Mittwoch, 15. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Mittwoch, der 15. April 2020

Ganz Deutschland wartet auf die Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Nach der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel steht fest: Wir müssen uns weiter gedulden. Nur einzelne Geschäfte dürfen ab Montag öffnen, die Schulen bleiben noch bis zum 3. Mai zu. Großveranstaltungen sind bis Ende August untersagt. Welche Maßnahmen gelockert wurden - und welche nicht - lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

21:55 Uhr

Trumps Beraterin blamiert sich mit Äußerung zu Covid-19

Kellyanne Conway, Kommunikationsberaterin des US-Präsidenten Donald Trump, hat mit einer Äußerung zur Coronavirus-Pandemie für Spott im Netz gesorgt.

In einem Interview mit dem konservativen Nachrichtensender Fox News benutzte Conway den Begriff "Covid-19" so, als handle es sich um die 19. Version des Coronavirus. Tatsächlich steht die Zahl 19 für das Jahr 2019, in dem das neuartige Coronavirus und die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit erstmals auftauchten.

Auf Fox News warf Conway der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fehlende Vorbereitung auf die Pandemie vor. "Das ist Covid-19, nicht Covid-1, Leute", sagte die Trump-Mitarbeiterin.

*Datenschutz

21:17 Uhr

Amazon schließt nach Gerichtsurteil Standorte in Frankreich

Nach dem Urteil eines französischen Gerichts zur Überprüfung möglicher Corona-Risiken für Mitarbeiter schließt Amazon vorübergehend seine Standorte in Frankreich. Der Onlinehändler werde seine Standorte ab Donnerstag für fünf Tage schließen, teilten das Management sowie ein Sprecher der Gewerkschaft CGT mit.

  • Nach Angaben der Unternehmensleitung sollen den Beschäftigten während der Schließung ihre vollen Gehälter ausgezahlt werden.
  • Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte einer Klage von Gewerkschaftsvertretern stattgegeben, wonach Amazon die Corona-Risiken für Arbeiter in Lagerhallen überprüfen und währenddessen nur Lebensmittel sowie Hygieneartikel und Medizinprodukte vertreiben darf. Andernfalls droht dem Unternehmen eine Strafe von einer Million Euro. Laut Gericht trug der US-Konzern den Sicherheits- und Gesundheitsverpflichtungen gegenüber seinen Angestellten nicht ausreichend Rechnung.
  • Amazon erklärte dazu, die Entscheidung der Justiz mache den Konzern "ratlos". Die Beschäftigten hätten Masken erhalten, zudem werde ihr Fieber kontrolliert.
20:31 Uhr

Junge Männer zwangen Jugendliche zu Raubüberfällen

Zwei junge Männer aus Moers in Nordrhein-Westfalen, die zwei Jugendliche zu Raubzügen gezwungen haben sollen, sind festgenommen worden. Die 17 und 19 Jahre alten mutmaßlichen Drahtzieher aus Moers sollen an der Tatplanung beteiligt gewesen sein und die Ausstattung besorgt haben. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen.

  • Die jungen Männer sollen die beiden Jugendlichen erpresst, bedroht und zu den Überfällen genötigt haben, wie die Polizei mitteilte.
  • Insgesamt nahm die Polizei sieben Tatverdächtige vorläufig fest. Darunter waren neben den beiden 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen, die an den Raubzügen beteiligt gewesen sein sollen, auch mutmaßliche Aufpasser oder Fahrer der Fluchtfahrzeuge. 
  • Fünf Raubüberfälle allein im März sollen auf das Konto der Gruppe gehen. Dabei ging sie nach Erkenntnissen der Ermittler nach dem gleichen Schema vor: Drei Unbekannte betraten den Kassenbereich und forderten im bedrohlichen Ton Geld von den Angestellten. Ein Täter soll dabei eine schwarze Schusswaffe oder ein Messer in Richtung des jeweiligen Mitarbeiters an der Kasse gehalten haben. Anschließend flüchteten sie mit der Beute.
19:52 Uhr

Iphone SE: Apple gibt Release-Termin und Preis bekannt

131700207.jpg

So sieht das neue SE aus, das man ab Freitag vorbestellen kann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich wurde das neue iPhone SE Anfang April in den Shops erwartet, doch dann kam die Coronavirus-Pandemie dazwischen. Nun bringt Apple sein neues Smartphone doch auf den Markt.

