mit Sabine OelmannAbwasser am Königssee wird umgeleitet
Abwasser der bei Ausflüglern beliebten Almen am Königssee fließt künftig über eine Seeleitung in die Kläranlage. Hinter dem am Königssee gelegenen Obersee wirde eine 1,3 Kilometer lange Leitung versenkt, berichtet eine Sprecherin des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden. Das im See versenkte Rohr hat rund 60 Zentimeter Durchmesser und enthält neben der Abwasserleitung ein Glasfaserkabel für die Kommunikation.
Bisher mussten die Hinterlassenschaften von Almen am südlichen Ende des Königssees sowie am Obersee per Boot nach Schönau am Königssee gebracht werden. Doch die Besucherzahlen steigen - und damit auch die Menge an Hinterlassenschaften. Nicht zuletzt entwickelt sich der idyllische Obersee zunehmend zum Instagram-Spot.
Man gehe von etwa 100.000 Gästen pro Saison aus, die mit dem Schiff zu den Salet-Almen am südlichen Ende des Königssees fahren, hieß es. Davon gingen etwa 10 bis 15 Prozent weiter in Richtung Fischunkelalm am Obersee. Die Almen sind nur per Schiff erreichbar - der Almabtrieb geschieht per Boot. Erst Anfang Oktober waren die festlich geschmückten Kühe per Schiff auf die heimischen Höfe geholt worden.
"Sex-Partys" in Schweriner Landtag erfunden?
Vorwürfe angeblicher Sex-Partys im Landtag, zu denen Mitarbeiter der Haussicherheit Frauen eingelassen haben sollen, dürfen vom Urheber der Vorwürfe nicht mehr wiederholt werden. Die Landtagsverwaltung lasse ihm eine strafbewehrte Unterlassungsaufforderung zukommen, teilt ein Sprecher des Landtags mit. "Er wird darin aufgefordert, die genannten Vorwürfe zu unterlassen und die von ihm verantworteten Veröffentlichungen im Internet zu löschen." Die Landtagsverwaltung behalte sich vor, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Schwerin wegen Verleumdung beziehungsweise übler Nachrede zu stellen.
Am Freitagnachmittag waren die Vorwürfe des Greifswalder AfD-Mannes Thomas Kerl bei Facebook noch nicht gelöscht. Kerl ist ein erklärter Gegner des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Nikolaus Kramer, und des AfD-Landesvorsitzenden Leif-Erik Holm. Inzwischen seien ihm die Mitgliedsrechte aberkannt worden, schreibt Kerl bei Facebook.
Kerl hatte dort ein Video veröffentlicht, in dem er behauptet, es gebe Gerüchte über "wildeste Partys" in Räumen des Schlosses und im Plenarsaal mit Genehmigung eines Wachmannes. Später wiederholte er die Vorwürfe. Kramer hatte den Vorwurf freizügiger Partys im Landtag als Lüge und Teil einer Schmutzkampagne zurückgewiesen. Die Landtagsverwaltung habe die Vorwürfe umfassend und gründlich geprüft, es haben sich keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Behauptungen zutreffen. Im Zuge der Prüfung wurde der Urheber der Vorwürfe aufgefordert, seine Behauptungen zu belegen. Dies hat er bis heute nicht getan.
Falsche Polizisten rufen bei Polizei an
Betrüger haben beim Versuch, als vermeintliche Polizisten per Telefon Geld zu erbeuten, aus Versehen bei der echten Polizei angerufen. Der Anruf sei auf dem Diensthandy der Kriminalpolizei Ingolstadt eingegangen, teilt ein Sprecher am Freitag mit. "Geistesgegenwärtig" habe sich der Polizist am anderen Ende der Leitung zunächst auf die Masche eingelassen und das Gespräch dokumentiert.
Die Betrüger hätten ihn dabei am Dienstag aufgefordert, sein Vermögen "zum Schutz gegen Betrüger" zu überweisen. Dann gab sich der Polizist zu erkennen - die Betrüger gingen leer aus. Nun erhofft sich die Polizei durch die Erkenntnisse neue Ermittlungsansätze. Die Anrufer hätten mit stark ausländischem Akzent gesprochen, teilte ein Sprecher mit, außerdem hätten sie anders als sonst beobachtet keine Bargeldübergabe verlangt.
Zwei Wochen strikte Ruhe für Queen Elizabeth II.
Der Gesundheitszustand von Königin Elizabeth II. sorgt weiter für Beunruhigung im Vereinigten Königreich. Die 95 Jahre alte Queen werde sich auf Rat ihrer Ärzte zwei weitere Wochen schonen und keine Reisen unternehmen, teilt der Buckingham-Palast mit. Sie dürfe aber "leichte" Arbeiten am Schreibtisch verrichten. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Die Queen sei bester Dinge.
Während sie eine Veranstaltung am 13. November absagte, will sie einen Tag später wieder persönlich anwesend sein, beim Nationalen Gedenkgottesdienst zum Remembrance Sunday. Dies sei ihre "feste Absicht". Dann erinnert Großbritannien an die Weltkriegssoldaten aus dem Vereinigten Königreich und dem Staatenverband Commonwealth. Zuletzt häuften sich die Communiqués zur königlichen Gesundheit. Überraschend zeigte sich die Queen vor rund zwei Wochen bei zwei Terminen mit Gehstock - zum ersten Mal nicht aus medizinischen Gründen. Dann sagte die Monarchin eine Reise nach Nordirland ab. Die Nacht zum 22. Oktober verbrachte die Königin dann sogar "aus praktischen Gründen" im privaten King-Edward-VII-Krankenhaus, wo sie zu "Voruntersuchungen" war. Anschließend legte sie eine Ruhepause ein. Auch die Reise zum Klimagipfel COP26 in Glasgow sagte die Queen ab, will aber eine Videobotschaft senden.
