Dienstag, 02. Juni 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:32 Uhr

Das war Dienstag, der 02. Juni 2020

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(Foto: imago images/Dirk Sattler)

Liebe Leserinnen und Leser,

der bislang wärmste Tag des Jahres neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede - hier noch wie gewohnt die Themen des Tages:

Ab morgen Nachmittag haut mein Kollege Uladzimir Zhyhachou wieder für Sie in die Tasten. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend. Und bleiben Sie gesund!

21:56 Uhr

Kanadas Premier Trudeau wird auf Trump angesprochen - und sagt nichts

Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick prägte einst den Satz: "Man kann nicht nicht kommunizieren." Denn selbst ein Schweigen sendet eine Botschaft. Manchmal sogar eine sehr kraftvolle, wie nun Kanadas Premier Justin Trudeau unter Beweis gestellt hat.

  • Auf die Frage eines Journalisten nach einer Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt zu stoppen, reagierte der 48-Jährige auf einer Pressekonferenz mit rund 20 Sekunden Schweigen.
  • Trudeau schaute nach der Frage zunächst einfach nur konzentriert geradeaus und sagte nichts, dann wirkte es mehrfach so, als würde er zum Sprechen ansetzen, tat es aber nicht.
  • Schließlich sagte er in ernstem Tonfall: "Wir alle beobachten mit Entsetzen und Bestürzung, was in den USA passiert." Es sei Zeit für Einigkeit und Zeit zum Zuhören. Am Tag zuvor hatte Trudeau für sein Land bereits mehr Engagement im Kampf gegen Rassismus versprochen.

Das Verhältnis zwischen dem liberalen Trudeau und dem Republikaner Trump gilt übrigens schon lange als angespannt.

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21:19 Uhr

Wärmste Tag des Jahres - an diesen Orten war es heute besonders heiß

Deutschland hat heute den bislang wärmsten Tag des Jahres erlebt. Am zweiten Tag des meteorologischen Sommers wurde hierzulande gleich zweimal die 30 Grad-Marke geknackt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes stieg das Thermometer in Lingen (Emsland) auf 30,7 Grad. Auch an einer Wetterstation in Trier stiegen die Temperaturen auf 30 Grad. In Köln-Stammheim fehlte mit 29,8 Grad nicht mehr viel für einen offiziell heißen Tag.

Der Bilderbuchauftakt zum meteorologischen Sommer ist aber nur von kurzer Dauer, weiß ntv-Wetterexperte Björn Alexander. Bereits in der Nacht zum Donnerstag stellt sich die Wetterlage komplett um. Aus Südwesten kommt Regen auf, der sich nach Norden und Osten ausbreitet. Vor allem in der Westhälfte liegen die Temperaturen dann nur noch zwischen kühlen 15 und 20 Grad.

20:31 Uhr

Besitzer macht Waldspaziergang - Diebe nehmen Auto auseinander

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Motorhaube, Scheinwerfer und Stoßstange nahmen die Diebe mit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Autofahrer hat in Mönchengladbach nach einem Waldspaziergang eine böse Überraschung erlebt. Als der 56-Jährige zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, fehlten wesentliche Teile der Front.

Unbekannte hatten in der Zwischenzeit die Motorhaube, die Scheinwerfer und auch noch die Stoßstange abmontiert, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittler suchen deshalb auch Zeugen für den besonders schweren Fall des Diebstahls an Kraftfahrzeugen, der sich am Morgen des Pfingstmontags im Stadtteil Windberg ereignet hat.

19:45 Uhr

Ex-Misfits-Schlagzeuger Joey Image ist tot

Joey Image, Ex-Schlagzeuger der Kult-Horror-Punk-Band The Misfits ist tot. Das bestätigten seine ehemaligen Band-Kollegen auf Instagram. Er erlag am 1. Juni einem Krebsleiden. Image wurde 63 Jahre alt.

Image schwang von 1978 bis 1979 die Drumsticks für die Misfits. 2016 wurde bei ihm, der mit bürgerlichem Namen Joey Poole hieß, Leberkrebs diagnostiziert.