  • Das Handy wird in den USA zu einem Preis von 399 Dollar aufwärts erhältlich sein, wie der Technologie-Konzern mitteilte. In Deutschland kostet das iPhone SE ab 329 Euro, wenn jemand sein altes iPhone eintauscht, ansonsten ab 479 Euro. Die Vorbestellungen beginnen am Freitag.
  • Das neue Smartphone ist der Nachfolger des 2016 auf den Markt gekommenen iPhone SE. Es ähnelt äußerlich dem iPhone 8 aus dem Jahr 2017, hat aber technische Elemente der iPhone-11-Reihe, die Ende 2019 auf den Markt gekommen war.
  • Mit dem iPhone SE überbrückt Apple die Zeit bis zum neuen iPhone 12, das die 5G-Technologie nutzen kann. War dessen Verkaufsstart bislang für den Herbst erwartet worden, dürfte sich dies wegen des Coronavirus verzögern.
19:18 Uhr

106-Jährige überlebt Corona-Infektion

Gute Nachricht aus einem von der Corona-Pandemie gebeutelten Land: In Großbritannien ist eine 106-Jährige nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden.

  • Die 1913 geborene Connie Titchen sei die älteste Patientin in Großbritannien, die die Infektion überwunden habe, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden mit. Drei Wochen lang kämpfte Titchen gegen die Viruserkrankung. Diese Woche verließ sie unter dem Applaus des Klinikpersonals das Krankenhaus in Birmingham, wo sie behandelt worden war.
  • Sie sei glücklich und ungeduldig, ihre Familie wiederzusehen, sagte die Urgroßmutter Kamerateams vor dem Krankenhaus.
  • Ihr Enkel Alex Jones führte ihre robuste Gesundheit darauf zurück, dass sie immer "körperlich aktiv und sehr unabhängig" gewesen sei. In jüngeren Jahren habe sie gerne getanzt, sei Fahrrad gefahren, habe Golf gespielt und gelegentlich Fast-Food gegessen, hieß es in einer Mitteilung von Jones.

18:40 Uhr
Breaking News

Kontaktbeschränkungen gelten weiter bis 3. Mai

Die Menschen in Deutschland müssen noch mindestens bis zum 3. Mai mit den strengen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie leben. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin. In einigen Bereichen stellten die Chefs von Bund und Ländern erste kleine Schritte hin zu einer Normalisierung in Aussicht: So sollen etwa die Schulen ab dem 4. Mai "schrittweise" wieder geöffnet werden, kündigte Merkel nach den Beratungen an. Auch Läden sollten in bestimmten Fällen wieder öffnen dürfen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:26 Uhr

Erntehelfer stirbt bei Freiburg wohl an Coronavirus

Nach dem Tod eines Erntehelfers in Bad Krozingen bei Freiburg durchleuchtet das zuständige Gesundheitsamt das Umfeld des Mannes. Einem Bericht des "Spiegel" zufolge war der aus Rumänien stammende 57 Jahre alte Mann mit dem Coronavirus infiziert und in der vergangenen Woche in Bad Krozingen gestorben. Gesucht würden nun Personen, mit denen der Mann Kontakt hatte, sagte ein Sprecher des Gesundheitsamts in Freiburg. Dies sei bei Corona-Fällen die übliche Praxis. Eine weitere Ausbreitung des Coronavirus solle mit dieser Schutzmaßnahme verhindert werden. Weitere Einzelheiten zu dem Fall nannte der Behördensprecher aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Der Mann war dem "Spiegel"-Bericht zufolge bereits seit März in der Landwirtschaft in Süddeutschland als Erntehelfer im Einsatz.

17:43 Uhr

Friedhofsmitarbeiter entdeckt Leiche - Polizei vermutet Tötungsdelikt

131696931 (1).jpg

Nach dem Leichenfund auf einem Friedhof in Hannover geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf einem Friedhof in Hannover hat ein Mitarbeiter heute Morgen eine männliche Leiche entdeckt.