"Nach ihrem kürzlichen Ratschlag, dass die Königin sich einige Tage ausruhen sollte, haben die Ärzte Ihrer Majestät empfohlen, dass sie sich mindestens die nächsten zwei Wochen weiter ausruhen sollte", heißt es in der Mitteilung des Palasts. Seitdem sie 90 wurde, unternimmt sie keine Überseereisen mehr und überlässt die Langstreckenflüge anderen Familienmitgliedern.
Lösung für Vivantes-Streik in Berlin
SPD, Grüne und Linke in Berlin haben sich erleichtert gezeigt über das Ende des langen Tarifkonflikts bei den Töchtern der landeseigenen Vivantes-Kliniken. "Wir freuen uns, dass dieser große Schritt gelungen ist", so die Grünen-Politikerin Bettina Jarasch nach einer Sitzung der Verhandlungsführer der rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen. Im Zuge einer besseren Bezahlung und besserer Arbeitsbedingungen werde es womöglich sogar gelingen, wieder mehr Pflegekräfte zu gewinnen.
Die SPD-Vorsitzende Franziska Giffey dankte ihrem Parteifreund Matthias Platzeck, der in dem Tarifkonflikt vermittelt hatte. Seine Arbeit habe eine große Rolle gespielt dabei, trotz verhärteter Fronten eine Lösung zu finden.
Nach monatelangen Verhandlungen und Wochen des Streiks stellten alle Beteiligten ein Eckpunktepapier vor, nach dem die Beschäftigten bei den Töchtern der landeseigenen Vivantes-Kliniken noch in diesem Jahr mehr Geld bekommen sollen. Bei zwei der fünf betroffenen Tochtergesellschaften steht rückwirkend zum 1. Juli eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent an. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten zudem eine Corona-Sonderzahlung von 1500 Euro. Bis 2025 sollen sich die Löhne und Gehälter stufenweise dem Niveau des Tarifvertrags des öffentlichen Diensts (TVöD) annähern.
Auto stößt mit Linienbus zusammen, drei Verletzte
Bei einem Zusammenstoß von einem Auto mit einem Linienbus nahe Trier sind am Freitagnachmittag zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, war ein 57-jähriger Autofahrer aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Wagen auf der Bundesstraße 51 in Richtung Trier unterwegs. Der ebenfalls 57 Jahre alte Fahrer eines Linienbusses befuhr die daneben liegende Busspur in gleicher Fahrtrichtung. Weil sich der Verkehr staute, wollte der Autofahrer über die Busspur wenden und seine Fahrt in entgegengesetzter Fahrtrichtung fortsetzen. Dabei übersah er nach bisherigen Erkenntnissen den nachfolgenden Linienbus, so dass es zum Zusammenstoß kam.
Der Autofahrer und seine 45-jährige Beifahrerin wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt, der Fahrer des Linienbusses erlitt leichte Verletzungen. Alle drei wurden in Trierer Krankenhäuser gebracht. In dem Linienbus waren zum Zeitpunkt des Unfalls keine Fahrgäste. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Bundesstraße für rund eine Stunde in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Biden und Macron treffen sich in Rom
Nach dem diplomatischen Eklat wegen eines U-Boot-Geschäfts mit Australien haben sich US-Präsident Joe Biden und der französische Staatschef Emmanuel Macron in Rom getroffen. Macron empfing Biden am Freitag in der französischen Botschaft beim Heiligen Stuhl mit einem langen Handschlag. Biden versicherte anschließend: "Wir haben keinen besseren Verbündeten als Frankreich."
Der US-Präsident bezeichnete zudem das Vorgehen seiner Regierung bei dem U-Boot-Geschäft als "ungeschickt". Macron wiederum begrüßte "konkrete Entscheidungen", die einen "Vertrauensprozess" zwischen beiden Ländern in Gang setzen würden.
Der U-Boot-Streit hatte die Beziehungen der historischen Verbündeten schwer belastet. Die USA, Großbritannien und Australien hatten Mitte September ein Indopazifik-Bündnis angekündigt, das auch den Bau von Atom-U-Booten für Australien umfasst. Dass Australien daraufhin ein lange geplantes milliardenschweres U-Boot-Geschäft mit Frankreich platzen ließ, sorgte für empörte Reaktionen in Paris.
Unwetter trifft mit Wucht auf Sizilien
Unwetter im Osten der italienischen Insel Sizilien haben zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt. Die Rettungskräfte in Catania und Syrakus rückten binnen 24 Stunden rund 160 Mal aus, wie die Feuerwehr am Freitagmorgen auf Twitter mitteilte. Bis zum Freitagnachmittag zählte sie demnach ungefähr 100 neue Einsätze. Für Samstag gab die Zivilschutzbehörde in ihrer Prognose für Ostsizilien und Teile Kalabriens erneut die höchste Wetterwarnstufe Rot aus.
In der Nacht zu Freitag habe sich der Regen verstärkt, erklärte der Chef der Zivilschutzbehörde Siziliens, Salvo Cocina, im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Rai 1. Der angekündigte Wirbelsturm traf am Nachmittag schließlich auf die Insel. Die Feuerwehr brachte vom Wasser eingeschlossene Menschen teilweise mit einem Schlauchboot in Sicherheit, wie auf einem Video zu sehen war. Andernorts knickten Bäume um.