"Ruhe in Frieden Joey Image. 05. März 1957 - 01. Juni. 2020", heißt es in dem Instagram-Beitrag seiner alten Band. Dazu postete die Band ein Bild von einem Konzert in New York im Jahr 1979. Darauf ist neben Joey Image auch das Misfits-Gründungsmitglied Jerry Only zu sehen.

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18:51 Uhr

Armenische Airlines erhalten Flugverbot in der EU

Fluggesellschaften aus Armenien stehen nun auf der schwarzen Liste und dürfen nicht mehr in der Europäischen Union fliegen. Grund sind Sicherheitsmängel. Das gab die EU-Kommission heute bekannt. Zuvor seien die Sicherheitsaufsicht überprüft und Gespräche mit Behörden und Luftfahrtunternehmen im Land geführt worden.

Airlines, die auf der EU-Flugsicherheitsliste stehen, sind wegen Sicherheitsbedenken mit Flugverboten oder Betriebsbeschränkungen belegt. Derzeit dürfen 90 Airlines aus 16 Staaten wegen unzureichender Standards nicht in der EU fliegen. Hinzu kommen sechs einzelne Fluggesellschaften wegen unzureichender Sicherheit.

18:14 Uhr

Versuchter Anschlag auf Sachsens Ex-Polizeichef

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Die Schutzmaßnahmen für Bernd Merbitz wurden erhöht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf das Fahrzeug von Sachsens früherem Polizeipräsidenten Bernd Merbitz hat es einen versuchten Anschlag gegeben. Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen (LKA) sollen Unbekannte mit Holzstückchen versucht haben, die Bremsen am Privatauto des Ex-Polizeichefs zu blockieren.

Ein politischer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus Abwehrzentrums (PTAZ) hat daher die Ermittlungen nach dem Vorfall am 24. Mai übernommen.

Bereits in der Vergangenheit kam es laut Landeskriminalamt immer wieder zu Angriffen auf das Eigentum von Merbitz - bisher ohne größeren Schaden. In Abstimmung mit dem Innenministerium wurden nun die Schutzmaßnahmen für den 64-Jährigen erhöht.

17:09 Uhr

Belgischer Prinz entschuldigt sich für illegale Corona-Party

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Prinz Joachim von Belgien steht in der Thronfolge an zehnter Stelle.

(Foto: imago/PPE)

Prinz Joachim von Belgien ist in der derzeitigen Corona-Krise wahrlich kein gutes Vorbild. Vergangene Woche besuchte der 28-Jährige eine Party im spanischen Córdoba, an der laut Medienberichten 27 Personen teilnahmen - deutlich mehr als erlaubt. Am Donnerstag wurde bekannt, dass sich der Neffe von König Philippe von Belgien mit dem Coronavirus angesteckt hat.

In einer öffentlichen Erklärung zeigt sich der Prinz nun reumütig. "Ich möchte mich für meine Reise und dafür entschuldigen, dass ich die Quarantäne-Maßnahmen nicht respektiert habe", zitiert das US-Magazin "People" aus einer Erklärung des spanischen Anwalts des Prinzen. Es sei nicht seine Absicht gewesen, "irgendjemanden in diesen schwierigen Zeiten vor den Kopf zu stoßen", heißt es darin weiter.

Die Behörden leiteten mittlerweile eine Untersuchung ein. Dem Prinzen droht wegen der illegalen Party eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:31 Uhr

Kind in Baden-Württemberg entführt und missbraucht

Schreckliches Verbrechen in Baden-Württemberg: Ein 25-Jähriger soll im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ein Kind entführt und missbraucht haben. Der Mann wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

  • Der Tatverdächtige soll den Ermittlungen zufolge am Freitag in Hartheim einen im Freien spielenden Jungen dazu gezwungen haben, in sein Auto einzusteigen.
  • Anschließend soll der Mann mit dem Kind weggefahren und es sexuell missbraucht haben.
  • Der Junge wurde nach kurzer Zeit in der Nähe des Entführungsorts wieder freigelassen.

Bei der Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, konnte die Polizei wenige Stunden später den Tatverdächtigen festnehmen. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

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15:51 Uhr

12-jähriger Afroamerikaner landet mit Protestsong viralen Hit

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd kommt es seit Tagen in vielen US-Metropolen zu Demonstrationen. Mit einem Lied gegen Rassismus und Polizeigewalt hat der 12-jährige Keedron Bryant nun für großes Aufsehen in den sozialen Medien gesorgt.