Nach einer ersten rechtsmedizinischen Untersuchung gehe die Kriminalpolizei von einem Tötungsdelikt aus, sagte ein Polizeisprecher. Die Identität und Todesursache standen zunächst nicht fest. Die Leiche des Mannes werde obduziert. Aktuell werde das Alter des Mannes zwischen 25 und 45 Jahre geschätzt, sagte der Sprecher.

Zeugen, die seit Gründonnerstag am Friedhof an der Straße Kleiner Hillen im Stadtteil Kirchrode verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 bei der Polizei zu melden.

17:16 Uhr

US-Wahl: Auch Warren stellt sich hinter Biden

Nach diversen anderen hochrangigen Demokraten hat sich auch die einflussreiche Senatorin Elizabeth Warren offiziell hinter Joe Biden als Präsidentschaftskandidaten der Partei gestellt.

Warren, die selbst Anfang März ihre Präsidentschaftsbewerbung zurückgezogen hatte, veröffentlichte nun eine Videobotschaft auf Twitter, in der sie Biden ihre volle Unterstützung zusagte.

Nach dem Rückzug des linken Senators Bernie Sanders vor einigen Tagen steht Biden quasi schon als Herausforderer für den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentenwahl Anfang November fest - lange vor dem Ende der Vorwahlen bei den Demokraten. Die offizielle Kür des Kandidaten soll bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer folgen.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:53 Uhr
Breaking News

Großveranstaltungen bleiben bis 31. August untersagt

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden - auch Fußballspiele sind davon betroffen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Merkel einigen sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf dieses prinzipielle Verbot.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:36 Uhr

Diebe stehlen Tresor mit radioaktivem Inhalt - und bringen ihn zurück

131698387.jpg

Wer diesen Tresor öffnet, riskiert seine Gesundheit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vergangene Woche haben Unbekannte aus dem Poppeldorfer Schloss, in dem unter anderem naturwissenschaftliche Institute der Universität Bonn untergebracht sind, einen Tresor gestohlen. Was die Diebe offenbar nicht wussten: Darin war kein Geld. Sondern gefährliche Chemikalien.

Daraufhin hatte die Uni die Diebe gewarnt: In dem Tresor seien kleine Mengen von zum Teil schwach radioaktiven Schwermetallsalzen in wässriger Lösung und in Pulverform zu finden. Es bestehe Vergiftungsgefahr.

Wenige Tage nach der Warnung ist der Tresor nun wieder aufgetaucht. Der Behälter wurde von einem Bauarbeiter auf der Baustelle am Schloss gefunden. Die Täter hätten ihn offenbar nicht öffnen können und ihn unter Planen versteckt, berichtete die Uni Bonn. Sein Inhalt sei vollständig und unbeschädigt, wie man bei Untersuchungen unter Schutzbedingungen im Labor festgestellt habe.

16:10 Uhr
Breaking News

Bund und Länder wollen Masken in Handel und ÖPNV empfehlen

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin erfuhr.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:56 Uhr

Nach Flugzeugbrand mit 41 Toten: Ermittler geben Pilot Schuld

Rund ein Jahr nach dem Flugzeugbrand in Moskau mit 41 Toten haben die Ermittler dem Piloten die Hauptschuld an dem Unfall gegeben.

Der Mann habe sich bei der Landung nicht an die Vorschriften gehalten und so den Tod der Menschen verschuldet, teilte das Staatliche Ermittlungskomitee in Moskau mit. Die forensischen Untersuchungen und die Analyse des Flugzeugschreibers hätten eindeutig gezeigt, dass die Maschine des Typs Suchoi Superjet-100 bei der Landung keine technischen Probleme gehabt habe. Das hatte der Pilot zunächst behauptet.

Die Maschine der Fluggesellschaft Aeroflot war im Mai 2019 auf ihrem Weg nach Murmansk im Norden des Landes kurz nach dem Start zum Moskauer Flughafen Scheremetjewo zurückgekehrt. Beim Landeanflug prallte die Maschine mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. Nur 37 Menschen konnten sich retten, darunter auch die Piloten.

