mit Uladzimir ZhyhachouDas war Freitag, der 2. Oktober 2020
Liebe Leserinnen und Leser,
das war's für heute. Ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag und ein schönes Wochenende. Hier noch ganz kurz die wichtigsten Themen des Tages:
Kleinkind stirbt bei Kita-Ausflug
Schreckliche Tragödie in Magdeburg: Ein zwei Jahre altes Kind ist bei einem Ausflug mit seiner Kita-Gruppe verschwunden und später leblos in einem See gefunden worden. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen starb der Junge im Krankenhaus.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Junge mit seiner Kindergartengruppe spazieren. Plötzlich sei das Kind verschwunden, hieß es. Gegen 12.00 Uhr wurde das Kind bei der Polizei als vermisst gemeldet und sofort eine großangelegte Suche mit Spürhunden und einem Hubschrauber gestartet.
Einsatzkräfte fanden den vermissten Jungen etwa anderthalb Stunden später leblos im Wasser des Neustädter Sees. Die Ärzte kämpften noch um sein Leben - doch vergebens. Der Junge starb im Krankenhaus.
Trump setzt Wahlkampfauftritte aus
Wahlkampf ohne persönliche Auftritte - so sieht's aus für Donald Trump. Nach seiner Corona-Infektion hat Trumps Wahlkampfteam vorübergehend alle seine geplanten Auftritte auf Eis gelegt. Die bislang angekündigten Veranstaltungen würden verschoben oder sollten virtuell abgehalten werden, erklärte Wahlkampfmanager Bill Stepien. Alle geplanten Auftritte von Mitgliedern der Trump-Familie würden ebenfalls verschoben. Der negativ auf das Virus getestete Vizepräsident Mike Pence plane dagegen, seine Wahlkampfveranstaltungen fortzusetzen, fügte Stepien hinzu.
Mann stürzt von E-Bike und stirbt
Ein 59 Jahre alter E-Bike-Fahrer ist bei einem Sturz im Ort Klingenmünster in Rheinland-Pfalz tödlich verunglückt. Der Mann aus dem Kreis Speyer sei in einer Kurve zu Fall gekommen und an seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle gestorben, teilte die Polizei in Landau mit. Die Ursache für den Sturz sei noch unklar.
Mexikos Präsident sieht Verbindung zwischen US-Wahl und Migranten-Treck
Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador sieht nach eigenen Angaben Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem US-Wahlkampf und einer Gruppe von 3000 Flüchtlingen auf dem Weg in die USA. "Es ist sehr merkwürdig, dass sich dieser Konvoi just vor der US-Wahl auf den Weg gemacht hat", sagte der Präsident zu Journalisten. Er wisse nicht alle Einzelheiten, es gebe aber Anhaltspunkte, dass die Aktion "organisiert" wurde.
Mehr als 3000 Migranten hatten sich in Honduras auf den Weg Richtung USA gemacht und am Donnerstag die Grenze nach Guatemala überquert. Die Menschen waren Aufrufen in den Online-Netzwerken gefolgt.
Bewaffneter Rollstuhlfahrer hält Polizei auf Trab
In Köln sucht die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften nach einem mutmaßlich bewaffneten Rollstuhlfahrer. Videoaufnahmen hätten gezeigt, dass der Mann am Nachmittag in den Hauptbahnhof gefahren sei, eine Schusswaffe gezeigt habe und dann wieder weggefahren sei, erklärte die Polizei. Die Hintergründe seien noch völlig unklar.
Neben der Kölner Polizei sind auch Kräfte der Bundespolizei im Einsatz, um den Mann im Hauptbahnhof zu suchen. Die Beamten baten um Hinweise der Bevölkerung.
Auch USA verhängen Sanktionen gegen Belarus
Nach der offensichtlich grob gefälschten Präsidentenwahl in Belarus haben die USA Sanktionen unter anderem gegen den Innenminister des Landes verhängt. Insgesamt gehe es um acht Personen, teilte das Finanzministerium mit.
Zuvor hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf Strafmaßnahmen gegen das belarussische Regime geeinigt. Dabei gehe es um rund 40 belarussische Offizielle, denen eine Beteiligung an Wahlfälschungen vorgeworfen werde, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel.
Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko ist nicht auf der Liste. Dies könne sich aber noch ändern, sagte Michel.
Das gilt für Reisende aus deutschen Risikozonen
Wer aus einem Corona-Risikogebiet im Ausland nach Deutschland zurückkehrt, unterliegt Test- und Quarantänepflichten. Was aber gilt für diejenigen, die aus Gebieten in Deutschland kommen, die die gleichen Voraussetzungen erfüllen?
Russische Journalistin verbrennt sich selbst
Einen Tag nach der Durchsuchung ihrer Wohnung durch die Behörden hat sich in Russland die der Opposition nahestehende Journalistin Irina Slawina vor einem Büro des Innenministeriums in der Stadt Nischni Nowgorod selbst verbrannt. Sie starb an ihren Verletzungen. Zuvor hatte sie auf ihrer Facebook-Seite geschrieben: "Für meinen Tod ist die Russische Föderation verantwortlich."
Am Tag vor ihrem Tod hatte Slawina erklärt, ihre Wohnung sei von Polizisten durchsucht worden. Dabei seien Notebooks, ihr Laptop und andere Elektronik sowie der Laptop ihrer Tochter und das Mobiltelefon ihres Mannes beschlagnahmt worden.
Auch sei nach Material der Oppositionsgruppe "Open Russia" gesucht worden, die von dem Kreml-Kritiker Michail Chodorkowsky finanziert wird. Slawina arbeitete als Chefredakteurin für das kleine Nachrichtenunternehmen Koza Press.
Tchibo expandiert in die USA
Auch in Chicago und Detroit, in Kansas City und Indianapolis kann man künftig mit einer Tasse Kaffee aus Deutschland in den Tag starten.
Denn der Handelskonzern Tchibo will sein Kaffee-Geschäft auf die USA ausweiten. "In acht Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA beginnen wir in diesem Monat mit einem Testmarkt", sagte ein Sprecher in Hamburg. "Dort bieten wir speziell für den amerikanischen Markt gerösteten Kaffee an." Geplant seien vier Sorten - sowohl als ganze Bohne als auch als Mahlkaffee.
"Amerika ist ein wachsender Kaffeemarkt", begründete der Sprecher die Pläne. Der Mittlere Westen sei als Testmarkt gut geeignet, weil man von dort aus das Geschäft gut in die anderen Regionen der USA ausdehnen könne.
Das Unternehmen beschäftigt 11.450 Mitarbeiter, davon 7430 in Deutschland. Der Gesamtumsatz des Kaffee- und Handelskonzerns lag 2019 bei 3,12 Milliarden Euro.
Immer wieder Trump: Dax verliert, schafft aber Wochenplus
Einmal mehr hat Donald Trump einen ganzen Handelstag beherrscht. Die Nachricht, dass der US-Präsident und seine Frau positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sorgte stundenlang für Aufregung an den Börsen. Stephen Innes von Axi geht davon aus, dass die Erwartung eines Sieges von Joe Biden zunehmen und von 60 auf 90 Prozent steigen könnte. Trump müsse nun Kundgebungen in drei Swing-Staaten streichen. Auch die nächste TV-Debatte finde wohl später statt. An der Wall Street wurde sogar darüber spekuliert, dass die für den 3. November angesetzte Präsidentenwahl verschoben werden könnte.
Die US-Arbeitsmarktdaten setzten keine größeren Akzente an den Märkten. Zwar ist die Zahl der neugeschaffenen Stellen im September mit 661.000 unter der Schätzung von 800.000 ausgefallen. Allerdings ist die Arbeitslosenquote mit 7,9 Prozent klar unter der Prognose von 8,2 Prozent geblieben. Allerdings sorgte ein besser als erwartet ausgefallener Michigan-Index zur US-Verbraucherstimmung für etwas bessere Laune bei den Börsianern.
Der Dax konnte dadurch seinen Verlust abbauen und ging mit minus 0,3 Prozent auf 12.689 Punkte ins Wochenende. Auf Wochensicht legte der Leitindex mehr als 200 Punkte zu. Der MDax verlor 0,4 Prozent auf 27.249 Zähler, der TecDax 1,1 Prozent auf 3079 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 3186 Punkten.
Bayer wurden nach der jüngsten Gewinnwarnung weiter verkauft und verloren 3 Prozent. Auch Morphosys tendierten weiter zur Schwäche und gaben 5,3 Prozent nach. Von der Nachrichtenseite kam am Mittwochabend die Meldung, dass Finanzvorstand Jens Holstein das Unternehmen zum Ende des Jahres verlässt.
