Der Tag
20. Februar 2024
imageHeute mit Sabine Oelmann und Robin Grützmacher
Zum Archiv
22:18 Uhr

Das war Dienstag, der 20. Februar 2024

Liebe Leserinnen und Leser,

die brisante Lage im Ukraine-Krieg bestimmte heute weiter das Nachrichtengeschehen. Nach der Aufgabe der Ruinen von Awdijiwka durch die ukrainischen Streitkräfte feiert die russische Propaganda die Einnahme des zerstörten Ortes. Verschwiegen werden dabei natürlich die horrenden Verluste an Mensch und Material.

Angeblich haben die Russen zudem einen weiteren Erfolg erlangt: Auch der ukrainische Brückenkopf Krynky am Dnipro soll erobert worden sein. Doch es gibt einiges, was gegen diese Darstellung spricht.

Was war heute sonst noch so wichtig?

Alle weiteren Entwicklungen aus dem Ukraine-Krieg finden Sie in unserem Liveticker.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!

Das war Dienstag, der 20. Februar 2024
21:48 Uhr

Corona-Leugner Fuellmich muss in Haft bleiben

Der Strafsenat des Oberlandesgerichts Braunschweig hat heute entschieden, dass der Corona-Leugner und Rechtsanwalt Reiner Fuellmich in Untersuchungshaft bleiben muss. Ihm wird vorgeworfen, Gelder der Gesellschaft "Stiftung Corona-Ausschuss Vorschalt gUG" veruntreut zu haben.

Die Beschwerde von Fuellmich gegen die Entscheidung der Haftfortdauer hat das Oberlandesgericht zurückgewiesen. Der Angeklagte sei weiterhin dringend verdächtig, die ihm zur Last gelegten Straftaten begangen zu haben. Ferner lägen aus Sicht des Senats Gründe für eine Fluchtgefahr vor.

Corona-Leugner Fuellmich muss in Haft bleiben
21:20 Uhr

Mögliche Gefahr: Hersteller ruft Rewe-Brot zurück

Wegen einer möglichen Gefährdung von Personen mit einer Walnussallergie ruft der Hersteller bestimmte Chargen des im Supermarkt erhältlichen Brotes "Rewe Bio Das Pure 300g" zurück. Betroffen seien nur Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24.07.2024, teilte die in der Nähe von Hameln (Niedersachsen) ansässige Firma Aerzener Brot und Kuchen GmbH mit. Der vorsorgliche Rückruf wurde über das Portal www.lebensmittelwarnung.de verbreitet.

Das betroffene Produkt sei bereits aus dem Verkauf genommen worden, hieß es. Es war in fast allen Bundesländern erhältlich. Hintergrund des Rückrufs sei eine falsche Etikettierung. In dem Brot seien Karotten und Walnüsse enthalten, die in der Zutatenliste nicht deklariert sind. Kunden können das Produkt im jeweiligen Supermarkt zurückgeben und bekommen den Kaufpreis auch ohne Kassenbon erstattet.

Mögliche Gefahr: Hersteller ruft Rewe-Brot zurück
20:48 Uhr

Tesla erleidet Schlappe in Grünheide bei Berlin

Der US-Elektroautobauer Tesla ist mit seinen Plänen zur Erweiterung des Werksgeländes auf die Ablehnung der Bürger von Grünheide bei Berlin gestoßen. Mit Nein stimmten bei einer Befragung 3499 Einwohner, mit Ja 1882, wie die Gemeinde in Brandenburg mitteilte. Die Gemeindevertreter von Grünheide müssen noch über den Bebauungsplan entscheiden. Das Votum der Bürgerbefragung ist nicht bindend - es gilt aber als wichtiger Fingerzeig.

Tesla will neben dem 300 Hektar großen bestehenden Werksgelände auf zusätzlichen rund 170 Hektar einen Güterbahnhof, Lagerhallen und einen Betriebskindergarten errichten. Dafür sollen mehr als 100 Hektar Wald gerodet werden. Naturschützer und Bürgerinitiativen sind gegen die Erweiterung. Sie verweisen zum Beispiel darauf, dass Wald gerodet werden muss und ein Teil des Geländes im Wasserschutzgebiet liegt.

Tesla will in Grünheide künftig mehr Autos bauen und dafür das Werk auf dem bestehenden Gelände vergrößern. Das Unternehmen will die Produktionskapazität vom aktuellen Etappenziel von 500.000 Autos im Jahr auf eine Million verdoppeln.

Tesla erleidet Schlappe in Grünheide bei Berlin
20:15 Uhr

20-Jähriger tot zwischen Kleidung in Altkleidercontainer gefunden

Eine schreckliche Nachricht aus Süddeutschland: In einem Altkleidercontainer in München ist ein Toter gefunden worden. Erste Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf ein Verbrechen, wie die Polizei in der bayerischen Hauptstadt mitteilte. Es gebe aber Hinweise auf eine Vergiftung durch Drogen.

Bei dem Toten handelt es sich demnach um einen 20-Jährigen. Die Leiche sei auf einem Firmengelände, auf dem Altkleidercontainer angeliefert und Altkleider sortiert werden, zwischen Kleidung gefunden worden. Laut einem Bericht der "tz" soll es sich bei dem Toten um einen afghanischen Flüchtling handeln, welcher dem Obdachlosen-Milieu zugerechnet werden könne.

20-Jähriger tot zwischen Kleidung in Altkleidercontainer gefunden
19:25 Uhr

Irre Bilder: Der größte Mensch der Welt trifft auf die kleinste Frau

Es sind Aufnahmen, die auch aus einem animierten Film stammen könnten: In den USA sind der größte lebende Mensch der Welt, der Türke Sultan Kosen, und die kleinste Frau der Welt, die Inderin Jyoti Amge, aufeinandergetroffen.

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448240789 (Foto: picture alliance / Anadolu)

Kosen ist 2,51 Meter groß, Amge 0,63 Meter klein. Die beiden trennen damit also fast zwei Meter. Amge ist fast so "groß", wie ein Schuh von Kosen lang ist.