15:16 Uhr

John Travolta erinnert an verstorbenen Sohn

Für John Travolta und Kelly Preston ist der 13. April kein einfacher Tag. Denn es ist der Geburtstag ihres 2009 verstorbenen Sohns Jett, der dieses Jahr 28 geworden wäre. Und wie jedes Jahr erinnert sich die Familie mit herzerwärmenden Instagram-Posts an ihn. "Alles Gute zum Geburtstag, Jetty! Wir lieben dich", schreibt Travolta unter ein Schwarz-Weiß-Bild der beiden. Und auch Mama Kelly Preston teilt ein Erinnerungsfoto: "Alles Gute an unseren süßesten Jetty, wir lieben dich!"

*Datenschutz

Jett Travoltas Tod war ein tragischer Schicksalsschlag für die Familie. Es passierte im gemeinsamen Urlaub auf den Bahamas: Der damals 16-Jährige erlitt einen Krampfanfall in der Badewanne und wurde von seinen Eltern bewusstlos aufgefunden - er konnte nicht wiederbelebt werden. Jett litt am Kawasaki-Syndrom und hatte sein ganzes Leben lang mit den plötzlichen Anfällen zu kämpfen.

14:34 Uhr

Conchita Wurst moderiert ESC-Ersatz

118817257.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Der österreichische Travestiekünstler Conchita Wurst wird die von Entertainer Stefan Raab in Deutschland geplante Alternative zum abgesagten Eurovision Song Contest (ESC) moderieren. Das teilte der Sender ProSieben, der die von Raab produzierte Fernsehshow ausstrahlen wird, mit. Auch der ProSieben-Moderator Steven Gätjen wird demnach neben Wurst durch den "Free European Song Contest" führen. Ausgestrahlt wird die Sendung am 16. Mai.

Der Privatsender gab zugleich auch Einzelheiten zum Ablauf der Liveshow bekannt: Demnach treten "prominente Musiker" darin vor Publikum "für ihr Herkunftsland" an. Die Zuschauer vergeben Punkte und küren so den Sieger des Abends.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Ina Bullwinkel verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Los geht's!

14:01 Uhr

Abmahnung: Burger-King-Burger nicht veggie genug

Im "Home of the Whopper" haben Vegetarier offenbar schlechte Karten: Burger King wirbt in Großbritannien mit einem neuen Veggie-Burger. Der ist aber gar nicht so veggie, wie er angepriesen wird. Deshalb hat die britische Werbeaufsichts-Behörde ASA die Fastfood-Kette jetzt wegen irreführender Werbung für den "Rebel Whopper" abgemahnt. Denn dieser wird auf denselben Grills gebraten wie die Fleischprodukte, in der Mayonnaise sind zudem Eier verarbeitet.

Die Behörde gab damit Beschwerden von Verbrauchern recht, die sich über die Online-Kampagne der US-Kette für den im Januar neu eingeführten Veggie-Burger empört hatten. Die Werbung habe den "allgemeinen Eindruck" erweckt, dass der Burger für Vegetarier und Veganer geeignet sei, obwohl dies nicht der Fall sei, erklärte ASA.

13:36 Uhr

Sachsen: Zahl antisemitischer Straftaten auf Höchststand

Die Zahl antisemitischer Straftaten hat in Sachsen im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. 2019 wurden 156 solcher Delikte bekannt, wie aus Antworten der Landesregierung auf parlamentarische Anfragen der Linksfraktion im Landtag hervorgeht. 2018 seien 138 Fälle gemeldet worden, 2017 seien es 118 gewesen, teilte die Abgeordnete Kerstin Köditz mit. Sie fragt die Zahlen monatlich bei der Landesregierung ab.

Bei den Delikten handelte es sich demnach vorrangig um Volksverhetzung (72) und um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (42). Hinzu kämen Beleidigungen und Bedrohungen (8) sowie zwei Körperverletzungen, so die Abgeordnete. 144 und damit mehr als 90 Prozent aller erfassten Vorfälle wurden als rechtsmotivierte Straftaten eingestuft. Der Rest entfällt auf den Bereich "ausländische Ideologie" (4), war religiös (3) oder links motiviert (2). Drei Fälle konnten keinem Bereich zugeordnet werden .

13:12 Uhr
Breaking News

Bund will Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter ermöglichen

Der Bund will ermöglichen, Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Das sieht eine Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder vor. Die seit mehreren Wochen geltenden harten Kontaktbeschränkungen sollen demnach grundsätzlich bis zum 3. Mai verlängert werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:56 Uhr

Mann stürzt von Kirchturm und überlebt schwer verletzt

Ein Mann ist im baden-württembergischen Markgröningen von einem Kirchturm zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Er überlebte schwer verletzt und kam ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben war der 60-Jährige am Dienstagabend mit einem Bekannten auf den Turm der mittelalterlichen Kirche gestiegen, um gegen einen Schädlingsbefall im Gebälk vorzugehen.

Dabei brach unter ihm offenbar eine Bodendiele ein, und er stürzte in den Innenraum der Kirche. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert befindet sich in Privatbesitz.

12:31 Uhr

Australier muss wegen Quarantäne-Bruchs ins Gefängnis

Der 35-jährige Australier Jonathan David hat die ihm auferlegte Quarantäne nicht ernst genommen - deshalb muss er für einen Monat ins Gefängnis. David war Ende März aus dem Bundesstaat Victoria nach Perth gereist und musste den Ausgangsbeschränkungen folgend 14 Tage in Quarantäne.

Wie die Polizei des Bundesstaats West Australia mitteilte, war David mehrfach über den Notausgang aus der vorgeschriebenen Quarantäne in einem Hotel entkommen. Er selbst soll ausgesagt haben, sich bei seinen "Ausbrüchen" etwas zu Essen besorgt und seine Freundin besucht zu haben, berichtete der Fernsehsender Seven News.

Dabei wurde er allerdings von den Überwachungskameras erfasst und Anfang des Monats festgenommen. Neben der Gefängnisstrafe wurde ihm eine Geldstrafe von umgerechnet 1170 Euro auferlegt. David ist der erste Mensch in Australien, der wegen Verstoßes gegen die Beschränkungen ins Gefängnis muss.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:50 Uhr

Bald Steuerformulare ohne "Ehemann" und "Ehefrau"?

Die Begriffe "Ehemann" und "Ehefrau" sollen offenbar aus den Vordrucken und elektronischen Formularen für die Steuererklärung gestrichen werden. Stattdessen soll geschlechtsneutral von "Person A" und "Person B" die Rede sein, wie die "Rheinische Post" aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion zitierte.

Die Änderung dürfte demnach aber noch eine Weile auf sich warten lassen: Für die Umstellung müssten die Finanzverwaltungen der Länder die jeweiligen individuellen Angaben der beiden zusammen veranlagten Personen mithilfe der Steueridentifikationsnummer eindeutig zuordnen können. Da hierfür noch technische Umstellungen nötig seien, seien die Pläne nur langfristig umsetzbar, schrieb das Ministerium dem Bericht zufolge.

11:00 Uhr

Corona-Passierscheine: Gefährliche Warteschlangen in Moskau

Eigentlich wollen die Behörden in Moskau die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen mit ihren neu eingeführten Passierscheinen. Doch am ersten Tag, an dem die Scheine für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verpflichtend sind, ist es zu langen Warteschlangen an der U-Bahn gekommen. Medien und soziale Netzwerke veröffentlichten Videos und Fotos mit Menschen, die dicht gedrängt vor den Eingängen der Metro warteten - dort kontrollierten Polizisten die Ausgangsscheine.

"Das Coronavirus sagte Danke", hieß es in Kommentaren. Es sei nicht möglich, ausreichend Abstand zu halten, beschwerten sich andere auf Twitter. Die digitale Sondererlaubnis brauchen alle, die mit dem Auto, Taxi oder dem Nahverkehr unterwegs sind. Wer keinen solchen Schein hat, muss zu Hause bleiben. Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte in dem sozialen Netzwerk Vkontakte, dass es wegen der Überprüfung zu Wartezeiten gekommen sei, "was in der aktuellen Situation sehr kritisch ist". Dies müsse verhindert werden. "Wir werden darüber nachdenken, wie das geht."

10:34 Uhr

Corona-Verbote in Südafrika führen zu Plünderungen

In dem von einer strikten Ausgangssperre betroffenen Südafrika sind mehrere Lebensmittelgeschäfte geplündert worden. Betroffen war vor allem der Großraum um Kapstadt. Der für die Sicherheit der Westkap-Provinz zuständige Minister verurteilte die Übergriffe. Zuvor hatte es auch Berichte über Tumulte bei der Verteilung von Hilfspaketen in einem Township gegeben.

Der Kap-Staat hat am 27. März eine der weltweit strengsten Ausgangssperren verhängt, zugleich die Landgrenzen geschlossen und den Personen-Flugbetrieb eingestellt. Der tägliche Anstieg der Neuinfektionen ist seitdem spürbar gesunken. Die zunächst auf drei Wochen befristete Ausgangssperre wurde gerade um zwei Wochen verlängert. Sie trifft vor allem in den Townships viele Menschen hart, die auf engstem Raum leben und keinerlei Rücklagen haben.

Die von Polizei und Armee oft mit harter Hand durchgesetzte Beschränkung sieht ein Verlassen der Wohnung nur bei medizinischen Notfällen oder dringenden Versorgungsgängen vor. Das damit einhergehende strikte Verbot des Alkohol- und Tabakverkaufs führte auch zu Plünderungen von Spirituosenläden.

10:07 Uhr

Rollator-Challenge: Rentner erzielt Millionenspende

100 Runden hat der Kriegsveteran Tom Moore mit dem Rollator durch seinen Garten geschafft. Der 99-jährige Brite hat mit dieser Challenge eine Millionenspende für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Bis Mittwochvormittag waren über eine Spendenseite im Internet schon weit mehr als vier Millionen Pfund (umgerechnet mehr als fünf Millionen Euro) aus aller Welt zusammengekommen. Und Moore will weitermachen. Sein Plan: nochmals 100 Runden.

Sein ursprüngliches Ziel war, nur 1000 Pfund einzusammeln. Der Senior bedankt sich damit bei den "wunderbaren" NHS-Mitarbeitern, die ihm bei der Behandlung seines Hautkrebses und einer gebrochenen Hüfte geholfen haben. Jede Runde in seinem kleinen Garten im Dorf Marston Moretaine nahe Cambridge hat einen Umfang von 25 Metern.

09:20 Uhr

Gegen Corona-App: Linke Gruppe bekennt sich zu Anschlag

Nach dem Brand in einer Baugrube im Berliner Ortsteil Charlottenburg, bei dem freiliegende Versorgungskabel schwer beschädigt wurden, hat der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Kurz nach dem Brand am Dienstag hatte eine linke Gruppe auf der Internetseite "indymedia" ein Bekennerschreiben veröffentlicht. "Der Polizei ist dieses Schreiben bekannt", sagte eine Polizeisprecherin. Ob es echt sei, müsse noch geprüft werden.

In dem Bekennerschreiben heißt es, Ziel des Anschlags sei das nahe Heinrich-Hertz-Institut gewesen, das an einer Corona-App arbeite. Mit einer solchen App sollen Infizierte und deren Kontakte schneller nachvollzogen werden können. Die Verfasser sehen darin eine "Aufweichung der Grundrechte".

09:01 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

Schwarze aus Restaurant in China verbannt - McDonald's sagt sorry

*Datenschutz

Ein McDonald's-Restaurant in der chinesischen Stadt Guangzhou steht in der Kritik, nachdem es schwarzen Kunden den Eintritt verwehrte. In einem Bericht von CBS News heißt es, am Eingang des Schnellrestaurants habe ein Zettel mit der entsprechenden - rassistischen - Information gehangen.

Inzwischen soll sich der McDonald's-Konzern für das Verhalten der Filiale entschuldigt haben. Es repräsentiere nicht die inklusiven Werte des Unternehmens, zitiert CBS News aus einem Statement. Das Restaurant sei zeitweise geschlossen worden, in dieser Zeit wolle man die Manager und Angestellten eingehend über die Werte von McDonald's unterrichten.

Laut dem Bericht habe es seit Ausbruch der Corona-Pandemie vermehrt rassistische Anfeindungen gegenüber Schwarzen in Guangzhou gegeben - in der Stadt lebt eine der größten afrikanischen Gruppen Chinas. Die meisten von ihnen sind Expats oder Händler.

08:24 Uhr

Terrorverdacht: Fünf Festnahmen nach Razzien in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind fünf mutmaßliche Islamisten wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Nach RTL/ntv-Informationen gab es um 6 Uhr morgens Durchsuchungen in acht Städten. Fünf Haftbefehle wurden demnach vollstreckt. Die Festgenommenen stammen den Informationen zufolge aus Tadschikistan. Unter ihnen sollen auch Gefährder sein.

Die Polizei spricht von einer konkreten Terrorgefahr, die sehr ernst genommen werde. Die Verdächtigen sollen schon länger beobachtet worden sein, bei ihnen handele es sich um "schwere Jungs". Die mutmaßlichen Islamisten seien jetzt auf dem Weg nach Karlsruhe und sollen dort dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:03 Uhr

"Corona-Scheidung": Japanische Firma findet Marktlücke

Wenn beide Partner von zu Hause arbeiten, verbringen sie mehr Zeit miteinander als sonst. Bei manchen Paaren führt das offenbar zu starken Spannungen, mancherorts derzeit sogar zu sogenannten "Corona-Scheidungen". Vor allem in Japan ist das derzeit ein Thema. Viele Ehepaare leben dort auf engem Raum und gehen sich offenbar schnell mal auf den Geist.

Das japanische Unternehmen Kasoku ist so auf eine Marktlücke gestoßen und bietet Ehepaaren möblierte Kurzzeit-Apartments an, um einer Trennung zu entrinnen. "Bitte wenden Sie sich an uns, bevor Sie eine 'Coronavirus-Scheidung' erwägen", heißt es in der Werbung des Unternehmens. Eheleute sollen auf diese Weise die Möglichkeit haben, auch mal etwas Zeit getrennt zu verbringen.

Kasoku bietet seine Corona-Zufluchten für umgerechnet etwa 35 Euro am Tag an. Darin enthalten ist das Angebot einer halbstündigen Scheidungs-Beratung mit einem Rechtsexperten.

07:27 Uhr

Chile begnadigt Hunderte Strafgefangene - wegen Corona

Das chilenische Verfassungsgericht hat die Begnadigung von 1300 Strafgefangenen bewilligt, die einem besonders hohen Infektionsrisiko durch das Coronavirus ausgesetzt sind. Ein entsprechendes Gesetz war von der Regierung des konservativen Präsidenten Sebastián Piñera eingebracht worden.

  • Das Gesetz sieht die vorzeitige Haftentlassung von Gefangenen über 75 Jahren, Müttern von Kleinkindern sowie Schwangeren vor. Sie sollen nach ihrer Freilassung unter Hausarrest gestellt werden.
  • Von dem Gesetz ausgenommen sind Gefängnisinsassen, die wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Mord, Entführung, Drogenhandel oder häuslicher Gewalt verurteilt wurden.
07:02 Uhr

Hoch "Nikolaus" treibt Temperatur nach oben

 

Der Tag startet im Norden frostfrei und teils stürmisch mit Frühwerten zwischen drei und sieben Grad. Ansonsten ist es ruhiger und nach einer überwiegend klaren Nacht geht es verbreitet mit Frost oder Bodenfrost los. Am kältesten ist es zum Start in den Tag im Bereich der Schwäbischen Alb und am Bayrischen Wald mit knapp an die minus zehn Grad.

Dafür sorgt Hoch "Nikolas", das sich inzwischen von den Britischen Inseln über Deutschland bis zum Schwarzen Meer erstreckt, für schönes und erneut spürbar wärmeres Wetter. Lediglich den Norden und den Osten streifen die Wolkenfelder von Skandinavien-Tief "Ulrike". Hinter den Wolken wird es aber auch dort immer freundlicher.

Die Temperaturen: Es wird deutlich wärmer bei 14 bis 19, im Breisgau bis 20 Grad. Einzig an der windigen bis stürmischen Küste bleibt es mit 12 Grad ziemlich unterkühlt.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die weiteren Aussichten: Morgen dominiert ebenfalls die Sonne und nur ganz im Norden ziehen bei mageren 12 Grad zeitweise dichte Wolkenfelder durch. Im übrigen Land werden es meistens 15 bis 20, im Süden und Westen 21 bis 25 Grad.

Am Freitag scheint im Norden überwiegend die Sonne. Dafür sind dann im Süden die Wolken etwas zahlreicher. Die Temperaturen erreichen im Norden und Osten 12 bis 18, im Süden und Westen 21 bis 25, am Oberrhein sogar 26 oder 27 Grad.

Der Trend fürs Wochenende: In der Südhälfte wechselhaft mit örtlichen Schauern und Gewittern. Der Norden zeigt sich dagegen trocken und sonnig. Dabei ändert sich am Samstag bei den Temperaturen nur wenig, während es am Sonntag kühler weitergeht. Im Nordosten mit 10 bis 15, im Südwesten mit 17 bis 23 Grad. Ihr Björn Alexander

06:52 Uhr

Immer weniger Betriebe bilden aus

In Deutschland gibt es immer weniger Ausbildungsbetriebe: Weniger als ein Fünftel der Unternehmen bildeten im vergangenen Jahr Lehrlinge aus, heißt es im neuen nationalen Berufsbildungsbericht, aus dem das "Handelsblatt" zitiert.

  • Der Anteil der Ausbildungsbetriebe lag dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr bei 19,7 Prozent - ein Rückgang von rund 3,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2009. Selbst von den großen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern bildet demnach ein Fünftel gar keine Auszubildenden mehr aus.
  • 25.000 Interessenten bewarben sich laut dem Bericht erfolglos um eine Ausbildungsstelle - ein Plus von 5000 im Vergleich zu 2014/15. Hinzu kommen demnach fast 50.000 Bewerber, die nach einer erfolglosen Ausbildungsplatzsuche weiterhin zur Schule gehen, jedoch nach wie vor Interesse an einer Lehrstelle haben.
  • Deutlich gesunken ist dagegen die Zahl der unbesetzten Lehrstellen. 53.000 Ausbildungsplätze blieben 2019 laut dem Bericht frei. In den Vorjahren war diese Zahl stetig gestiegen, 2018 lag sie bei knapp 58.000. Im Vergleich zum Jahr 2009 habe sich die Zahl der unbesetzten Stellen jedoch verdreifacht, heißt in dem Bericht.
06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

darauf warten Millionen Menschen seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen vor knapp einem Monat: Corona-Lockerungen. Heute berät sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu per Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten. Um 14 Uhr soll es losgehen, im Anschluss will Merkel die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Streit mit der WHO: Mitten in der Coronavirus-Pandemie legt US-Präsident Donald Trump die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis. Er habe die Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe, sagte Trump.
  • Von der Leyen stellt EU-Strategie vor: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel äußern sich um 11 Uhr gemeinsam zur Corona-Krise. Im Mittelpunkt soll die EU-Strategie für eine langsame und kontrollierte Lockerung der Corona-Beschränkungen stehen. Dabei sollen sich die EU-Staaten eng abstimmen. Der Zeitplan bleibt aber in der Hand der einzelnen Regierungen.
  • Handel fordert rasche Öffnung der Läden: Der Stillstand in der Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft hart. Besonders vom Handelsverband Deutschland (HDE) wird der Ruf nach einer Wiedereröffnung der Geschäfte immer lauter: Wenn die Läden in den Innenstädten noch lange flächendeckend schließen müssten, drohe eine gewaltige Pleitewelle. Die Industrie mahnte einen verbindlichen Fahrplan für eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen an.
  • Abtreibungsgesetz: Das polnische Parlament debattiert über einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Abtreibungsrechts.
  • Wahlen in Südkorea: Im Zeichen der Corona-Krise findet in Südkorea die Parlamentswahl statt. Hochrechnungen werden ab 17 Uhr (MESZ) erwartet.
  • Kitas im Nachbarland: In Dänemark können ab heute Zehntausende Kinder wieder in die Krippe, den Kindergarten oder die Schule gehen.

Starten Sie gut in diesen Mittwoch. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:09 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht