mit Yuki SchubertDas war Donnerstag, der 3. Februar 2022
Liebe Leserinnen und Leser,
kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Peking haben laut einer Umfrage zwei Drittel der Deutschen die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach China abgelehnt. 66 Prozent der Befragten bezeichneten die Entscheidung rückblickend als falsch. Mein Kollege Tobias Nordmann hat sich mit der brisanten politischen Lage mit Bezug auf das Sport-Großevent befasst.
Mit mittlerweile 40 Prozent Positivrate bei allen PCR-Proben nimmt die Omikron-Welle hierzulande weiter Fahrt auf. In welche Höhen die Neuinfektionen noch schnellen könnten, damit hat sich meine Kollegin Sarah Platz beschäftigt. Außerdem möchte ich Ihnen den Text von Hedviga Nyarsik: "Warum wir nicht ewig boostern können" empfehlen.
Folgende Themen haben uns ebenso beschäftigt:
Damit wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Abend, bleiben Sie schön fit und munter.
Wintersturm in den USA - Flugausfälle und Zehntausende ohne Strom
Ein Wintersturm hat in Tennessee, Texas und Ohio für massive Einschränkungen gesorgt. Am Flughafen in Dallas wurde wegen vereister Landebahnen der Flugverkehr zwischenzeitlich eingestellt. Außerdem hatten Zehntausende Haushalte keinen Strom. Energieversorger meldeten für Tennessee auf der Webseite poweroutage.us sogar zeitweise um die 140.000 Haushalte. Behörden forderten die Menschen auf, die vereisten Straßen zu meiden. Landesweit wurden rund 5000 Flüge gestrichen, wie das Portal FlightAware.com meldete. Der Wintersturm zog im Laufe des Tages weiter Richtung Nordosten. Der Wetterdienst warnte in den südlichen Staaten Mississippi oder Alabama vor Wirbelstürmen.
Kleintransporter bei Hannover gestoppt - mit tierischer Überraschung
Eine zufällige Kontrolle auf der A2 bei Hannover hat dazu geführt, dass die Polizei in einem Kleintransporter 37 Tiere entdeckte. Aber dafür brauchte es mehrere Anläufe. Laut Polizei nahmen sie am Vortag zunächst den Transporter auf einer Rastanlage genauer unter die Lupe und stellten zunächst eine massive Überladung von etwa einer Tonne fest. Daraufhin warfen sie einen Blick auf die Ladefläche, wo sie hinter der Hecktür auf einen Esel stießen. Dahinter waren Elektrogeräte und Kisten. In einigen Kisten entdeckten die Beamten zudem mehrere Vögel, weshalb sie das Veterinäramt verständigten und die kurzfristige Unterbringung des Esels sowie der Vögel in einer Pferdepension und einem Tierheim organisierten.
Erst beim Tierheim wurde das Gespann dann komplett entladen. Nur dadurch kam das ganze Ausmaß des wenig fachgerechten Transports ans Licht: Am Ende fanden sich im Innern neben dem Esel jeweils zwei Kronenkraniche, Schneeeulen, Perlhühner, Wasserschweine und Fasane sowie je vier Höckerschwäne und Stinktiere. Dazu kamen noch 18 Enten. In Absprache mit dem Veterinäramt nahm das Tierheim spontan sämtliche "Passagiere" in Obhut. Dokumente konnte der Fahrer lediglich für den Esel und zwei Schneeeulen vorweisen.
Skifahrerin von Lawine in Tirol verschüttet - 20-Jährige überlebt
Ganz großes Glück hatte heute eine deutsche Skifahrerin in Tirol. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit Berufung auf die Polizei ist die 20-Jährige von einer Lawine im Bezirk Innsbruck-Land komplett verschüttet und rund 15 Minuten später lebend geborgen worden. Die junge Frau sei zunächst zwar bewusstlos gewesen, habe aber alle Vitalfunktionen aufgewiesen. Die 20-Jährige, die mit zwei weiteren deutschen Skifahrern unterwegs war, habe die Lawine vermutlich selbst ausgelöst. Sie wurde zur Kontrolle in ein Krankenhaus in Hall geflogen. Die drei Skifahrer waren den Angaben zufolge mit Lawinenverschüttetensuchgerät, Sonde und Schaufel ausgerüstet. Die österreichischen Behörden warnten vor einer weiterhin erheblichen Lawinengefahr in Tirol. Zwar habe sich das Wetter beruhigt und die Gefahr für Schneebretter sei gesunken, berichtete APA weiter. Doch der Lawinenwarndienst habe für Freitag immer noch Warnstufe 3 von 5 ausgegeben. Seit Anfang der Woche waren demnach in Tirol verbreitet 50 Zentimeter bis 1,20 Meter Schnee gefallen, örtlich sogar bis zu zwei Meter.