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(Foto: picture alliance / Anadolu)

Die größte Frau der Welt ist übrigens ebenfalls türkischer Herkunft: Rumeysa Gelgi misst 2,15 Meter. Das Guinness-Buch der Rekorde sprach ihr 2021 den Weltrekord zu. Ein Grund für ihre Größe ist das sogenannte Weaver-Syndrom, das zu erheblichem Wachstum führt. Die junge Frau nutzt meistens einen Rollstuhl, kann aber auch mithilfe eines Rollators gehen.

Irre Bilder: Der größte Mensch der Welt trifft auf die kleinste Frau
18:53 Uhr

Kurz vor Ankunft von deutscher Fregatte: Angriffe im Roten Meer

Ein Vorbote auf das, was wohl auch die deutsche "Hessen" bald erwartet: Zwei französische Fregatten haben im Roten Meer in der vergangenen Nacht zwei Drohnen abgeschossen, nachdem sie zuvor vielfältige Drohnenangriffe aus Richtung des Jemen registriert hatten. "Diese Aktionen tragen zur maritimen Sicherheit bei, vom Suezkanal bis zur Straße von Hormus, und unterstützen die Verteidigung der Freiheit der Schifffahrt", teilte das französische Verteidigungsministerium in Paris mit. Das gleiche Ziel verfolge der am Montag beschlossene EU-Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer.

Deutschland hat zur Unterstützung dieses Einsatzes die Fregatte "Hessen" in die Region entsandt. Frankreich ist dort bereits seit dem 8. Dezember mit der Fregatte "Languedoc" präsent, die am 20. Januar Unterstützung von der Fregatte "Alsace" erhalten hat.

Kurz vor Ankunft von deutscher Fregatte: Angriffe im Roten Meer
18:21 Uhr

Ankündigung über die Beatles sorgt für Überraschung

Da dürften Millionen von Fan-Herzen auf der ganzen Welt höher schlagen: Die vier Beatles John Lennon (1940-1980), Paul McCartney, George Harrison (1943-2001) und Ringo Starr erhalten ihre eigene vierteilige Filmreihe. Laut dem US-Branchenmagazin "Deadline" plant Regisseur und Oscarpreisträger Sam Mendes ("American Beauty"), jeder der vier Musiklegenden einen eigenen Spielfilm zu widmen. Alle vier Werke sollen im Jahr 2027 in den Kinos erscheinen. Die überlebenden Beatles McCartney und Starr haben dem Projekt ebenso ihren Segen gegeben wie die Erben von Lennon und Harrison.

"Ich fühle mich geehrt, die Geschichte der größten Rockband aller Zeiten zu erzählen, und freue mich darauf, die Idee davon, was einen Kinobesuch ausmacht, infrage zu stellen", erklärte Regisseur Mendes in einem Statement, das dem "Hollywood Reporter" vorliegt. Jeder der vier geplanten Filme soll aus der Perspektive eines Mitglieds der legendären Band erzählt sein, kulminierend in der Trennung der "Fab Four" im Jahr 1970. Die Darsteller der vier Beatles stehen gegenwärtig noch nicht fest.

Ankündigung über die Beatles sorgt für Überraschung
17:54 Uhr

Polizist erschießt seinen Vorgesetzten - lange Haftstrafe

Ein österreichischer Polizist ist wegen Mordes an seinem Vorgesetzten zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Vor dem Landgericht in Leoben bekannte sich der 47-jährige Angeklagte heute schuldig, seinen Chef vor einem Jahr erschossen zu haben. Zu der Gewalttat war es in der Polizeistation Trieben im Bundesland Steiermark gekommen.

Vor den tödlichen Schüssen hatte der Polizeikommandant den Beamten informiert, dass diesem eine Anzeige wegen eines nicht dokumentierten Arbeitsunfalls drohte. Nach diesem Gespräch holte der Angeklagte seine Dienstwaffe und ging noch einmal ins Büro seines Chefs, wie er vor Gericht schilderte. "Ich habe die Waffe gezogen und mir selbst an den Schädel gehalten", erzählte er. "Ich kann es mir selbst nicht erklären, dann habe ich ihn erschossen", sagte er. Der dreifache Vater wurde aus kurzer Distanz von mehreren Kugeln in Oberkörper und Kopf getroffen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Polizist erschießt seinen Vorgesetzten - lange Haftstrafe
17:17 Uhr

Nach Entführung von Block-Kindern: Wichtige Gerichtsentscheidung gefällt

Im Sorgerechts-Drama um die Kinder der Steakhauskettenerbin Christina Block hat es eine weitere Entscheidung gegeben. Deutsche Gerichte sind demnach nicht länger zuständig. Das entschied das Hamburger Oberlandesgericht (OLG) in einem nicht mehr durch Rechtsmittel angreifbaren Beschluss. Aufgrund eines "inzwischen verfestigten Lebensmittelpunkts" der Kinder im Nachbarland Dänemark fehle es laut internationalen Übereinkommen an der Zuständigkeit. Voraussichtlich müssten dänische Gerichte die Sache klären.

Die Kinder stammen aus einer früheren Beziehung Blocks, die sich mit dem Vater seit Jahren einen Sorgerechtsstreit liefert. Der Fall geriet in die Schlagzeilen, nachdem die Kinder in der Silvesternacht in Dänemark von Unbekannten von ihrem Vater getrennt und in Autos weggebracht worden waren.

Nach Entführung von Block-Kindern: Wichtige Gerichtsentscheidung gefällt
16:49 Uhr

73-Jähriger wird von eigenem Auto erfasst und stirbt

Ein 73 Jahre alter Mann ist auf einem Waldparkplatz in Nordrhein-Westfalen von seinem eigenen wegrollenden Auto erfasst worden und gestorben. Wie die Polizei in Siegburg mitteilte, wurde der Mann von der offenen Tür des rollenden Autos erfasst und dabei eingeklemmt. Alarmierte Rettungskräfte konnten den Mann nicht mehr retten.

