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Kraftstoffpreise steigen Vor Neujahr nochmal volltanken

Autofahrer sollten vor dem Jahreswechsel noch einmal volltanken, denn zum 1. Januar könnten Benzin und Diesel um bis zu fünf Cent pro Liter teurer werden.

"Wegen der Einführung der neuen schwefelfreien Kraftstoffe könnten die Preise um 1 bis 1,5 Cent pro Liter steigen. Hinzu kommt die nächste Stufe der Ökosteuer, die 3,5 Cent pro Liter ausmacht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Peter Schlüter, der Nachrichtenagentur AP in Hamburg.

Schlüter wies allerdings auch darauf hin, dass wegen der scharfen Konkurrenz der Tankstellen und der schwankenden Ölpreise genaue Vorhersagen nicht möglich seien. "Wir hatten in den letzten Jahren das Phänomen, dass die Preise am Weltmarkt zum Jahresende leicht gesunken sind und die Ökosteuer zunächst nicht voll an die Verbraucher weitergegeben wurde, so dass der Autofahrer die Erhöhungen der Ökosteuer gar nicht gemerkt hat. Aber das muss keine Gesetzmäßigkeit sein. Zur Zeit steigen die Preise am Weltmarkt deutlich", stellte der Verbands-Geschäftsführer fest.

Schlüter wies darauf hin, dass die Branche große Anstrengungen unternommen habe, um den als schwefelfrei geltenden Wert von höchstens zehn ppm (parts per million) Schwefel im Kraftstoff zu erreichen. "Alle Autofahrer können die neuen Kraftstoffe ohne Probleme tanken. Neben dem Umweltvorteil ermöglicht der schwefelfreie Kraftstoff die Einführung neuer Motorentechniken, mit denen der Verbrauch und der Abgasausstoß laut Autoindustrie sinken sollen", sagte er.

Allerdings ist die Produktion der schwefelfreien Ware teurer. Damit keine billigen schwefelreichen Kraftstoffe den Markt überfluten, werden Kraftstoffe mit mehr als zehn ppm Schwefel ab dem 1. Januar mit einer zusätzlichen Steuer von 1,5 Cent belegt. Schlüter erinnerte daran, dass seit 1990 der gesamte Abgasausstoß im deutschen Straßenverkehr um 70 bis 80 Prozent gesunken sei.

Schlüter sagte, er gehe davon aus, dass die Struktur des deutschen Tankstellenmarktes trotz der Fusionen BP/Aral und Shell/DEA Bestand haben werde. Er erinnerte daran, dass die Benzinpreise in Deutschland ohne Steuern am Ende der Skala in Europa liegen. "Es kommen neue Anbieter auf den Markt, das ist gut für die Struktur und den Wettbewerb."

Quelle: ntv.de

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