Gedenkfeier für ermordete Polizisten in Kusel
Bei einer ökumenischen Gedenkfeier ist den beiden erschossenen Polizisten in Kusel gedacht worden. "Wir als Kirche haben gemerkt, dass es ein großes Bedürfnis innerhalb der Bevölkerung gibt, der Trauer Ausdruck zu verleihen", sagte Dekan Lars Stetzenbach vor dem Gottesdienst in der Stadtkirche. Die Andacht wurde nach draußen übertragen, sodass die Menschen, die sich draußen versammelt hatten, zuhören konnten. Der Gottesdienst wurde mit Liedern wie "You'll Never Walk Alone" und Wortbeiträgen gestaltet. Redner sprachen von "Trauer, Wut, Erschrecken" über den Tod der beiden Polizisten. Vor dem Altar und vor der Kirche brannten Kerzen, am Eingang lagen zwei Kondolenzbücher. Der 29 Jahre alte Oberkommissar und seine 24 Jahre alte Kollegin, eine Polizeianwärterin, waren am frühen Montagmorgen erschossen worden. Eine offizielle Trauerfeier ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. Die Polizei in ganz Deutschland gedenkt am Freitag (10 Uhr) mit einer Schweigeminute der beiden ermordeten Kollegen.
Pentagon: Russland plant Propagandavideo als Vorwand für Einmarsch
Die US-Regierung wirft Russland vor, mittels eines Propagandavideos einen Vorwand für einen möglichen Einmarsch in die Ukraine schaffen zu wollen. Man gehe davon aus, dass Russland einen Angriff des ukrainischen Militärs auf russischem Hoheitsgebiet oder gegen russischsprachige Menschen vortäuschen wolle, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Um diesen Eindruck zu erwecken, würde dann "ein sehr anschauliches Propagandavideo" produziert. Für ein solches Video würden dann Schauspieler engagiert, die Leichen oder Trauernde darstellten. Laut Kirby würden dann darin zerstörte Orte und militärische Ausrüstung in den Händen der Ukraine gezeigt. Das gehe so weit, dass die Ausrüstung so aussehen würde, als sei sie vom Westen an die Ukraine geliefert worden. Kirby machte keine Angaben dazu, welche konkreten Beweise dafür vorliegen oder in welchem Stadium sich der mutmaßliche Plan befindet. "Dies ist nur ein Beispiel, über das wir heute sprechen können", sagte Kirby. Die "Washington Post" berichtete, der Plan sei bereits fortgeschritten.
Bekommt die Polizei in NRW bald Roboterhunde?
Auch vor der Polizeiarbeit macht die Zukunft nicht Halt: So wird gerade ein Roboterhund im "Innovation Lab" der Polizei Duisburg erprobt. Süß sind die Laufroboter nicht, aber sie sollen schließlich auch bei gefährlichen Einsätzen die Spezialaufgaben übernehmen. Innenminister Herbert Reul erklärte etwa, dass sie bei Bränden oder an Unfallorten mit gefährlichen Stoffen nützlich seien. Denn die mit Kameras ausgestatteten Roboter könnten über schwierige Untergründe laufen. Mit ihrer Hilfe könnten sich Polizisten frühzeitig einen Überblick vor Ort verschaffen und Beweise sichern. "Was dieser Hund für die Polizei am Ende genau machen wird, wissen wir noch gar nicht", sagte Reul. Das Testgerät habe mit Lizenzen und Zubehör rund 100.000 Euro gekostet. Für zusätzliche Ausrüstung - etwa Akkus oder spezielle Kameras - könnten weitere 90.000 Euro erforderlich werden.
66 Prozent der Menschen in Deutschland finden Olympia in China falsch
Kurz vor der Eröffnungsfeier lehnen zwei Drittel der Deutschen einer Umfrage zufolge die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach China ab. 66 Prozent der Befragten bezeichneten die Entscheidung rückblickend als falsch, wie aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. 15 Prozent finden die Vergabe dagegen richtig. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) gab an, dass sich ihre Sicht auf die Olympischen Spiele über die Jahre insgesamt eher verschlechtert hat.
Die Kritik der Befragten an der diesjährigen Austragung der Winterspiele in China hat verschiedene Gründe: 68 Prozent kritisieren die politischen Verhältnisse vor Ort. 17 Prozent halten die Vergabe an China rückblickend wegen der Umwelteingriffe beim Sportstättenbau, 8 Prozent wegen der in China geltenden Corona-Regeln für falsch.
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Johnsons Aussage "unangemessen": Enge Beraterin tritt zurück
Der britische Premier Boris Johnson hat durch eine verbale Attacke auf den Oppositionschef Keir Starmer die Mitarbeit einer engen Beraterin verloren. Munira Mirza warf Johnson in einem Kündigungsbrief, der dem britischen "Spectator" vorliegt, eine "unangemessene" Referenz zu einem entsetzlichen Missbrauchsfall vor, für die es keine Grundlage gebe. Johnson hatte Starmer vorgeworfen, dass in seiner Zeit als Leiter der Staatsanwaltschaft nicht gegen den pädophilen BBC-Moderator Jimmy Savile ermittelt worden sei. Savile gilt als einer der schlimmsten Sexualverbrecher der britischen Geschichte. Er starb 2011, ohne je für seine Taten strafrechtlich belangt worden zu sein. Starmer war zwar damals im Amt, hatte aber mit dem Fall Savile nichts zu tun.
Dem "Spectator" zufolge hat Mirza 14 Jahre lang für Johnson gearbeitet und gehörte bislang zu seinem engsten Zirkel. Zwar habe Johnson versucht, seinen Kommentar nachträglich zu erklären, aber sich - anders als von ihr empfohlen - nicht entschuldigt, schrieb die Beraterin.
Update: Bis zum Abend wurde mitgeteilt, dass neben Mirza auch Stabschef Dan Rosenfield und Johnsons privater Sekretär Martin Reynolds ihre Kündigung eingereicht hätten und diese akzeptiert worden sei. Beide arbeiten noch weiter, bis es Nachfolger gibt. Außerdem sei auch der Kommunikationschef Jack Doyle von seinem Posten zurückgetreten.
Nach 27 Jahren Fahndung: Mann am Kölner Flughafen festgenommen
Nach einem schweren Raub wird ein Mann von der Staatsanwaltschaft Köln zur Fahndung ausgeschrieben - 27 Jahre später führt eine zufällige Flughafenkontrolle am Kölner Flughafen nun doch zur Überführung. Gegen den 49-Jährigen spanischen Staatsangehörigen lag ein Untersuchungshaftbefehl vor, wie die Bundespolizei feststellte. Er soll 1995 gemeinsam mit einem Komplizen eine Hotelangestellte mit einem Messer bedroht haben. Beute damals: 2150 Deutsche Mark und 100 US-Dollar. Bei der Festnahme am 2. Februar hat der Mann nach Polizeiangaben eine Vorladung vor das Amtsgericht Köln vorgezeigt. So sei er zu einer Hauptverhandlung gebracht worden. Laut Polizei hat diese mit einem Schuldspruch geendet. Er wurde wegen des damaligen Raubes zu einer Freiheitsstrafe von 1,5 Jahren verurteilt, diese wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Gérard Depardieu geht juristisch gegen Vergewaltigungsvorwurf vor
Im Dezember hat die 25-jährige Schauspielerin Charlotte Arnould öffentlich erklärt, gegen Depardieu Klage wegen Vergewaltigung eingereicht zu haben. "Ich wurde im August 2018 von Gérard Depardieu vergewaltigt", schrieb sie auf Twitter. "Weiter zu schweigen, hieße, mich lebendig beerdigen zu lassen", fügte sie hinzu. Der französische Schauspieler Gérard Depardieu wehrt sich nun mit juristischen Mitteln gegen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Vergewaltigung. Er habe die Einstellung des Verfahrens beantragt, hieß es aus Justizkreisen. Die Anwälte von Depardieu und die der jungen Frau äußerten sich zunächst nicht dazu.
Die junge Schauspielerin und Tänzerin wirft dem 73-Jährigen vor, sie im August 2018 in seiner Pariser Wohnung zweimal sexuell missbraucht zu haben. Sie erstattete noch im selben Monat Anzeige, die Ermittlungen wurden aber im Juni 2019 eingestellt.
Im August 2020 reichte die Frau eine schärfere Klage ein, die Ermittlungen wurden einem Untersuchungsrichter übertragen. Depardieu ist im Zuge der Ermittlungen bereits angehört geworden.
Vier Jugendliche mit Papas Wagen auf Berliner Autobahn unterwegs
Ein Auto fiel einer Polizeistreife in der Nacht auf, weil es sehr langsam und teilweise in Schlangenlinien im Süden der Hauptstadt Richtung Flughafen auf der Autobahn fuhr. Als die Polizei das Auto stoppte, gab es die Überraschung. Der Fahrer des Wagens stellte sich als 15-jähriger Teenager heraus und der Wagen gehörte seinem Vater. Begleitet wurde der 15-Jährige von drei Freunden im Alter von 13 und 14 Jahren. Sie wurden anschließenden wieder in die Obhut ihrer Eltern entlassen. Der 15-Jährige wird wegen Fahrens ohne Führerschein angezeigt.