Den Angaben zufolge hatte der Mann seinen Wagen auf dem Parkplatz eines Waldfriedhofs in Siegburg abgestellt. Da das Auto offenbar wegen Kraftstoffmangels stehen geblieben war, bat er einen Passanten um Hilfe, den Wagen rückwärts in eine Parklücke zu schieben. Der 73-Jährige befand sich beim Schieben an der offenen Fahrertür. Wegen des abschüssigen Geländes soll das Auto dann ins Rollen geraten sein. Bei einem Bremsversuch kam der Senior zu Fall und wurde unter der Fahrertür tödlich eingeklemmt. Die Ermittlungen der Polizei dauerten an.

73-Jähriger wird von eigenem Auto erfasst und stirbt
16:30 Uhr

Wie stehen Sie zu den Fan-Protesten im deutschen Profifußball?

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16:30 Uhr

Linke verliert wichtiges Instrument im Bundestag fast komplett und peilt Klage an

Die Linkspartei befindet sich derzeit im Umbruch. Einerseits personell, andererseits hat sich auch die Arbeit im Bundestag für die Parteimitglieder grundlegend verändert.

Die Gruppe der Linken behält sich vor, rechtlich gegen die Limitierung von parlamentarischen Anfragen nach dem Verlust des Fraktionsstatus vorzugehen. "Wir sind auch weiterhin daran interessiert, dagegen zu klagen", sagte die neue Ko-Vorsitzende der Gruppe, Heidi Reichinnek, in Berlin. Dort hält die Gruppe zurzeit ihre Klausurtagung ab. Reichinnek war am Abend zuvor gemeinsam mit dem Abgeordneten Sören Pellmann zur Doppelspitze der Linken-Angeordneten im Bundestag gewählt worden.

Weil die Linke keine Fraktion mehr ist, sondern nur noch eine Gruppe, wurde unter anderem die Zahl der kleinen oder großen Anfragen an die Bundesregierung auf zehn im Monat limitiert, was für großen Unmut sorgte. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht hat im Bundestag nur Gruppenstatus. Anfragen sind gerade für oppositionelle Parlamentarier ein wichtiges politisches Instrument. Die Regierung ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Beantwortung verpflichtet. Die ehemalige Linkenfraktion habe in der laufenden Legislaturperiode fast tausend kleine Anfragen gestellt, betonte Sören Pellmann, der die Linkengruppe nun mit Reichinnek führt.

Linke verliert wichtiges Instrument im Bundestag fast komplett und peilt Klage an
15:46 Uhr

Pärchen bringt sich mit Fessel-Sex in peinliche Lage

Ein Liebespaar aus dem sächsischen Bad Schandau hat sich von der Polizei aus einer misslichen Lage befreien lassen müssen. Das Pärchen konnte Handschellen, die offenbar Teil eines Liebesspiels waren, nicht mehr öffnen, wie die Beamten in Dresden berichteten. Das Paar alarmierte deshalb die Polizei.

Die Ordnungshüter konnten die Handschellen demnach mit einem Schlüssel öffnen und die Frau so nach wenigen Minuten befreien. "Das Pärchen versprach, die Handschellen an diesem Abend nicht nochmal zu benutzen", hieß es in der Polizeimitteilung weiter.

Pärchen bringt sich mit Fessel-Sex in peinliche Lage
14:55 Uhr

Krankheit schreitet voran: "Äußerst besorgte" WHO schlägt Alarm

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt wegen stark steigender Masern-Infektionszahlen Alarm: Im vergangenen Jahr wurden weltweit mehr als 306.000 Masern-Fälle gemeldet, wie die WHO in Genf mitteilte. Das sei ein Anstieg von 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Masern-Fachleute seien angesichts dieser Zahlen "äußerst besorgt", sagte Natasha Crowcroft, die bei der WHO für Masern und Röteln zuständig ist.

Die WHO geht von einer noch deutlich höheren Dunkelziffer aus, da längst nicht alle Masern-Infektionen gemeldet werden. Schätzungen auf der Grundlage von Modellrechnungen haben ergeben, dass es im Jahr 2022 weltweit 9,2 Millionen Infektionsfälle und 136.216 Todesfälle durch Masern gab. Für 2023 gibt es noch keine Modellrechnung. Crowcroft wies jedoch darauf hin, dass 2022 ein Anstieg der Todesfälle um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet worden sei. Angesichts der steigenden Fallzahlen "rechnen wir auch im Jahr 2023 mit einem Anstieg der Todesfälle".

Krankheit schreitet voran: "Äußerst besorgte" WHO schlägt Alarm
14:32 Uhr

Frau bringt Kind hinter Taxi auf offener Straße zur Welt

So eine ähnliche Geschichte hatten wir vor ein paar Tagen erst in Frankreich, wo eine Frau mithilfe eines Passanten ein Kind auf einer Verkehrsinsel zur Welt brachte. Nun gibt es einen vergleichbaren Fall in Dortmund:

Nach plötzlich einsetzenden Wehen hat eine 29-Jährige heute dort ihr Kind auf offener Straße zur Welt gebracht. Der Vater und ein Taxifahrer unterstützten die Mutter sowie die herbeigerufenen Sanitäter bei der Geburt, wie die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Das Kind und die Mutter waren wohlauf. Beide kamen im Anschluss zur Betreuung in eine Klinik.

Den Angaben zufolge hatten bei der Frau in der 38. Schwangerschaftswoche am frühen Morgen die Wehen eingesetzt. Ein Taxi sollte die Frau dann in eine Geburtsklinik fahren. Die Wehen seien jedoch immer stärker geworden, weshalb der Taxifahrer den Notruf alarmiert habe. Doch selbst in den Rettungswagen schaffte es die werdende Mutter laut Feuerwehr nicht mehr. Das Kind erblickte hinter dem Taxi auf der Straße das Licht der Welt.

