Dienstag, 14. Juli 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:44 Uhr

Das war Dienstag, der 14. Juli 2020

Hat Markus Söder das Zeug zum Bundeskanzler? 61 Prozent unserer Leser würden den bayerischen Ministerpräsidenten als Kanzlerkandidaten begrüßen (siehe Umfrage von 11:56 Uhr). Der "vielleicht-bald-Kanzler" empfing heute die "noch-Kanzlerin" Merkel vor königlicher Kulisse in Bayern. Was dieser Besuch bedeutet, erklärt hier mein Kollege Benjamin Konietzny.   

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:02 Uhr

Wahl in Belarus: Opposition darf nicht antreten, brutale Festnahmen

Die belarussische Wahlkommission hat den wichtigsten politischen Rivalen von Präsident Alexander Lukaschenko, den Geschäftsmann Viktor Babariko, von einer Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im August ausgeschlossen. Die Kommission stimmte einstimmig gegen die Zulassung Babarikos, nachdem die Vorsitzende des Gremiums eine Reihe von Vorwürfen gegen den Oppositionspolitiker verlesen hatte, darunter Steuerdelikte und die Annahme ausländischer Unterstützung für seine Wahlkampagne.

Babariko war im Juni wegen angeblicher Finanzdelikte festgenommen worden. Zuvor hatte er mehr als 100.000 Stimmen für seine Präsidentschaftskandidatur gesammelt. Menschenrechtsorganisationen hatten die Strafverfolgung Babarikos als politisch motiviert kritisiert.

Trotz Drohungen des Regimes gingen im ganzen Land zahlreiche Menschen auf die Straßen. Dutzende wurden brutal festgenommen, darunter mindestens acht Journalisten.

Auf diesem Video ist zu sehen, wie unbekannte Männer in Zivil einen Reporter des Radio Free Europe live im Stream in einen Transporter zerren.

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21:23 Uhr

Richter verhindert Weinstein-Millionen-Vergleich

Ein New Yorker Richter hat einen Vergleich zwischen dem verurteilten Vergewaltiger und früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein und einigen Klägerinnen vorerst verhindert. Wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht, bewilligte das Gericht in Manhattan die 19-Millionen-Dollar-Vereinbarung nicht. Anwälte anderer Opfer hatten den Vergleich zuvor als "zutiefst ungerecht" und "Verrat" an Weinsteins Opfern kritisiert.

  • Dabei ging es der "New York Times" zufolge teilweise darum, dass Weinstein bei dem Deal keine Fehler eingestehen und kein eigenes Geld an die Opfer zahlen musste, sondern eine Versicherung seiner Filmfirma einsprang.
  • Der Richter stellte übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei einer Anhörung in Frage, dass die Klägerinnen in einem Vergleich zusammengefasst werden könnten.
  • Auch zweifelte er insgesamt die Fairness des Deals an. Es sei "anstößig", dass von dem Geld auch Anwaltskosten von Weinstein und seiner Partner in Millionenhöhe bezahlt werden sollten.
20:38 Uhr

Rassismusopfer Noël Martin gestorben

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Seit der rassistischen Attacke im Jahr 1996 war Noël Martin vom Hals ab querschnittsgelähmt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Brite Noël Martin, der Mitte der 90er in Brandenburg Opfer eines rassistischen Angriffs wurde, ist tot. Das bestätigte die Geschäftsführerin der Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam", Elke Krüger. Martin starb demnach in einem Krankenhaus im britischen Birmingham. Er wurde 60 Jahre alt. Weitere Details konnte Krüger zunächst nicht nennen.