Pornodarstellerin legt im Krankenkassen-Spot Hand an
Urologen empfehlen Männern ab 20 Jahren, sich einmal im Monat abzutasten, zur Vorsorge gegen Hodenkrebs. Damit das Thema Männergesundheit bei den Herren mehr Aufmerksamkeit bekommt, setzt die Techniker Krankenkasse in einem neuen Spot auf die Strategie "Sex sells". Die Pornodarstellerin Anny Aurora gibt dabei praktische Tipps.
Pipeline-Leck: Fast eine Million Liter Öl im Regenwald ausgelaufen
Im Amazonasgebiet von Ecuador sind rund 6000 Barrel Öl (jeweils 159 Liter) ausgelaufen. Etwa 5000 Barrel seien bereits wieder abgeschöpft und abtransportiert worden, teilte das Energieministerium des südamerikanischen Landes mit. Nach heftigen Regenfälle war Ende vergangener Woche bei einem Erdrutsch in der Region Piedra Fina in der Provinz Napo eine Pipeline des Energiekonzerns OCP leckgeschlagen. Das austretende Öl kontaminierte die Vegetation in dem angrenzenden Regenwald. Ecuador verfügt über die drittgrößten Ölreserven in Südamerika und förderte zuletzt pro Jahr rund 175 Millionen Barrel Öl. Wegen massiver Umweltschäden steht die Förderung im Amazonasgebiet allerdings unter Kritik.
Frau nach Fund von Babyleiche in Köln festgenommen
Eine 37-jährige Frau ist nach dem Fund einer Babyleiche am Kölner Rheinufer festgenommen worden. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei könnte es sich bei der wohnungslosen Frau um die Mutter des Kindes handeln. Sie stehe im dringenden Verdacht, einen neugeborenen Jungen, der noch gelebt habe, unter einer Aussichtsplattform am Rheinufer abgelegt zu haben. Der Säugling war am Mittwochmittag im Stadtteil Riehl gefunden worden. Er lag unter einem terrassenartigen Aussichtspunkt in Nähe des Rheins. Die Polizei beschrieb den Fundort als eine notdürftig eingerichtete Schlafstelle mit Decken und Kissen. Die Todesumstände sind noch unklar. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, ob Voraussetzungen für eine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gegeben seien. Die Frau werde daher von einem Sachverständigen untersucht.
Bundespolizist wird Rucksack geklaut - Dieb kommt nicht weit
Ein 21-jähriger Bundespolizist ist gerade auf dem Heimweg, als er mitbekommt, dass sich mehrere Menschen am Bahnhof in Siegburg in Nordrhein-Westfalen prügeln. Laut Kölner Bundespolizei hat der junge Beamte in der Nacht kurzentschlossen eingegriffen und dazu seinen Rucksack abgestellt. Ein Dieb habe sich nicht vor der Uniform abschrecken lassen und die Gelegenheit genutzt. Dabei sei er mit dem Rucksack auf einem Fahrrad davon gefahren. Allerdings waren Polizeikollegen bereits vor Ort und stellten den 35-Jährigen. Der Mann sei bereits früher einschlägig aufgefallen. Der Rucksack-Klau sei zudem von einer Videokamera festgehalten worden. Seine Personalien wurden ebenso erfasst wie die der Fünf, die sich an der Schlägerei beteiligt hatten.
Foto mit Trump gefällig? Das macht 50.000 Dollar
Selbst wer noch so nett fragt, dieses Selfie geht richtig ins Geld. Am 23. Februar steigt im Anwesen Mar-a-Lago in Florida das "Take Back Congress Candidate Forum" zu dem Donald Trump einlädt. Dazu gibt es eine Preisliste, die es in sich hat, wie der "Guardian" berichtet. Wer etwa ein Dinner mit Trump, Foto und VIP-Platz haben möchte, der zahlt pro Person 125.000 US-Dollar. Die "günstigere" Variante schlägt mit 50.000 Dollar zu Buche. Die ganze Preisliste hat die New York Times Autorin Maggie Haberman auf Twitter veröffentlicht.
Wohin fließt das Geld? Die Einnahmen kommen Trumps eigenen Super-Pac zugute, berichtet der "Guardian" weiter. Dabei sollen die Mittel offenbar allein Trump dienen und nicht den Republikanern, die gerade versuchen, wieder mehr Einfluss im Kongress zu erhalten, heißt es. Ein Unternehmen darf einen Kandidaten nicht direkt unterstützen. Die Super-Pacs bilden eine Ausnahme. Sie werden von Interessengruppen gegründet, dürfen aber nicht offiziell von einem Kandidaten oder einer politischen Partei unterstützt werden. Eine wichtige Aufgabe dieser Super-Pacs, die kein Limit haben, ist es, Geld für Wahlwerbung zu sammeln. Formal müssen sie unabhängig von Kandidaten sein, faktisch gibt es enge Verflechtungen. Sie sind umstritten, weil Lobbyisten so direkt Einfluss auf die Wählerentscheidung nehmen. Allerdings müssen sie die Namen der Spender spätestens nach der Wahl zugänglich machen.