Frau bringt Kind hinter Taxi auf offener Straße zur Welt
14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

der Schichtwechsel hier im Tag ist vollzogen. Sabine Oelmann befindet sich im Feierabend und nun habe erneut ich übernommen. Mein Name ist Robin Grützmacher und bei Anregungen, Fragen oder Kritik erreichen Sie mich wie gewohnt unter: robin.gruetzmacher@ntv.de.

Los geht's!

Schichtwechsel
13:59 Uhr

Flugzeug reißt Rumpf beim Start auf - hebt trotzdem ab

Den Piloten eines Passagierflugzeugs unterläuft beim Start Richtung Deutschland am Belgrader Flughafen ein gefährlicher Fehler. Ihre Maschine reißt dabei entlang des Rumpfes auf - hebt aber trotzdem ab. Um Treibstoff abzulassen, muss das Flugzeug trotz des riesigen Risses zunächst in der Luft bleiben.

Flugzeug reißt Rumpf beim Start auf - hebt trotzdem ab
13:43 Uhr

Leichenteile in niedersächsischem Kanal gefunden

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Um wen es sich bei dem Toten handelt, ist weiterhin unklar. (Foto: dpa)

Nach dem Fund menschlicher Überreste in einem Kanal im niedersächsischen Nordhorn geht die Polizei inzwischen eindeutig von einem Verbrechen aus. Wie die Ermittler am Dienstag in Lingen mitteilten, bestätigte eine Obduktion der am Samstag von Spaziergängern am Ems-Vechte-Kanal entdeckten Leichenteile "den Verdacht des Fremdverschuldens". Eine Mordkommission bearbeitet den Fall, das Opfer ist noch nicht identifiziert.

Nach Polizeiangaben waren die menschlichen Überreste in mehreren Tüten verpackt und wurden von Einsatzkräften aus dem Wasser geborgen. Ersten Erkenntnissen nach handelte es sich um Teile einer männlichen Leiche. Ermittler suchten die gesamte Umgebung des Fundorts nach Spuren ab, zudem wurde eine Obduktion angeordnet. Die Ergebnisse lagen laut Mitteilung von Dienstag inzwischen vor.

Leichenteile in niedersächsischem Kanal gefunden
13:30 Uhr

Nawalnys Mutter bittet Putin um Herausgabe des Leichnams ihres Sohnes

Die Mutter des in Haft gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny hat sich per Videobotschaft an Kremlchef Wladimir Putin mit der Bitte um Herausgabe des Leichnams gewandt. Sie stehe vor dem Straflager "Polarwolf" und warte schon den fünften Tag darauf, dass sie ihren Sohn sehen dürfe, sagt Ljudmila Nawalnaja in der heute veröffentlichen Videobotschaft. Dort sei er am 16. Februar gestorben.

"Ich wende mich an Sie, Wladimir Putin. Die Entscheidung der Frage hängt nur von Ihnen ab. Lassen Sie mich doch endlich meinen Sohn sehen", sagte sie. "Ich fordere, unverzüglich den Körper Alexejs herauszugeben, damit ich ihn auf menschliche Weise beerdigen kann", sagte sie. Sie erhalte bisher weder den Leichnam noch werde ihr gesagt, wo der Körper aufbewahrt werde. Zuvor hatten Ermittler nach Angaben von Nawalnys Team gesagt, dass die Leiche wegen Untersuchungen noch 14 Tage unter Verschluss gehalten werde. Dagegen fordern Angehörige und Mitarbeiter des Oppositionellen die Herausgabe des Leichnams.

Der nach vielen Tagen in immer wieder angesetzter Einzelhaft körperlich geschwächte Nawalny war nach russischen Behördenangaben am Freitag bei einem Hofgang im Straflager in der Polarregion bei eisigen Temperaturen zusammengebrochen. Wiederbelebungsversuche waren nach Angaben des Strafvollzugs erfolglos. Nawalny war zum Zeitpunkt des Todes 47 Jahre alt. Menschenrechtler werfen dem russischen Machtapparat Mord vor. In Russland wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Kritiker Putins ermordet.

Nawalnys Mutter bittet Putin um Herausgabe des Leichnams ihres Sohnes
13:10 Uhr

Millionenbeute: Polizei fasst mutmaßliche Metalldiebe

Nach bundesweiten Metall- und Werkzeugdiebstählen im Millionenwert sind vier Verdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, gehören die Männer zu einer mutmaßlich bundesweit agierenden Bande aus der Region bei Gelsenkirchen und Hagen in Nordrhein-Westfalen und sind zwischen 22 und 38 Jahre alt.

Seit vergangenem November haben die Diebe demnach bei metallverarbeitenden Firmen im baden-württembergischen Tuttlingen und Geisingen eingebrochen und Buntmetall und Werkzeug im Wert von mehr als einer Million Euro gestohlen. Nach länderübergreifender Zusammenarbeit der Kriminalpolizeien und Durchsuchungen seien nun vier Tatverdächtige festgenommen worden.

Bisherigen Ermittlungen zufolge soll die Bande auch Firmeneinbrüche in Eutingen im Gäu, Boxberg, aber auch im bayerischen Kempten, Sinzig in Rheinland-Pfalz, im thüringischen Eisenberg und in Frankenberg in Sachsen verübt haben. Dabei entstand ein Gesamtdiebstahlschaden von mehreren Millionen Euro.

Millionenbeute: Polizei fasst mutmaßliche Metalldiebe
12:42 Uhr

Löwe tötet Zoowärter

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Ist und bleibt ein wildes Tier. (Foto: dpa)

Ein Löwe in Nigeria hat einen Zoowärter getötet. Das männliche Tier fiel den Mann am Montag während der Fütterung aus unklarem Grund im Gehege an und verletzte ihn tödlich, wie die Obafemi Awolowo Universität in Ile-Ife im Südwesten Nigerias mitteilt. Der Veterinärtechniker habe den Zoo an der Universität seit einem Jahrzehnt geleitet und habe den Löwen seit dessen Geburt vor neun Jahren gepflegt.

