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"Wir hatten unser Erbe verpfändet" Ford bekommt Logo zurück

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Weil der Autobauer wieder auf festen Füßen steht, darf er auch sein Logo wieder mit Stolz tragen.

Vor sechs Jahren musste Ford, um an frisches Geld zu kommen, nicht nur seine Fabriken und Modelle verpfänden, sondern auch sein Marken-Logo. Jetzt hat der US-Autobauer seine Identität wieder zurückbekommen.

Ford hat seine schweren Jahre endgültig hinter sich gelassen. Nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit auf ein sogenanntes "Investment-Grade" hochgestuft hat, muss der US-Autobauer nicht länger Sicherheiten für milliardenschwere Kredite hinterlegen. In seiner Not hatte Ford vor sechs Jahren seine Fabriken, seine Modelle und sogar sein Markenzeichen verpfändet, um an frisches Geld heranzukommen.

"Das blaue Ford-Oval ist dorthin zurückgekehrt, wo es hingehört", sagte Verwaltungsratschef Bill Ford am Firmensitz nahe Detroit. Es sei einer der glücklichsten Tage, an die er sich erinnern könne, erklärte der Nachfahre von Firmengründer Henry Ford. "Wir hatten unser Erbe verpfänden müssen."

Mulally sei Dank

Dass der Autobauer wieder solide dasteht, hat das Unternehmen dem ehemaligen Boeing-Manager Alan Mulally zu verdanken. Bill Ford hatte ihn zum Konzernchef gemacht, als das Unternehmen von seinen Verlusten erdrückt zu werden drohte. Mulally stieß unrentable Marken ab, überholte die Modellpalette und trimmte die Fabriken auf Effizienz. Das alles finanzierte er mit Krediten über 23,5 Milliarden Dollar.

Moody's ist die zweite Ratingagentur nach Fitch, die die Kreditwürdigkeit von Ford aus dem sogenannten Schrottbereich herausgeholt hat. Als Grund führte Moody's unter anderem die gut laufenden Autoverkäufe in Nordamerika an. Ford schreibt längst wieder Milliardengewinne und hat einen guten Teil seiner Schulden beglichen. Die Rivalen General Motors und Chrysler hatten 2009 vom Staat vor dem Bankrott gerettet werden müssen.

Quelle: ntv.de, dpa/hpr