Russland schließt Büro der Deutschen Welle in Moskau
Die deutsche Medienaufsicht verbietet das deutsche Programm des russischen Staatssenders RT. Der Kreml reagiert mit einer Vergeltungsmaßnahme und schließt das Moskau-Büro der Deutschen Welle.
Haus von 56-Jährigen durchsucht nach Todesdrohung gegen Schwesig
Anfang Januar erhält die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig, bei Telegram Todesdrohungen. Nun hat das Landeskriminalamt das Haus eines Beschuldigten durchsucht. Bei dem Verdächtigen handele sich um einen 56-Jährigen, wie das LKA und die Staatsanwaltschaft Rostock mitteilten. Der Mann soll am 3. Januar in einer Telegram-Chatgruppe geschrieben haben: "Sie wird abgeholt, entweder mit dem Streifenwagen in Jacke oder mit dem Leichenwagen, egal wie, sie wird abgeholt." Der Post wird der Querdenkerszene in Mecklenburg-Vorpommern zugerechnet, die Corona-Maßnahmen kritisiert. Bei den Durchsuchungen im Landkreis Rostock wurden Datenträger sichergestellt.
Biden: IS-Anführer in Syrien getötet
In der Nacht führt das US-Militär eine Anti-Terror-Operation im Norden Syriens aus. Nun erklärt US-Präsident Biden, dass dabei der Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat getötet worden sei.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
der Kollege räumt das Feld und ich übernehme für ihn den Rest des "Tages". Es gibt sicherlich viel, worüber es sich zu berichten lohnt, darum lege ich hier auch gleich los. Sollten Sie Anregungen, Wünsche oder Kritik haben, melden Sie sich bitte hier: dertag@n-tv.de.
Ihre Yuki Schubert
EZB belässt Leitzins bei null Prozent
Trotz weiterhin hoher Inflation hält die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Auch an den Anleihenkäufen hält sie fest.
Riesiger Hacker-Angriff auf Plattform Wormhole - 320 Millionen Dollar Beute
Beim viertgrößten Diebstahl von Kryptowährungen in der Geschichte haben Hacker bei einem Angriff auf die Plattform Wormhole 320 Millionen Dollar erbeutet. Der Software-Fehler, den die Kriminellen ausgenutzt hätten, sei inzwischen behoben, und sämtliche Kundengelder seien sicher, teilte die Plattform, die Datenaustausch zwischen verschiedenen Kryptowährungsnetzwerken ermöglicht, auf Twitter mit.
Dem Branchendienst Elliptic zufolge erzeugten die Hacker 120.000 digitale Münzen von wETH, einer Variante der nach Bitcoin zweitwichtigsten Cyber-Devise Ethereum. Diese hatten zu diesem Zeitpunkt einen Wert von insgesamt rund 320.000 Millionen Dollar. 94.000 der neuen wETH hätten die Angreifer dann in die Ethereum-Blockchain eingespeist, in der sämtliche Transaktionen mit dieser Kryptowährung gespeichert werden.
Grünen-Chefin nimmt Tausende Unterschriften gegen "grüne" Atomkraft entgegen
Die Entscheidung der EU-Kommission, Gas und Atomkraft unter bestimmten Bedingungen als Nachhaltig einzustufen, stößt bei Umweltorganisationen in Deutschland auf Widerstand. Die designierte Bundesvorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, hat nun eine Liste mit mehr als 300.000 Protest-Unterschriften gegen das Vorhaben einer "grünen" Einstufung entgegengenommen. Ein Bündnis aus mehreren Organisationen, darunter Campact, die Deutsche Umwelthilfe und Greenpeace, hatte zuvor in einem Online-Appell die Unterschriften gesammelt.
Mit der Übergabe an die frisch gewählte Grünen-Chefin Lang werde der Appell "Nein zu Atom und Gas" direkt an die Bundesregierung herangetragen, erklärten die Organisatoren. Die Unterzeichner der Aktion, die seit Anfang des Jahres online ist, wollen erreichen, dass die Bundesregierung "sich mit allen Mitteln gegen" die Taxonomie-Pläne der EU-Kommission stemmt.
Russland kündigt Reaktion auf neue US-Truppen in Europa an
Der Kreml hat den USA angesichts der angekündigten Verlegung von etwa 2000 US-Soldaten nach Europa vorgeworfen, die Lage inmitten des Ukraine-Konflikts zu eskalieren. "Wir fordern unsere amerikanischen Partner auf, die Spannungen auf dem europäischen Kontinent nicht weiter zu verschärfen", sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.
Es handele sich dabei um die Entsendung von US-Soldaten in Länder in der Nähe Russlands, so Peskow. Moskau werde Maßnahmen ergreifen, "um seine eigene Sicherheit und seine eigenen Interessen zu gewährleisten". Details nannte Peskow zunächst nicht.