"Die anderen Mitarbeiter, die sich am Ort des Geschehens befanden, taten alles in ihrer Macht Stehende, um ihren Chef zu retten, aber die Wildkatze hatte bereits schwere Verletzungen verursacht", teilt ein Universitätssprecher mit. "Der aggressive Löwe wurde eingeschläfert." Die Universität ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an.

Löwe tötet Zoowärter
12:16 Uhr

Ira von Fürstenberg gestorben

Ira von Fürstenberg (1940-2024) ist im Alter von 83 Jahren in Rom verstorben. Sie wurde in den 1960er und 1970er Jahren als Star der High Society bekannt. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie als Model, Schmuckdesignerin und Schauspielerin und wirkte in rund dreißig Filmen mit, dabei drehte sie mit bedeutenden Regisseuren wie Alberto Lattuada, Mauro Bolognini und Lamberto Bava.

Von Fürstenberg kam in Rom zur Welt, soll in der Schweiz aufgewachsen sein und in England ein Internat besucht haben. Bereits im Alter von 14 Jahren war Ira von Fürstenberg laut italienischen Medienberichten als Model tätig. Wenig später sorgte sie für Aufsehen und einen Skandal, als sie 1955 in Venedig Alfonso zu Hohenlohe-Langenburg (1924-2003) im Alter von nur 15 Jahren heiratete.

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Mit den Söhnen Hubertus und Christoph. (Foto: IMAGO/Bridgeman Images)

Das Paar, das bis 1960 zusammen war, bekam zwei Söhne, Christoph und Hubertus. Ersterer starb 2006 im Alter von nur 50 Jahren. Hubertus ist ein ehemaliger Skirennläufer sowie Sänger und Fotograf.

In zweiter Ehe heiratete Ira von Fürstenberg 1961 den Unternehmer Francisco Matarazzo Pignatari. Im Jahr 1964 ließ sie sich wieder scheiden. 1985 sorgte zudem eine angebliche Affäre mit Fürst Rainier von Monaco für Aufsehen. Später soll sie selbst diese Gerüchte dementiert haben.

Ira von Fürstenberg gestorben
11:46 Uhr

Kampf und Schönheit - Alexander Dik im Löwenpalais

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Alexander Dik (Foto: Angela Regenbrecht)

Alexander Dik präsentiert in der Einzelausstellung "PODIUM" im Berliner Löwenpalais seine großformatigen Bilder - und damit auch seine tiefgründige innere Zerrissenheit und eine Vielfalt von Emotionen. Diks Bilder spiegeln Kampf, Unsicherheit - und trotzdem Schönheit wider.

Seine farbgewaltigen Werke sind vielschichtig: Dik führt mit seiner Malerei einen täglichen Kampf und sieht den Betrachter als Schiedsrichter - allerdings ohne Sieger oder Verlierer. Denn nicht das Resultat ist wichtig, sondern der Wille wieder aufzustehen und sich erneut der Leinwand zu stellen.

Diks Dreiersystem - Teilen, Erhalten und Balance - erinnert an die universellen Prinzipien: In der Philosophie finden wir das Trilemma, in der Religion die Dreifaltigkeit, und die Physik kennt die Kräfte von Anziehung, Abstoßung und Gleichgewicht. Dik fügt noch eine weitere Dimension hinzu - die innere Zerrissenheit und den dazu gehörenden Kampf. Denn die Befreiung von inneren Konflikten und die Entfaltung unserer wahren Identität sind ein Akt des Mutes. Wie für Alexander Dik: Er hat Jahrzehnte heimlich gemalt und seine Leidenschaft vor seinem eher konservativ geprägten Umfeld versteckt - bis er sich 2019 für ein Kunststudium entschied.

Die Ausstellung ist ab 24. Februar im Berliner Löwenpalais, Königsallee 30-32, zu sehen.

Kampf und Schönheit - Alexander Dik im Löwenpalais
12:02 Uhr

Kein Bock auf Geburtstag am 29. Februar

Auf einen Geburtstag nur alle vier Jahre haben offenbar nur wenige Menschen Lust: Am Schalttag 29. Februar gab es zuletzt jedenfalls auffällig weniger Geburten als üblich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. So kamen am 29. Februar 2016 in Deutschland 1810 Babys zur Welt, am Schalttag 2020 sogar nur 1700 Babys. Der Durchschnitt für Geburten an einem Februartag lag mit 2024 Babys im Jahr 2020 und 2072 Babys im Jahr 2016 deutlich höher.

Eine Erklärung für die deutlich niedrigere Geburtenzahl am 29. Februar lieferten die Statistiker nicht - womöglich wurden aber planbare Kaiserschnittgeburten an diesen Tagen vermieden. Generell ist der Februar kein geburtenstarker Monat: In den vergangenen zehn Jahren wurden an einem Februartag stets weniger Kinder geboren als an einem Tag im Jahresdurchschnitt.

Kein Bock auf Geburtstag am 29. Februar
11:11 Uhr

650 Cannabispflanzen in einer Wohnung in Krefeld

Die Polizei hat in einem Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Krefeld eine Cannabisplantage mit Hunderten Pflanzen entdeckt. Die Ermittler stießen in den Kellerräumen des Mehrfamilienhauses auf die etwa 650 Cannabispflanzen, wie die Polizei in Krefeld mitteilt. Der Inhaber der entsprechenden Wohnung wurde nicht angetroffen.

Eine Ernte der Pflanzen hätte den Angaben zufolge rund 20.000 Konsumeinheiten mit einem Verkaufswert von rund 200.000 Euro ergeben. Bei der Durchsuchung am vergangenen Freitag wurde neben den Pflanzen auch hochwertige Ausrüstung gefunden. Die Ermittlungen dauern an.

650 Cannabispflanzen in einer Wohnung in Krefeld
10:45 Uhr

Naomi Campbell - und sie läuft und läuft ...

Das britische Topmodel Naomi Campbell hat auf der London Fashion Week die Modemarke Burberry auf dem Laufsteg präsentiert. Die 53-Jährige zeigte sich am Montagabend in einem schimmernden bronzefarbenen, trägerlosen Säulenkleid.