Während der Unwetter und Überflutungen der vergangenen Tage hatten auf Sizilien bislang drei Menschen ihr Leben verloren. In Catania richteten die Wassermassen schwere Schäden an und trugen ganze Autos davon. Bürgermeister Salvo Pogliese ließ Schulen und nicht notwendige Geschäfte und Ämter schließen.
Autofahrer fährt in Kita-Gruppe, Mädchen tot, zwei schwer verletzt
Eine Tragödie: In Nordhessen hat ein Autofahrer eine Gruppe von Schulkindern erfasst und dabei ein Mädchen getötet. Wie die Polizei in Eschwege mitteilte, ereignete sich der Unfall am Morgen in der Gemeinde Witzenhausen in der Nähe von Kassel. Demnach wurden drei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren verletzt, ein Kind starb inzwischewn im Krankenhaus, die beiden anderen schweben nicht mehr in Lebensgefahr.
Auch der 30-jährige Fahrer, der anschließend noch gegen eine Mauer fuhr, wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Beamten war er auf Höhe einer Kita aus noch ungeklärter Ursache von einer Landstraße abgekommen und hatte so die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Es erfasste eine Gruppe von Kindern auf dem Weg zur örtlichen Grundschule, wobei sich der Zusammenstoß vor einer Kita ereignete.
Nach dem Unfall starteten Hilfskräfte einen Großeinsatz. Auch zwei Rettungshubschrauber wurden entsandt. Die Unfallursache ist laut Polizei völlig unklar, ein Gutachter wurde mit den Untersuchungen beauftragt. Auch das Auto des 30-Jährigen wurde beschlagnahmt.
Fläche so groß wie Luxemburg abgebrannt
Wald- und Buschbrände machen nicht nur Ländern am Mittelmeer zu schaffen. Sie werden zunehmend auch zur Bedrohung für Mittel- und Nordeuropa. Ein EU-Bericht zeichnet ein düsteres Bild, denn in der EU sind im Jahr 2020 rund 340.000 Hektar Wald verbrannt - eine Fläche, die 30 Prozent größer ist als Luxemburg. Das geht aus einem am Freitag in Brüssel veröffentlichten Bericht der EU-Kommission hervor, der die Waldbrände des vergangen Jahres in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika untersucht hat.
"Der heutige Bericht zeigt, wie verheerend das letzte Jahr war - eine Entwicklung, die sich, wie die diesjährigen Daten zeigen, fortsetzt", teilte der für Umwelt zuständige EU-Kommissar Virginijus Sinkevicius mit. Den Untersuchungen zufolge war die Waldbrandsaison 2020 von zahlreichen Flächenbränden in der ersten Jahreshälfte geprägt:
Im Winter brachen Brände im rumänischen Donaudelta und in den Pyrenäen aus
Im Frühjahr hauptsächlich in der Balkanregion.
Im Sommer und Herbst seien die Mittelmeerländer, insbesondere Spanien und Portugal, am stärksten betroffen gewesen.
Die größten Flächenbrände des Jahres ereigneten sich laut dem Bericht allerdings außerhalb der EU: nahe des Kernreaktors Tschernobyl in der Ukraine.
Aus Deutschland seien 1360 Waldbrände gemeldet worden, den Informationen zufolge brannte eine Fläche von 368 Hektar. Am stärksten betroffen von den Waldbränden war demnach Brandenburg.
Im Vergleich zum Jahr 2019 seien während der Brandsaison im vergangenen Jahr zudem mehr Menschen gestorben, so der Bericht. Spanien meldete demnach insgesamt sechs Tote, darunter vier Feuerwehrleute. Zu beobachten sei eine erhöhte Brandgefahr, längere Brandzeiten und intensive, sich schnell ausbreitende "Mega-Brände", die mit herkömmlichen Brandbekämpfungsmitteln kaum zu löschen seien. Schuld an den Feuern trage meist der Mensch: Mehr als neun von zehn Bränden in der EU seien auf menschliches Handeln zurückzuführen.
Frau fährt mit Taxi zu Überfall - Fahrer verweigert Flucht
Nach einem gescheiterten Raubüberfall an einer Kölner Tankstelle hat ein resoluter Taxifahrer der mutmaßlichen Täterin die Mitfahrt verweigert und so bei der Festnahme der 19-Jährigen geholfen. Die Frau habe sich von dem 59 Jahre alten Taxifahrer vor der Tat am frühen Freitagmorgen bereits zu der Tankstelle bringen lassen, teilt die Polizei mit.
Sie soll zunächst Diesel in eine Plastikflasche gefüllt und diesen dann im Verkaufsraum ausgeschüttet haben. Anschließend habe sie Bargeld von der 32-jährigen Angestellten gefordert und damit gedroht, die Tankstelle anzuzünden. Als die Mitarbeiterin das Geld nicht herausrückte, habe die 19-Jährige mit dem noch wartenden Taxi fliehen wollen - ohne Erfolg. Die Frau ohne festen Wohnsitz sollte noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden.
Welcher Politiker auf seinen Dienstwagen verzichtet
Es ist *Tusch* Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder. Der Grüne verzichtet ab November auf einen eigenen Dienstwagen. Das Fahrzeug werde zum Ende des Monats abgegeben, teilt die Stadt mit. Stattdessen werde ein Auto angeschafft, das alle Mitarbeitenden der Stadtverwaltung für lange Strecken nutzen können, sofern sie nicht mit dem Zug zurückgelegt werden können.
Das neue Auto werde nur für ein Jahr gemietet, in der Hoffnung, dass bis dahin ein geeignetes E-Fahrzeug für Langstrecken auf den Markt komme, wurde Fassbinder zitiert. Nach eigenen Angaben verfügt die Stadtverwaltung derzeit über 13 Fahrzeuge. Vier Verbrennerfahrzeuge seien 2020 durch vier E-Autos ersetzt worden. Im kommenden Jahr sollten zwei weitere folgen.