Öltanker explodiert vor Nigerias Küste - Video zeigt Flammen auf hoher See
Vor der Küste Nigerias explodiert das Ölförderschiff "Trinity Spirit". Zum Unglückszeitpunkt sind zehn Besatzungsmitglieder an Bord - und etwa zwei Millionen Barrel Öl in den Tanks. Auf Videoaufnahmen ist ein großes Feuer zu sehen. Das Schiff soll inzwischen gesunken sein.
Aus für Sender RT DE: Russland will Strafen für deutsche Medien verkünden
Russland will im Streit um den Ausstrahlungsstopp für den russischen Fernsehkanal RT DE in Deutschland umgehend seine "Vergeltungsmaßnahmen" gegen deutsche Medien verkünden. Eine Reaktion werde noch am Donnerstag erfolgen, kündigte das Außenministerium in Moskau an. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte scharfe Kritik an der Entscheidung der deutschen Medienaufsicht. "Dies ist nichts anderes als eine Verletzung der Meinungsfreiheit", sagte Peskow.
Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hatte am Mittwoch die Verbreitung des als Propaganda-Instrument des Kreml geltenden RT-Kanals in Deutschland vollständig verboten - auch per Live-Stream im Internet oder per App. Sie begründete den Schritt damit, dass dem Sender die "erforderliche medienrechtliche Zulassung" fehle. Das russische Außenministerium wies diese Argumentation zurück und sprach von einer "politisch motivierten" Entscheidung.
Fahrschüler fährt Gaszapfsäule um - stundenlang Explosionsgefahr
Eigentlich sollte er nur das Tanken üben: In Gelsenkirchen hat ein Fahrschüler eine Gaszapfsäule umgefahren und damit einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Beim Versuch, das Fahrschulauto zu betanken, fuhr er "mit Schwung" vor eine Flüssiggaszapfsäule und riss sie um, wie die Feuerwehr mitteilte.
Trotz Sicherheitseinrichtungen sei noch über einen längeren Zeitraum Gas ausgeströmt, sodass Explosionsgefahr bestand.
Die Feuerwehr sperrte den Bereich der Tankstelle und die Straße mit Unterstützung der Polizei großräumig ab.
Der Fahrschüler und eine Tankstellenmitarbeiterin seien ambulant versorgt worden und unverletzt geblieben.
Erst nach mehreren Stunden konnte ein Spezialunternehmen die Anlage drucklos machen und Entwarnung gegeben werden.
Ex-Chef der Werte-Union: Otte spendete 20.000 Euro an AfD-Kreisverband
Bei der Wahl des Bundespräsidenten will die AfD Max Otte ins Rennen schicken. Nun wird bekannt, dass der frühere Vorsitzende der erzkonservativen Werte-Union dem AfD-Kreisverband im sächsischen Görlitz kurz vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr 20.000 Euro gespendet hat. "Ich wollte die aus meiner Sicht bürgerlichen Kräfte unterstützen", sagte Otte, der CDU-Mitglied ist, zur Begründung der Zahlung. Auch dem Verein Werte-Union habe er im vergangenen Sommer 20.000 Euro gespendet. AfD-Chef Tino Chrupalla gehört dem Kreisverband Görlitz an, von Februar 2017 bis Oktober 2021 war er dessen Vorsitzender.
Friedensgespräche in der Türkei? Ukraine ist bereit - wenn Russland bereit ist
Schon vor dem Besuch von Recep Tayyip Erdogan zeigt sich die Ukraine bereit, Friedensgespräche mit Russland in der Türkei zu führen. Verteidigungsminister Oleksij Resnikow begrüßt damit einen entsprechenden Vorschlag des türkischen Präsidenten. Voraussetzung sei allerdings, dass Russland einverstanden sei, sagt Resnikow. Bislang haben sich die direkten Gespräche der Ukraine mit Russland auf das sogenannte Normandie-Format konzentriert, in dem Deutschland und Frankreich zwischen beiden Seiten vermitteln.
Video: Gigantischer Wintersturm fegt über die USA
Ein riesiger Wintersturm zieht über die USA und bringt tagelange Schnee- und Eisregenfälle mit sich. Es ist die zweite Extremwetterlage für das Land innerhalb kurzer Zeit. Rund 100 Millionen Menschen in drei Zeitzonen sind betroffen.
NGO warnt vor "massiver Vertreibung" in Ostukraine
Bis zu zwei Millionen Menschen im Osten der Ukraine sind nach Einschätzung einer Hilfsorganisation im Falle einer Eskalation des Konflikts mit Russland von Vertreibung bedroht. "Das Leben und die Sicherheit von Millionen von Menschen in der Ostukraine stehen auf dem Spiel", erklärte der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland. Eine Eskalation des Konflikts würde zu "vielen zivilen Opfern, massiven Vertreibungen" und humanitärer Not führen.