Unter den prominenten Zuschauern in der ersten Reihe waren "Saltburn"-Darsteller Barry Keoghan und "The Crown"-Schauspielerin Olivia Colman. Die Modenschau war ansonsten vom rauen britischen Wetter inspiriert. Models trugen zweireihige Mäntel, die bis zum Hals zugeknöpft waren. Zu sehen waren auch übergroße Mäntel in Militärgrün und -braun, gepaart mit passenden Hosen mit weitem Bein.

Der begleitende gefühlige Soundtrack mit Songs von Amy Winehouse wurde vermischt mit einer Frauenstimme, die sagte: "Ich liebe London - der Geruch von London, wenn es regnet."

Naomi Campbell - und sie läuft und läuft ...
10:02 Uhr

Zwei Jahre Krieg in der Ukraine - Zeit, auf die Straße zu gehen

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An solche Bilder kann man sich nicht gewöhnen. (Foto: IMAGO/SNA)

Am kommenden Samstag vor zwei Jahren begann der völkerrechtswidrige russische Großangriff gegen die Ukraine - wie schon 2022 und 2023 ruft die exilukrainische Organisation Vitsche für diesen 24. Februar zur Demonstration auf. "Im Kopf ist man immer auch dort", sagt Vitsche-Sprecherin Krista-Marija Läbe. Seit der ersten Kundgebung am 30. Januar 2022 - damals noch, um vor dem sich bereits abzeichnenden russischen Überfall zu warnen - hat Vitsche fast 100 Demonstrationen in Deutschland organisiert.

Den Tag des Überfalls erlebte Läbe in Berlin als "Schock, der tief steckt". Ihr ist bewusst, dass für viele Deutsche der Krieg im Osten Europas "nicht mehr das Top-Thema" ist wie vor zwei Jahren, als es "eine große Welle der Empathie" gegeben habe. Entsetzt ist Läbe allerdings, dass sich mit der AfD und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) "zwei Parteien offen russlandfreundlich sind". Auch sei zu spüren, dass "russische Desinformation nach Deutschland hineinwirkt". Gleichwohl ist sie überzeugt, dass "ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland die Ukraine weiter unterstützt".

Vielen Menschen sei klar, dass die imperialistische Politik Russlands "eine Gefahr für Deutschland ist". Auch die offizielle Unterstützung durch die Regierenden in Deutschland sieht Läbe insgesamt positiv. "Natürlich könnte man mehr tun", verweist sie auf bisher unerfüllte ukrainische Bitten nach deutschen Taurus-Marschflugkörpern und auf fehlenden Munitionsnachschub. Gleichwohl müsse sie "den Wandel anerkennen", sogar bei der lange russlandfreundlichen SPD.

Zwei Jahre Krieg in der Ukraine - Zeit, auf die Straße zu gehen
09:47 Uhr

Schwedens NATO-Beitritt in Ungarns Händen - Entscheidung nächste Woche

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Der schwedische Premierminister Ulf Kristersson. (Foto: IMAGO/SOPA Images)

Ungarns Parlament dürfte nach langer Verzögerung voraussichtlich am Montag den NATO-Beitritt Schwedens ratifizieren. Der Fraktionsvorsitzende der Regierungspartei Fidesz, Mate Kocsis, beantragte, das Thema auf die Tagesordnung der Plenarsitzung vom 26. Februar zu nehmen. Den entsprechenden Antrag an den Parlamentspräsidenten teilte er heute auf seiner Facebook-Seite.

Ausschüsse im Parlament haben die Ratifizierung bereits gebilligt. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Plenums. Diesen letzten Schritt zur Aufnahme Schwedens in das westliche Verteidigungsbündnis hatte Fidesz hinausgezögert aus Ärger über Kritik aus Schweden an den rechtsstaatlichen Verhältnissen in Ungarn.

Schwedens NATO-Beitritt in Ungarns Händen - Entscheidung nächste Woche
09:14 Uhr

Prinz William - ungewöhnlich politisch

Der britische Thronfolger Prinz William will bei mehreren Veranstaltungen auf das menschliche Leid infolge des Gazakriegs hinweisen. Dabei gehe es auch um den weltweiten Anstieg des Antisemitismus, teilte der Kensington-Palast mit. Der Sohn von König Charles III. werde Hilfskräfte treffen, die humanitäre Hilfe in der Region leisten, und Erfahrungen von Menschen vor Ort hören sowie an einer Diskussion mit jungen Menschen in einer Synagoge teilnehmen, die sich gegen Hass und Antisemitismus einsetzen.

"Der Prinz und die Prinzessin (Kate) waren zutiefst besorgt über die Ereignisse, die sich Ende 2023 ereigneten, und tragen weiterhin alle Opfer, ihre Familienangehörigen und Freunde in ihren Herzen und Gedanken", hieß es in der Mitteilung des Palasts weiter. "Ihre Königlichen Hoheiten teilen weiterhin die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle Betroffenen."

William hatte 2018 im Auftrag der britischen Regierung als erstes Mitglied der britischen Monarchie sowohl Israel als auch das Westjordanland besucht. Dabei traf er sich sowohl mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als auch mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas.

Prinz William - ungewöhnlich politisch
09:09 Uhr

Andreas Brehme ist tot

Der Fußball trauert um Andreas Brehme: Der Weltmeister von 1990 ist in der Nacht auf Dienstag im Alter von 63 Jahren gestorben. In Erinnerung bleibt vor allem sein Elfmetertor im WM-Finale von Rom. Die Karrierestationen des Ex-Profis in Bildern.