In dem kurzen Instagram-Video, das bislang über 2,8 Millionen Mal aufgerufen wurde, singt der Junge unter anderem von der Herausforderung, als "junger schwarzer Mann" standhaft zu bleiben gegen alltägliche Diskriminierungen.

Prominente wie Ex-Präsident Barack Obama und Basketball-Star LeBron James teilten das Video auf ihren Kanälen. Obama sprach von einem "kraftvollen Song", mit dem Bryant die Frustrationen beschreibe, die er fühle.

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15:10 Uhr

Blitzer lockt Rinderherde an

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Das blitzende Rotlicht weckte offenbar das Interesse der Tiere.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wie verzaubert stehen sie da: Eine Radarfalle am Stadtrand von Bielefeld hat reihenweise Rinder an einen Weidezaun gelockt. Die Polizei veröffentlichte nun einen Schnappschuss, auf dem mehrere Kühe dicht gedrängt ihre Hälse über den Zaun recken - den Blick neugierig auf die mobile Geschwindigkeitskontrolle gerichtet. "Das blitzende Rotlicht weckte scheinbar nicht nur das Interesse der Autofahrer, sondern auch das der Tiere", teilte die Polizei zu dem besonderen Einsatzfoto mit.

Geblitzt hat die Radaranlage in den vergangenen Tagen übrigens reichlich: 37 von 438 überprüften Fahrzeugen waren zu schnell, manche sogar sehr deutlich: Ein Autofahrer fuhr mit 107 Stundenkilometern, ein anderer immerhin mit Tempo 89 statt der erlaubten Maximalgeschwindigkeit von 60 km h.

14:44 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Kollege Kai Stoppel verabschiedet sich in den Feierabend und darf nun das schöne Wetter in vollen Zügen genießen. Sei es ihm gegönnt. Bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

14:34 Uhr

Hitlers Geburtshaus bekommt einen neuen Zweck

Das jahrelange Ringen um die Nutzung von Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn hat ein Ende. Das Gebäude wird zu einer Polizeistation umgebaut, verriet Österreichs Innenminister Karl Nehammer. Alle Änderungen an der Fassade durch die Nationalsozialisten sollen demnach entfernt werden. Der im Jahr 1889 geborene Diktator hatte seine ersten Lebensmonate in dem Gebäude verbracht

Gedenkraum oder Mahnmal werde es bewusst nicht geben, sagte Nehammer. "Österreich hat für diesen Weg der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte lange gebraucht. Aber wir sind jetzt auf einem richtigen Weg", so der Minister.

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Seit 2011 steht das Gebäude direkt an der Grenze zu Deutschland leer. Die vorherige Eigentümerin wurde nach jahrelangen Streitigkeiten wegen notwendiger Sanierungen enteignet.

(Foto: imago images/imagebroker)

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14:18 Uhr
Breaking News

Grenell als US-Botschafter zurückgetreten

Nach gut zwei Jahren im Amt ist Richard Grenell als US-Botschafter in Deutschland zurückgetreten. Den Posten hat vorübergehend seine Stellvertreterin Robin Quinville übernommen, wie Botschaftssprecher Joseph Giordono-Scholz sagt.

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13:37 Uhr

Polizisten knien in mehreren US-Städten vor Demonstranten

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Auch in St. Louis in Missouri knien Polizisten aus Solidarität mit Demonstranten.

(Foto: dpa)

Es gibt sie auch - die Momente, in denen sich Protestler und Polizisten in den USA solidarisieren. Aus einigen Städten gibt es Videos, die von Medien und Twitter-Usern geteilt wurden, die mutmaßlich aus Solidarität mit den Demonstranten knieende Polizisten zeigen. Das Knien verweist dabei auf den ehemaligen NFL-Footballer Colin Kaepernick, der mit seinem demonstrativen Kniefall bei der US-Hymne gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA protestierte.

US-Präsident Donald Trump dürften die Gesten der Polizisten nicht gefallen: Trump hatte Kaepernick und seine Nachahmer wegen der Knie-Aktion beschimpft und gefordert, alle zu entlassen. Sie seien respektlos gegenüber der Nation und der Flagge der USA.

