigenen Angaben speziell auf Autofahrer, die andere gefährden. Das seien in erster Linie Raser und Drängler sowie Alkohol- und Drogensünder.

Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) will nach Angaben eines Sprechers noch in diesem Jahr die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat zu den geplanten Verschärfungen einholen. Sie sollen dann im Lauf des Jahres 2008 in Kraft treten. Die Änderungen gingen auf Forderungen der Landesverkehrsminister zurück, sagte er.

ADAC-Präsident Peter Meyer sagte der "Welt am Sonntag": "Ein solches Vorgehen ist für Autofahrer nicht nachzuvollziehen und wird von ihnen daher nur als Abzocke empfunden werden." Das Ziel, Verkehrsteilnehmer zu einem vernünftigeren Verhalten auf der Straße zu erziehen, werde so mit Sicherheit verfehlt.

Hier die geplanten Bußgelder (Quelle: Bundesverkehrministerium)

Drängeln oder zu dicht auffahren
bisher: 250 Euro - künftig: 400 Euro

Behindern durch ständiges Linksfahren
bisher: 40 Euro - künftig: 80 Euro

auf Autobahnen die Vorfahrt missachten
bisher: 50 Euro - künftig: 75 Euro

bis 10 Stundenkilometer zu schnell
bisher: 15 Euro - künftig: 20 Euro

mehr als 60 Stundenkilometer zu schnell
bisher: 425 Euro - künftig: 680 Euro

ein Radarwarngerät benutzen
bisher: 75 Euro - künftig: 150 Euro

Teilnahme an illegalen Straßenrennen
bisher: 150 Euro - künftig: 250 Euro

Alkohol am Steuer (erstmals erwischt)
bisher: 250 Euro - künftig: 500 Euro

als Fahrer mit dem Handy telefonieren
bisher: 40 Euro - künftig: 70 Euro

beim Rechtsabbiegen Fußgänger oder Radfahrer gefährden
bisher: 40 Euro - künftig: 70 Euro

Höchststrafe bei überladenem Lkw
bisher: 225 Euro - künftig: 425 Euro

Lkw nicht verkehrssicher, Bußgeld für den Fahrer
bisher: 100 Euro - künftig: 180 Euro

Lkw nicht verkehrssicher, Bußgeld für den Fahrzeughalter
bisher: 150 Euro - künftig: 270 Euro

Verstoß gegen das Sonntagsfahrverbot, Bußgeld für den Fahrer
bisher: 40 Euro - künftig: 75 Euro

Verstoß gegen das Sonntagsfahrverbot, Bußgeld für den Fahrzeughalter
bisher: 200 Euro - künftig: 380 Euro

Quelle: ntv.de