  • Der gebürtige Jamaikaner und frühere Bauunternehmer Martin, der in Birmingham lebte, war im Juni 1996 in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gemeinsam mit Arbeitskollegen von jungen Rechtsradikalen angegriffen worden. Nach einem Steinwurf auf seinen Wagen kam der damals 36-Jährige von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Seitdem war Martin vom Hals ab querschnittsgelähmt und saß im Rollstuhl.
  • Die beiden Täter wurden später zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
  • Auf Martins Initiative hin und mit Mitteln der Landesregierung wurde 2003 der Noël-und-Jacqueline-Martin-Fonds gegründet, der 2008 in eine Stiftung umgewandelt wurde. Sie ist bei der Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam" angesiedelt.
20:20 Uhr

Die Videos des Tages

20:10 Uhr

Schon wieder Frau in Wald bei Berlin vergewaltigt

Die Polizei sucht auf Hochtouren nach einem Mann, der seit Juni mindestens sieben Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg begangen beziehungsweise versucht haben soll. Nun erschüttert eine weitere Tat die Hauptstadtregion.

In einem Waldgebiet bei Potsdam ist am Vormittag eine Joggerin vergewaltigt worden. Die Polizei prüft, ob es Zusammenhänge mit den zuletzt geschehenen Sexualstraftaten in der Region gibt.

  • Die junge Frau war laut Polizei einer Passantin in einem Waldstück zwischen Babelsberg und Dreilinden aufgefallen. Sie stand offensichtlich unter Schock und gab an, vergewaltigt worden zu sein. Sie kam später in ein Krankenhaus.
  • Die wenige Minuten nach der Erstmeldung eintreffenden Polizisten fanden in der Nähe des Tatortes einen Mann auf einem Fahrrad, auf den die Täterbeschreibung sehr genau passte. Als er die Polizisten sah, floh er in den Wald und ließ dabei sein Fahrrad zurück.
  • Die Polizisten verfolgten ihn, ein Beamter gab auch Warnschüsse in die Luft. Der Tatverdächtige floh jedoch weiter.

Update: Nach Angaben des "Tagesspiegel" wurde der mutmaßliche Serienvergewaltiger festgenommen.

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19:36 Uhr

Vorsitzender der AfD-Jugend wirft frustriert hin

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Hat zu viel "Ablehnung" erfahren: Damian Lohr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Vorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation, Damian Lohr, gibt seinen Posten an der Spitze der Jungen Alternative (JA) auf. Er habe versucht, ein "Brückenbauer" zwischen den verschiedenen Strömungen zu sein. Das sei nicht honoriert worden - im Gegenteil, heißt es in einem Schreiben, das der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete an Parteifreunde schickte.

Lohr schrieb, er habe viel "Ablehnung" erfahren: "Für die einen war ich die Marionette des Verfassungsschutzes und der Liberale, für die anderen habe ich zu wenige Leute herausgeworfen und war der böse Flügler."

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19:03 Uhr

Frau entdeckt gestohlenes Fahrrad im Internet

Im nordrhein-westfälischen Troisdorf hat eine Frau ihr gestohlenes Fahrrad auf einem Verkaufsportal entdeckt und somit zur Zerschlagung einer Bande beigetragen.

  • Die Verdächtigen könnten für mehrere hundert Fahrraddiebstähle verantwortlich sein, teilte die Polizei mit. Festgenommen wurden zwei Troisdorfer im Alter von 28 und 34 Jahren.
  • Die 30-Jährige hatte vergangenen Mittwoch ihr Trekkingrad am Bahnhof abgestellt und abgeschlossen. Als sie spätabends wieder kam, war es weg. Wieder daheim, entdeckte die Frau ihr Rad auf einem Online-Verkaufsportal. Die Troisdorferin erstattete Anzeige und machte zum Schein für den nächsten Tag einen Termin mit dem Anbieter aus. Bei der fingierten Übergabe des Rades wurde der 34-Jährige von Zivilfahndern festgenommen.
  • Im Zuge der Ermittlungen wurden Mittäter identifiziert - darunter der 28-jährige Anführer der Bande. Die Polizei geht davon aus, dass die Gruppe seit 2016 aktiv war.
17:50 Uhr

Mehrere Tote bei Gefechten zwischen Armenien und Aserbaidschan

Bei den seit Tagen andauernden Gefechten an der Grenze zwischen den Ex-Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan im Südkaukasus sind auf beiden Seiten erneut mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das armenische Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Eriwan meldete den Tod von zwei Offizieren und zwei Soldaten in den eigenen Reihen. Auf aserbaidschanischer Seite seien zwei ranghohe Offiziere gestorben, teilte das Verteidigungsministerium in Aserbaidschans Hauptstadt Baku mit.

Nach Angaben aus Baku starben allein auf aserbaidschanischer Seite seit Sonntag elf Menschen.

Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld am Aufflammen der Kämpfe. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium warf Armenien neue Aggressionen mit dem Ziel vor, weitere Gebiete zu erobern.

17:19 Uhr
17:12 Uhr

Weitere Festnahmen nach Krawallnacht von Stuttgart

Die Polizei in Stuttgart hat weitere Verdächtige festgenommen, die an den Krawallen in der Innenstadt im Juni beteiligt gewesen sein sollen. Gegen die beiden 18 und 27 Jahre alten Männer seien Haftbefehle erlassen worden, teilte die Behörde mit.

Damit sind bisher 44 Tatverdächtige identifiziert. Gegen 23 Beschuldigte wurden Haftbefehle erlassen.

Randalierer hatten während der Krawalle Schaufenster zerstört und Geschäfte geplündert. Nach Angaben der Polizei waren 400 bis 500 Menschen an den Ausschreitungen beteiligt oder hatten zugeschaut.

16:38 Uhr

Linke Aktivisten besetzen "Molecule Man" in Berlin

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Mit der Aktion machen die Kletterer auf die drohende Räumung des alternativen Hausprojekts "Liebig 34" aufmerksam.

(Foto: picture alliance/dpa)

Linke Aktivisten sind auf das 30 Meter hohe Monumentalkunstwerk "Molecule Man" in Berlin geklettert und haben eine Sturmhaube und ein Transparent angebracht. Acht Kletterer bestiegen in der Nacht mit professioneller Ausrüstung die Skulptur, erst nach rund sechs Stunden - gegen 10 Uhr - stiegen sie herunter.

Auf dem Transparent machten die Aktivisten auf die drohende Räumung des Hausprojekts "Liebig 34" im Stadtteil Friedrichshain aufmerksam.

Gegen die sechs Frauen und zwei Männer zwischen 23 und 30 Jahren wird nun unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Hausfriedensbruchs ermittelt.

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15:55 Uhr

Daniel Lewis Lee nun doch hingerichtet

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Daniel Lewis Lee hat vor mehr als 20 Jahren eine ganze Familie ermordet. Jetzt wurde er hingerichtet.

(Foto: AP)

In den USA ist erstmals seit 17 Jahren ein Todesurteil auf Bundesebene vollstreckt worden. Der wegen Mordes zum Tode verurteilte Daniel Lewis Lee wurde in einem Gefängnis im Bundesstaat Indiana mit einer Giftspritze hingerichtet, wie die Gefängnisbehörden mitteilten. Der Oberste US-Gerichtshof hatte nur Stunden zuvor den Weg für die Vollstreckung des Todesurteils freigemacht.

Der 47-jährige Lee hätte eigentlich am Montag hingerichtet werden sollen. Eine Bundesrichterin stoppte die Hinrichtung aber wenige Stunden vor Vollstreckung per einstweiliger Verfügung. Richterin Tanya Chutkan argumentierte mit möglichen Schmerzen durch den Einsatz des Mittels Pentobarbital für die tödliche Injektion. Der Supreme Court in Washington hob diesen Beschluss dann aber in der Nacht auf Dienstag auf.

Lees Hinrichtung ist die erste auf US-Bundesebene seit dem Jahr 2003. Der Rassist war 1999 wegen der Ermordung eines Waffenhändlers, dessen Ehefrau und der achtjährigen Tochter zum Tode verurteilt worden.

15:34 Uhr

Ryanair-Flieger muss wegen Bombendrohung notlanden

War das ein dummer Streich oder eine ernsthafte Drohung? Auf dem Flug von Krakau nach Dublin musste gestern Abend eine Ryanair-Maschine nahe London notlanden. Der Grund: Jemand hat in einer Bordtoilette eine Notiz hinterlassen, der zufolge sich Sprengstoff im Flugzeug befinde.