"Sicher nicht erledigt": Johnson will zur Wiederwahl antreten
"Ich habe noch viel vor", sagt Boris Johnson und meint damit nicht seine abendliche Freizeitgestaltung. Der britische Premier gibt sich trotz seiner Verstrickung in den "Partygate"-Skandal kämpferisch. Er strebe eine Wiederwahl bei der für 2024 geplanten Parlamentswahl an, so Johnson gegenüber der Zeitung "The Sun". "Ich erledige meinen Job und ich werde dies tun, solange ich das Privileg und die Ehre habe, in dieser Position zu dienen." Der Premier sagte, er sei "sicher nicht" erledigt. Johnson steht seit Wochen erheblich unter Druck. Er wird für mehrere Lockdown-Partys in der Downing Street verantwortlich gemacht, bei denen womöglich die Corona-Regeln gebrochen wurden.
Mann versteckt mehr als ein Kilogramm Drogen in Waschpulver
250 Gramm Amphetamine und 950 Gramm Marihuana: Zollbeamte haben auf der Autobahn 2 bei Bielefeld einen Mann erwischt, der mehr als ein Kilogramm Drogen in Waschpulverpaketen von Belgien nach Polen schmuggeln wollte. Die illegale Ware wurde im Kofferraum entdeckt, wie das Hauptzollamt Bielefeld mitteilte. Der Mann sei mit polnischem Kennzeichen unterwegs gewesen und wurde auf einem Rastplatz kontrolliert - dabei habe er keine Fahrzeugpapiere vorzeigen können, so die Beamten. Der Wert der Drogen beläuft sich demnach auf 12.500 Euro.
Aktivisten berichten von toten Zivilisten nach US-Mission in Syrien
Bei einer Militäroperation der USA sind nach syrischen Angaben mehrere Zivilisten in dem Bürgerkriegsland ums Leben gekommen. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass neun Zivilisten bei schweren Gefechten im Nordwesten zwischen der von den USA angeführten Koalition und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden seien, darunter auch zwei Kinder.
Die Militärkoalition habe zudem Ziele nördlich der Region Idlib bombardiert. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte eine Anti-Terror-Mission mit Spezialkräften der US-Armee. "Die Mission war erfolgreich", hieß es in einer Mitteilung. Weitere Details nannte das Pentagon zunächst nicht.
Fast so groß wie Usedom: Riesige Fläche Amazonaswald abgeholzt
Rund 360 Quadratkilometer Regenwald sind im brasilianischen Amazonasgebiet allein im Januar durch Abholzung verloren gegangen. Dies ist der höchste Wert für diesen Monat seit dem Jahr 2015, wie das Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) unter Berufung auf vorläufige Zahlen berichtete. Das INPE wertet Satellitenbilder aus. Zum Vergleich - die 360 Quadratkilometer liegen knapp unter der Fläche der Ostsee-Insel Usedom (373 Quadratkilometer).
Channing Tatum war kurz davor, aus dem Filmgeschäft auszusteigen
US-Schauspieler Channing Tatum hat nach eigenen Worten zuletzt eine Pause vom Filmgeschäft gebraucht. "Ich fühlte mich wie das fette Kind am Buffet, das nur arbeitet und arbeitet und arbeitet", sagte er in einem Interview mit dem Magazin "Variety" über die 2010er Jahre, in denen er eine Hauptrolle nach der anderen spielte.
Mit seinen Leistungen in der Komödie "22 Jump Street" (2014) und dem Science-Fiction-Film "Jupiter Ascending" (2015) sei er dann auch nicht mehr zufrieden gewesen. 2018, während seiner Pause von Hauptrollen, habe Tatum auch darüber nachgedacht, ganz aus dem Filmgeschäft auszusteigen.
"Ich habe ein bisschen Geld verdient, sodass ich einen Schritt zurücktreten und herausfinden konnte, was das Leben ist." Er habe "eine echte Auszeit" genommen, Skulpturen gemacht, fotografiert und geschrieben. 2021 brachte er ein Kinderbuch heraus. Dieses Jahr ist Tatum als Schauspieler an drei neuen Filmen beteiligt.
Containerschiff läuft vor Wangerooge auf Grund
Ein rund 400 Meter langes Containerschiff ist in der Nacht etwa sechs Kilometer nördlich vor der Insel Wangerooge auf Grund gelaufen. Nach Angaben des Havariekommandos handelt es sich um das Schiff "Mumbai Maersk", das unter dänischer Flagge fährt und von Rotterdam nach Bremerhaven unterwegs war.
