Mittwoch, 20. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:47 Uhr

Das war Mittwoch, der 20. Mai 2020

Der Flughafen Tegel - "Berlins Ikone der Freiheit", wie ihn mein Kollege Sebastian Huld in diesem ergreifenden Text nennt - schließt am 15. Juni wohl für immer. Bund und die Länder Berlin und Brandenburg einigten sich heute darauf, dass der Airport am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen kann. Dass der Tegel dann vor der Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER Ende Oktober noch einmal öffnet, ist sehr unwahrscheinlich.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche ihnen einen entspannten Abend! Tschüss!

21:58 Uhr

Leiche in Keller: Mann wollte Nachbarin wohl einbetonieren

132515182.jpg

Im Keller dieses Hauses sollte die Frau offenbar einbetoniert werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im nordrhein-westfälischen Hagen ist im Keller eines Mehrfamilienhauses eine tote Frau entdeckt worden. Ein Nachbar rief die Polizei und wurde als Tatverdächtiger festgenommen.

Der 75-Jährige habe in einer ersten Vernehmung angegeben, er sei mit der 59-Jährigen am Dienstag in Streit geraten, teilt die Polizei mit. Dabei sei die Frau unter nicht näher beschriebenen Umständen zu Tode gekommen. 

Die Ermittler vermuten, dass die Frau in dem Keller des Mehrfamilienhauses einbetoniert werden sollte. Am Fundort der Leiche seien Werkzeug und "bereitgelegte" Zementsäcke gefunden worden. Die genauen Umstände müssen noch ermittelt werden.

21:22 Uhr

"Keinesfalls konsumieren": Hersteller ruft Salami-Snack zurück

Ein Wursthersteller ruft einen Salami-Snack zurück, der in mehreren Bundesländern beim Discounter Lidl verkauft wurde. Es handele sich um das Produkt "Dulano Delikatess Mini Salami-Snack sort. classic, 250g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.05.20, der Losnummer L2325031007 und dem Identitätskennzeichen DE NI 10921 EG. Das teilte Lidl mit.

"Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in dem betroffenen Produkt blaue Folienstücke enthalten sind. Aus diesem Grund sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und das Produkt keinesfalls konsumieren."

Das vom Rückruf betroffene Produkt des Herstellers Schwarz Cranz GmbH & Co. KG mit Sitz in Neu Wulmstorf (Niedersachsen) wurde in Teilen von Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verkauft. Es könne in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden.

20:39 Uhr

Dutzende Polizisten feiern Corona-Party in Mainz

Es sollte ein gemütlicher Kneipenabend werden - jetzt muss die Mainzer Polizei gegen eigene Kollegen ermitteln.

Die Beamten hatten am Montagabend in einer Gaststätte in der Altstadt zunächst ordnungsgemäß Plätze reserviert und sich "in geringer Anzahl" in dem Lokal aufgehalten, teilte die Polizei mit. So weit so gut. Im Verlauf des Abends nahm die Zahl der Gäste - ein Großteil davon Polizisten - jedoch bis auf etwa 40 zu. Dabei wurden weder Abstände eingehalten, noch Mund-Nase-Masken getragen. Die Gaststätte blieb auch länger geöffnet als bis 22 Uhr.

"Dieses Verhalten ist keineswegs ein Kavaliersdelikt und wird mit aller Konsequenz aufgeklärt", heißt es in der Mitteilung der Polizei. Die Verstöße würden geahndet und disziplinarrechtliche Maßnahmen geprüft.

19:53 Uhr

Vermisster Ex-Wrestler Shad Gaspard tot aufgefunden

Seit Sonntag wurde Ex-Wrestler Shad Gaspard nach einem Bade-Unfall vermisst. Jetzt ist es traurige Gewissheit - der einstige WWE-Star ist tot.

  • Wie die Polizei von Los Angeles nun bestätigt, wurde Gaspards Körper am Mittwochmorgen am Venice Beach, Kalifornien, von Spaziergängern entdeckt. Gaspard wurde nur 39 Jahre alt.
  • Laut übereinstimmenden Medienberichten ging Gaspard am Sonntagnachmittag gemeinsam mit seinem zehnjährigen Sohn Aryeh und weiteren Mitgliedern einer Schwimmergruppe am Strand von Los Angeles ins Wasser. Die Gruppe soll von der starken Strömung ins Meer gezogen worden sein, sodass Hilfe in Form von Rettungsschwimmern anrückte. Gaspard wurde von einer weiteren Welle erfasst und verschwand aus dem Sichtfeld der Rettungsschwimmer.
  • Gaspard war bis 2010 Teil der World Wrestling Entertainment Inc. Einem breiten Publikum wurde er an der Seite von JTG als Mitglied des Duos Cryme Tyme bekannt.
19:11 Uhr

"Chinesen nicht erwünscht": Michelin streicht Düsseldorfer Restaurant

105746032.jpg

Hat "Scheiße gebaut": Star-Koch Jean-Claude Bourgueil vor seinem Restaurant.