Fachkräftemangel macht vor Heilbädern nicht Halt
Besser ist es, jetzt gesund zu bleiben, anders kann man es nicht sagen, denn nicht nur in Krankenhäusern wird es schwierig mit der Versorgung: Um die Umstellung der ambulanten Vorsorgekuren von Selbstzahlung auf eine Pflichtleistung der Krankenkassen bewältigen zu können, brauchen Kurorte nach eigener Darstellung die Unterstützung des Bundes. Hintergrund sind die Defizite etwa bei der Rekrutierung des Fachpersonals wie Physiotherapeuten und Badeärzte, so die Geschäftsführerin des Bäderverbands Mecklenburg-Vorpommern, Annette Rösler, auf dem 117. Deutschen Bädertag in Göhren.
Die Gäste, die für die ambulanten Kuren in die Heilbäder kämen, hätten zurecht große Ansprüche, die bedient werden müssten, sagte Rösler. Sie kämen meist zu zweit und blieben drei Wochen. Im Schnitt gäben die Gäste in dieser Zeit zwischen 2500 und 5000 Euro aus. Es werde immer schwerer, geeignete Physiotherapeuten zu gewinnen. Ein Grund sieht Rösler darin, dass in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern die Ausbildung selbst bezahlt werden muss. Ohne genügend Physiotherapeuten könnten die verschriebenen Verordnungen nicht umgesetzt werden.
Das gelte auch für eine veraltete und dringend zu modernisierende Struktur der Badeärzte, von denen es landesweit nur noch gut 20 gebe. Deren Durchschnittsalter liege bei weit über 60 Jahren.
Unisex-Kondome für Männer und Frauen
Malaysische Mediziner stellen das nach eigenen Angaben erste Unisex-Kondom der Welt vor. Sowohl Männer als auch Frauen können es tragen, im Dezember soll es auf den Markt kommen. Ein Schnäppchen ist das neue Präservativ allerdings nicht.
Wüst soll Stellung zu Hambacher Forst beziehen
Im Rechtsstreit um die Räumung des Hambacher Forsts und eine etwaige Berufung vor Gericht soll sich nach dem Willen der Grünen-Fraktion der neue Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) im Landtag erklären. Die Grünen haben für kommende Woche eine Aktuelle Stunde im Plenum beantragt.
Hintergrund: Nachdem das Verwaltungsgericht Köln die Räumung des Waldes vor drei Jahren für rechtswidrig erklärt hatte, beauftragte der Rat die Stadt, keine Berufung einzulegen. Das CDU-geführte Bauministerium wies genau das aber an. "Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang, dass die Landesregierung den Beschluss des Rates der Stadt Kerpen nicht anerkennt", so die Grünen in einer Mitteilung am Freitag. Dazu müsse nicht nur Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU), sondern auch Wüst "klar Stellung beziehen".
Retten verboten
Das ist sehr streng: Hygienevorschriften für Lebensmittel gelten nicht nur für Händler, sondern auch für sogenannte Lebensmittelretter. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden, meldet "rbb24". Die strengen europarechtlichen Hygienevorgaben beträfen alle natürlichen oder juristischen Personen, die im Vertrieb von Lebensmitteln tätig seien, "unabhängig davon, ob die Tätigkeit auf Gewinnerzielung ausgerichtet" ist oder nicht.
Damit wies das Gericht den Eilantrag einer Privatperson gegen ein Verbot zur "Lebensmittelumverteilung" durch das Berliner Bezirksamt Pankow zurück. Entscheidend sei, dass der Antragsteller den Ort und die Einrichtung bereitstelle und es dulde, dass Dritte Lebensmittel einbrächten. Der Antragsteller hatte den Angaben zufolge im Ortsteil Prenzlauer Berg auf der Straße Warentische bereitgestellt und bot aussortierte Lebensmittel an.
Das Bezirksamt hatte ungekühlte, verdorbene und unsauber aufbewahrte sowie unverpackte Lebensmittel auf den Warentischen festgestellt und die weitere Verteilung untersagt. Der Lebensmittelretter erklärte, er sei kein "Lebensmittelunternehmer" und daher für die Lebensmittelumverteilung nicht verantwortlich.
Schichtwechsel
"Der Tag" verabschiedet sich von Kristin Hermann, Sabine Oelmann sagt "danke" und übernimmt. Bei Anregungen, Wünschen oder guten Gedanken zum Wochenende schreiben Sie mir gern unter DERTAG@N-TV.DE
Über die Autorin
IS-Sympathisantin zu vier Jahren Haft verurteilt
Eine Sympathisantin der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ist in Frankfurt zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht sah unter anderem die Mitgliedschaft der 32-Jährigen in einer ausländischen terroristischen Vereinigung als erwiesen an. Die Richter gingen in ihrem Urteil damit über die Forderung der Generalstaatsanwaltschaft hinaus, die drei Jahre und drei Monate Haft beantragt hatte. Die Verteidigung hatte eine wesentlich niedrigere Strafe verlangt, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Der Prozess gegen Kim Teresa A. hatte im Juni begonnen. Die Anklage warf ihr unter anderem vor, sich zwischen 2014 und 2016 in Syrien an der Seite eines IS-Kämpfers aufgehalten, verlassene Wohnungen übernommen und zwei Kalaschnikow-Gewehre besessen zu haben.
Auto explodiert am Londoner Trafalgar Square
Direkt am Londoner Trafalgar Square explodiert ein Auto - mitten in der Innenstadt, wo auch viele Touristen unterwegs sind. Augenzeugen berichten, vor der Explosion habe das Fahrzeug bereits Feuer gefangen. Die Hintergründe sind noch unklar.