Vom Punkt zum Helden - Weltmeister Andreas Brehme ist tot

Andreas Brehme ist tot
08:31 Uhr

Toter nach Messerstecherei in Berlin

Bei einer Messerstecherei in Berlin ist ein Mann schwer verletzt worden und im Krankenhaus gestorben. Mehrere weitere Männer seien in der Nacht zu Dienstag ebenfalls verletzt worden, sagt eine Polizeisprecherin. Die genaue Zahl war nicht bekannt. Demnach war es in der Nacht gegen 2.30 Uhr im Stadtteil Gesundbrunnen zu einem Streit zwischen mehreren Männern gekommen. Die Auseinandersetzung eskalierte und es kam zu Messerstichen. Der genaue Ablauf war zunächst nicht bekannt.

Laut Medienberichten wurden mehrere Verdächtige von der Polizei festgenommen. Das wollte die Sprecherin aber nicht bestätigen. Noch in der Nacht begann eine Mordkommission mit ihren Ermittlungen. Experten sicherten Spuren und die Kripo befragte Zeugen.

Toter nach Messerstecherei in Berlin
08:04 Uhr

Pistorius besucht Fregatte vor Einsatz

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besucht am Dienstag die Fregatte "Hessen", die sich am EU-Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen vor Angriffen der Huthi-Miliz aus dem Jemen beteiligen soll. Der Minister wurde am Morgen auf dem Kriegsschiff empfangen, das derzeit vor der griechischen Insel Kreta auf den Beginn seiner Mission wartet. Die Besatzung besteht aus rund 240 Soldatinnen und Soldaten.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen greift seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Oktober regelmäßig Schiffe im Roten Meer an. Die EU-Außenminister hatten am Montag den Marineeinsatz zum Schutz der wichtigen Handelsroute endgültig beschlossen. Für die deutsche Beteiligung fehlt nun noch das Bundestagsmandat, über das am Freitag abgestimmt wird. Es sieht eine Obergrenze von bis zu 700 Soldatinnen und Soldaten vor.

Pistorius besucht Fregatte vor Einsatz
07:44 Uhr

Es wird wieder das Tanzbein geschwungen: "Let's Dance"!

Als Detlef Soost in der Castingshow "Popstars" noch Musik- und Tanz-Talente auf Erfolg zu trimmen versuchte, eilte ihm ein gewisser Ruf voraus. Da galt er als Mister "Pam, Pam, Pam!" - Motivator, Anhänger von Disziplin und oft auch knallharter Juror. Am Freitag werden nun die Rollen getauscht: Dann muss Soost, ausgebildeter Tänzer und Choreograf, selbst vortanzen - und mit einer Jury rechnen, die ihn nicht in Watte packen wird. Der 53-Jährige ist einer der neuen Kandidaten der RTL-Show "Let's Dance", die dann startet. Die 17. Staffel der Sendung schickt insgesamt 14 Promis auf das wiedereröffnete Tanzparkett. Die Zusammenstellung ist wie so oft in der Show recht breit angelegt.

Neben Soost sind unter anderem Food-Blogger und Giovanni-Zarrella-Bruder Stefano Zarrella sowie Fitness-Influencerin Sophia Thiel mit dabei, aber auch "Bergdoktor"-Schauspieler Mark Keller. "Vielversprechend", findet das Jurorin Motsi Mabuse, die wieder neben Jorge González und Joachim Llambi über die Tänze urteilen wird. Sie glaube, dass es recht konkurrenzbetont zugehen werde.

Soost gehört vor dem Start aber sicherlich zu den interessanteren Personalien, einfach wegen seiner Fallhöhe. Es ist ein wenig so, als ob Dieter Bohlen plötzlich selbst bei "Deutschland sucht den Superstar" vorsingen müsste. Als Profi kann man natürlich auch mal in die Grütze greifen. "Wenn du als Profi mittanzt, weißt du ja auch nie, welchen Prominenten du bekommst. Das ist ein bisschen wie Roulette", gibt Motsi Mabuse zu, die einst selbst mittanzte.

Es wird wieder das Tanzbein geschwungen: "Let's Dance"!
07:25 Uhr

Rauch einen Joint und der Tag ist dein Freund?

Der federführende Gesundheitsausschuss im Bundestag soll sich am Mittwoch abschließend mit dem geplanten Cannabis-Gesetz befassen. Erwartet wird, dass dann noch in dieser Woche der Bundestag darüber abstimmt. Nach Plänen der Ampel-Koalition sollen Besitz und Anbau ab April für Erwachsene in festgelegten Grenzen erlaubt sein - und so mancher Kiffertraum in Deutschland könnte wahr werden.

Das Vorhaben bleibt dennoch umstritten. Dabei geht es weniger um das Ziel, Dealern auf dem Schwarzmarkt das Handwerk zu legen. Aus der Medizin kommen Bedenken, ob jungen Leuten das Risiko von Cannabis ausreichend bewusst ist. Bis zum Alter von 25 Jahren reift das Gehirn. Wer diesen Prozess durch häufiges Kiffen stört, kann sich lebenslange Folgen einhandeln - Stichwort Psychose.

"Ich befürchte, dass wir mit dem geplanten Gesetz den Teufel mit dem Beelzebub austreiben", sagt Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank. Die Neurologin und Psychiaterin ist die künftige Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN). "Das Alter ist der entscheidende Punkt bei dieser Diskussion", sagt sie. Und genau den vermisst sie oft. Denn Cannabis ist eine psychoaktive Substanz aus der Hanfpflanze, die abhängig machen kann - ob nun als Joint, Haschkeks oder anders verpackt.

