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Stern mit neuer Strahlkraft? Mercedes-AMG SL - Rückkehr zur Ikone

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Durchtrainierter soll der neue Mercedes SL Mitte kommenden Jahres zu alten Tugenden zurückfinden.

(Foto: Mercedes)

Mercedes will wieder mehr Premium werden. So jedenfalls die Direktive des Chefs Ola Källenius. Da wundert es dann auch nicht, dass ein neuer SL in Zukunft wieder aus dem Schatten eines GT fahren soll, um an die ihm vorbestimmte Spitzenposition zurückzukehren.

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Noch fährt der neue Mercedes SL im Erlkönig-Tarnkleid.

(Foto: Mercedes)

Mercedes setzt in Zukunft wieder auf die ikonische Strahlkraft des Marken-Klassikers SL. Als Beleg dafür schicken die Stuttgarter den Roadster im leichten Tarnkleid auf öffentliche Straßen - und liefern die Erlkönig-Fotos gleich mit. Bis aus den Prototypen aber Serienautos werden, dürfte es noch bis weit ins kommende Jahr dauern.

Wenn es dann aber so weit ist, sollten die jüngsten Nachfahren des klassischen 50er-Jahre-SL ihre Behäbigkeit abgelegt haben, die dazu führte, dass die einst euphorische Kundschaft sie nun nur noch mit Missachtung strafte. Das lag natürlich auch daran, dass dem SL mit dem SLS und einem AMG GT deutlich aufregendere Konkurrenten an die Seite gestellt wurden. Selbst das mittlerweile wieder eingestellte S-Klasse Coupé hatte dazu beigetragen, die einstige Markenikone an den Rand zu drängen.

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Auch ehemalige Käufer eines SLC sollen sich durch den neuen SL angesprochen fühlen.

(Foto: Mercedes)

Die Neuauflage soll nun aber zurück ins Rampenlicht. Auf den ersten Bildern wirkt der Stoffdach-Roadster wieder deutlich durchtrainierter als sein Vorgänger. Das Hüftgold wurde aus dem Blech gedengelt und für das Training zeichnet diesmal die Tuningtochter AMG verantwortlich. Das verspricht in jedem Fall potente Motoren und ein knackigeres Fahrverhalten. Dazu könnten auch die offenbar kompakteren Abmessungen beitragen, die den neuen SL für bisherige Käufer des kleineren SLC interessant machen würden. Denn auch der wurde aus dem Mercedes-Portfolio gestrichen.

Preislich dürfte der neue SL aber recht hoch angesiedelt sein. Auch das wäre eine konsequente Weiterführung der durch Mercedes-Chef Ola Källenius ausgerufenen Strategie, sich wieder mehr als Premiummarke mit Premiumfahrzeugen zu präsentieren. Der letzte AMG SL 63 stieg jedenfalls mit 162.691 Euro ein.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x