Fünf Tote bei Schießerei in Diskothek in Panama
Bei einer Schießerei in Panama-Stadt sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere Menschen seien bei der Gewalttat in dem Nachtclub "Espacio Panama" im historischen Zentrum der panamaischen Hauptstadt verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher im Fernsehsender Telemetro. Hintergrund der Schießerei seien ersten Erkenntnissen zufolge Kämpfe zwischen kriminellen Banden. Nach der Tat seien zwei Verdächtige festgenommen worden, sagte der Polizeisprecher. Zudem hätten die Beamte einer Schusswaffe beschlagnahmt.
Toter unter eingeschleusten Flüchtlingen in Sachsen entdeckt
Die Polizei hat nahe dem sächsischen Schöpstal im Landkreis Görlitz unter 30 offenbar über die deutsch-polnische Grenze geschleusten Menschen einen Toten entdeckt. Es handle sich um einen 32 Jahre alten Mann aus dem Irak, hieß es in einer Mitteilung der Polizeidirektion Görlitz. Er sei vermutlich einige Stunden zuvor gestorben. Eine Obduktion solle die Todesursache klären. Nach Zeugenhinweisen hatte die Polizei gegen sieben Uhr morgens nahe der Autobahn 4 zunächst etwa 30 Menschen festgestellt, von denen einige gerade aus einem Kleintransporter gestiegen waren. Dann bemerkten die Beamten den Toten unter ihnen. Die aufgegriffenen Flüchtlinge wurden von der Bundespolizei in Obhut genommen.
Unwetter auf Sizilien: Sturm rückt näher - zahlreiche Einsätze
Unwetter im Osten der italienischen Insel Sizilien haben zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt. Die Rettungskräfte in Catania und Syrakus rückten binnen 24 Stunden rund 160 Mal aus, wie die Feuerwehr mitteilte. In der Nacht habe sich der Regen verstärkt, erklärte der Chef der Zivilschutzbehörde Siziliens, Salvo Cocina, am Freitag im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Rai 1. Der angekündigte Wirbelsturm bewege sich in Richtung Insel. Im Wetterbericht der Luftwaffe sagten die Meteorologen weiter starken Regen und kräftige Winde voraus.
Eine Bewohnerin einer kleinen Stadt am Fuße des Vulkans Ätna sagte, die Lage dort sei in Ordnung. Kritischer ist es südlich von Catania in Syrakus und Augusta, wo etwa Straßen unter Wasser standen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Während der Unwetter und Überflutungen der vergangenen Tage hatten auf Sizilien bislang drei Menschen ihr Leben verloren. In Catania richteten die Wassermassen schwere Schäden an und trugen ganze Autos davon.
Österreichs Kanzler Schallenberg: "Kurz kann absolut wieder zurück in die Politik"
Österreichs neuer Bundeskanzler Alexander Schallenberg sieht seinen Amtsvorgänger zu Unrecht von der Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft beschuldigt. Im Gespräch mit dem "Spiegel" sagte Schallenberg, er sei überzeugt, "dass strafrechtlich nichts übrig bleiben wird, was Sebastian Kurz betrifft". Der am 9. Oktober vereidigte Regierungschef rechnet mit einer Rückkehr seines Vorgängers: "Kurz kann absolut wieder zurück in die Politik."
Spekulationen, er selbst sei nur als Statthalter eingesetzt worden, erteilte Schallenberg eine Absage: Er bleibe bis 2024 Kanzler, denn er habe "das Amt für die Dauer dieser Legislaturperiode übernommen". Vorzeitige Neuwahlen seien unwahrscheinlich, auch wenn beim Koalitionspartner, den Grünen, "manche Nerven blank liegen" und im Verhältnis der Regierungspartner "etwas zerbrochen" sei.
Warum die UN bei der Generalversammlung einen Dinosaurier sprechen lässt
"Rettet eure Spezies, bevor es zu spät ist!" Im Zuge der anstehenden Weltklimakonferenz macht das UN-Entwicklungsprogramm auf einfallsreiche Art Stimmung: In einem Kurzfilm tritt ein Dinosaurier an das bekannte Pult der US-Vollversammlungen.
Bundesanwaltschaft will Urteil gegen IS-Rückkehrerin Jennifer W. anfechten
Der Generalbundesanwalt will das Urteil gegen die IS-Rückkehrerin Jennifer W. anfechten. Am Freitag legte die Bundesanwaltschaft Revision ein, wie ein Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG) München sagte. Das Gericht hatte die junge Frau aus Lohne in Niedersachsen am Montag unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, wegen Beihilfe zum versuchten Mord sowie zum versuchten Kriegsverbrechen, wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und wegen Sklaverei mit Todesfolge zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Das Gericht geht davon aus, dass die heute 30-Jährige tatenlos dabei zusah, wie ihr damaliger Ehemann, ein IS-Kämpfer, im Irak vor sechs Jahren ein erst fünf Jahre altes, jesidisches Mädchen bei sengender Mittagssonne im Hof ankettete und dort qualvoll verdursten ließ. Die Bundesanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert, das Gericht hatte im Gegensatz dazu aber "einen minderschweren Fall" angenommen, wie Verteidiger Ali Aydin nach der Urteilsverkündung betonte. Er sprach von einem "Sieg" und rechnete vor, dass seine nicht vorbestrafte Mandantin voraussichtlich nach zwei Dritteln aus der Haft entlassen werde.
Trennung? Nathalie Volk löscht alle Bilder mit Rocker-Verlobtem Timur
Offiziell bestätigt ist es zwar noch nicht. Doch Nathalie Volks jüngste Aktion spricht Bände. Auf ihrer Instagram-Seite hat sie alle gemeinsamen Bilder mit Rocker Timur Akbulut gelöscht. Überhaupt folgt sie inzwischen nur noch einem Account - und es ist nicht der ihres bisherigen Verlobten. Der wiederum tat es ihr mit der Löschung gemeinsamer Fotos gleich.
Vielsagend ist auch das, was die 24-Jährige in einer Story in dem sozialen Netzwerk vom Stapel lässt. "Wenn Gott eine Tür schließt, dann hör auf damit, dagegen zu hämmern. Was sich auch immer dahinter befand, war nicht für dich vorbestimmt. Ziehe die Tatsache in Betracht, dass er die Tür vielleicht deshalb geschlossen hat, weil er wusste, dass du so viel mehr wert bist", schreibt sie dort im Original in englischer Sprache.
Mehrere Gerichte in NRW wegen Bombendrohungen geräumt
Wegen Bombendrohungen sind mehrere Gerichte in Düsseldorf und Wuppertal geräumt worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll bei den Behörden eine Liste mit mehreren Objekten eingegangen sein, die bedroht werden. In Düsseldorf war das Oberlandesgericht betroffen, in Wuppertal das Justizzentrum mit Land- und Amtsgericht. "Das Gebäude wurde evakuiert und geräumt", bestätigte ein Polizeisprecher in Wuppertal. Auch an der Düsseldorfer Cecilienallee - dem Hauptsitz des Oberlandesgerichts - gab es einen Polizeieinsatz. Die Ermittler bestätigten offiziell nicht, dass es sich um Bombendrohungen handelte.
Update: Die Polizei hat inzwischen Entwarnung gegeben. Es seien keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden.
Deutsches BIP-Wachstum im dritten Quartal unter Erwartungen
Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2021 deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten allerdings einen Anstieg um 2,1 Prozent erwartet.
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Walter-Borjans will Amt als SPD-Chef abgeben
Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans will sein Amt abgeben. Er werde sich beim Parteitag am 11. Dezember nicht erneut um den Parteivorsitz bewerben, sagte Walter-Borjans der "Rheinischen Post". Er hatte die SPD seit 2019 mit Saskia Esken in einer Doppelspitze die Partei geführt.
Drei Kinder vor Kindertagesstätte von Auto schwer verletzt
Vor eine Kindertagesstätte in Nordhessen sind am Morgen drei Kinder von einem Auto schwer verletzt worden. Nach ersten Informationen der Polizei in Eschwege war der Fahrer des Wagens aus zunächst ungeklärter Ursache in eine Gruppe von Kindern gefahren. Die Beamten gingen zunächst von einem Unfall aus. Zur Versorgung der Verletzten wurden unter anderem zwei Rettungshubschrauber nach Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) geschickt. Weitere Details lagen zunächst nicht vor.
Teenager bringt Baby allein mithilfe von Youtube-Videos zur Welt
Eine 17-Jährige in Indien hat allein ein Baby zur Welt gebracht und die Nabelschnur durchtrennt, nachdem sie entsprechende Youtube-Videos geschaut hatte. Vor ihren Eltern, mit denen sie im Bundesstaat Kerala zusammenlebt, habe sie die Schwangerschaft bis zuletzt verheimlichen können, berichteten indische Medien. Zuletzt sei sie in ihrem Zimmer geblieben und habe gesagt, sie habe Online-Unterricht, sagte ein Polizeisprecher der Zeitung "India Today". Die Eltern erfuhren demnach erst von ihrem Enkel, als sie seine Schreie hörten. Die Jugendliche habe geblutet und sei in ein Krankenhaus gebracht worden.
In Indien ist Sex vor der Ehe ein großes Tabu. Die Polizei nahm zudem den 21-jährigen Freund des Mädchens fest, weil er Sex mit einer Minderjährigen hatte, was in Indien strafbar ist. Auch deshalb suchen etliche jugendliche Schwangere keine ärztliche Hilfe auf. Immer wieder gibt es unsichere und für die werdende Mutter tödliche Abtreibungen außerhalb von Krankenhäusern. Die Eltern der 17-jährigen Mutter hätten von deren Beziehung gewusst, hieß es. Es sei geplant gewesen, die Partner nach ihrem 18. Geburtstag zu verheiraten.
Britischer Minister droht Frankreich im Fischereistreit mit Vergeltung
Im eskalierten Fischereistreit zwischen Großbritannien und Frankreich hat ein britischer Minister mit Vergeltungsmaßnahmen für den Fall gedroht, dass Paris nicht einlenkt. Man wisse nicht, ob Frankreich angedrohte Maßnahmen tatsächlich einführen werde, sagte Umweltminister George Eustice dem Sender Sky News. "Aber wenn sie die einführen, dann können wir dieses Spiel auch spielen und behalten uns die Möglichkeit vor, in angemessener Weise zu reagieren." Aus Frankreich gab es zunächst keine Reaktion.
Am Mittwoch hatte die französische Regierung angekündigt, dass vom 2. November an britische Fischerboote in bestimmten französischen Häfen nicht mehr anlegen dürfen. Außerdem werde Frankreich künftig systematisch die Sicherheit britischer Boote überprüfen. Lkw, die von Frankreich aus nach Großbritannien oder in die Gegenrichtung fahren, sollen ebenfalls schärfer kontrolliert werden. Am Donnerstag setzte Frankreich dann ein britisches Fischerboot wegen angeblich fehlender Lizenzen fest. London bestellte daraufhin für Freitag die französische Botschafterin ein. Eustice deutete zudem an, Premierminister Boris Johnson könne das Thema beim G20-Gipfel am Wochenende in Rom ansprechen.