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Rauch einen Joint und der Tag ist dein Freund?
07:03 Uhr

Was heute wichtig wird

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Ban Ki-moon, Hillary Clinton, Annalena Baerbock und Margot Friedländer bei "Cinema for Peace". (Foto: dpa)

Was heute wichtig wird, das hat für mich gestern Nacht stattgefunden, bei der Spendengala "Cinema for Peace". Erstens: Der Initiator des Abends, der irische Sänger und Aktivist Bob Geldof, hat nicht das Gefühl, dass die Welt untergeht. Man müsse aber sehr darauf achten, dass wir Vertrauen in unsere Werte haben, die im Moment außerordentlich infrage gestellt werden. Demokratie sei die "radikalste, die revolutionärste, die schwierigste aller politischen Philosophien", so der 72-Jährige. Zweitens: Störaktionen während eines Auftritts von Hillary Clinton im Theater des Westens in Berlin konterte die Ex-First-Lady gewohnt souverän. Der 76-Jährigen wurden unter anderem Kriegsverbrechen vorgeworfen. Auf die Rufe eines Mannes, der lautstark einen Waffenstillstand im Nahen Osten forderte, entgegnete Clinton ruhig: "Wenn die Hamas die Geiseln freilässt, kann es morgen einen Waffenstillstand geben." Und drittens: Wenn Sie auch nur den leisesten Hauch einer Chance haben, einmal im Leben Margot Friedländer zuzuhören, dann tun Sie das. Ich versuche, die Rede, die sie gestern gehalten hat, im Laufe des Tages für Sie zu finden oder zusammenzustellen.

Ansonsten hat mich heute Morgen diese Nachricht irritiert: Zwei Männer kommen nach einer Vergewaltigung - mal wieder - recht glimpflich davon, während das Opfer ein Leben lang mit den Folgen dieser Tat umzugehen haben wird. Im Prozess um die Vergewaltigung einer 14-Jährigen am Berliner Schlachtensee im vorigen Sommer gibt es nämlich ein Urteil. Das Landgericht verurteilte einen 19-jährigen Angeklagten zu drei Jahren Jugendstrafe wegen Vergewaltigung. Ein mitangeklagter 18-Jähriger erhielt wegen des sexuellen Übergriffs eine Bewährungsstrafe von neun Monaten. Zudem muss er ein soziales Einzeltraining absolvieren. Außerdem müssen beide jungen Männer dem Opfer zusammen 5000 Euro zahlen. 5000 Euro! Für ein widerliches Verbrechen. Wird die junge Frau auch ein vom Staat bezahltes "soziales Einzeltraining" erhalten? Bei dem ihr beigebracht wird, mit der Tatsache umzugehen, dass sie einfach Pech hatte? Zur falschen Zeit am falschen Ort? Männer sind so? Man kann schon vom Glauben abfallen. Bevor ich mich um diese Uhrzeit zu sehr aufrege, der weitere Überblick:

  • Julian Assange hofft bei einer Anhörung vor Gericht in London heute und morgen auf eine letzte Chance, sich gegen seine Auslieferung in die USA zu wehren. Sollte dem Antrag des Wikileaks-Gründers auf Berufung nicht stattgegeben werden, wäre der Rechtsweg in Großbritannien ausgeschöpft. Das US-Justizministerium will ihm wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen.

  • Deutschland und 25 andere EU-Staaten fordern eine sofortige humanitäre Feuerpause im Gaza-Krieg. Diese soll zu einem nachhaltigen Waffenstillstand, zur bedingungslosen Freilassung der Geiseln und zur Bereitstellung von humanitärer Hilfe führen, wie aus einer gestern Abend nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel veröffentlichten Erklärung hervorgeht.

  • Russische Soldaten sollen nach der Einnahme der Kleinstadt Awdijiwka im Osten der Ukraine nach Angaben aus Kiew mehrere dort zurückgebliebene ukrainische Schwerverwundete entgegen einer Vereinbarung erschossen haben. Der Feind habe zugestimmt, die Verwundeten evakuieren zu lassen, ihnen Hilfe zu gewähren und sie später auszutauschen, teilt die aus Awdijiwka abgezogene 110. Brigade gestern bei Facebook mit. Später seien jedoch in Videos der russischen Seite mindestens fünf der Zurückgebliebenen als tot identifiziert worden.

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius will heute die Fregatte "Hessen" in den EU-Einsatz im Roten Meer zum Schutz von Handelsschiffen verabschieden. Pistorius besucht die rund 240 Soldaten auf dem Kriegsschiff, das im Hafen von Souda auf der griechischen Insel Kreta liegt.

  • Die Gewerkschaft Verdi hat erneut das Lufthansa-Bodenpersonal zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Beschäftigten sollen bis Mittwoch um 7.10 Uhr die Arbeit niederlegen. Das Unternehmen rechnet mit Hunderten Flugausfällen und mehr als 100.000 betroffenen Passagieren.

  • Borussia Dortmund hofft auf den ersten Einzug in das Viertelfinale der Champions League seit 2021. Nach Rang eins in der schweren Gruppe mit Paris Saint-Germain, AC Mailand und Newcastle United geht der Bundesliga-Vierte als Favorit in das Achtelfinal-Hinspiel bei der PSV Eindhoven.

  • In Hamburg findet heute Abend das traditionelle Matthiae-Mahl mit Bundeskanzler Olaf Scholz und der estnischen Regierungschefin Kaja Kallas statt.

Was heute wichtig wird
06:29 Uhr

UN-Sicherheitsrat ringt um Feuerpause in Gaza

Die internationale Besorgnis über die drohende israelische Bodenoffensive in der mit Flüchtlingen überfüllten Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens wächst. Am Dienstag wird im Weltsicherheitsrat die Abstimmung über eine von Algerien eingebrachte Beschlussvorlage erwartet, in der eine sofortige Waffenruhe gefordert wird.

Sollten die USA als Israels Verbündeter wie angekündigt ein Veto einlegen, müssten sie "die Verantwortung für alles übernehmen, was danach passiert", so ein Diplomat. "Dann gibt es kein Zurück." Benny Gantz, Minister in Israels Kriegskabinett, hatte am Sonntag deutlich gemacht: "Die Welt muss wissen, und die Hamas-Führer müssen wissen, dass die Kämpfe weitergehen und sich auf Rafah ausweiten werden, wenn unsere Geiseln bis zum Ramadan nicht zu Hause sind". Ob die internationalen Vermittler bis zum Beginn des muslimischen Fastenmonats am 10. März eine Feuerpause und die Freilassung von Geiseln aushandeln können, ist jedoch ungewiss.

UN-Sicherheitsrat ringt um Feuerpause in Gaza