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13:13 Uhr

Helmkameras filmen Absturz von Paraglidern

In luftiger Höhe friedlich über die französischen Alpen gleiten und die Aussicht genießen: Paragliding kann eine befreiende Erfahrung sein. Für zwei Sportler aber gehen ihre Flüge plötzlich dramatisch schief. Mit voller Geschwindigkeit kollidieren ihre Schirme. Wie es ausgeht, sehen Sie im Video:

12:42 Uhr

Tödliches Gift in Getränkeflaschen - Münchner Polizei ermittelt

Gefährlicher Einkauf: In zwei Münchner Supermärkten sind Getränkeflaschen mit tödlichem Gift aufgetaucht. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Mordes. Im März und April sei es zu vier bislang bekannten Vorfällen gekommen. In drei Fällen hätten Kunden auch aus den mit Lösungsmitteln manipulierten Flaschen getrunken - glücklicherweise aber nur eine geringe Menge.

Zwei Frauen im Alter von 34 und 42 Jahren mussten sofort medizinisch behandelt werden. Sie klagten nach dem Trinken - ebenso wie auch ein 48 Jahre alter Kunde - über Schwindel, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass eine vierte Flasche mit Gift versetzt war. Sie war allerdings noch nicht verkauft worden. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet, die "Soko Tox".

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12:18 Uhr

Flugzeuge und Hubschrauber - EU rüstet Katastrophen-Eingreiftruppe auf

Als Lehre aus der Corona-Krise soll der europäische Katastrophenschutz drastisch ausgebaut werden und künftig auch über eigene Flugzeuge, Hubschrauber und Feldlazarette verfügen. Das Budget für das Programm RescEU soll um zwei Milliarden Euro aufgestockt werden, wie der zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic sagte.

Dazu soll auch eine Reserve etwa medizinischer Schutzausrüstung gehören, aber auch von großem Gerät, das von der Kommission angeschafft, finanziert und eingesetzt werden könnte. Gedacht ist dies nach Lenarcic' Worten für Katastrophen wie Pandemien, aber auch Atom- und Chemieunfälle. Das gesamte Katastrophenschutzprogramm soll einen Umfang von 3,1 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2027 haben.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:40 Uhr

Polizisten in USA bei Protesten von Schüssen verletzt

Heute dominieren die teils gewaltsamen Proteste in den USA die Nachrichten. Dabei sind mehrere Polizisten angeschossen worden. In St. Louis im US-Bundesstaat Missouri seien vier Polizisten getroffen worden, teilte die dortige Polizei per Twitter mit. Der Vorfall habe sich während Auseinandersetzungen mit Demonstranten ereignet. Die Polizisten seien nicht lebensgefährlich verletzt worden und ins Krankenhaus gebracht worden.

Zudem meldete die Nachrichtenagentur AP, in Las Vegas sei auf einen Polizisten während Protesten geschossen worden. Der Zustand des Polizisten sei ungewiss, hieß es unter Berufung auf die örtliche Polizei. Ein zweiter Polizist sei "an einem Schusswechsel" beteiligt gewesen. Gegenüber Reuters lehnte die Polizei eine Stellungnahme ab.

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11:12 Uhr

Im Harz brennt der Wald - Lösch-Hubschrauber im Einsatz

Im Harz brennt der Wald: Wegen des Feuers in einem schwer zugänglichen Waldstück an der Rosstrappe in Thale mussten Rettungskräfte sogar einen Hubschrauber zum Löschen einsetzten. Der Brand in der Nähe des beliebten Ausflugsziels war nach Angaben der Polizei aus noch ungeklärter Ursache am Montagnachmittag ausgebrochen.

Aufgrund des unwegsamen Geländes in der Mittelgebirgsregion seien alle Löschversuche am Boden gescheitert, sagte ein Sprecher. Verletzt wurde nach Angaben der Behörden niemand. Ob der Brand unter Kontrolle war, blieb zunächst unklar.

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Mit einem Hubschrauber der Bundespolizei wurde im Bodetal in Thale der Löscheinsatz eines Waldbrandes unterstützt.