(Foto: picture alliance/dpa)

Jetzt ist sein Bistrot auch nicht mehr erwünscht: Nach Rassismus-Vorwürfen gegen den Star-Koch Jean-Claude Bourgueil hat der Restaurantführer Guide Michelin das Düsseldorfer Edel-Restaurant "Im Schiffchen" aus seinem Online-Guide gestrichen.

  • Grund für die Entscheidung war ein Facebook-Post des 73 Jahre alten Kochs vor mehreren Tagen: Auf der Plattform hatte er die Wiedereröffnung seines Bistros nach der Corona-Zwangspause angekündigt - und dies mit dem Zusatz "Chinesen nicht erwünscht !!!" versehen.
  • Das hatte - kein Wunder - für Aufregung gesorgt. Mittlerweile ist der Post nicht mehr online.
  • Auf Anfrage sagte der 73-Jährige, dass er entsetzt darüber sei, was er angerichtet habe: "Ich würde es nicht noch mal machen. Ich habe Scheiße gebaut." Er habe mit dem Post seine Kritik an der "diktatorischen Regierung und der Macht" Chinas äußern wollen.
18:36 Uhr

Auto fährt in Radfahrer-Gruppe: Ein Toter, drei Verletzte

132508632.jpg

Einer der Radfahrer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Verkehrsunfall im niedersächsischen Wildeshausen sind ein Radfahrer getötet und ein zweiter lebensgefährlich verletzt worden.

  • Nach Angaben der Polizei missachtete ein 22-jähriger Autofahrer beim Linksabbiegen die Vorfahrt eines anderen Wagens. An dessen Steuer saß eine 37-jährige Frau, die durch den Zusammenstoß die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor und in den Gegenverkehr geriet. Dort fuhr sie in eine Gruppe von fünf Radsportlern.
  • Die beiden letzten Fahrer in der Kette im Alter von 47 und 61 Jahren wurden lebensgefährlich verletzt und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Dort starb der 47-Jährige.
  • Der Wagen der 37-Jährigen beschädigte noch einen Pkw auf einem Privatgrundstück und kam an einer Wand zu stehen. Die Fahrerin und ihr Beifahrer wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
  • Der 22-Jährige, der den Unfall nach Darstellung der Polizei ausgelöst hatte, blieb unverletzt.
17:54 Uhr

Stinkende Rache: Mehrere Tonnen Zwiebeln sollen Ex zum Weinen bringen

Eine Chinesin hat ihrem Ex-Freund eine ganze Ladung Zwiebeln geschickt - damit auch er Tränen über ihre Trennung vergießt. Die auf Rache sinnende Zhao aus der ostchinesischen Provinz Shandong bestellte mehrere Tonnen Zwiebeln und ließ sie vor dem Haus ihres Ex-Freunds auskippen, der sie vor Kurzem verlassen hatte.

  • "Ich habe drei Tage lang geweint, jetzt bist du dran", stand auf einem Zettel, der der stinkenden Lieferung beigelegt war.
  • Zhao sagte der Zeitung "Shandong Net", die Trennung nach fast einem Jahr Beziehung habe ihr "große Schmerzen" bereitet, "aber er hat sich geweigert zu weinen".
  • Der Mann fand die Reaktion seiner Ex-Freundin "überzogen" - und seine Nachbarn sind stinksauer, weil auch sie den Gestank der Zwiebeln ertragen müssen. "Ich weiß nicht, ob ihr Freund weint oder nicht, aber ich ersticke fast", sagte eine Nachbarin. "Die ganze Nachbarschaft riecht nach verrottenden Zwiebeln."

17:19 Uhr

"Großartiges Signal": Trump will G7-Gipfel als reales Treffen

US-Präsident Donald Trump hat eine weitere "großartige" Idee: Er will den diesjährigen G7-Gipfel nun doch als reales Treffen und nicht per Video abhalten.

Trump schrieb auf Twitter, da sich das Land von der Corona-Krise erhole, denke er darüber nach, die Zusammenkunft am ursprünglich geplanten Termin oder an einem "ähnlichen Datum" in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten, zu veranstalten. Dies wäre ein großartiges Signal der Normalisierung, erklärte er. Die anderen Länder starteten auch bereits ihr Comeback.

Die US-Regierung hatte im März das für Mitte Juni in den USA geplante Gipfeltreffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt. Der Gipfel hätte den ursprünglichen Plänen nach vom 10. bis 12. Juni in Camp David stattfinden sollen.

17:00 Uhr
16:33 Uhr

Ehefrau mit Benzin übergossen und angezündet - lebenslange Haft

132498111.jpg

Die Frau versuchte noch zu fliehen, doch ihr Ehemann schob sie in Auto und zündete an.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Getragen von einem absoluten Vernichtungswillen" hatte ein 48-Jähriger Mitte November vergangenen Jahres seine Frau auf dem Weg zu Arbeit abgefangen, geschlagen und mit Benzin übergossen. Die 45-Jährige konnte kurz aus ihrem Wagen fliehen. Ihr Mann hatte sie aber wieder hineingeschoben und eine brennende Zigarette ins Fahrzeug geworfen. Der Anklage nach starb die Frau an der folgenden "explosionsartigen Verpuffung".

Nach dieser schrecklichen Tat ist der Mann vor dem Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 48-Jährige seine von ihm getrennt lebende Ehefrau heimtückisch getötet hat. Der Tat in Gerabronn im Kreis Schwäbisch Hall war ein Streit um ein Wohnhaus und den Unterhalt vorangegangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

16:03 Uhr

Braunbär beißt Fußgänger in russischer Großstadt

Wir sind zurück in Russland - dort ist richtig was los. In Jaroslawl - einer Großstadt etwa 260 Kilometer nordwestlich von Moskau - hat ein Braunbär einen Mann angegriffen und verletzt.

  • Eine Überwachungskamera filmte, wie das Tier auf den Fußgänger zulief und ihn ansprang. Der 26-Jährige sagte den Medien, er sei dabei gebissen worden. Die Wunden seien aber nicht so schlimm.
  • Ein Taxi-Fahrer, der zufällig vorbeifuhr, verhinderte wohl Schlimmeres: Mit dem Scheinwerferlicht des Wagens habe der Fahrer den Bären vertrieben.
  • Das 80 Kilogramm schwere und drei Jahre alte Tier hielt sich nach dem Vorfall in der Nähe der Stadt auf und wurde schließlich von Jägern erschossen.
15:41 Uhr

Höcke teilt gegen AfD-Spitze aus

Nach Ansicht von Thüringens AfD-Partei- und Fraktionschef Björn Höcke geht es im parteiinternen Machtkampf im Kern um die "inhaltliche Grundausrichtung". "Ich hatte in den letzten Tagen als Mitglied der AfD das Gefühl, dass meine Partei überfallen worden ist", sagte Höcke in einem Video der rechten Publikation "Deutschland Kurier". Es gebe unter Führung von Jörg Meuthen und Beatrix von Storch eine Mehrheit im AfD-Bundesvorstand, die "nicht zum Kompromiss fähig ist - so scheint es jedenfalls -, die eine andere Partei will, die eine kalte Partei will, eine marktradikale Partei", sagte Höcke.

In dem Video sagte Höcke, er sei der festen Überzeugung, dass der "globalkapitalistische Ansatz" die AfD in eine Sackgasse führen würde. "Wir wollen keinen kalten Kapitalismus. Wir wollen eine ökologische, eine soziale, wir wollen eine menschliche Marktwirtschaft", sagte Höcke.

In dem Konflikt zum "Fall Kalbitz", wie Höcke sagt, gehe es nur vordergründig um Personen. "Es geht hintergründig tatsächlich um die inhaltliche Grundausrichtung unserer Partei, der AfD", betonte Höcke.

14:53 Uhr

Krankenschwester kriegt Ärger für Bikini unter durchsichtigem Kittel

Ihr war zu warm unter ihrer Schutzkleidung, außerdem hatten die Männer auf der Station "nichts dagegen" - Eine Krankenschwester in Russland hat unter ihrem durchsichtigen Schutzanzug einen Bikini getragen, dafür bekommt sie nun Ärger.

  • Mit ihr und ihren Kollegen sei ein klärendes Gespräch über die Anforderungen und das Aussehen der Kleidung für das Klinikpersonal geführt worden, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit. Die Frau wurde außerdem verwarnt.
  • Das Foto entstand in einem Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Tula, etwa 170 Kilometer südlich von Moskau. Die junge Frau gab an, ihr sei unter der Schutzkleidung zu warm gewesen. Sie habe nicht gedacht, dass ihr Bikini tatsächlich zu sehen sei.
  • Im Internet gab es viel Zuspruch: "Den ganzen Tag in diesem Kondom zu arbeiten, ist doch Folter."

14:40 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Friederike Zörner verabschiedet sich in den sonnigen Feierabend. Ab jetzt und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:20 Uhr

Aldi sorgt mit Forderung nach Wurstpreis-Senkung für Aufregung

"Die Forderungen von Aldi sind komplett gewissenlos." Mitten in der Debatte um die Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischbranche sorgt Discount-Marktführer Aldi mit der Forderung nach Preissenkungen bei Wurstprodukten für Aufregung. Branchenexperten wie die Präsidentin des Bundesverbandes der deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF), Sarah Dhem, sind empört. Gerade angesichts der Bemühungen der Wurstbrache in den vergangenen Wochen, die Versorgungssicherheit in der Corona-Krise mit großem Aufwand sicherzustellen, passe die Forderung nicht in die Zeit.

Die "Lebensmittel Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass Aldi unter Verweis auf die gesunkenen Preise für Schweinefleisch rasche Preissenkungen bei Wurstprodukten fordere. Dass sich die Wurstpreise grundsätzlich auch an den Rohstoffpreisen orientieren, ist durchaus üblich, wie auch Dhem einräumt. Für Unmut in der Branche sorgen nach ihren Worten aber die Höhe, das Tempo und der Zeitpunkt der Preisforderungen. Zudem fürchtet die Branche, dass der Schritt von Aldi Signalwirkung für die anderen großen Handelsketten haben dürfte.

13:51 Uhr

Mann rettet Wal und muss Strafe zahlen

Sein Name ist Django. Einfach Django. Er ist ein erfahrener Taucher und lebt in der australischen Stadt Gold Coast. Django nimmt die Dinge selbst in die Hand. Daher konnte und wollte er nicht mit ansehen, wie ein junger Wal stundenlang in einem Netz gefangen bleibt. Medienberichten zufolge sah sich Django (seinen richtigen Namen gibt er wirklich nicht preis) zur Eigeninitiative gezwungen, nachdem ein Notruf bei behördlichen Rettungskräften unbeantwortet blieb. Er fuhr mit einem kleinen Boot raus zu dem Tier, das sich in Küstennähe in einem Schutznetz gegen Haie verfangen hatte. Er schwamm zu dem Wal und befreite ihn schließlich.

Die Fischereibehörde des Bundesstaates Queensland fand die Heldentat alles andere als glorreich. Weil er unerlaubterweise mit dem Hainetz hantierte, erwarte ihn eine Strafe, so Django. Ihm sei zu verstehen gegeben worden, dass er per Post einen Bußgeldbescheid in Höhe von 1300 australischen Dollar (rund 780 Euro) erhalten werde. Fischereiminister Mark Furner stritt dies jedoch ab. Noch werde der Fall untersucht. Zeugen, die Django als Retter feiern, haben inzwischen eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Bislang kamen knapp 14.000 Dollar zusammen.

13:24 Uhr

Diese Maske muss beim Essen nicht abgenommen werden

Not macht erfinderisch, Teil 2. So eine Mund-Nasen-Bedeckung stellt nicht nur Brillenträgerinnen wie mich vor Herausforderungen, sondern birgt auch bei der Nahrungsaufnahme Gefahren. Wie nimmt man die Maske am besten ab, ohne sich mit Viren zu kontaminieren und wo soll sie während des Essens am besten aufbewahrt werden? Eine israelische Firma erregt nun mit einer ganz speziellen Erfindung Aufmerksamkeit: eine Maske, die sich per Hebel öffnen und schließen lässt. So kann sie bequem getragen werden, während sich der Nutzer Pac-Man-mäßig Speisen in den Mund schaufelt. Inwiefern die Idee massentauglich ist, sei dahingestellt. Eine größere Stückzahl soll in den kommenden Monaten produziert werden. Eis oder Suppe sollte wegen akuter Kleckergefahr nicht auf diese Weise konsumiert werden.

12:53 Uhr

VW entschuldigt sich für "falschen und geschmacklosen" Werbeclip

Die Werbung ist inzwischen gelöscht. Aber das Internet vergisst bekanntlich nichts. Volkswagen sieht sich wegen eines rassistischen Clips heftiger Kritik ausgesetzt. Die kurze Sequenz, die der deutsche Autobauer auf Instagram postete, zeigt einen schwarzen Mann, der von einer riesigen weißen Hand durchs Bild geschoben und anschließend in den Eingang eines Hauses geschnippt wird. "Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos", erklärte das Unternehmen dazu in Wolfsburg. Dass der Clip bei vielen Beobachtern zu Empörung und Wut führe, könne man verstehen. "Wir distanzieren uns davon und entschuldigen uns dafür. Wir werden aufklären, wie das passieren konnte - und Konsequenzen daraus ziehen."

Für einen Moment war gegen Ende des Werbefilms für das neue Golf-Modell auch eine Buchstabenfolge zu sehen, deren Einblendung das Wort "Neger" nahelegte. "Schon vor dem Hintergrund unserer eigenen Unternehmensgeschichte positioniert sich Volkswagen gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung", erklärten die Wolfsburger.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:24 Uhr

Rentnerin übergibt Betrügern Goldmünzen in sechsstelligem Wert

Ende Juli erhält eine Seniorin aus Niederbayern mehrere Anrufe von falschen Polizisten. In deren Verlauf erzählt sie den Männern von ihren wertvollen Goldmünzen. Die Betrüger reden der arglosen Frau ein, dass kriminelle Bankmitarbeiter die Münzen gegen wertlose Imitate ausgetauscht hätten. Sie bringen die ältere Dame dazu, ihnen die Münzen für eine angebliche Untersuchung in einem Polizeilabor zu übergeben. Erst nach der Übergabe kommen der Rentnerin Zweifel. Sie wendet sich an die richtige Polizei.

Doch es ist zu spät. Zwar können die Beamten dank eines anonymen Hinweises die beiden in Wien lebenden Tatverdächtigen im Alter von 23 und 27 Jahren ausfindig machen. Doch von den Münzen, deren Wert auf einen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt wird, fehlt jede Spur. Die Hintermänner der festgenommenen Tatverdächtigen werden in der Türkei vermutet.

11:57 Uhr

Amazonas-Zerstörung: Supermärkte drohen Brasilien mit Boykott

132503271.jpg

Riesige Flächen werden im Amazonas abgeholzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In den ersten vier Monaten dieses Jahres ist die Urwaldvernichtung in Brasilien weiter deutlich angestiegen: Von Januar bis April wurden laut Daten des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) 1202 Quadratkilometer Urwald vernichtet. Das ist ein Anstieg um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Führende britische Supermarktketten wollen ein Zeichen gegen diese Praxis setzen. Sie drohen mit einer Auslistung von Produkten aus dem südamerikanischen Land.

  • Zu einem solchen Boykott sehen sie sich nach eigenen Angaben gezwungen, wenn ein von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro unterstütztes Gesetzesvorhaben angenommen wird, das "zu weiterem Landraub" im Amazonas-Regenwald ermutige.
  • In einem offenen Brief an brasilianische Abgeordnete und Senatoren äußerten sich die Unternehmen "tief besorgt" über den Erlass 910.
  • Das Gesetz würde die illegale Abholzung und unrechtmäßige Besetzung von öffentlichem Land vor 2018 - insgesamt 570.000 Quadratkilometer, mehr als die Fläche Spaniens - nachträglich legalisieren. Das Gesetz muss noch vom brasilianischen Kongress gebilligt werden.
  • Unterzeichnet wurde der offene Brief unter anderem von den britischen Einzelhandelsriesen Tesco, Asda, Waitrose, J Sainsbury und Marks & Spencers, auch Unternehmen wie Burger King UK schlossen sich an.
11:32 Uhr

Nicole Kidman bricht sich den Knöchel

Diese Nachricht enthält zwei Erkenntnisse: Hollywood-Stars sind nur Menschen und auch in Nashville gibt es Schlaglöcher. Diese Kombination sorgte vor rund fünf Wochen dafür, dass sich Schauspielerin Nicole Kidman beim Joggen den Knöchel brach. Wie ihr Ehemann Keith Urban in der Sendung "The Project" verriet, übersah die 52-Jährige ein Schlagloch und knickte um. Sie habe "einen kleinen Bruch in ihrem Knöchel" erlitten. In den vergangenen Wochen musste sie deshalb einen speziellen Schuh tragen, um die Heilung zu unterstützen. Die Oscar-Preisträgerin hat die Verletzung aber offenbar gut weggesteckt, wie der Sänger verriet: "Ihre innere Stärke war unglaublich, muss ich sagen", so Urban. "Sie hat es viel besser ertragen, als ich das gekonnt hätte."

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:04 Uhr

Evakuierungen nach Überflutungen und Dammbrüchen in den USA

Rund 10.000 Menschen müssen wegen Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen im US-Bundesstaat Michigan ihre Häuser verlassen. Im Bezirk Midland seien wegen der Wassermassen der Edenville- und der Sanforddamm gebrochen, teilten die Behörden mit und ordneten Evakuierungen an. Gouverneurin Gretchen Whitmer erklärte den Notstand für das County.

"Wir erwarten einen historischen Hochwasserspiegel", warnte Whitmer. Die Innenstadt von Midland könne in den nächsten Stunden bis zu neun Fuß (rund 2,7 Meter) unter Wasser stehen. Der Nationale Wetterdienst warnte vor extrem gefährlichen Sturzfluten. Auf Luftbildaufnahmen waren überflutete Straßenzüge sowie ein geborstener Damm entlang des Tittabawassee-Flusses zu sehen. Bislang sei niemand verletzt worden, teilte ein Sprecher der Bezirksverwaltung laut CNN mit.

10:11 Uhr

Forscher graben Überreste von fleischfressendem Megaraptor aus

Seine Gestalt muss furchterregend gewesen sein. Zehn Meter lang, kräftige, schnelle Beine, scharfe Zähne und eine 40 Zentimeter lange, dolchartige Klaue. Paläontologen haben in Argentinien die 70 Millionen Jahre alten Überreste eines sogenannten Megaraptors ausgegraben. Er gilt als einer der letzten fleischfressenden Dinosaurier, die die Erde bevölkert haben.

Die Fossilien wurden bereits im März dieses Jahres in der südlichen Provinz Santa Cruz gefunden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Experten werteten die Knochen aus und kamen zu dem Schluss, dass es sich um die gefährliche Spezies handelt. Im Vergleich zu dem berüchtigten Tyrannosaurus rex waren die Megaraptors schlanker und schneller. Sie waren mit einem langen Schwanz ausgestattet, der ihnen bei hohen Geschwindigkeiten half, nicht die Balance zu verlieren.

09:45 Uhr

Jugendliche feiern "Corona-Party" in leerstehendem Haus

Im niedersächsischen Landkreis Schaumburg gab es bislang 158 Infektionen mit dem Coronavirus. Acht Menschen sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie auch in anderen Regionen Deutschlands entspannt sich die Lage zunehmend. Doch es gelten noch immer die gleichen Kontaktbeschränkungen, wie zum Höhepunkt der Pandemie. Deswegen sah sich die Polizei nun auch dazu gezwungen, eine Party mehrerer Jugendlicher im Auetal zu beenden.

Insgesamt neun Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren feierten am Dienstagabend in einem leerstehenden Wohnhaus. Als Grund gaben sie der Polizei zufolge an, dass dies "in Coronazeiten sonst nirgends möglich ist". Die Beamten nahmen ihnen Zigaretten und Alkohol ab, außerdem erhielten sie einen Platzverweis.

*Datenschutz

09:21 Uhr

CDU-Politiker: Windkraft-Einigung wird "Dorfgemeinschaften weiter spalten"

"Viele Fraktionskollegen sind nicht einverstanden mit der Verabredung der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden über die Mindestabstände für neue Windräder zu Wohnhäusern." Diese Einschätzung gab CDU-Politiker Christian von Stetten im Gespräch mit der "Rheinischen Post" zu Protokoll. Die Regelung "widerspricht dem Ergebnis des Koalitionsausschusses vom Herbst, in dem ein bundeseinheitlicher Abstand von 1000 Metern vereinbart wurde", sagte von Stetten. "Dieses Einknicken der Politik vor der Windkraftindustrie wird die Lage nicht beruhigen, sondern die Dorfgemeinschaften weiter spalten".

Nach langen Verhandlungen war in der schwarz-roten Koalition eine Einigung über konkrete Schritte für einen schnelleren Ökostrom-Ausbau erzielt worden. Der größte Zankapfel war ein Mindestabstand von Windrädern zu Wohnhäusern. Die Einigung sieht eine Länderöffnungsklausel im Baugesetzbuch vor. Diese soll den Ländern die Möglichkeit einräumen, einen individuellen Mindestabstand in ihre Landesgesetze aufzunehmen.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:58 Uhr
Breaking News

Tegel schließt ab Mitte Juni - vorübergehend

Der Berliner Flughafen Tegel kann am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen. Das haben der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg in einer Gesellschafterversammlung beschlossen, wie eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen sagte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:53 Uhr

Ruby Rose gibt Rolle als "Batwoman" nach nur einer Staffel auf

imago0095673812h.jpg

Ruby Rose als Kate Kane alias "Batwoman", die Cousine von Bruce Wayne alias "Batman".

(Foto: imago images/Prod.DB)

Kate Kane braucht eine neue Darstellerin: Die australische Schauspielerin Ruby Rose hängt ihren schwarzen Umhang und die rote Perücke an den Nagel und verkörpert nicht länger die Superheldin "Batwoman" in der gleichnamigen TV-Serie. Sie habe die "sehr schwierige" Entscheidung getroffen, in der nächsten Staffel nicht zurückzukehren, teilte Rose laut "Variety" und "Hollywood Reporter" mit. Einen Grund nannte sie nicht.

  • Das zuständige Studio Warner Bros. und der Sender CW hatten im Januar die zweite Staffel für 2021 angekündigt.
  • Sie wollten nun in den nächsten Monaten eine neue Hauptdarstellerin suchen, die wie Rose der LGBTQ-Gemeinde angehört, hieß es in der Mitteilung der Produzenten.
  • Rose war die erste homosexuelle Schauspielerin, die eine Hauptrolle als TV-Superheldin erhalten hatte.
08:29 Uhr

Nach mehr als 20 Jahren: Musikmagazin kürt Britney-Spears-Hit

Mit zwei geflochtenen Zöpfen und einer fragwürdigen Schuluniform tanzt Britney Spears Ende der 1990er Jahre durch eine US-amerikanische Highschool. Mit ihrer Debütsingle "... Baby One More Time" und dem dazugehörigen Musikvideo wird die damals 17-Jährige quasi über Nacht weltberühmt. Mehr als 20 Jahre später wird der US-Sängerin nun eine besondere Ehre zuteil. Auf der Liste der "100 größten Debütsingles aller Zeiten", die das Musikmagazin "Rolling Stone" veröffentlichte, belegt ihr Hit den ersten Platz. "Eines jener Pop-Manifeste, die einen neuen Klang, eine neue Ära, ein neues Jahrhundert ankündigen. Aber vor allem einen neuen Stern", schreibt das Magazin zu Spears' Platzierung. "... Baby One More Time" ist die fünftbestverkaufte Single einer weiblichen Künstlerin und generierte in den USA mehr als 285 Millionen Streams, schreibt das US-Promimagazin "People". Der Song war 32 Wochen in den US-Charts.

Auf Platz zwei der Hit-Liste mit den größten Debütsingles setzte das "Rolling Stone"-Magazin übrigens "I Want You Back" von den Jackson 5. Dahinter auf Platz drei rangiert "Anarchy in the U.K." von den Sex Pistols.

08:15 Uhr

Corona-Held "Captain Tom" soll Ritterwürde bekommen

Für Boris Johnson ist er ein "Leuchtfeuer im Nebel des Coronavirus". Der britische Premierminister schlägt vor, den Weltkriegsveteranen Tom Moore in den Ritterstand zu erheben. Er nominierte den 100-jährigen "Captain Tom" für den Ehrentitel, der formell von Queen Elizabeth II verliehen wird.

Der frühere Hauptmann Moore avancierte zum Nationalhelden während der Corona-Pandemie, als er sich nach einer Hüft-OP vornahm, bis zu seinem 100. Geburtstag 100 Mal mit seinem Rollator seinen 25 Meter langen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Er hoffte, auf diese Art 1000 Pfund zusammenzubekommen - doch die Aktion fand derart viel Zuspruch, dass Moore einen Millionenbetrag für den nationalen Gesundheitsdienst NHS einsammelte.

Update 14.01 Uhr: Die Queen hat zugestimmt. Wann die Ernennung zum Ritter stattfindet, steht noch nicht fest.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:45 Uhr

Festnahme im Clan-Milieu eskaliert: 200 Menschen stören Polizei

Am Dienstagabend fällt einer Streife im Duisburger Stadtteil Marxloh ein mit Haftbefehl gesuchter 18-Jähriger auf. Als der junge Mann die Polizisten entdeckt, flüchtet er in ein Haus. Bei seiner Festnahme im Flur wehrt er sich. Mehrere Menschen kommen daraufhin in den Flur und stören die Maßnahmen der Polizei. Die Beamten drohen damit, Pfefferspray einzusetzen. Als sie das Haus gemeinsam mit dem 18-Jährigen verlassen wollen, stehen laut Polizei rund 200 Menschen vor der Tür. Eine "unbestimmte Anzahl der Personen" habe einen "Clan-Bezug", teilt ein Polizeisprecher mit.

Die herbeigerufene Verstärkung bildet schließlich einen Korridor, durch den die Beamten den 18-Jährigen zum Auto bringen. Dabei werden zwei weitere Menschen in Gewahrsam genommen, da sie versuchten, an der Absperrung vorbeizukommen. Verletzt wird den Angaben zufolge niemand. Die Polizei war mit insgesamt 36 Kräften im Einsatz.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:31 Uhr

Meuthen wünscht sich Sonderparteitag zur Klärung des AfD-Richtungsstreits

Es ist vielleicht eine "ganz gute Idee zur Klärung der Mehrheitsverhältnisse". AfD-Chef Jörg Meuthen würde den jüngst neu aufgeflammten Richtungsstreit in seiner Partei gerne hinter sich lassen und alles auf einem Sonderparteitag abklären. Er wisse die Mehrheit der Parteimitglieder hinter seinem Kurs, sagte er dem Magazin "Cicero". Die "Haltungsgemeinschaft", die sich um das Gedankengut von Björn Höcke schare, habe in der Partei noch nie eine Mehrheit gehabt.

Meuthen hatte zuletzt den Richtungsstreit in der AfD angeheizt, indem der Bundesvorstand auf sein Betreiben hin den Parteiausschluss des brandenburgischen Landespolitikers Andreas Kalbitz beschlossen hatte. Kalbitz ist zusammen mit dem Thüringer Landeschef Höcke Wortführer der ultrarechten Kräfte der AfD.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:22 Uhr

Am Oberrhein ist es besonders sommerlich

Heute geht es von der Nordsee bis zum Niederrhein und dann herunter bis nach Sachsen und Bayern mit kompakteren Wolken weiter und stellenweise fällt etwas Regen oder Nieselregen. Ansonsten ist es freundlich bis sonnig und trocken.

Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die Temperaturen erreichen meist 17 bis 21 Grad. Am Rhein und seinen Nebenflüssen wird es wärmer mit 23 bis 26 Grad. Am sommerlichsten zeigt sich der Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: Morgen viel Sonne bei 16 Grad im Nordosten und 28 Grad im Südwesten. Der Freitag verläuft im Süden und Osten nach lange schön und sehr warm bei bis zu 29 Grad. Auch 30 Grad sind nicht ganz auszuschließen. Im übrigen Land kommen später Schauer und Gewitter auf. Und auch der Samstag wird verbreitet wechselhaft mit zum Teil gewittrigen und mitunter kräftigen Regengüssen, bevor der Sonntag erneut sonniger wird. Die Temperaturen gehen vorübergehend zurück bei 15 bis 24 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und einen entspannten Feiertag. Ihr Björn Alexander

07:05 Uhr

Familie hielt Hunderte verwahrloste Katzen im Haus

Das Leid, das Miauen, den Gestank möchte man sich nicht vorstellen: Im Norden Japans haben Beamte 238 verwahrloste Katzen in einem Einfamilienhaus entdeckt. Viele der Tiere waren unterernährt, auf dem Fußboden lagen Knochen von toten Katzen herum. Der für Japan ungewöhnliche Fall kam erst zutage, als der Besitzer des Hauses das dort mit ihrem Sohn lebende Ehepaar wegen ausstehender Mietzahlungen aufsuchte.

Die Familie gab gegenüber den Behörden an, dass sie die Katzen nicht kastriert hätten. Als Folge vermehrten sich die Tiere so stark, dass sie sich nicht mehr ausreichend um sie kümmern konnten. Nachdem der Besitzer des Hauses vor Gericht zog, um die Mieter loszuwerden, habe die Familie das Haus verlassen. Die 238 Katzen wurden ins städtische Tierkontrollzentrum gebracht. Die meisten konnten weitervermittelt oder adoptiert werden.

06:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

die Temperaturen steigen, der Drang nach Abkühlung wird größer. Badende müssen sich allerdings aufgrund der gegenwärtigen Situation (tagesaktuell in unserem Liveticker nachzulesen) auf einige Umstellungen einstellen. Die Freibadsaison startet heute in Nordrhein-Westfalen, andere Bundesländer öffneten die Pforten bereits (Sachsen), oder ziehen bald nach (Berlin).

Der spontane Sprung ins kühle Nass nach der Arbeit wird nicht überall uneingeschränkt möglich sein, sagt etwa Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfB). Stattdessen wollten viele Bäder Zeitkarten anbieten, um die Besucherströme zu kanalisieren. Für die Becken empfiehlt die DGfB eine Zugangsbeschränkung, sodass die Abstandsregeln auch im Wasser eingehalten werden können. "Es kann dann schon passieren, dass die Leute in einer Warteschlange vor dem Becken stehen müssen", betont Ochsenbauer.

Diese Themen sind heute wichtig:

  • Bundesaußenminister Heiko Maas berät mit seinen Kollegen aus den neun deutschen Nachbarländern über eine weitere Lockerung der Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie.
  • Kanzlerin Angela Merkel schließt sich mit den Vorsitzenden von fünf internationalen Wirtschafts- und Finanzorganisationen über Konsequenzen aus der Corona-Pandemie kurz. Im Anschluss (18.30 Uhr) will Merkel über die Ergebnisse informieren.
  • Das Bundeskabinett bringt um 9.30 Uhr den auf Drängen der Grünen erhöhten CO2-Preis für Sprit, Heizöl und Erdgas ab 2021 auf den Weg. Gleichzeitig bereitet die Bundesregierung eine Entlastung von Bürgern und Unternehmen beim Strompreis vor.
  • Europa soll nach dem Willen der EU-Kommission zum Vorreiter für nachhaltige Ernährung und biologische Vielfalt werden. Um 12 Uhr legt die Brüsseler Behörde deshalb ihre Pläne für mehr biologische Vielfalt und eine umweltfreundlichere Produktion von Lebensmitteln vor.
  • Auf ungewohntem Weg haben die Aktionäre der Deutschen Bank über wichtige Personalien abzustimmen. Bei der Online-Hauptversammlung ab 10 Uhr stellen sich Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel und Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer zur Wahl in den Aufsichtsrat.
  • Heute wird voraussichtlich das Urteil im Prozess um den "Führerscheinkönig" aus Detmold gesprochen. Angeklagt sind der 52-jährige Rolf Herbrechtsmeier und seine Ehefrau wegen Betruges und Steuerhinterziehung. Sie sollen tausendfach dabei geholfen haben, dass Autofahrer, die in Deutschland ihren Führerschein verloren haben, einen Ersatz im EU-Ausland wie England oder Tschechien bekommen.

Als Dorfkind habe ich meinen Führerschein selbstverständlich - und ganz legal - schon mit 17 gemacht. Und vor allem nicht wieder aus der Hand gegeben … Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Meldungen aus aller Welt. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:35 Uhr

Rotes Kreuz warnt vor erhöhter Zecken-Gefahr in diesem Sommer

Auch das noch: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat auf die besonders hohe Gefahr hingewiesen, die in diesem Sommer von Zecken ausgehe. Aufgrund des milden Winters gebe es mehr Zecken als in den Vorjahren, heißt es in einer Mitteilung. "Begonnen hat die Zeckensaison diesmal schon im März", sagte DRK-Bundesarzt Peter Sefrin. Er empfiehlt, das Laufen durch dichtes Unterholz und hohes Gras zu vermeiden und nach dem Aufenthalt im Freien Körper und Kleidung abzusuchen.

Zecken können durch Stiche die Hirnentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen. Hierzulande sind 164 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert - die meisten davon in Süddeutschland. In diesen Regionen wird Menschen, die zum Beispiel in der Freizeit oder beruflich mit Zecken in Berührung kommen könnten, eine FSME-Impfung empfohlen.

06:16 Uhr

Erste Hinrichtung in den USA seit Anfang März vollzogen

Praktisch bis zur letzten Minute versuchten die Anwälte von Walter Barton, dessen Hinrichtung zu verhindern. Das Oberste Gericht in Washington wies ihren Eilantrag am Dienstag jedoch ab. Das Leben des Strafgefangenen wurde schließlich im Bundesstaat Missouri mit einer Giftspritze beendet. Es handelte sich um die erste Exekution in den Vereinigten Staaten seit Anfang März, als die Corona-Maßnahmen ihren Anfang nahmen.

Noch in seinen letzten Worten beteuerte der 64-Jährige seine Unschuld. "Ich, Walter Arkie Barton, bin unschuldig, sie exekutieren einen unschuldigen Mann", sagte er nach Angaben von Augenzeugen. Barton war wegen des Mordes an einer 81-jährigen Frau im Jahr 1991 in einer Wohnwagensiedlung der Stadt Ozark verurteilt worden. Der Schuldspruch erging erst 15 Jahre nach der Tat in Bartons fünften Prozess zu dem Fall. Die Hauptindizien waren Blutflecken auf seiner Kleidung und die Aussagen eines Informanten aus dem Gefängnis.

Mehr dazu lesen Sie hier.