Warnung von Erziehern: Sogar Kita-Kinder spielen "Squid Game" nach
In einer Kita in Pinneberg haben Kinder einem Zeitungsbericht zufolge die blutige Netflix-Serie "Squid Game" nachgespielt. In einem Brief an die Eltern habe der zuständige Ansprechpartner der Kita vor der Serie gewarnt. Sie sei "brutal, gewaltverherrlichend und insbesondere für Kinder verstörend", zitiert der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag aus dem Schreiben. Die südkoreanische Serie "Squid Game" ist die bisher erfolgreichste Netflix-Produktion. Dabei wird in neun Folgen die Geschichte von knapp 500 Menschen erzählt, die sich alle hoch verschuldet haben. Sie treten in scheinbar harmlosen Kinderspielen gegeneinander an, um ein Preisgeld in Millionenhöhe zu gewinnen. Doch der makabere Wettbewerb lässt keine zweite Chance zu: Wer es nicht in die nächste Runde schafft, wird umgehend getötet.
Dem Bericht zufolge waren Kita-Erzieherinnen aufmerksam geworden, als sich die Kinder am Ende eines Spiels gesagt hätten: "Ich töte dich". "Ihr fügt euren Kindern seelischen Schaden zu, wenn ihr sie derartiges sehen lasst", warnt der für die Elternarbeit zuständige Ansprechpartner in dem Schreiben.
Michelle Obama wird Gastdarstellerin in Sitcom
Die US-Sitcom "Black-ish" hat eine berühmte Gastdarstellerin engagiert: In der kommenden und letzten Staffel werde die frühere First Lady Michelle Obama zu sehen sein, teilten die Macher der Serie mit. Auf den Social-Media-Kanälen der Comedyserie wurde dazu ein Foto veröffentlicht, auf dem Obama zwischen den Hauptdarstellern zu sehen ist. "Black-ish geht für die letzte Staffel aufs Ganze! Es ist eine Ehre, die Wegbereiterin Michelle Obama als kommenden Gaststar bei uns zu haben", hieß es. Die 57-Jährige teilte das Foto auf ihrem Twitter-Account und schrieb dazu: "Ich war schon lange ein Fan von "Black-ishs" Witz und Brillanz, und es war so aufregend, für eine Folge dabei sein zu dürfen. Ich kann es nicht erwarten, bis ihr alle sie sehen könnt!"
Der US-Sender ABC hatte im Mai bekannt gegeben, dass "Black-ish" um eine achte und letzte Staffel verlängert werde. Wann die Staffel erscheint, war zunächst nicht bekannt. Die vielfach ausgezeichnete Comedyserie feierte 2014 Premiere. Im Mittelpunkt steht eine afroamerikanische Familie der oberen Mittelschicht und deren Leben in einer überwiegend weißen Nachbarschaft.
Drogenfund in Laos: "Größte Beschlagnahmung in der Geschichte Asiens"
Rekord-Drogenfund in Südostasien: In Laos hat die Polizei in einem Lastwagen 55 Millionen Amphetamin-Pillen und 1,5 Tonnen Crystal Meth sichergestellt. Es handele sich um die "bei Weitem größte Beschlagnahmung in der Geschichte Ost- und Südostasiens", sagte UN-Experte Jeremy Douglas dem britischen Sender. Die Beamten hätten die Drogen eher zufällig entdeckt, als sie in Bokeo an der Grenze zu Thailand und Myanmar einen Laster kontrolliert hätten, berichtete die örtliche Zeitung "Vientiane Times". Der Lkw habe eigentlich Bierkästen transportiert. Das Gebiet ist auch als "Goldenes Dreieck" bekannt und gilt seit Jahrzehnten als Hotspot des Drogenhandels in Südostasien. Früher war der Begriff ein Synonym für die Opium- bzw. Heroinproduktion in der Region.
Chip-Krise? Daimler protzt mit Gewinnanstieg
Daimler hat trotz des Absatzeinbruchs durch die Chip-Krise im dritten Quartal den Gewinn gesteigert. Das um bereinigte Betriebsergebnis kletterte um vier Prozent auf 3,6 Milliarden Euro, wie Daimler mitteilt. Obwohl der Absatz von Pkw und Lastwagen um 25 Prozent sank, lag der Umsatz von Juli bis September mit 40,1 Milliarden Euro fast auf Vorjahresniveau. "Wir bleiben auf Kurs, um unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen", erklärte Finanzchef Harald Wilhelm.
Der Mangel an Halbleitern infolge der Corona-Pandemie führte zu Produktionspausen, was das Angebot verknappte. Mercedes-Benz Cars und Vans verkaufte mit 471.404 Fahrzeugen 30 Prozent weniger. Die robuste Nachfrage ermöglichte der Marke mit dem Stern aber eine "hohe Preisstabilität". Ein Gewinnbringer ist außerdem die Neuauflage der besonders profitablen Luxuslimousine Mercedes S-Klasse. Zudem hat der Konzern die Kosten gesenkt.
Daimler
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Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
während für viele von uns ein freies Wochenende vor der Tür steht, beginnt für US-Präsident Joe Biden eine mehrtägige Europa-Reise mit einer Reihe von Top-Terminen: Papst-Audienz, Gespräche mit Italien und Frankreich, G20-Spitzentreffen in Rom und zu Beginn der neuen Woche dann der Weltklimagipfel in Schottland. Mit Spannung wird das heutige Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erwartet. Das Verhältnis der transatlantischen Partner war zuletzt sehr angespannt, denn die USA hatten ohne Absprache einen Sicherheitspakt mit Australien und Großbritannien im Indopazifik ins Leben gerufen. Der Pakt ließ ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft Australiens mit Frankreichs platzen, was in Paris zu wütenden Reaktionen führte.
Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:
Angesichts der Verbreitung des Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut vor einem wachsenden Risiko von Ansteckungen gewarnt. "Bei den gegenwärtigen Sieben-Tage-Inzidenzen besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit infektiöser Kontakte", heißt es im jüngsten Wochenbericht. Das Thema wird und heute sicher weiter beschäftigen. Alle Entwicklungen rund um die Pandemie erhalten Sie kompakt in unserem Corona-Ticker.
Kurz vor der Abspaltung seines Lkw- und Bus-Geschäfts und inmitten der weltweiten Chipkrise legt Daimler Geschäftszahlen vor. Bislang ist der Konzern im laufenden Geschäftsjahr solide unterwegs und verdiente trotz aller Bremsspuren durch den Chipmangel gut. Doch im dritten Quartal, dessen Ergebnis Daimler nun vorlegt, sind die Auslieferungen kräftig eingebrochen.
Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung von Ökonomen trotz Lieferengpässen im dritten Quartal an Tempo gewonnen. Wie sich Europas größte Volkswirtschaft im Zeitraum Juli bis Ende September entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten bekannt.
Im Prozess gegen eine mutmaßliche Sympathisantin der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) wird vor dem Oberlandesgericht Frankfurt das Urteil erwartet. Der 32 Jahre alten Kim Teresa A. wird vorgeworfen, sich zwischen 2014 und 2016 in Syrien an der Seite eines IS-Kämpfers aufgehalten, verlassene Wohnungen übernommen und zwei Kalaschnikow-Gewehre besessen zu haben. Angeklagt ist sie wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.
Pal Dardai will im Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga im siebten Anlauf bei der TSG 1899 Hoffenheim erstmals als Sieger vom Platz gehen. Als Trainer von Hertha BSC steht die Bilanz des 45-Jährigen bisher bei einem Remis und fünf Niederlagen in Sinsheim. Dardais Team liegt vor der Partie (20.30 Uhr/DAZN) als Tabellenzehnter einen Punkt vor den Kraichgauern. Alles zum Thema Sport können Sie unter anderem im ntv Sport-Tag nachlesen.
Mein Name ist Kristin Hermann und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de
Goldener Oktober bäumt sich ein letztes Mal auf
Zum Ausklang der Arbeitswoche winkt noch einmal schönstes Herbstwetter: Nach Nebelauflösung kommt ganz Deutschland in den Genuss von reichlich Sonne mit milden zwölf bis neunzehn Grad. Beim Blick auf das Wochenende stehen vor allem dem Südwesten wieder Niederschläge ins Haus.
Passagier schlägt Flugbegleiterin - lebenslanges Airline-Verbot
Ein Erste-Klasse-Passagier hat auf einem US-Linienflug eine Stewardess mit Schlägen verletzt und damit eine ungeplante Zwischenlandung in Denver provoziert. Der Chef der Fluggesellschaft American Airlines, Doug Parker, sprach von "einer der schlimmsten Zurschaustellungen von renitentem Verhalten, die wir je erlebt haben". Mit Blick auf den Angreifer sagte er in einer Videobotschaft: "Ich kann Ihnen garantieren, dass diese Person nie wieder mit American Airlines fliegen darf." Parker forderte, der zunehmenden Gewalt in Flugzeugen Einhalt zu gebieten. Die Vereinigung Professioneller Flugbegleiter (APFA) teilte mit, das Opfer sei inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Der Vorfall hatte sich am Mittwochabend auf einem Flug von New York nach Kalifornien ereignet. Der Sender ABC berichtete unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle, die Flugbegleiterin habe den Passagier versehentlich angerempelt und sich dafür entschuldigt. Später sei der Mann zur Bordküche gegangen und habe die Frau zwei Mal geschlagen. Anschließend sei er dann zu seinem Sitz zurückgekehrt, als ob nichts geschehen wäre. ABC zitierte Schilderungen von Passagieren, denen zufolge der Mann alkoholisiert gewesen sei. Nach dem Angriff habe er an seinen Sitz gefesselt werden müssen. American Airlines schaltete laut Parker die Bundespolizei FBI ein und werde alles unternehmen, damit der Gewalttäter strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen wird.
New Yorks Ex-Gouverneur Cuomo wegen sexuellen Vergehens beschuldigt
Nach seinem Rücktritt wegen Belästigungsvorwürfen ist der frühere New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo nun wegen eines sexuellen Vergehens beschuldigt worden. Beim Stadtgericht von Albany sei eine Klage wegen eines "Sexualverbrechens" eingereicht worden, sagte ein Gerichtssprecher. Cuomo wird darin beschuldigt, im Dezember 2020 seine Hand in die Bluse des Opfers gesteckt und ihr an die linke Brust gefasst zu haben. Cuomo war im August zurückgetreten und damit einem drohenden Amtsenthebungsverfahren zuvorgekommen. Zuvor hatte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James einen Bericht veröffentlicht, in welchem dem Gouverneur vorgeworfen wird, elf Frauen sexuell belästigt zu haben.
Cuomo hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. "Die heute gegen Cuomo eingereichte Klage wegen gewaltsamer Berührung bestätigt die Ergebnisse unseres Berichts", erklärte Generalstaatsanwältin James. Gewaltsame Berührung ist ein Vergehen, das mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden kann. Der aus einer Politiker-Dynastie stammende Cuomo war 2010 zum Gouverneur gewählt worden und war zwischenzeitlich einer der Stars der Demokraten.