(Foto: dpa)

 

10:49 Uhr

Heino und Hannelore lassen sich nicht den Urlaub vermiesen

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Unzertrennlich: Heino und Hannelore.

(Foto: imago images/POP-EYE)

Und jetzt einmal was Schönes: Heino und Hannelore lassen sich durch Corona nicht von ihrem geplanten Österreich-Urlaub abhalten. Wie jeden Sommer wollten sie auch dieses Jahr einige schöne Tage in Kitzbühel verbringen, teilte Heinos Büro in Bad Münstereifel mit. Schließlich sei Hannelore Österreicherin. Und bald werde es ja wieder möglich sein, in das Nachbarland zu reisen. Im Übrigen würden der 81-Jährige und die 78-Jährige in ihrem Wohnort Bad Münstereifel bestens von Freunden betreut. Die heile Welt ist also intakt.

10:22 Uhr

Nach erneuten Plünderungen - New York weitet Ausgangssperre aus

Im Zentrum der Millionenstadt New York war es in der Nacht erneut zu Plünderungen gekommen. Mehrere Gruppen junger Menschen zogen durch Manhattan und griffen Geschäfte an. Aufnahmen des Senders NY1 zeigten, wie Jugendliche aus einer Filiale der Elektromarkt-Kette Best Buy flüchteten und anschließend von der Polizei festgenommen wurden.

Wegen der anhaltenden Unruhen im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd verlängerte Bürgermeister Bill de Blasio die nächtliche Ausgangssperre in New York um drei Stunden. Heute beginnt diese dann schon um 20 Uhr (Ortszeit) anstatt wie am Montag um 23 Uhr. Bis Mittwochmorgen 5 Uhr darf dann niemand auf die Straße.

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Die Stadt sei "vollkommen unter Kontrolle und überwiegend ruhig und friedlich", versicherte New Yorks Bürgermeister de Blasio zuletzt.

(Foto: REUTERS)

09:55 Uhr

Hin und Her um Tegel - bleibt Berliner Flughafen offen?

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Der Flughafen Tegel - langsam regt sich wieder etwas.

(Foto: imago images/Jürgen Ritter)

Schließt er nun, oder bleibt er offen? Das Hin und Her um den alten Berliner Flughafen Tegel geht weiter. Ob Tegel wie geplant im Juni vom Netz geht, steht nach Angaben der Betreiber doch noch nicht fest. Seit einigen Tagen belebe sich der Verkehr an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld, sagte Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup der "Berliner Morgenpost". Die Frage sei, ob diese Belebung anhalte. "Von mir wird es keine leichtfertige Schließungsentscheidung geben", sagte der Flughafenchef.

Nach dem Einbruch der Passagierzahlen wegen der Corona-Krise hatten die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund vor zwei Wochen eingewilligt, Tegel im Juni vorübergehend vom Netz zu nehmen und nur noch in Schönefeld zu fliegen. Abhängig ist das aber von den Passagierzahlen. Zudem liegt nach Lütke Daldrups Angaben die Genehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörde noch nicht vor.

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09:10 Uhr

Brüderpaar - 10 und 15 Jahre alt - flieht in Auto des Vaters vor Polizei

Mit dem Auto seines Vaters hat sich ein 15-Jähriger in Bielefeld eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Das Auto sei einer Streife aufgefallen, weil an den Kennzeichen Plaketten fehlten, so die Polizei. Als die Beamten den Wagen am Montagnachmittag kontrollieren wollten, fuhr der Junge davon - mit seinem zehnjährigen Bruder auf dem Beifahrersitz.

Während der Fahrt streifte der 15-Jährige ein Verkehrsschild und fuhr über mehrere roten Ampeln. Dann stellte er den Wagen auf einem Parkplatz ab und flüchtete mit seinem Bruder zu Fuß. Die Beamten nahmen das Paar jedoch wenig später vorübergehend fest.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:41 Uhr

Hofreiter lehnt Verbrenner-Prämie ab - und macht Gegenvorschlag

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Anton Hofreiter: Kein Fan von CO2-Schleudern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch eine Autokaufprämie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren könnte Teil des von der GroKo geplanten Konjunkturpakets werden - aus Sicht des Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, keine gute Idee. Es sei zwar richtig, eine Schlüsselbranche zu stützen - mittelfristig sei es für Arbeitsplätze und Klima aber kontraproduktiv, dabei auf alte Technologien zu setzen, sagte Hofreiter im Deutschlandfunk.

Hofreiter nörgelt jedoch nicht nur rum, sondern macht auch einen Gegenvorschlag:

  • Förderung von Null-Emissions-Fahrzeugen,
  • Hilfen für die Weiterbildung von Mitarbeitern und
  • direkte Transformationszuschüsse für Zulieferer.

Der Gedanke dahinter: "Die Autoindustrie soll nicht nur dieses Jahr weiter existieren, sondern in den nächsten Jahren. Und da ist sie im Wettbewerb im Moment relativ weit hinten, was moderne Technologien angeht", so Hofreiter.

08:10 Uhr

Bagger stößt auf Donau-Schiff aus der Römerzeit

Beim Abbau von Kohle in der serbischen Ortschaft Kostolac ist ein Bagger auf ein Flussschiff aus der römischen Zeit gestoßen. Das 19 Meter lange Boot aus Holz ist zu mehr als der Hälfte erhalten und diente den Römern der Garnisonsstadt Viminatium im 3. Jahrhundert dazu, Legionäre und Waren auf der Donau zu transportieren.

"Wir hatten großes Glück", sagte der Archäologe Miomir Korac. Zum Zeitpunkt der Entdeckung des Schiffes im März war in Serbien gerade die Corona-Pandemie ausgebrochen. "Wir schlichen uns praktisch im Stillen auf das Gelände und bargen das Wrack", beschrieb es Korac, der seit mehr als 20 Jahren die Ausgrabungen in Viminatium leitet. In Normalzeiten hätte das Stoppen der Baumaschinen enorme Kosten verursacht.

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Der spektakuläre Fund erlaubt Rückschlüsse auf das beachtliche handwerkliche Niveau der römischen Schiffbauer.

(Foto: REUTERS)

07:49 Uhr

Hartes Vorgehen in USA - Hongkongs Führung fühlt sich bestätigt

Die harte Rhetorik von US-Präsident Donald Trump und das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Randalierer bei den Protesten in den USA spielt China und der Peking ergebenen Führung Hongkongs in die Karten. Die Regierungschefin von Hongkong, Carrie Lam, hat den USA eine "Doppelmoral" vorgeworfen. Es lasse sich nun sehen, wie die US-Behörden mit Randalierern umgingen, sagte Lam. Zu den Protesten in Hongkong habe es eine andere "Position" der USA gegeben, merkte sie mit Blick auf Kritik am Vorgehen der Hongkonger Polizei an.

Lam äußerte sich damit ähnlich wie die Regierung in Peking. Dort hatte ein Sprecher des Außenministeriums am Vortag gesagt, die Reaktion der US-Regierung auf die Anti-Rassismus-Proteste sei ein "Lehrbuchbeispiel für ihre weltberühmte Doppelmoral".

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07:13 Uhr

Trump lässt sich Weg zu Kirche mit Tränengas räumen

Wohl um zu demonstrieren, dass er auch während der Proteste in den USA Herr der Lage ist, hatte sich US-Präsident Donald Trump vom Weißen Haus aus mit seinem Gefolge auf dem Weg zur St.-John's-Kirche gemacht, die bei Protesten am Vorabend durch ein Feuer beschädigt und mit Graffiti beschmiert worden war. Die Kirche liegt nördlich vom Weißen Haus - der Weg zu ihr führt durch den Lafayette-Park. Allerdings mussten Sicherheitskräfte zunächst die Demonstranten aus dem Park vertreiben - unter anderem mit dem Einsatz von Tränengas.

Die Bischöfin der Episkopal-Diözese Washington, Mariann Edgar Budde, reagiert allerdings empört. Er habe nicht nur den Einsatz von Tränengas gebilligt, um den Weg zur Kirche zu räumen, er ignoriere auch den Schmerz der Menschen im Land, sagte sie über Trump. Auch der designierte Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten, Joe Biden, reagierte empört auf Trumps Auftritt: "Für einen Fototermin" habe der Präsident Tränengas und Gummigeschosse auf Demonstranten feuern lassen.

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Trump geht durch ein Spalier von Polizisten vom Weißen Haus zur St.-John's-Kirche.

(Foto: REUTERS)

06:55 Uhr

Heute bis zu 30 Grad drin - aber der Sommer hält nicht lange

Seit gestern sind wir meteorologisch gesehen im Sommer. Und das Wetter spielt definitiv mit in Sachen Sommerfeeling. Denn heute scheint erneut verbreitet die Sonne bei nur harmlosen Wölkchen. Lediglich im Osten sind lokale Schauer sowie Blitz und Donner nicht auszuschließen. Die Temperaturen erreichen an der See sowie im Bergland um die 22, sonst aber sommerliche 25 bis 30 Grad. Am wärmsten ist es an Rhein und Ruhr.

Björn Alexander

Björn Alexander

Die weiteren Aussichten bringen den nächsten Wetterwechsel. Morgen gibt es zwar nochmals verbreitet viel Sonne. Später sind dann aber im Westen und Norden erste, teils kräftige Gewitter möglich. Dazu erreichen die Temperaturen zum Teil schwüle 22 und 29 Grad.

Am Donnerstag überquert uns dann von West nach Ost eine Kaltfront mit teils intensiven Gewittern. Stellenweise mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die Temperaturen erreichen 17 bis 25 Grad, bevor es am Wochenende nochmals frischer wird. Dann sind nämlich maximal noch windige und wechselhafte 14 bis 20 Grad drin und Schauer sowie örtliche Gewitter ziehen übers Land.

Ihr Björn Alexander

06:41 Uhr

Das wird heute wichtig

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Im Kanzleramt beraten heute Spitzenvertreter der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel über Geldspritzen für die Konjunktur.

(Foto: imago images/Christian Ditsch)

Heute könnte es Geld geben. Es wird zwar noch nicht heute ausgezahlt. Aber in Berlin wollen die Spitzen der schwarz-roten Koalition ein Milliardenpaket zur Ankurbelung der Konjunktur in der Corona-Krise beschließen. Es geht dabei um Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen, Familien und Kommunen. Im Gespräch waren zuletzt unter anderem - und hier alle Eltern aufgehorcht - eine Einmalzahlung an Familien von 300 Euro pro Kind.

Hier die weiteren Themen rund um die Corona-Pandemie:

  • Frankreich lockert Corona-Beschränkungen - Cafés wieder offen.
  • Zoom legt Zahlen vor - der Videokonferenz-Dienst erlebt in Corona-Zeiten einen sagenhaften Boom.

Und hier die Themen, die nichts mit Corona zu tun haben:

  • Heute jährt sich der Todestag des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Eine Gedenkveranstaltung ist wegen der Corona-Krise nicht geplant.
  • EU und Briten starten in Brüssel mit ihren Verhandlungen über ein Post-Brexit-Handelsabkommen.
  • In Hamburg wollen SPD und Grüne voraussichtlich ihren Koalitionsvertrag vorstellen.
  • In Karlsruhe beginnt der Prozess gegen einen Laboranten wegen Tonnen gefährlicher Chemikalien, die er gestohlen haben soll.

So sieht es heute aus. Und es wird bestimmt noch einiges mehr passieren. Wir werden darüber berichten.

06:19 Uhr

Liebes- und Sexleben leidet nicht unter Corona-Krise

Sie können aufatmen liebe Leser, eine der schlimmsten Befürchtungen im Rahmen der Corona-Krise ist nicht eingetreten: Das Liebes- und Sexleben der Deutschen leidet einer Umfrage zufolge nur wenig. 87 Prozent der Befragten sahen jedenfalls keine Einschränkung in diesem Lebensbereich, wie das Online-Datingportal "Secret.de" unter Berufung auf eine repräsentative GfK-Umfrage mitteilte. Manche Befragte gaben darüber hinaus noch detaillierter Auskunft. Von ihnen gaben knapp 60 Prozent der Liierten an, dass die Umstände sie als Paar näher zusammengebracht hätten. Jeder Fünfte hatte mehr Sex als vorher, zwölf Prozent besseren. Es gibt also auch positive Aspekte der Krise.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht