Mittwoch, 10. Juli 2019Der Tag

mit Josephin Hartwig
22:33 Uhr

Das war Mittwoch, der 10. März 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

heute hat uns wieder der Gesundheitszustand von Kanzlerin Merkel beschäftigt. Erneut ist sie von einem Zitter-Anfall heimgesucht worden. "Man muss sich keine Sorgen machen",  sagte sie dazu und versuchte, alle Spekulationen vom Tisch zu fegen. Es gelingt ihr leider nicht ganz. Die Bundesrepublik sorgt sich um die Kanzlerin.

Das war heute aber auch noch wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie morgen früh ab 6:00 Uhr gerne wieder rein. Dann beginnt ein neuer "Tag".

22:25 Uhr

Pfarrer wird nach kontroverser Predigt entlassen

  • Nach seiner empört aufgenommenen Predigt über Missbrauch und Vergebung ist ein katholischer Pfarrer in Münster in den Ruhestand versetzt worden.
  • Ihm sei jegliche Äußerung zu dem Thema verboten, stellte Bischof Felix Genn klar. Er dürfe mit seinen "unsäglichen Thesen" nicht weiter belästigen.
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    Bischof Felix Glenn ist offenbar nicht der Meinung, man könne Missbrauch vergeben. Deshalb bestrafte er den Pfarrer.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Der Dienst als Seelsorger sei ihm mit sofortiger Wirkung untersagt, er dürfe nicht mehr predigen, die Beichtvollmacht sei ihm entzogen.
  • Zudem müsse sich Ulrich Zurkuhlen schriftlich entschuldigen bei Betroffenen, gegenüber der Gemeinde und allen Menschen, die er verletzt habe.
  • Die Bezüge für den 79-Jährigen seien gekürzt, teilte das Bistum weiter mit.
  • Zurkuhlen hatte in der Predigt Ende Juni um Vergebung geworben für Priester, die sexuellen Missbrauch begangen haben. Auch nach dem Eklat zeigte er sich in öffentlichen Äußerungen unbeirrt.
21:52 Uhr

Twitter geht gegen Religions-Hass vor

Der Onlinedienst Twitter will schärfer gegen religiöse Beleidigungen durch seine Nutzer vorgehen.

Beiträge würden gelöscht, die sich mit "entmenschlichender Sprache" über bestimmte religiöse Gruppen auslassen, erklärte die Sicherheitsabteilung.

Beispielsweise würden Beiträge entfernt, in denen ein Glaube als "ekelhaft" oder die Gläubigen als "dreckige Tiere" bezeichnet würden.

Die neuen Vorschriften seien nach monatelangen Beratungen des US-Unternehmens unter anderem mit externen Beratern beschlossen worden.

Tweets, die vor der Regelverschärfung verfasst wurden, sollen ebenfalls gelöscht werden. Den Verfassern drohe allerdings keine Sperrung bei Twitter.

21:30 Uhr

Seehofer plant Task Force zur Brandbekämpfung

  • Als Reaktion auf den verheerenden Waldbrand auf einem früheren Truppenübungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern soll Deutschland eine Task Force zur Brandbekämpfung bekommen.
  • Dabei gehe es um die Bereitstellung von Personal und Einsatzgerät, das über die übliche Ausstattung in den Kommunen hinausgehe und im Bedarfsfall rasch zum Einsatz kommen könne.
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    Höchste Priorität hätten die Zonen in unmittelbarer Nähe zu Ortschaften.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Schon in der kommenden Woche würden Vertreter von Bund und Ländern zusammenkommen, um über die konkrete Ausgestaltung der Task Force zu beraten.
  • Bestandteil sollen demnach unter anderem gepanzerte Löschfahrzeuge und Hubschrauber sein.
  • Seehofer kündigte auch verstärkte Anstrengungen des Bundes an, die Munition aus betroffenen Gebieten räumen zu lassen.
21:04 Uhr

Forscherin aus Dresden womöglich ermordet

  • Nach dem Tod der Dresdner Wissenschaftlerin Suzanne Eaton auf Kreta mehren sich die Hinweise, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte.
  • Übereinstimmenden griechischen Medienberichten zufolge könnte die 59-Jährige erstickt worden sein.
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    Eaton war am 4. Juli zu einer Wanderung aufgebrochen, von der sie nicht zurückkehrte.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Griechische Medien beriefen sich auf die Untersuchung zweier Gerichtsmediziner, wonach dem Opfer etwas auf Mund und Nase gedrückt worden sein müsse.
  • Wie das Nachrichtenportal der Zeitung "Protothema" berichtete, hatten die Gerichtsmediziner nach einer ersten Obduktion keine Wunden entdeckt, die durch Schüsse oder Stiche entstanden sein könnten.
  • Die Leiche der Wissenschaftlerin war am Montagabend gefunden worden.
20:45 Uhr

Denkmal für Bostoner Anschlagsopfer aufgestellt

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(Foto: AP)

  • Mehr als sechs Jahre nach dem Anschlag beim Boston Marathon sind vier Bronze-Türme nahe der damaligen Ziellinie errichtet worden.
  • Die jetzt aufgestellten Türme sind Teil des Denkmals, das an die Opfer der Bombenangriffe erinnern soll.
  • Die Türme sind zwischen fünf Metern und sechs Metern hoch und sollen als Lichtmasten für das Denkmal dienen.
  • Bei dem Anschlag nahe der Ziellinie des Marathons waren am 15. April 2013 drei Menschen getötet und mehr als 260 verletzt worden.
20:36 Uhr

Grüne wollen von der Leyen nicht wählen

Die Grünen im Europaparlament wollen gegen die von den Mitgliedstaaten als künftige EU-Kommissionspräsidentin nominierte CDU-Politikerin Ursula von der Leyen stimmen.

Die Antworten von der Leyens auf Fragen bei einer Anhörung in ihrer Fraktion seien "enttäuschend" gewesen, erklärte die Ko-Fraktionsvorsitzende Ska Keller. "Wir haben keinerlei konkreten Vorschlag gehört - sei es zur Rechtsstaatlichkeit oder zum Klima." Auch Sven Giegold, Spitzenkandidat der Grünen bei der Europawahl, teilte die Entscheidung auf Twitter mit.

Giegold wirft der derzeitigen Verteidigungsministerin zudem vor, nur vage Antworten zu geben und erklärt: "Europa braucht eine stärkere, klarere Kommissionspräsidentin!". Schon zuvor regte sich Widerstand gegen von der Leyen als Kommissionschefin im Europaparlament.

Auf die Frage eines Nutzers, wer denn stattdessen eine geeignete Kandidatin sei, antwortete Giegold, der Rat der Mitgliedsländer könne es ja mal mit Margrethe Vestager versuchen.

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20:12 Uhr

Royale Familie zeigt Baby Archie

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Herzogin Meghan sieht aus, wie viele Neu-Mütter: Versteckt die große Sonnenbrille schlaflose Nächte?

(Foto: AP)

Zum ersten Mal zeigen Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan, ihren Sohn Archie in der Öffentlichkeit - bei einem Familienausflug wirkt die kleine Familie wunderbar normal. Bislang gab es nur gestellte, professionelle Aufnahmen des Paares mit ihrem Baby.  Die neuen Bilder wurden bei einem Charity-Poloturnier im britischen Wokingham ausgenommen.

Das zwei Monate alte Kind war am Rande des Spielfelds sicher ein wenig interessanter, als das Treiben auf dem Rasen.

Der kleine Prinz war am vergangenen Samstag in einer kleinen Kapelle getauft worden.

19:47 Uhr

Rüstungsexporte steigen drastisch an

  • Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2019 Rüstungsexporte im Wert von 5,3 Milliarden Euro genehmigt und damit mehr als im gesamten Vorjahr.
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    Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag im März 2018 eigentlich vorgenommen, die Exporte an die "unmittelbar" am Jemen-Krieg beteiligten Staaten einzuschränken.

    (Foto: www.imago-images.de)

  • In den vergangenen drei Jahren war das Exportvolumen kontinuierlich zurückgegangen und lag 2018 nur noch bei 4,8 Milliarden Euro.
  • In der Rangliste der wichtigsten Empfängerländer stand im ersten Halbjahr Ungarn mit 1,76 Milliarden Euro an Nummer eins mit großem Vorsprung vor Ägypten (801,8 Millionen Euro) und Südkorea (277,7 Millionen Euro). Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour hervor.
  • Unter den zehn wichtigsten Empfängerländern ist neben Ägypten ein weiterer Staat, der am Jemen-Krieg beteiligt ist: Die Vereinigten Arabischen Emirate stehen auf Platz 6 mit 206,1 Milliarden Euro.
19:33 Uhr

Urteil gegen 66-jährigen Brandsatzleger gefällt

Er konnte die 300.000 Euro, die das Finanzamt Hannover als Steuernachzahlungen von ihm wollte, nicht bezahlen. Das war offenbar Grund genug für einen 66-Jährigen, mehrere Brandsätze in der Behörde zu verstecken. Das Gericht verurteilt den Mann zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen "versuchter Brandstiftung". Er hatte die Tat gestanden.

  • Entdeckt wurden die Brandsätze Anfang Dezember 2017 sowie gut einen Monat später.
  • Nur weil die Zündvorrichtungen nicht funktionierten, kam es zu keinem Feuer.
  • Zu Lasten des Angeklagten wertete das Gericht die akribische Vorbereitung und die Gefahr, die von den Brandsätzen ausging - zu seinen Gunsten wurde das Geständnis berücksichtigt.
  • Einen Brandsatz hatte er in einem Aktenraum in einem Regal zwischen Steuerordnern deponiert, zwei weitere in einem Zimmer versteckt.
  • Eine Selbstanzeige beim Finanzamt habe dem selbstständigen Spediteur das Genick gebrochen, erklärte er während des Prozesses.
19:19 Uhr

Badegäste auf Sizilien in Sicherheit gebracht

Boote der Feuerwehr und der Küstenwache brachten Badegäste auf Sizilien - darunter rund 40 Kinder - in Sicherheit, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Offenbar waren mehrere Feuer an Stränden ausgebrochen.

  • Die Feuerwehr veröffentlichte auf Twitter ein Video von den Löscharbeiten, in dem hohe Flammen und dunkle Rauchschwaden zu sehen waren.
  • Zwei Hubschrauber und vier Teams seien beim Löschen zum Einsatz gekommen, twitterte die Feuerwehr. Die Situation sei unter Kontrolle.
  • Laut Ansa zogen sich einige Strandbesucher Rauchvergiftungen zu.
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19:02 Uhr

Beteiligte an Türkei-Putschversuch verurteilt

In einem Gerichtsverfahren in Ankara wurden 33 Angeklagte zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt - acht von ihnen müssen unter "erschwerten" Bedingungen hinter Gitter, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Eine vorzeitige Entlassung ist dabei nicht möglich.

18:38 Uhr

Frankreich plant Gesetz "gegen Verschwendung"

  • Frankreich will die Vernichtung unverkäuflicher Kleider oder anderer Konsumgüter verbieten.
  • Nach Angaben der Regierung werden in Frankreich jedes Jahr Neuwaren im Wert von mehr als 650 Millionen Euro weggeworfen oder vernichtet.
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    Premierminister Edouard Philippe

    (Foto: picture alliance / Wiktor Dabkow)

  • Premierminister Edouard Philippe hatte das Gesetz "gegen Verschwendung" im Juni angekündigt. Nach seinen Angaben geht es um Textilien, Elektroartikel, Hygieneprodukte oder andere Waren.
  • Der Entwurf sieht auch die mögliche Wiedereinführung eines Pfands auf Dosen und Plastikflaschen vor, wie es in Deutschland seit gut 16 Jahren existiert.
  • Das Gesetzespaket soll nach der Sommerpause im Parlament beraten werden.
18:12 Uhr

Miri-Clan-Chef festgenommen und abgeschoben

Es müssen spektakuläre Szenen gewesen sein, die sich in der Nacht in Bremen abspielten: Clan-Chef Ibrahim Miri ist von einer Spezialeinheit festgenommen und wenig später in den Libanon abgeschoben worden. Darüber berichtet die "Bild"-Zeitung.

  • Der 46-Jährige ist Chef des bekannten Miri-Clans, bei dem es erst im Januar eine groß angelegte Razzia gegeben hatte.
  • Dem Bericht zufolge war die Operation der Polizei monatelang geplant gewesen.
  •  „Die besagte Person war ausreisepflichtig und wurde abgeschoben“, bestätigte eine Sprecherin der Innenbehörde der Zeitung "B.Z.".
  • Miri kommandierte demnach etwa 30 Clans mit etwa 3000 Mitgliedern und war zudem Vorsitzender der der "Hells Angels"-Erzfeinde "Mongols".
  • Die Liste der illegalen Geschäfte des Clans ist lang: Sie reicht von Prostitution, über Drogen- und Waffen- bis hin zum Menschenhhandel.
  • Die Hochburgen des Miri-Clans sind Bremen, Berlin und Essen.
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17:46 Uhr

EU bereitet Strafe gegen die Türkei vor

Wegen der türkischen Erdgas-Erkundungen vor Zypern greift die Europäische Union jetzt durch und bereitet Strafmaßnahmen vor.

  • Zu möglichen Strafen gegen die Türkei könnten nach Angaben von Diplomaten in einem ersten Schritt das Einfrieren von politischen Gesprächsformaten und die weitere Kürzung von EU-Geldern zählen.
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    Das Bohrschiff "Yavuz" suchte vor Zypern nach Erdgas.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Im zweiten Schritt wären dann sogar Sanktionen gegen Personen, Unternehmen oder ganze Wirtschaftszweige in der Türkei möglich.
  • Zypern hält die Erkundungen der Türkei für illegal.
  • Die Türkei beharrt hingegen auf dem Standpunkt, dass die Gewässer, in denen sie aktiv ist, zu ihrem sogenannten Festlandsockel gehören. Sie hält den Norden von Zypern mit türkischen Truppen besetzt.
  • Strafmaßnahmen könnten bereits am kommenden Mittwoch bei einem EU-Außenministertreffen beschlossen werden.

Mehr Informationen zu den Bohrungen vor Zypern finden Sie hier.

17:25 Uhr

Rheinland-Pfälzer sind die größten Verkehrssünder

  • Mehr als 4,8 Millionen Verkehrsverstöße hat das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im vergangenen Jahr registriert.
  • Das waren 3,5 Prozent mehr als 2017, wie das KBA mitteilte.
  • Den größten prozentualen Anstieg unter den Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr gab es in Rheinland-Pfalz (mehr als 374 000 Neueinträge, plus 38 Prozent), den größten Rückgang im benachbarten Saarland (knapp 38 500 Einträge, minus 15,5 Prozent).
  • Während Bereiche wie Alkohol am Steuer, Unfallfluchten oder Fahren ohne Führerschein 2018 abnahmen, wurden vor allem mehr Geschwindigkeitsverstöße und Fahrten unter Drogeneinfluss registriert.
17:05 Uhr

Hunderte Mäuse in Essener Wohnung entdeckt

  • Es ist der unglaubliche Fall einer außer Kontrolle geratenen Haustierzucht: In einer Wohnung in Essen ist das Veterinäramt auf über 500 Mäuse gestoßen.
  • Der Halter habe die Tiere nicht nach Geschlecht getrennt gehalten, teilte eine Sprecherin der Stadt Essen mit.
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    Tierliebe mal 500: Das Tierheim sucht neue Besitzer für die Mäuse.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Im Essener Tierheim, wo die Mäuse aufgenommen wurden, reichte allerdings der Platz nicht für alle Tiere, sodass die Mäuse nach und nach dorthin transportiert werden müssen. 100 seien bereits angekommen.
  • Wichtig war, zuerst die kranken und trächtigen Tiere zu behandeln.
16:40 Uhr

Australische Ureinwohner sollen anerkannt werden

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Australische Ureinwohner, die Aborigines, werden auch heute noch in der Gesellschaft ausgegrenzt.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Es könnte ein großer Schritt für die Aborigines und Torres-Strait-Insulaner in Australien bedeuten: Das Land will innerhalb der nächsten drei Jahre ein Referendum über die Anerkennung australischer Ureinwohner in der Verfassung abhalten. Das teilte der Minister für indigene Australier, Ken Wyatt, mit.

  • Befürworter der Verfassungsreform argumentieren, sie werde im Kampf gegen die Diskriminierung von Aborigines und Torres-Strait-Insulanern helfen und eine integrativere nationale Identität schaffen.
  • Die Ureinwohner lebten Zehntausende Jahre vor Ankunft der britischen Kolonialherren vor mehr als 200 Jahren auf dem australischen Kontinent.
  • Heute machen sie nur etwa drei Prozent der rund 25 Millionen Einwohner aus und sind die am meisten benachteiligte Gruppe des Landes.
  • Alle bisherigen Versuche der Regierung, die Gesundheit und Bildung von Aborigines substanziell zu verbessern, schlugen fehl.
16:19 Uhr

Extreme Hitze geht in den USA in Tropensturm über

Während der Sommer hierzulande nach dem Hitze-Juni ziemlich auf Sparflamme kocht, ist es in Teilen der USA aktuell extrem heiß. Die Höchstwerte erreichen heute von Südkalifornien bis in den Süden von Texas um die 40 bis 43 Grad. Dazu ist es an der Golfküste enorm schwül. Der Taupunkttemperatur, die uns zeigt, ob es schwül oder angenehm ist, liegt dort bei tropischen 24 bis 26 Grad. Bereits ab einem Taupunkt von um die 17 oder 18 Grad empfindet man die Luft eher als unangenehm.

Björn Alexander

Björn Alexander

Dementsprechend hat der nationale Wetterdienst eine Warnung wegen extremer Hitzebelastung ausgegeben.

Und damit nicht genug: Die Wettercomputer berechnen für das Wochenende den ersten, kräftigen Hurrikan der Saison im Golf von Mexico. Nach jetzigem Stand entwickelt sich nämlich binnen der kommenden 24 Stunden ein Tropensturm, der anschließend zu einem Hurrikan wird, bevor er am Samstag zwischen Houston und New Orleans an Land gehen dürfte. Die aktuellen Berechnungen zeigen hierbei bis zu 500 Liter Regen pro Quadratmeter. Ihr Björn Alexander

16:04 Uhr

Amokfahrer-Prozess in Bottrop muss neu starten

  • Der Prozess um eine Amokfahrt aus fremdenfeindlichen Motiven in der Silvesternacht muss noch einmal von vorne beginnen. Grund ist der plötzliche Tod einer Richterin, die jahrelang Vorsitzende am Essener Landgericht war.
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    Versuchter Mord lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Die Verhandlung gegen den psychisch kranken Amokfahrer von Silvester hatte am 7. Juni begonnen.
  • Dem 50-Jährigen wird vorgeworfen, in Bottrop und Essen mit seinem Auto auf Menschen mit Migrationshintergrund zugefahren zu sein.
  • Dabei wurden 14 Menschen verletzt, einer davon schwer.
15:43 Uhr

Ungewöhnliche "Mission" im Supermarkt

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Drei Raumfahrer im Supermarkt?

(Foto: Feuerwehr Ratingen)

Im nordrhein-westfälischen Ratingen hat sich die Feuerwehr gedacht: Weshalb nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Deshalb schlüpften kurzerhand drei Feuerwehrmänner in Vollschutzanzüge und fuhren in einen Supermarkt, um für einen anstehenden Grillabend einzukaufen. 

  • Ihre Mission: In voller Montur sollten alle Zutaten eingekauft werden, inklusive Einkaufszettel lesen und Gemüse abwiegen.
  • In den Vollschutzanzügen befanden sich Atemmasken, die zusätzlich die Kommunikation untereinander oder über Funk, die Sicht und auch die Bewegungen deutlich erschwerten.
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    Zu den Schutzanzügen gehören auch sehr dicke Handschuhe, die den Einkauf erschwerten.

    (Foto: Feuerwehr Ratingen)

  • Zum ersten Mal verlegte die Feuerwehr die Übung in einen Supermarkt - natürlich nicht, ohne die übrigen Kunden in die seltsam außerirdisch anmutende Situation einzuweihen.
  • Die Sondereinheit "ABC Zug" ist eine Spezialeinheit der Feuerwehr, für atomare, biologische und chemische Gefahrenlagen. Die Übung mit den Chemikalienschutzanzügen wird regelmäßig absolviert.
  • Die Aktion sollte außerdem dazu beitragen, Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Feuerwehr zu lenken. "Wir brauchen Nachwuchs", sagte Jan Neumann von der Feuerwehr Ratingen.
15:11 Uhr

Polizist schießt auf 19-Jährigen

  • Durch Schüsse der Polizei ist ein 19-Jähriger in der Kölner Innenstadt schwer verletzt worden.
  • Der junge Mann habe festgenommen werden sollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Domstadt mit. Gegen ihn lag demnach ein Haftbefehl vor.
  • Der Schwerverletzte werde in einer Klinik behandelt, hieß es weiter.
  • Der Einsatzort sei weiträumig abgesperrt worden. Die Bonner Polizei hat aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen übernommen.
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14:49 Uhr

Sting sagt Konzerte ab

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"Sting bedauert es zutiefst, seine Fans zu enttäuschen oder ihnen Unannehmlichkeiten zu bereiten", hieß es auf der Webseite des Sängers.

(Foto: imago images / Hollandse Hoogte)

  • US-Sänger Sting muss aus gesundheitlichen Gründen Auftritte seiner Tournee absagen, darunter auch Konzerte in München und Stuttgart.
  • Der 67-jährige britische Sänger müsse auf Anraten seines Arztes seine Konzerte am Mittwoch in München und Donnerstag in Stuttgart absagen, hieß es auf seiner Webseite.
  • Auf der Webseite hieß es lediglich, er sei "immer noch nicht auf der Höhe". Er soll an einer ungefährlichen Halsentzündung leiden.
  • Offenbar wird es zunächst keine Ersatztermine geben: Die Eintrittspreise für die Konzerte würden erstattet, teilte die Webseite mit.
14:34 Uhr

Drei Tote bei Bielefeld gefunden

  • In einem Haus in Werther bei Bielefeld sind drei Tote gefunden worden. Es handele sich um Erwachsene, sagte eine Sprecherin der Kreispolizei Gütersloh.
  • Es sehe nach ersten Erkenntnissen nicht nach einem Unfall aus.
  • Update von 16:54: Nach ersten Erkenntnissen könnte ein 50-Jähriger seine Eltern getötet und dann Suizid begangen haben, wie die Ermittler in Bielefeld mitteilten. Auf einen solchen Ablauf der Tat deute die Auffindesituation der Leichen hin.

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14:21 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Uladzimir Zhyhachou hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ab sofort werde ich Sie mit den aktuellen Neuigkeiten des Tages auf dem Laufenden halten. Mein Name ist Josephin Hartwig und Sie erreichen mich, für Fragen oder Anregungen, unter josephin.hartwig@nama.de .

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag.

14:15 Uhr

Sächsische AfD legt Beschwerde wegen Landesliste ein

Die AfD in Sachsen will gegen die Nichtzulassung eines Großteils ihrer Listenkandidaten zur Landtagswahl am 1. September eine Verfassungsbeschwerde einlegen. Das kündigte der sächsische Parteichef Jörg Urban in Dresden an.

  • "Der Landesvorstand unserer Partei hat die Ablehnung der Landesliste ausgiebig juristisch geprüft und kommt zu dem Schluss, dass es seitens der sächsischen AfD keine Fehler gibt, die es rechtfertigen, unsere Landesliste derart drastisch zusammenzustreichen", so Urban.
  • Die Streichung von 43 Kandidaten sei ein Willkürakt, "um den stärksten Mitbewerber zur Landtagswahl 2019 entscheidend zu schwächen".
  • Der Landeswahlausschuss hatte vergangenen Freitag nur die ersten 18 der 61 Plätze auf der Landesliste der Partei für gültig erklärt. Für die Streichung wurden formale Gründe genannt.
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13:44 Uhr

Von der Leyen spricht zu Plänen als EU-Kommissionschefin

Die Eurozone und die kontrollfreie Schengenzone sollten aus Sicht von Ursula von der Leyen weitere EU-Staaten aufnehmen, sobald sie die Bedingungen dafür erfüllen. Das sagte die CDU-Politikerin in einer öffentlichen Anhörung der liberalen Fraktion im Europaparlament.

  • Sie plädierte zudem dafür, die Tür der Europäischen Union für Länder in Osteuropa und auf dem Westbalkan offen zu halten.
  • Außerdem will sich von der Leyen als mögliche neue Präsidentin der EU-Kommission für gemeinsame Regeln bei Asyl und Einwanderung stark machen. "Ja, wir werden eine klare gemeinsame Definition brauchen", sagte sie weiter. So müsse es übergreifende Regeln dafür geben, wer Anspruch auf Asyl in der EU habe und wer nicht.
  • Von der Leyen sprach sich außerdem dafür aus, Pläne für eine "Armee der Europäer" voranzutreiben. Als Beispiel nannte sie die eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften der Niederlande und Deutschlands. Aber: "Wir wissen um die Eigenständigkeit. Hier sind die Niederländer, dort sind die Deutschen."
13:06 Uhr

Neun Hirsche in einem Park sterben an Touristen-Plastikmüll

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Im Nara-Wildpark leben mehr als 1000 Hirsche.

(Foto: imago/Panthermedia)

In einem japanischen Wildpark sind zwischen März und Juni neun Hirsche gestorben, nachdem sie Plastik gefressen haben.

  • Die Leitung des Parks in der japanischen Stadt Nara machte den zunehmenden Touristenansturm für den Tod der Tiere verantwortlich. Demnach wurden in ihren Mägen unzählige Plastiktüten und Snack-Verpackungen gefunden.
  • Die größte Müllansammlung in einem der Mägen habe mehr als vier Kilo gewogen, sagte ein Vertreter des Tierparks. Die Hirsche hätten das Plastik wohl für Futter gehalten.
  • Im Nara-Wildpark leben mehr als 1000 Hirsche. Die Tiere streifen sogar durch die Straßen der Stadt, um von Touristen mit speziellen Crackern gefüttert zu werden. Es ist verboten, den Tieren anderes Futter als die Cracker zu geben, doch nicht alle Besucher halten sich daran.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

13:05 Uhr
Breaking News

Britischer Botschafter in den USA tritt zurück

Der britische Botschafter in den USA, Kim Darroch, hat sein Amt niedergelegt. Das teilte das Außenministerium in London mit. Vorausgegangen war ein Streit zwischen London und Washington über durchgesickerte Botschafterdepeschen.

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12:44 Uhr

Regierung verspricht Hilfen für abgehängte Regionen

Ärzte sind rar, die Handynetze löchrig, der Bus fährt selten und für Investitionen ist kein Geld da - gegen solche Probleme in abgehängten Regionen will die Bundesregierung in Zukunft stärker angehen.

  • "Das Ziel ist, den Menschen die Möglichkeit zu geben, in ihrer Heimat zu leben", sagte Innenminister Horst Seehofer. "Dazu müssen wir die Strukturpolitik und die Förderpolitik in Deutschland neu justieren."
  • Dazu gehört nach Vorstellung der Bundesregierung unter anderem eine neue Wirtschaftsförderung. Unternehmen sollen besonders in Regionen gelockt werden, aus denen junge Menschen abwandern.
  • Auch Bundeseinrichtungen und Forschungsinstitute sollen gezielt abseits der "überhitzten Metropolregionen" angesiedelt werden, wie Seehofer sagte.
  • Der Bund werde zudem mit Kommunen sprechen, wie hohe Altschulden schneller abgebaut werden könnten - damit die Kommunen wieder mehr Spielraum für Investitionen haben.
12:35 Uhr

Merkel zittert wieder bei Nationalhymne

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne mit militärischen Ehren erneut einen Zitteranfall erlitten.

Augenzeugen berichteten, dass sie wieder beim Abspielen der Nationalhymnen auf dem Podium längere Zeit gezittert habe. Diesmal sei der Anfall aber nicht ganz so stark gewesen wie in vorangegangenen Fällen.

Es ist bereits der dritte solche Anfall innerhalb von gut drei Wochen. Mitte Juli zitterte Merkel beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig. Nur neun Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.

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11:56 Uhr

Clans massakrieren Schwangere und Kinder in Papua-Neuguinea

Bei Kämpfen rivalisierender Familienclans sind im Westen von Papua-Neuguinea innerhalb von drei Tagen mindestens 24 Menschen getötet worden.

  • Der konkrete Anlass für die Kämpfe blieb zunächst unklar. Das Ausmaß der Gewalt schockierte das Land.
  • Bei einem Angriff in der Ortschaft Karida sollen Kämpfer in einem halbstündigen Blutrausch sechs Frauen und acht Kinder sowie zwei schwangere Frauen mit ihren ungeborenen Kindern getötet haben.
  • Im Hochland von Papua-Neuguinea kämpfen verfeindete Clans seit Jahrhunderten gegeneinander. Der Zugang zu automatisierten Waffen hat die Zahl der Todesopfer jedoch steigen lassen und die Gewalt weiter angeheizt. Grund für Auseinandersetzungen sind häufig alte Rivalitäten um Vergewaltigungen, Raub und Territorialgrenzen. Die Ordnungskräfte vor Ort sind unterbesetzt und mit der Situation überfordert.
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11:28 Uhr

Patient klaut Rettungswagen und fährt nach Hause

Wie kommt man nachts nach Hause, wenn der Bus nicht mehr fährt? Wenn man kein Geld für ein Taxi ausgeben will und dazu auch noch betrunken ist? Ein Mann in Nordrhein-Westfalen hat da eine Idee.

  • Um nach einem Krankenhausbesuch nach Hause zu kommen, hat ein 40-Jähriger in Remscheid einen Rettungswagen gestohlen, der vor dem Krankenhaus wartete.
  • Der Mann wurde übrigens in der Nacht zu Mittwoch von eben diesem Rettungswagen in die Klinik gebracht.  
  • Die Kölner Autobahnpolizei nahm den Mann auf der Autobahn 3 schließlich fest.
  • Der "Rettungswagenfahrer" war alkoholisiert und hatte keinen Führerschein.
11:06 Uhr

Gesundheits-Apps soll es künftig auf Rezept geben

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Patienten sollen bestimmte Gesundheits-Apps künftig von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Das sieht ein Entwurf von Gesundheitsminister Spahn vor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gesundheits-Apps soll es nach dem Willen der Bundesregierung künftig auf Rezept geben. Das Bundeskabinett brachte einen Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn auf den Weg, mit dem Ärzte digitale Anwendungen künftig verschreiben können. Dazu gehören etwa Tagebücher für Diabetiker oder Apps für Menschen mit Bluthochdruck.

  • Die Gesetzespläne zielen außerdem darauf, weitere digitale Angebote voranzubringen. So sollen Patienten leichter Arztpraxen finden können, die Videosprechstunden anbieten.
  • Geregelt wird zudem, dass neben Arztpraxen künftig auch Apotheken und Krankenhäuser an die geplante Datenautobahn des Gesundheitswesens angeschlossen werden.
  • Das Gesetz soll im Januar 2020 in Kraft treten. Im Bundesrat ist es nicht zustimmungspflichtig.
10:38 Uhr

Polizei geht mit Razzien gegen Scheinehen vor

Mit mehr als 500 Beamten ist die Bundespolizei gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen.

  • 38 Objekte in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern sind im Visier der Polizei. 29 davon befinden sich in und um Leipzig.
  • Die Verfahren laufen gegen 60 Beschuldigte. Bisher wurden etwa 30 Menschen festgenommen.
  • Die hauptsächlich pakistanischen oder indischen Staatsangehörigen sollen nach Osteuropa und Zypern eingereist und dort mit Frauen verheiratet worden sein, um anschließend als Ehepartner in Deutschland eine EU-Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dabei seien auch Arbeits- und Meldebescheinigungen gefälscht worden.
09:47 Uhr

Tirol will Regelung des Grenzverkehrs weiter verschärfen

Der Tiroler Landeschef Günther Platter hat angekündigt, das Land werde unabhängig von künftigen Verhandlungen mit den Nachbarn die Regeln für den Grenzverkehr weiter verschärfen.

  • Ein automatisiertes System solle sowohl den Güter- als auch den Personenverkehr betreffen, sagte Platter der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
  • Zum Einsatz kommen soll das System in einem ersten Schritt für den Lkw-Verkehr am Grenzübergang bei Kufstein.
  • Falls es auf der Inntalautobahn zu einer ernsten Staulage komme, werde es für den Schwerverkehr Geschwindigkeitsreduktionen geben, die bis zum Stillstand reichen könnten. Das System werde derzeit mit dem Autobahnbetreiber Asfinag aufgesetzt.

Zwischen Österreich und Deutschland hat sich in den vergangenen Wochen ein Verkehrsstreit entwickelt. Zuletzt hatte Tirol die deutsche Seite mit Wochenendfahrverboten auf Ausweichrouten und einer Verschärfung der Fahrverbote für bestimmte Lastwagen auf bestimmten Autobahnabschnitten erzürnt. Deutschland drohte daraufhin eine Klage an.

09:38 Uhr
Breaking News

Fall Susanna: Ali B. muss lebenslang in Haft

Wegen Mordes an der 14-jährigen Susanna aus Mainz hat das Landgericht Wiesbaden den Angeklagten Ali B. zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Richter stellten in ihrem Urteil zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ist damit für den irakischen Flüchtling so gut wie ausgeschlossen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:16 Uhr

In der AfD formiert sich Widerstand gegen Höcke

Der Thüringer AfD-Fraktionschef und Partei-Rechtsaußen Björn Höcke hat den Zorn vieler prominenter Parteifreunde auf sich gezogen.

  • In einem Appell "für eine geeinte und starke AfD", der heute veröffentlicht wurde, heißt es: "Mit seiner Rede beim Kyffhäuser-Treffen am Sonnabend hat Björn Höcke die innerparteiliche Solidarität verletzt und ist damit unseren Wahlkämpfern und Mitgliedern in den Rücken gefallen." Der überwiegende Teil der Mitgliedschaft lehne zudem den "exzessiv zur Schau gestellten Personenkult um Höcke ab, wie er bei dem Treffen des "Flügels" am Samstag zelebriert worden sei.
  • Die Unterzeichner, zu denen mehrere Dutzend Mandatsträger zählen, halten fest: "Die AfD ist und wird keine Björn-Höcke-Partei". Höcke solle sich auf seine Aufgaben in Thüringen beschränken.
  • Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Bundesschatzmeister Klaus Fohrmann sowie die Partei-Vize Albrecht Glaser, Kay Gottschalk und Georg Pazderski. Auch mehrere Bundestagsabgeordnete schlossen sich dem Appell an, darunter Joana Cotar, Verena Hartmann, Marc Jongen und Volker Münz. Auch der rheinland-pfälzische Landeschef Uwe Junge und die niedersächsische AfD-Chefin Dana Guth haben unterschrieben.

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08:42 Uhr

Stadt in NRW plant Gratis-Nahverkehr

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Bald können Monheimer diese Busse wohl kostenlos nutzen dürfen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Konzept ist nicht neu, dennoch waren bisher nur wenige Kommunen bereit, den Bürgern so ein Geschenk zu machen. Monheim am Rhein will einen Gratis-Nahverkehr beschließen. Der Stadtrat der Kleinstadt mit 44.000 Einwohnern nahe Düsseldorf soll sich bei einer Sitzung heute Abend für diese Maßnahme entscheiden, die spätestens ab April 2020 gelten soll.

  • Die städtische Flotte umfasst 47 Busse. Bürger, die in Monheim gemeldet sind, sollen auch ins benachbarte Langenfeld umsonst fahren können.
  • Eine Bahn hat Monheim nicht, die Busse steuern aber mehrere S-Bahn-Haltestellen kurz hinter der Stadtgrenze an - dort können zum Beispiel Pendler in die S-Bahn umsteigen und nach Düsseldorf fahren. Für so eine Fahrt halbiert sich der Preis.
  • Ganz neu ist solch ein Konzept nicht, im brandenburgischen Templin waren Gratis-Busse von 1998 bis 2003 unterwegs. Im bayerischen Pfaffenhofen befördern seit Ende 2018 sechs Linienbusse kostenlos Einheimische und Zugereiste, seither haben sich die Passagierzahlen dort mehr als verdoppelt.
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08:07 Uhr

"Men in Black"-Star Rip Torn ist gestorben

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Rip Torn ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

(Foto: picture alliance / dpa)

US-Schauspieler Rip Torn ist in seinem Haus in Lakeville, Connecticut, gestorben. Er wurde 88 Jahre alt.

  • In der US-Sitcom "Die Larry Sanders Show" spielte sich Rip Torn als Produzent "Artie" in die Herzen der Zuschauer. Dafür wurde er 1996 auch mit dem Fernsehpreis Emmy ausgezeichnet.
  • Für seine Rolle in dem Drama "Cross Creek" wurde Torn für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Eine seiner bekanntesten Rollen war aber die von "Agent Z"/"MIB Chef Z"/"Zed" in den ersten drei "Men in Black"-Science-Fiction-Komödien mit Will Smith und Tommy Lee Jones.
  • Woran der Künstler gestorben ist, wurde nicht veröffentlicht. Rip Torn hinterlässt seine dritte Ehefrau Wright und sechs Kinder aus seinen drei Ehen.
07:38 Uhr

Demo gegen Abschiebung gerät außer Kontrolle

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Mehrere Hundert Menschen haben in der Nacht teils gewaltsam gegen die Abschiebung eines Mannes in Leipzig demonstriert.

  • Am Dienstagabend haben sich zunächst etwa 30 Menschen der Abschiebung entgegengestellt und den Einsatz blockiert. Später wurde eine Spontandemo angemeldet, an der sich etwa 500 Menschen beteiligten. Der Mann wurde schließlich weggebracht.
  • Die Versammlung war laut Polizei um 1.30 Uhr offiziell beendet. Danach seien Bierflaschen und Steine geflogen, die Polizisten hätten Pfefferspray eingesetzt.
  • Der Grünen-Politiker Jürgen Kasek, der nach eigenen Angaben selbst vor Ort war, schrieb auf Twitter, dass die Situation völlig eskaliert sei und mehrere Menschen verletzt worden seien.
  • Die Polizei machte zunächst keine Angaben zu Verletzten. Unklar ist auch, ob es Festnahmen gab.

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07:03 Uhr

Schüler rettet Kleinkind in Freibad das Leben

Der 13-jährige Schüler Justin Fischer aus der Oberpfalz ist in einem Freibad zum Lebensretter geworden. Er bemerkte auf dem Grund des Nichtschwimmerbeckens einen kleinen Jungen. Als sich dieser nicht bewegte, tauchte Justin zu ihm herunter und zog ihn aus dem Wasser.

  • "Seine Lippen waren blau, er hat nicht mehr geatmet", sagte Justin.
  • Ein Bademeister übernahm am Beckenrand die Herzdruckmassage. Kurz darauf begann der Vierjährige wieder zu atmen.
  • Für ihn sei es selbstverständlich gewesen zu helfen, sagte der Schüler. Polizei und Schwimmmeister lobten den Schüler für seinen Einsatz.
06:56 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

ich hoffe, Sie sind gut in den Tag gestartet. Hier sind einige der Themen, die heute bei uns auf der Agenda stehen:

  • Ursula von der Leyen äußert sich erstmals öffentlich über Pläne und Ziele im Fall ihrer Wahl zur Präsidentin der Europäischen Kommission. Die Grünen im Europaparlament haben die CDU-Politikerin zu einer Anhörung eingeladen, die ab 16:30 Uhr im Internet übertragen wird.
  • Im Prozess um den Mord an der 14-jährigen Mainzer Schülerin Susanna will das Wiesbadener Landgericht heute das Urteil verkünden. Angeklagt ist der 22-jährige irakische Flüchtling Ali B., der das Mädchen vergewaltigt und ermordet haben soll.
  • Der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilt in Luxemburg über die Pflicht zur telefonischen Erreichbarkeit von Online-Händlern. Hintergrund ist eine Klage aus Deutschland. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte gegen den US-Konzern Amazon geklagt, weil der Internet-Händler nicht ausreichend über die Erreichbarkeit per Telefon informiert habe.
  • In Wimbledon werden die Halbfinal-Teilnehmer der Herren ermittelt. Im ersten Spiel auf dem Centre Court trifft der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic auf den Belgier David Goffin. Anschließend bestreitet Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer aus der Schweiz sein Viertelfinale gegen den Japaner Kei Nishikori.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, in der ersten Tageshälfte versorge ich Sie mit Nachrichten aus der ganzen Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Morgen!

06:36 Uhr

Nach dem Frost kommt der Sommer langsam zurück

Heute endet das erste Juli-Drittel und damit können wir schon mal eine kleine Zwischenbilanz des Julis in Sachen Sommerfeeling bisher ziehen. Während der Süden - gemessen am Durchschnitts-Juli - noch zu warm daher kam, war es Richtung Norden zu kalt oder deutlich zu kalt. Und auch heute geht es ziemlich unterkühlt los. Verbreitet mit Frühwerten zwischen 6 und 14 Grad. Zum Teil ist es sogar nochmals kälter: unter anderem in Haidmühle (Bayern), in Dill im Hunsrück (Rheinland-Pfalz) sowie in Nettersheim und Kalterherberg (beides Nordrhein-Westfalen) mit Werten knapp am Gefrierpunkt (gemessen in der Luft, also in zwei Metern Höhe) und stellenweise ist auch heute früh wieder Bodenfrost dabei.

Björn Alexander

Björn Alexander

Doch die kalte Luft ist jetzt einmal passé. Heute wird zumindest am Oberrhein die Sommermarke von 25 Grad ins Visier genommen. Im übrigen Land werden es meistens 20 bis 23 Grad. Frischer bleibt es lediglich an der Küste bei 18 Grad.

Dabei überwiegt zunächst einmal häufig die Sonne und nur im Osten sind gelegentliche Schauer unterwegs. Doch auch im Westen und Nordwesten werden die Wolken schon bald dichter und bringen nachmittags erste Tropfen mit. Dementsprechend verteilt sich ebenfalls der Sonnenschein: im Norden und Nordwesten werden es heute nur 3 bis 6 Sonnenstunden, im Südwesten können es hingegen bis zu 15 Stunden Sonne werden.

Die weiteren Aussichten: Hoch "Winnie" wird schwächer und damit schickt uns Tief "Quinctilius" vom Atlantik her seine Ausläufer. Das bedeutet, dass ab morgen von Westen her mit schwül-warmer Sommerluft teils kräftige Regengüsse und Gewitter aufkommen. Und bevor wir uns ab Sonntag wieder über beständigere Aussichten freuen können, bekommt zuvor erst einmal die Natur den ersehnten Regen. Das wird die größte Trockenheit zunächst einmal abmildern. Wobei nicht alle gleichermaßen viel Regen abkriegen dürften. Besonders östlich der Elbe halten sich die Niederschlagsprognosen in Grenzen. Ihr Björn Alexander