Indes bleibt die Situation in dem wichtigen Absatzmarkt USA für die deutschen Automobilhersteller herausfordernd. Ein Blick auf die US-Absatzzahlen zeigt, dass vor allem die Modelle von BMW im abgelaufenen dritten Quartal mit einem Minus von 16,2 Prozent von den US-Konsumenten weniger nachgefragt wurden. Das Minus bei Volkswagen of America fiel mit 7,6 Prozent deutlich geringer aus, wobei das Minus bei Audi auf dem Niveau von BMW lag. BMW gaben um 0,5 Prozent nach, VW notierten 1,7 Prozent im Minus.
Mehr börsenrelevante Nachrichten finden Sie im Börsen-Tag.
Busfahrer fordert zu Maskenverzicht auf
Erst gestern hatte die Polizei in Unterfranken vor einer Falschmeldung über ein sechsjähriges Mädchen in Schweinfurt gewarnt, das angeblich durch das Tragen einer Maske gestorben sein soll.
Heute warnen die Beamten vor einem Video, in dem ein Busfahrer Schüler auffordert, ihre Mund-Nasen-Bedeckungen abzulegen. "Wir haben das Video gesichert und an unsere Kriminalpolizei weitergegeben", twitterte die Polizei in Dortmund. An welchem Ort sich der Vorfall mit dem Busfahrer abgespielt habe, ist unklar.
Der Busfahrer behauptet in dem Video, das Tragen von Masken sei eine potenziell tödliche Gefahr für Kinder. Ein Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte sagte allerdings, es sei "unmöglich", dass ein Kind durch das Tragen einer Alltagsmaske ums Leben komme.
Lokführer inszenierte Gullydeckel-Anschlag auf seinen Zug
Im April 2019 waren bei Siegen nahe der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen zwei schwere Gullydeckel in die Frontscheibe einer Regionalbahn gekracht. Sie hatten an einer Brücke gehangen. Der Lokführer in dem frühmorgens noch unbesetzten Zug blieb bei dem Vorfall unverletzt.
Wie es sich später herausstellte, hatte der Zugführer laut Staatsanwaltschaft das Ganze "aus nicht bekannter Motivlage" inszeniert.
Der Mann wurde nun zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Das Amtsgericht in Bad Berleburg sah es als erwiesen an, dass der heute 50-Jährige die Falle mit zwei Kanaldeckeln selbst konstruiert und aufgehängt hatte. Der Zugführer erhielt ein Jahr und neun Monate ohne Bewährung, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.
Das Gericht verurteilte den Mann wegen Vortäuschens einer Straftat und wegen vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Tierquäler hacken Katze Hinterbeine ab
So grausam können Menschen sein: Im thüringischen Rudolstadt haben unbekannte Tierquäler einer Katze die Hinterbeine abgehackt. Die Besitzer entdeckten ihren stark blutenden Stubentiger im Bereich ihrer Wohnung, teilte die Polizei mit. Die Katze überlebte, wird sich aber wohl in Zukunft nur noch sehr eingeschränkt fortbewegen können.
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 03671 56 1504. Und verweist auf den Strafrahmen, wonach auf Tierquälerei bis zu drei Jahre Haft stehen.
Zug schleift Kleinkind 20 Meter weit mit
Ein 19 Monate alter Junge ist an einem Bahnhof in Schleswig-Holstein von einem anfahrenden Zug etwa 20 Meter weit mitgeschleift worden.
Der Kinderwagen mit dem Jungen wurde in der sich schließenden Tür eingeklemmt, als die Mutter den Zug verlassen wollte. Als ein Fahrgast in Norderstedt-Friedrichsgabe die Notbremse zog und sich die Zugtüren öffneten, stürzte der Kinderwagen mit dem Jungen kopfüber in das Gleisbett. Durch den Aufprall und das Mitschleifen wurde das Kleinkind schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt.
Hat Trump durch Corona-Infektion schlechtere Chancen im Wahlkampf?
Es ist eine Nachricht, die gut vier Wochen vor der US-Präsidentenwahl einschlägt wie eine Bombe - und auch an den Börsen für Turbulenzen sorgt: US-Präsident Trump ist mit dem Corona-Virus infiziert. RTL-Politikchef Nikolaus Blome schätzt die Bedeutung der Meldung für die USA und die Welt ein.