Bei einer Durchsuchung nach der Landung am Flughafen Stansted konnte keine Bombe gefunden werden. Dafür aber zwei Verdächtige. Die Männer im Alter von 26 und 47 Jahren wurden festgenommen.

Den beiden Verdächtigen werde vorgeworfen, Drohungen zur Gefährdung eines Flugzeugs ausgesprochen zu haben, erklärten die britischen Behörden.

15:04 Uhr

Gesuchter aus Oppenau ist "Waffennarr" und "Waldläufer"

Der gesuchte 31-Jährige aus Oppenau ist nach Worten von Oberstaatsanwalt Herwig Schäfer "als Waffennarr einzustufen". Der Mann habe eine "große Affinität zu Waffen", sagte Schäfer. Er sei aber nie in einem Schützenverein gewesen. Bereits 2010 sei es ihm untersagt worden, Waffen und Munition zu besitzen.

  • Der 31-jährige Deutsche sei bereits in jungen Jahren strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er sehe sich als "Waldläufer", der sich gut in der Natur auskenne und dort allein zurecht komme.
  • Er habe im Herbst seine Wohnung in Oppenau verloren und sei seitdem ohne festen Wohnsitz. Einen Beruf habe er gelernt, sei aber zuletzt arbeitslos gewesen.
  • Der vorbestrafte Mann war am Sonntag nach einer Polizeikontrolle in den Wald geflohen. Zuvor hatte er vier Polizeibeamte, die ihn in einer Hütte am Waldrand aufgesucht hatten, unvermittelt mit gezückter Waffe bedroht und ihnen die Dienstwaffen abgenommen. Seither ist der 31-Jährige verschwunden.
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14:45 Uhr
Breaking News

Hessens Polizeipräsident wegen Droh-Mail-Affäre zurückgetreten

Der Skandal um rechtsextreme Drohmails in Hessen hat personelle Konsequenzen. Der Polizeipräsident des Landes, Udo Münch, nimmt seinen Hut. Er habe Münchs Bitte um die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand angenommen, sagt Hessens Innenminister Peter Beuth der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

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14:30 Uhr

Seltenes Naturphänomen: Fischer beobachten roten Regenbogen

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal bekommt der Mars seine eigene "Marseillaise", gibt es ein seltenes Naturphänomen zu bestaunen und wirft sich ein Nachwuchstalent in die Herzen von Chinas Basketballfans.

 

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Ina Bullwinkel verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:00 Uhr

Mutmaßlicher CIA-Agent im Iran hingerichtet

Ein mutmaßlicher iranischer CIA-Spion ist nach Angaben der Justizbehörde im Iran hingerichtet worden. Ali A., ein pensionierter Offizier der iranischen Luft- und Raumfahrtabteilung, sei vergangene Woche getötet worden, sagte Justizsprecher Gholam-Hussein Ismaili.

Nach seiner Pensionierung 2016 habe Ali A. geheime Informationen an die CIA weitergeleitet, sagte der Sprecher laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Er sei jedoch schnell verhaftet und wegen Spionage und Volksverrat zum Tode verurteilt worden.

13:31 Uhr

Gericht bestätigt: Rumäniens Ex-Premier schummelte bei Doktorarbeit

Rumäniens Ex-Ministerpräsident Victor Ponta hat seine Doktorarbeit in weiten Teilen abgeschrieben. Das oberste Gericht Rumäniens bestätigte den Tatbestand des Plagiats, das ihm bereits 2012 vorgeworfen worden war.

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Die Vorwürfe gegen Victor Ponta bestehen seit acht Jahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ponta hatte gegen den Vorwurf geklagt. Unter anderem hatte die Ethik-Kommission der Universität Bukarest damals einstimmig festgestellt, dass Ponta 115 von insgesamt 297 Seiten seiner Dissertation ohne Quellenangabe aus anderen Werken abgeschrieben habe. Als erste hatte die Zeitschrift "Nature" den Plagiatsvorwurf erhoben.