Missbrauch in Bistum: Weitere Betroffene melden sich
Rund zwei Wochen nach der Präsentation des Gutachtens über sexuelle Gewalt im katholischen Erzbistum München und Freising haben sich 15 weitere Betroffene bei der Diözese gemeldet. Bei den unabhängigen Ansprechpersonen für die Prüfung von Verdachtsfällen seien "seit Gutachtenveröffentlichung 15 Meldungen eingegangen, die nach derzeitigem Stand den Verantwortungsbereich der Erzdiözese betreffen", erklärte eine Sprecherin des Bistums. Dabei gehe es um alte und neue Fälle mit unterschiedlicher Relevanz.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
seit Monaten ist immer wieder von einem möglichen Zusammenhang zwischen Impfbereitschaft und Migrationsgeschichte die Rede. Was sich oft eher faktenarm gestaltet, schon allein deshalb, weil es schlichtweg wenig belastbare Anhaltspunkte zum Thema gibt. Das soll sich nun ändern: Auf einer Online-Pressekonferenz mit dem Titel "COVID-19 und Impfbereitschaft: Welche Rolle spielt die Herkunft?" gehen drei Experten anhand von Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ebendieser Frage nach. Auch wollen sie darüber sprechen, wie eine Corona-Impfkampagne aussehen sollte, die auch nicht-deutschsprachige Bürger gut erreicht.
Diese Termine sind heute ebenfalls wichtig:
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist zu Besuch in der Ukraine. Laut dem türkischen Staatssender Anadolu Ajansi soll Erdogan mit dem ukrainischen Regierungschef Wolodymyr Selenskyj zusammentreffen. Das NATO-Mitglied Türkei könnte eine Schlüsselposition in der Lösung des Ukraine-Konflikts einnehmen - Ankara unterhält gute Beziehungen zu beiden Ländern.
Vor dem Hintergrund eines Rekordhochs bei der Inflation im Euroraum und steigender Corona-Inzidenzen berät die Europäische Zentralbank (EZB) über ihre künftige Geldpolitik. Vorerst wird erwartet, dass die EZB den Leitzins weiter bei historisch niedrigen null Prozent belässt.
Nach mehreren nordkoreanischen Raketentests wird sich der UN-Sicherheitsrat erneut mit dem abgeschotteten Land beschäftigen.
Im rheinland-pfälzischen Kusel findet eine Gedenkfeier für die beiden Polizisten statt, die vor wenigen Tagen bei einer Verkehrskontrolle erschossen wurden.
Die CSU-Landesgruppe im Bundestag beendet ihre Klausurtagung unter dem Motto "Aufbruch 22".
Mein Name ist Maximilian Beer. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik loswerden möchten, schreiben Sie mir gerne an dertag@n-tv.de.
Bolsonaro will Putin besuchen - Unmut in Brasilien
"Unser Präsident hat nicht die geringste Ahnung, was in der Welt vor sich geht", schrieb der konservative Politiker Heni Ozi Cukier auf Twitter. Ein geplanter Besuch von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro in Russland hat in dessen Heimat Unmut ausgelöst. Auch andere außenpolitische Experten im Land stellten den geplanten Besuch, der nach Aussagen Bolsonaros der Verbesserung der Handelsbeziehungen dienen soll, angesichts der Ukraine-Krise in Frage.
Die Zeitung "Folha de S. Paulo" zitierte den Vorsitzenden der Ukrainisch-Brasilianischen Vereinigung, Vitorio Sorotiuk, mit den Worten, ein Besuch sei willkommen, falls sich der Bolsonaro wie Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock verhalte und im Falle eines Einmarschs in die Ukraine Konsequenzen ankündige. "Was er nicht tun kann, ist zu behaupten, dass er nichts mit dem Konflikt zu tun hat." Juri Uschakow, der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, bestätigte der Staatsagentur Tass zufolge die Reisepläne Bolsonaros "in rund zwei Wochen".
Gepanschtes Kokain führt zu Herzstillstand - Tote in Argentinien
In Medien ist von heftigen Krämpfen und einem plötzlichen Herzstillstand die Rede, unter den Opfern sollen mehrere Männer in ihren Dreißigern und Vierzigern sein: Mindestens 20 Menschen sind in Argentinien nach dem Konsum von gepanschtem Kokain gestorben. Ein Sprecher der Provinzregierung von Buenos Aires sagte, dass zudem 56 Menschen mit Vergiftungen in den Krankenhäusern liegen.
"Wer in den letzten 24 Stunden Drogen gekauft hat, muss sie wegwerfen", sagte der Sicherheitsminister der Provinz Buenos Aires, Sergio Berni, im Fernsehsender Telefe. In dem Vorort Tres de Febrero wurde demnach ein Dutzend Verdächtige festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte Kokainpäckchen, die denen ähnelten, die von Angehörigen der Opfer identifiziert worden waren.