Was denken Sie, hat Donald Trump nun schlechtere Chancen im Wahlkampf?
Die Queen zieht sich weiter zurück
Queen Elizabeth II. wird wohl erst 2021 wieder auf Empfängen und größeren Veranstaltungen im Buckingham-Palast zu sehen sein. In diesem Jahr seien dort und auf Schloss Windsor keine größeren Events mehr geplant, bestätigte das Königshaus britischen Medienberichten zufolge. Demnach haben die Mitarbeiter der Monarchin entschieden, wegen der Coronavirus-Pandemie große Veranstaltungen aus dem Kalender der Königin zu streichen.
Die 94-jährige Queen werde die nächste Zeit auf Schloss Windsor verbringen und keine großen Events besuchen, da das Coronavirus weiterhin ein ernstes Gesundheitsrisiko darstelle, heißt es.
Momentan hält sich die Queen noch auf ihrem Anwesen in Sandringham auf, wo sie zusammen mit Ehemann Prinz Philip nach der gemeinsamen Sommerpause im schottischen Schloss Balmoral noch einige freie Tage verbracht hat. Demnächst soll sie aber nach Windsor zurückkehren. Dort hatten sie und ihr Prinzgemahl bereits seit Beginn der Corona-Pandemie gelebt, umgeben von nur wenigen Mitarbeitern.
Schichtwechsel
Volker Petersen startet jetzt in das Wochenende, ich übernehme den "Tag" und bin noch bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Uladzimir Zhyahchou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Freitagnachmittag!
Deutschland exportiert Pfefferspray in autoritäre Staaten
Pfefferspray ist nicht gerade die härteste Chemiewaffe, aber immerhin - einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) zufolge exportiert Deutschland Stoffe, die Gesundheitsschäden verursachen können, in autoritäre Staaten.
Dem Bericht zufolge lieferten deutsche Unternehmen im Jahr 2018 unter anderem 50 Kilogramm Reizgasmischung nach China, 2019 seien es dann sogar 100 Kilogramm gewesen. Auch Chile, wo die Polizei 2019 mit großer Härte gegen Demonstranten vorging, erhielt aus Deutschland demnach immer wieder Pfefferspray-Ausrüstungen.
125 Kilo des Reizmittels Oleoresin Capsicum seien 2017 an die Ukraine gegangen. Weitere Reizmittel bekamen laut SZ die Vereinigten Arabischen Emirate, Tunesien, Somalia, Russland, Ägypten, Singapur oder Katar.
Irisches Gericht: Subway-Brot ist kein Brot
So ein Urteil hätte ich eher in unseren Gefilden erwartet, wo in Deutschland doch das Brot den Status eines Nationalheiligtums hat. Aber nein, das höchste irische Gericht spricht der Backware, das Sandwiches der Kette Subway ummantelt, ab, Brot zu sein. Folgendes:
Da der Zuckergehalt deutlich die Grenzwerte für Brot in Irland überschreite, handele es sich tatsächlich um eine Süßigkeit, stellte der irische Supreme Court in Dublin fest.
Der Streit hatte einen finanziellen Hintergrund: Brot ist in Irland von der Mehrwertsteuer ausgenommen, daher meinte Subway, zu viel Steuern gezahlt zu haben.
Aber nun wissen wir immerhin, wo man dieses Zuckerbrot bekommt, von dem immer in Zusammenhang mit Peitschen die Rede ist.
Illegales Rennen auf Kudamm - Festnahme
Illegale Autorennen gehören zu den Verbrechen, die mich am meisten aufregen - weil man nicht einmal weiß, wen man schwer verletzen oder töten könnte, es ist den Beteiligten offenbar einfach egal. Aber gut, das ist meine Meinung, das kann auch jeder anders sehen. In Berlin ist nun ein Mann festgenommen worden, der Ende August an einem Rennen mit drei Autos auf dem Kudamm teilnahm, bei dem eine Frau und ihre 17-jährige Tochter schwer verletzt wurden. Die 45-Jährige hatte mit ihrem Fahrzeug an einer Kreuzung links abbiegen wollen, als sie mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß. Ein Spezialeinsatzkommando habe den 29-jährigen Tatverdächtigen im wohlhabenden Stadtteil Grunewald verhaftet.
Bindung der Beschäftigten an Firmen lässt nach
Seit der Finanzkrise vor gut zehn Jahren geht es den Zahlen nach wirtschaftlich aufwärts in Deutschland - und doch lässt die Bindung der Arbeiter und Angestellten zu ihren Unternehmen nach, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen.
Im Jahr 2019 waren rund 44 Prozent der Angestellten seit mindestens zehn Jahren bei ihrem aktuellen Arbeitgeber beschäftigt, wie das Bundesamt mitteilt. 2009 seien dies noch fast 48 Prozent gewesen.
Nach der Rezession 2009 hatte die Konjunktur spürbar zugelegt und die Zahl der Arbeitslosen war - bis zur Corona-Krise - stetig zurückgegangen. 2019 waren gut 19 Prozent der Beschäftigten seit fünf bis zehn Jahren am gleichen Arbeitsplatz tätig, fast 37 Prozent seit weniger als fünf Jahren.
Verdi ruft zu weiteren Streiks in drei Bundesländern auf
Leben Sie in Hessen, Niedersachsen oder Bremen? Falls Sie mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren, müssen Sie sich nächste Woche vielleicht etwas anderes überlegen.
Verdi ruft für kommende Woche zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf. Betroffen wären die drei genannten Bundesländer. Mit dieser frühzeitigen Bekanntgabe wolle die Gewerkschaft den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sich auf die Streiks einzustellen.
Verdi will Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im ÖPNV durchsetzen. Am Dienstag hatte die Gewerkschaft bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen; in zahlreichen Städten fielen Busse und Bahnen aus.
Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sei trotz des Streiks aber weiterhin nicht zu Verhandlungen bereit, kritisierte Verdi.
Tokio Hotel bringen neue Version von "Durch den Monsun" heraus
15 Jahre ist es nun her, dass uns das Lied "Durch den Monsun" durch und durch erquickte und wochenlang aus dem Radio schallte. Nun haben Tokio Hotel zur Feier des Tages eine neue Version herausgebracht. Und die klingt doch recht anders. Aber hören Sie selbst. Und dann stellen Sie sich vor, ich machte eine Umfrage dazu, welche Version ihnen besser gefällt, die alte oder die neue. Aber würde so eine Umfrage wirklich unsere Welt ein Stückchen besser machen? Eben.
Video: Neuinfektionen auf höchstem Wert seit April
Berg-Karabach: Armenien zu Waffenstillstand bereit
Die Hoffnung auf Frieden in Berg-Karabach wächst: Sechs Tage nach Beginn heftiger Kämpfe um die Südkaukasus-Region erklärt sich Armenien zu Waffenstillstands-Verhandlungen mit Aserbaidschan bereit.
Armenien stehe "bereit" für Gespräche innerhalb der sogenannten Minsk-Gruppe der Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa (OSZE), teilte das Außenministerium in Eriwan mit.
Bei den Gefechten wurden seit Sonntag mindestens 130 Menschen getötet; sowohl Aserbaidschan als auch Armenien hatten das Kriegsrecht verhängt.
Sturm raubt Zehntausenden Franzosen den Strom
In der Bretagne ist es gerade ungemütlich, denn vielerorts kann man nicht sein Smartphone laden, um ntv.de zu lesen. Nach dem Durchzug des Herbststurms "Alex" sind rund 80.000 Menschen in der nordwestfranzösischen Küstenregion ohne Strom.
In vielen Gemeinden stürzten Bäume um, Menschen kamen nach einer ersten Bilanz nicht zu Schaden, wie die Präfektur des bretonischen Départements Morbihan mitteilt.
Auf der Insel Belle-Île-sur-Mer vor der bretonischen Küste wurden laut Radionachrichtensender Franceinfo Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 186 Kilometern pro Stunde gemessen.
Im Südosten Frankreichs werden starke Regenfälle erwartet. In der Region um Nizza blieben deshalb Schulen geschlossen, wie Franceinfo berichtete.
Video: Sonne bescheint zum Tag der Einheit den Osten
Anti-Autobahn-Aktivisten besetzen hessische Vertretung in Berlin
In Hessen wird ein 300 Jahre alter Laub- und Mischwald gerodet, damit eine Autobahn gebaut werden kann - für die Umweltaktivisten von Ende Gelände, Fridays for Future und anderen ist das unerträglich. Neben dem Protest im Danneröder Wald besetzen nun einige von ihnen die Landesvertretung Hessens in Berlin.
"Wir fordern die schwarz-grüne Landesregierung auf, die Räumung und Rodung sofort zu stoppen", erklärten die Organisationen Ende Gelände, Fridays for Future und Anti-Kohle-Kidz, zu der Besetzungsaktion in Berlin.
"Mitten in der Klimakrise einen Wald für eine neue Autobahn zu roden, ist klimapolitischer Wahnsinn", kritisierte Riva Morel von Fridays for Future Berlin.
Betrunkener ertrinkt - Festnahmen wegen Totschlags durch Unterlassen
Auch wenn man jemanden nicht aktiv umbringt, sondern ihm oder ihr nicht hilft, droht eine Anklage wegen Totschlags - so wie jetzt für drei junge Menschen im bayerischen Weiden in der Oberpfalz. Gegen zwei 23-jährige Männer und eine 21-jährige Frau wird wegen Totschlags durch Unterlassen ermittelt - sie befinden sich bereits in Untersuchungshaft.
Sie sollen am 12. September gesehen haben, wie ein Betrunkener hilflos ins Wasser eines Kanals fiel, und ihm nicht geholfen haben.
Das Opfer wurde wenige Stunden nach einer Vermisstenmeldung von einem Taucher tot aus einem Flutkanal in Weiden geborgen. Die Ermittler baten anschließend um Zeugenhinweise, die zu den drei Verdächtigen führten. Sie wurden am Donnerstag festgenommen und einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehle erließ.
Polizei befreit Frau von Sofakissen am Ohr
Ich trage zwar keine Ohrringe, aber ich habe größte Sympathie für die Frau aus Celle, der nun die Polizei half. Sie hatte sich mit einem Ohrring in einem Sofakissen verfangen und wurde das elende Teil nicht mehr los. "Seit Stunden hatte sich ein getragener Ohrring in einem Sofadekokissen verfangen und schränkte ihre Bewegungsfreiheit stark ein", hieß es im Polizeibericht. Gegen 3 Uhr morgens erreichte die Beamten der Notruf der 60-Jährigen. Sie halfen ihr fachmännisch und nun ist das Ohr wieder sofakissenfrei.
Jim Carrey wird zu Joe Biden
Früher gab es bei RTL ja mal die Sendung "RTL Samstag Nacht" - das große Vorbild dazu war "Saturday Night Live" aus dem US-Fernsehen, wo seit Jahrzehnten Comedy gemacht wird - immer wieder auch mit politischem Einschlag, wie nun mit Jim Carrey. Der Schauspieler wird in die Rolle von Joe Biden schlüpfen.
In einer Video-Ankündigung für die neue Staffel der Sketchshow "Saturday Night Live" ist der 58 Jahre alte Schauspieler in der Rolle des 77 Jahre alten demokratischen Herausforderers von US-Präsident Donald Trump zu sehen.
Schauspielerin Maya Rudolph (48, "Wine Country") steht ihm zur Seite - in der Rolle von Kalama Harris (55), Bidens Kandidatin für das Vize-Präsidenten-Amt, wie das US-Promimagazin "People" berichtete.
Trumps Infektion sorgt für Börsen-Sturz
Weltweit reagieren die Börsen mit Verlusten auf die Nachricht, dass sich US-Präsident Donald Trump mit dem Corona-Virus angesteckt hat. In Japan dreht der Nikkei-Index ins Minus, in Deutschland zeichnet sich ein schwacher Start ab - der Dax wird Berechnungen von Brokern zufolge mit einem Minus von 1,1 Prozent in den Tag gehen. Derweil weiten die US-Futures aus die wichtigsten Indizes ihre Verluste aus. Die Futures auf den S&P 500, den Dow Jones und den Nasdaq-Index liegen allesamt rund 1,5 Prozent im Minus.
Diese Meldung schrieb Kollege Jan Gänger für den Börsen-Tag, wo sie viele weitere börsenrelevante Nachrichten finden.
Migranten-Treck durchbricht Grenze zu Guatemala
Ein Treck aus rund 3000 zentralamerikanischen Migranten, die in die USA gelangen wollen, hat die Grenze zwischen Honduras und Guatemala überquert.
Sie durchbrachen dabei am Donnerstag Reihen guatemaltekischer Soldaten am Grenzübergang Entre Ríos, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Dabei setzten sich die mehrheitlich aus Honduras stammenden Menschen auch über die wegen der Corona-Pandemie geltenden Einreiserestriktionen hinweg.
Rätsel um Federnfossilie gelöst
Den Ur-Vogel Archaeopteryx kennen Sie, oder? Nun ist nachgewiesen, dass eine fossile Feder tatsächlich zu dem Tier gehörte.
Seit dem Fund des isolierten Feder-Fossils im fränkischen Altmühltal 1861 sei über dessen Herkunft diskutiert worden, sagte Ryan Carney von der University of Southern Florida. Er ist der Hauptautor der Studie, die im Fachmagazin "Scientific Reports" veröffentlicht wurde.
Mithilfe eines speziellen Elektronenmikroskops haben sie demnach herausgefunden, dass die Feder vom linken Flügel eines Exemplars des Urvogels stammt. An der Untersuchung beteiligt war auch der Paläontologe Helmut Tischlinger aus Stammham in Bayern.
Trump und seine Frau positiv auf Corona getestet
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte Trump in der Nacht auf Twitter mit.
Trump verurteilt "alle Rechtsradikalen"
Seit der TV-Debatte, wenn man das Aufeinandertreffen von Trump und seinem Herausforderer Biden so nennen mag, steht der US-Präsident in der Kritik - vor allem, weil er es vermied, klar und deutlich weiße Rassisten zu verurteilen, die ausdrücklich von der Überlegenheit ihrer Rasse ausgehen ("White Supremacists"). Nun hat er sich aber doch noch davon distanziert. "Ich habe es viele Male gesagt und lassen Sie mich es noch einmal klarstellen: Ich verurteile den KKK (Ku-Klux-Klan), ich verurteile alle White Supremacists", sagte Trump im Sender Fox News. Journalisten konnten Trump in den vergangenen Tagen nicht dazu bringen, diese Bewegungen in einem kompletten, eindeutigen Satz zu verurteilen, in dem er sie auch explizit als solche bezeichnet.
Das wird heute wichtig
Noch einmal schlafen, dann werden es 30 Jahre gewesen sein, dass Deutschland wiedervereinigt wurde. Aber noch stehen andere Themen auf dem Plan, über die ich sie sofort... unverzüglich informieren werde:
Der EU-Sondergipfel endet heute. Es geht um den Binnenmarkt, den die Corona-Krise geschwächt hatte, weil wieder Grenzen geschlossen worden waren.
Im Verfahren gegen die Witwe des Berliner Gangsterrappers und späteren IS-Terroristen Denis Cuspert wird ein Urteil erwartet. Die 36-jährige Omaima A. soll sich dem IS angeschlossen haben und in dessen Hochburg Rakka eine 13-jährige Sklavin gehalten haben.
Wir beobachten die Lage in Berg-Karabach und bei den Waldbränden in Kalifornien.
Die Uefa lost heute die Gruppenphase für die Europa-League aus.
In der Fußball-Bundesliga empfängt Union Berlin den FSV Mainz 05.
Ich heiße Volker Petersen, bin heute Morgen bereits auferstanden aus Ruinen und wünsche Ihnen einen guten Morgen. Auf geht's! Kontakt: volker.petersen (at) nama.de
Militärmanöver - Tierschützer vertreiben Wale
Weil die Geräusche eines Militärmanövers der britischen Marine ihnen schaden könnten, haben Tierschützer Wale aus einer schottischen Bucht bei Glasgow vertrieben.
Sechs Boote hätten die tief tauchenden Tiere "sanft" aus der Bucht Loch Long in Richtung offenes Meer getrieben, teilte die Organisation British Divers Marine Life Rescue mit.
Das britische Verteidigungsministerium habe dabei geholfen, die sechs bis acht Meter langen Schnabelwale zu überwachen.
Die Bucht liegt in der Nähe des Marinestützpunktes Faslane, dem Sitz der britischen Atom-U-Boot-Flotte. In dem Gebiet wird ab kommender Woche das Militärmanöver "Joint Warrior" abgehalten, an dem tausende britische und Nato-Soldaten teilnehmen.