Der 47-jährige Ponta war von Mai 2012 bis November 2015 rumänischer Ministerpräsident und bis 2017 Mitglied der mächtigen sozialdemokratischen Partei PSD, die heute als Oppositionspartei das Parlament dominiert.

13:14 Uhr

Mit Schnittverletzung in Klinik: Abgeordnete gehen aufeinander los

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Die oppositionellen Kuomintang (KMT) protestierten im Parlament gegen die Nominierung von Menschenrechtlerin Chen Chu.

(Foto: REUTERS)

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat es im Parlament in Taiwan handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben. Abgeordnete der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) und der oppositionellen Kuomintang (KMT) gerieten in einen Streit über die Besetzung der Leitung eines Kontrollorgans der Regierung mit der Menschenrechtlerin Chen Chu. Ein Abgeordneter der KMT wurde mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus gebracht, mehrere weitere Abgeordnete wurden leicht verletzt.

  • Das Handgemenge verhinderte eine Aussage Chens vor dem Parlament. Die KMT hatte zuvor gefordert, der DPP-Kandidatin für das Kontrollgremium (Control Yuan) den Zutritt zum Plenum zu verweigern.
  • Chen ist eine bekannte Menschenrechtsanwältin, die während der taiwanischen Diktatur unter den Kuomintang sechs Jahre im Gefängnis saß. Sie hat angekündigt, nach ihrer offiziellen Nominierung als Vorsitzende von Control Yuan aus der DPP auszutreten, um die Überparteilichkeit des Amtes zu gewährleisten.
12:43 Uhr

"Sonntagsrätsel"-Legende Christian Bienert ist tot

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Christian Bienert hat das "Sonntagsrätsel" maßgeblich geprägt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für einige gehört das "Sonntagsrätsel" bei Deutschlandfunk Kultur noch immer fest zur Frühstücksroutine. Dabei erlebte die Sendung ihre wohl größte Zeit in der DDR. Damals hörten Hunderttausende heimlich zu, wenn Christian Bienert die RIAS-Ratesendung "Das klingende Sonntagsrätsel" moderierte.

Wie Deutschlandradio jetzt bekannt gab, starb Bienert bereits vor einer Woche im Alter von 72 Jahren. Die Rätselsendung hatte der Moderator von Hans Rosenthal nach dessen Tod 1987 übernommen und bis zu seinem Ruhestand 2012 moderiert. Texte für die Sendung hatte er schon seit 1969 verfasst.

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12:04 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:56 Uhr

Kanzlerkandidat in spe? Mehr als die Hälfte fänden Söder gut

Die Union hat noch nicht bekannt gegeben, wer bei der nächsten Bundestagswahl als Kanzlerkandidat ins Rennen gehen soll. Ein heißer Kandidat ist in jedem Fall CSU-Chef Markus Söder. Sein Name fällt in letzter Zeit immer häufiger. Und auch in der Bevölkerung kommt er offensichtlich ganz gut an.

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv, würden es nämlich etwas mehr als die Hälfte aller Bundesbürger (52 Prozent) begrüßen, wenn Söder als Kanzlerkandidat der Union antreten würde. 39 Prozent der Befragten hingegen würden eine Kandidatur nicht gutheißen.

Wie ist es bei Ihnen? Fänden Sie es gut, wenn CDU und CSU Söder als Kanzlerkandidaten aufstellen würden?

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11:26 Uhr

"MythBusters"-Star stirbt mit 49 Jahren

US-TV-Star Grant Imahara ist gestern mit nur 49 Jahren an den Folgen eines Gehirnaneurysmas gestorben. Das meldet das US-Portal "The Hollywood Reporter" unter Berufung auf einen Vertreter des US-Senders "Discovery".

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Grant Imahara ist nur 49 Jahre alt geworden.

(Foto: imago images/MediaPunch)

"Wir sind untröstlich, diese traurige Nachricht über Grant zu hören. Er war ein wichtiger Teil unserer Discovery-Familie und ein wirklich wunderbarer Mann. Unsere Gedanken und Gebete gehen an seine Familie", heißt es demnach in der Erklärung vom Montag.

Bekannt wurde Grant Imahara als Co-Moderator der Doku-Serie "MythBusters - Die Wissensjäger" des Fernsehsenders Discovery Channel. In den Sendungen wurden Mythen wissenschaftlich überprüft.

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11:04 Uhr

Schreien verboten: Japan amüsiert mit Corona-Video aus der Achterbahn

Es ist sehr kurios mit anzusehen: Ein Video zeigt zwei Angestellte eines Freizeitparks, die in einem Achterbahnwaggon nebeneinandersitzen. Während der gesamten Fahrt verziehen sie keine Miene und geben keinen Ton von sich. Der Grund: Um Ansteckungen mit Corona zu vermeiden, verzichten sie auf Schreie oder Rufe während der Fahrt. Sie sollen Vorbild für die Parkbesucher sein.

Manche Leute hätten sich beschwert, dass die neuen Verhaltensregeln nicht einzuhalten seien, erklärte der Freizeitparkbetreiber Fujikyuko auf seiner Webseite. Das Video zeige, dass es doch möglich sei. Außerdem gibt es eine Belohnung: Wer es schafft, "im Herzen zu schreien", erhält einen Rabatt auf Fotos von seiner Fahrt auf der berühmten Fujiyama-Achterbahn.

Ob die Fahrt so wirklich Spaß macht, wenn die Gefühle und Reflexe unterdrückt werden müssen? Für einen Internethit reicht das Video allemal. An einer Stelle richtet einer der Männer seine Frisur und seine Mundmaske, bleibt aber ansonsten ausdruckslos. Am Ende hebt er sichtlich zitternd die Hände von den Sitzgriffen. Der Arme.

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10:11 Uhr

Youtube sperrt Konten von rechtsextremen Identitären

Die Identitäre Bewegung (IB) ist eine rechtsextreme Gruppe und verbreitete ihre Inhalte bisher mehr oder weniger problemlos in den sozialen Medien. Nach Twitter hat nun aber auch Youtube dem Treiben ein Ende bereitet. Drei Konten der IB wurden gesperrt. Darunter befindet sich auch der persönliche Kanal des prominenten österreichischen Aktivisten Martin Sellner, wie ein Youtube-Sprecher bestätigte.

Facebook und Instagram haben die Gruppierung schon lange von ihren Plattformen verbannt. Auf die konkreten Anlässe für die Sperrung wollte der Youtube-Sprecher nicht eingehen. Er verwies auf die Nutzungsbedingungen des Dienstes.

09:44 Uhr

Katze bleibt in Marmeladenglas stecken - Polizei eilt zur Hilfe

Manchmal schmeckt die Marmelade so gut, da würde man am liebsten darin versinken. Das dachte sich wohl auch eine Katze in Ellwangen in Baden-Württemberg und steckte ihren Kopf ins Glas. Leider blieb sie stecken.

Zu ihrem Glück entdeckte ein Mann sie und alarmierte die Polizei. Wie diese berichtet, schickte sie ihre Beamten zu dem in der klebrigen Klemme steckenden Tier. Vorsichtig zerschlugen sie das Glas, um die Katze zu befreien. Happy End: Sie blieb dabei unverletzt.

09:07 Uhr

Historischer Tiefstand: 3046 Verkehrstote in Deutschland

Der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad stellt wohl den gefährlichsten Part meines Alltags in Berlin dar. Da wundert es mich auch nicht, dass das Statistische Bundesamt 2,7 Millionen Verkehrsunfälle für 2019 meldet - so viele wie noch nie seit 1991. Aber immerhin: Die Zahl der Verletzten sank im Vergleich zu 2018 um drei Prozent auf 384.000.

Auch die Zahl der Menschen, die bei einem Verkehrsunfall gestorben sind, gibt Grund zur Hoffnung. Im vergangenen Jahr gab es so wenig Verkehrstote in Deutschland wie noch nie seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren.

Die Zahl der Verkehrstoten sinkt seit Jahrzehnten - mit kleinen Ausreißern. 1970 war mit mehr als 21.000 Verkehrstoten der bisherige Spitzenwert erreicht worden.

08:22 Uhr

Es wird noch einmal sommerlich - bevor die Kaltfront kommt

Heute zieht im Nordwesten bereits die Kaltfront von Tief "Yvonne" auf, während im übrigen Land Hoch "Yoann" noch etwas Schonfrist hat.

Dementsprechend breiten sich heute im Tagesverlauf von der Eifel über das Ems- und Münsterland bis rauf nach Schleswig-Holstein kompakte Wolken mit Regen aus. Ansonsten bleibt es dagegen noch lange freundlich bis sonnig und trocken.

Die Temperaturen zeigen sich ebenfalls zweigeteilt: Im Westen und Nordwesten werden es maximal 18 bis 23 Grad. Richtung Süden und Osten gibt es hingegen nochmals einen Sommernachschlag bei bis zu 29 Grad.

Die weiteren Aussichten: Mittwoch und Donnerstag wechselhaft und kühler. Den Tiefpunkt der Wetterwoche markiert der Donnerstag mit maximal noch 15 bis 22 Grad. Danach geht es dann aber wieder aufwärts. Die Sonne und die Wärme kehren zurück und bringen bis zum Sonntag verbreitet sonnige und oft angenehm warme 21 bis 31 Grad. Ihr Björn Alexander

07:47 Uhr

Trump Jr. schreibt Buch - mit Rechtschreibfehler im Titel

Bücher, die in Verbindung mit der Trump-Familie stehen, haben meistens etwas Skandalöses oder (ungewollt) Komisches an sich. Das angekündigte Buch von Donald Trump Jr., dem Sohn des US-Präsidenten, bildet da keine Ausnahme.

Der Junior hat ein Buch über den designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Joe Biden, geschrieben. Und schon jetzt sorgt es in den sozialen Medien für Spott. Denn der Titel enthält einen Rechtschreibfehler. Auf dem von Trump Jr. veröffentlichten Buchcover steht im Untertitel "Joe Biden and the Democrat's Defense of the Indefensible". Auf Deutsch etwa: Joe Biden und die Verteidigung des Unhaltbaren durch die Demokraten.

Allerdings ist der Apostroph bei "Democrat's" falsch, er müsste am Ende des Wortes stehen, damit es sich auf die Demokraten allgemein (wie es offenbar gemeint ist, da auf dem Titel auch etwa Nancy Pelosi zu sehen ist) und nicht einen einzelnen Demokraten bezieht. Haarspalterei, könnte man meinen. Doch einen Rechtschreibfehler auf dem Buchtitel zu übersehen - das ist schon etwas peinlich. Vor allem, wenn der Autor der Sohn des US-Präsidenten ist. Wie viele Fehlerchen dann wohl erst im Inneren des Buches stecken?

07:08 Uhr

Deutschland exportiert Kriegswaffen für 492 Millionen Euro

Deutschland verdient immer noch viel Geld mit dem Export von Kriegswaffen. Der Wert der in den ersten vier Monaten ausgeführten Rüstungsgüter ist auf mehr als 492 Millionen Euro gestiegen. Der Anteil von Nato-Staaten daran habe bis einschließlich April 182 Millionen Euro betragen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf eine Schriftliche Frage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen mit. An Staaten, die der Nato gleichgestellt sind, gingen demnach Rüstungsgüter im Wert von rund 5,6 Millionen, an EU-Staaten Lieferungen im Umfang von rund 51,6 Millionen Euro

Zur Frage nach den tatsächlich erfolgten Ausfuhren in Drittstaaten erklärte die Bundesregierung, anders als noch im Vorjahr, die Details der Antwort zur Verschlusssache - mit Hinweis auf eine mögliche "Re-Identifizierung betroffener Unternehmen" und zum "Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen".

06:42 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Söder treffen sich heute am Chiemsee.

(Foto: picture alliance/dpa)

heute ist ein besonderer Tag für Angela Merkel. Die Kanzlerin reist nach Bayern und nimmt dort erstmals in ihrer Amtszeit an einer Kabinettssitzung teil. Spannend ist das natürlich nur, weil die Einladung von "vielleicht-bald-Kanzler"-Ministerpräsident Markus Söder kommt. Gemeinsam sprechen die beiden am Chiemsee unter anderem über die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und auch das momentan alles bestimmende Thema: Corona.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Gericht entscheidet über Tesla-Werbung: Tesla droht wegen der Werbung für seinen "Autopiloten" eine juristische Schlappe. Das Landgericht München I wird um 15 Uhr voraussichtlich über die Zulässigkeit mehrerer Werbeaussagen entscheiden.
  • Hauptversammlung bei Continental: Der Autozulieferer Continental startet um 10 Uhr seine Hauptversammlung. Wie bei vielen anderen großen Unternehmen gibt es keine Präsenzveranstaltung, sondern eine Übertragung im Internet, zu der die Aktionäre Fragen einreichen konnten. Der Dax-Konzern richtet sich auf erhebliche Belastungen durch die Corona-Krise ein.
  • Einfluss parkender Autos auf Unfälle: Die Unfallforscher der Versicherer stellen um 12.00 Uhr in Münster eine Studie zu Unfällen mit Fußgängern und Fahrradfahrern vor. Dabei geht es um den Einfluss von illegal und legal parkenden Fahrzeugen auf das Unfallgeschehen. Thema sind unter anderem verdeckte Sichtachsen und aufgerissene Autotüren am Radweg.
  • Prozess gegen Polizeischüler: Nach dem tödlichen Schuss auf einen Polizeischüler in Würzburg beginnt um 09.00 Uhr der Prozess gegen den Schützen vor dem Amtsgericht Würzburg. Dem 21-Jährigen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Polizei-Azubi soll im Februar 2019 in der Unterkunft der Bereitschaftspolizei in Würzburg mit seiner Dienstwaffe versehentlich seinen zwei Jahre älteren Mitschüler getroffen haben.
  • Nächster Gerichtstermin im Epstein-Skandal: Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen US-Unternehmer Jeffrey Epstein muss dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell ab 19 Uhr vor Gericht erscheinen. Richterin Alison Nathan will ihr per Videoverbindung offiziell die Anklage vorlesen und über eine Freilassung auf Kaution entscheiden.

Starten Sie gut in diesen Dienstag. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:23 Uhr

Rechte Drohmails: Bei Hessens Polizei wohl auch Daten zu Komikerin abgefragt

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Die Kabarettistin Idil Baydar wird seit Monaten von Rechtsextremisten bedroht.

(Foto: imago/Horst Galuschka)

Gab es im Fall mehrerer rechtsextremer Bedrohungen noch eine weitere unberechtigte Datenabfrage bei der hessischen Polizei? Es sieht so aus. Die "Frankfurter Rundschau" ("FR") berichtet unter Berufung auf einen internen Polizeivermerk, von einem Polizeirechner seien persönliche Daten der Kabarettistin Idil Baydar abgerufen worden. Die Polizei gehe auch dieser Datenabfrage nach.

Warum das ein Problem ist? Baydar wird dem Blatt zufolge seit Monaten von Rechtsextremisten mit Schmäh- und Drohschreiben überzogen. Und das offenbar, weil ihre Daten preisgegeben wurden - von der Polizei. Sie ist die dritte Prominente, bei der es laut Medienberichten unberechtigte Datenabfragen bei der hessischen Polizei gegeben haben soll. Zuvor war über Abfragen persönlicher Daten der Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz und der hessischen Linken-Fraktionsvorsitzenden Janine Wissler berichtet worden. Auch sie erhielten rechtsextreme Drohschreiben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr