Der Tag
5. November 2025
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
Zum Archiv
22:31 Uhr

Das war Mittwoch, der 5. November 2025

Sollten Sie heute noch keinen Blick in den nächtlichen Himmel geworfen haben, empfehle ich Ihnen ausnahmsweise, den Laptop zuzuklappen, das Smartphone mit der ntv-App zur Seite zu legen und nach draußen zu gehen oder aus dem Fenster zu schauen. Denn der heutige Supermond hat es in sich. Sollten Sie dann noch Interesse haben, ein Foto von dem leuchtenden Spektakel zu machen, empfehle ich Ihnen den Text meiner Kollegin Wilhelmine Bach.

Und wenn Sie mit dem Himmelsphänomen gar nichts am Hut oder es schon längst gesehen haben, rate ich Ihnen zu dieser Abendlektüre:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Mittwoch, der 5. November 2025
22:09 Uhr

Trump will ein Land aus der G20 raushaben

Die Vorführung von Cyril Ramaphosa im Oval Office dürfte Ihnen vielleicht noch in Erinnerung sein (wenn nicht, hier lesen Sie das Aufeinandertreffen im Mai noch einmal nach). Monate später schießt US-Präsident Donald Trump aus nicht näher genannten Gründen schon wieder gegen Südafrika. Bei einem Auftritt in Miami sprach er sich für einen Ausschluss des Landes aus der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) aus. "Südafrika sollte gar nicht mehr in der G20 sein." Trump bekräftigte, dass er nicht an dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 22. und 23. November in Südafrika teilnehmen werde. Für ihn soll Vizepräsident JD Vance anreisen. Südafrika hat derzeit den G20-Vorsitz inne.

Ende Juli hatte Trump auf die Frage, ob er an dem Gipfel teilnehmen werde, gesagt: "Nein, ich denke, ich werde vielleicht jemand anderen schicken, weil ich viele Probleme mit Südafrika habe." Er bekräftigte widerlegte Behauptungen, Weiße würden in Südafrika systematisch verfolgt und getötet. "Sie haben einige sehr schlechte politische Maßnahmen", sagte der Präsident im Sommer. "Viele Menschen werden getötet."

Trump will ein Land aus der G20 raushaben
21:48 Uhr

Konstantin Wecker muss "krankheitsbedingt" Konzerte canceln

Konstantin Wecker kann im November nicht auf der Bühne stehen. Die geplanten Konzerte seiner "Lieder meines Lebens"-Tournee sind abgesagt. Die Auftritte "können krankheitsbedingt leider nicht stattfinden", heißt es auf der Webseite des Künstlers. Das gelte "mindestens für alle Termine im November 2025". Wecker hatte erst vor einigen Monaten erklärt, dass er wegen vermutlicher Nervenschäden in seiner linken Hand kaum noch Klavier spielen könne.

Für die nun abgesagten Konzerte werden die Eintrittsgelder dort rückerstattet, wo die Tickets erworben wurden, heißt es weiter auf Weckers offizieller Webseite. Künstler und Veranstalter würden sich "nach Kräften" bemühen, "für die ausfallenden Konzerte geeignete Ersatztermine zu finden". Der Konzertveranstalter Eventim listet als nächstes Wecker-Konzert den 2. Dezember 2025 in Graz.

Konstantin Wecker muss "krankheitsbedingt" Konzerte canceln
21:11 Uhr

Trump-Zölle: Am Supreme Court werden Zweifel laut

Wird ein zentraler Bestandteil von Donald Trumps Wirtschaftspolitik unter dem Motto "America first" bald revidiert? Das Oberste US-Gericht hat mit Verhandlungen über die vom US-Präsidenten verhängten Zölle begonnen. Mehrere Richter des Supreme Court ließen dabei Zweifel erkennen, ob Trump mithilfe eines Notstandsgesetzes weitreichende Importaufschläge gegen Handelspartner weltweit verhängen durfte. Gerichte unterer Instanzen hatten Trumps Vorgehen für illegal erklärt. Auch eine Mehrheit der neun Richter am Obersten Gericht hinterfragte die Zölle bei der mündlichen Anhörung. Der Vorsitzende Richter John Roberts, einer von sechs Konservativen am Gericht, verwies auf den Wortlaut des Notstandsgesetzes (IEEPA) aus dem Jahr 1977, auf das sich Trump beruft. "Das Gesetz enthält das Wort 'Zölle' nicht", betonte Roberts.

Die liberale Richterin Sonia Sotomayor bestritt die Angaben der Regierung zur Wirkung der Zölle auf US-Unternehmen und -Bürger: "Sie wollen sagen, Zölle seien keine Steuern, aber genau das sind sie", betonte Sotomayor. Nur der Kongress sei befugt, Steuern zu beschließen, nicht aber der Präsident. Der Anwalt der Trump-Regierung, John Sauer, argumentierte dagegen, eine Aufhebung der Zölle würde "katastrophale Folgen für die Wirtschaft und die nationale Sicherheit" haben und die USA "gnadenlosen Handelsvergeltungsmaßnahmen" anderer Länder aussetzen. Länder wie China hatten indes gerade wegen der hohen US-Importaufschläge Gegenmaßnahmen verhängt.

Trump-Zölle: Am Supreme Court werden Zweifel laut
20:34 Uhr

Auto prallt gegen Bäume - Fahrer tot

Ein Autofahrer ist im niedersächsischen Schwarmstedt mit seinem Wagen tödlich verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, geriet der 53-Jährige auf einem Weg zwischen den Ortsteilen Grindau und Hope nach links von der Fahrbahn ab. Sein Auto fuhr gegen zwei Bäume. Die Ursache für den Unfall steht bislang nicht fest. Andere Verkehrsteilnehmer waren den Angaben zufolge nicht beteiligt.

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Für den Verunglückten kam jede Hilfe zu spät. (Foto: Polizeiinspektion Heidekreis)
Auto prallt gegen Bäume - Fahrer tot
19:57 Uhr

Trump beglückwünscht sich selbst

Es ist wirklich erst (oder schon?) ein Jahr her, dass Donald Trump zum zweiten Mal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Mit einer deutlichen Mehrheit von 312 zu 226 Wahlleuten setzte er sich seinerzeit gegen seine demokratische Widersacherin Kamala Harris durch. Das historische Ereignis nahm Trump zum Anlass, sich selbst zum einjährigen Jubiläum seines Wahlsiegs zu gratulieren. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er in seiner unnachahmlich bescheidenen Art: "An diesem Tag, dem 5. November, vor einem Jahr, haben wir einen der größten Präsidentschaftssiege der Geschichte errungen - es ist eine große Ehre, unser Land zu vertreten." Und weiter: "Unsere Wirtschaft boomt und die Kosten sinken deutlich. Bezahlbarkeit ist unser Ziel." Die Inflation in den USA ist allerdings nach wie vor hoch. Laut aktuellen Umfragen ist Trump so unbeliebt, wie nie seit seinem Amtsantritt. Dennoch schloss er seinen Post mit: "Liebe Grüße an das amerikanische Volk!"

Trump beglückwünscht sich selbst
19:23 Uhr

Stadt Leipzig präsentiert neues Logo - und erntet Kritik

"Jetzt viel besser zu sehen: die Stadt Leipzig im neuen Design", so euphorisch betitelt die Stadtverwaltung ihre aktuelle Pressemitteilung. Darin schwärmen die Verantwortlichen in Leipzig von einem neuen, "zeitgemäßen Logo, frischen Farben und einer starken Schrift", die den Auftritt Leipzigs und der damit verbundenen Gewerke vereinheitlichen soll. "Zum ersten Mal geben wir der Stadt ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild", wird Oberbürgermeister Burkhard Jung in der Mitteilung zitiert. "Von der Verwaltung und den Ämtern bis hin zu den vielen Eigenbetrieben der Stadt soll für Bürgerinnen und Bürger sichtbar werden, wo überall in ihrem Alltag öffentlicher Dienst der Stadt Leipzig drinsteckt. Wir wollen besser erreichbar werden, aber wir wollen auch besser sichtbar sein."

Stadt Leipzig erntet heftige Kritik für neues Logo

Eine sichtbare Veränderung: Statt des Stadtwappens, das einen schwarzen Löwen auf gelbem Grund neben zwei blauen Steifen zeigt, ist das Tier nunmehr als schlichte schwarze Linienzeichnung zu sehen. Daneben steht wie gewohnt "Stadt Leipzig". Einigen Nutzerinnen und Nutzern gefällt das weniger gut. Sie machen ihren Unmut über das neue Design auf den Social-Media-Kanälen der Stadt kund. "Wie sehr willst Du ein Wappen verunstalten? Stadt Leipzig: JA!", kommentierte ein User auf Instagram. Auf Facebook pflichtete jemand bei: "Das Leipziger Stadtwappen hat so etwas nicht verdient." Ein anderer beklagte sich auf Instagram: "Sieht peinlich aus, vorher war es besser." Er forderte: "Sofort zum alten Logo zurück!" Jemand anderes analysierte: "Das neue Logo wirkt fragil, unsicher und verliert bei kleinen Größen an Sichtbarkeit."

Stadt Leipzig präsentiert neues Logo - und erntet Kritik
18:42 Uhr

Deutscher Segler nach zwei Tagen von unbewohnter, niederländischer Insel gerettet

Das IJsselmeer ist der größte See in den Niederlanden und mit seinen rund 1100 Quadratkilometern Fläche etwa doppelt so groß wie der Bodensee. Diese schier unendlichen Weiten sind einem deutschen Segler nun beinahe zum Verhängnis geworden. Wie mehrere niederländische Medien berichten, war der Mann auf einer unbewohnten kleinen Insel inmitten des Sees gestrandet. Sein kleines Segelschiff war am Freitag gegen Felsen gekracht und dadurch manövrierunfähig. Der Mann hatte laut RTL.nl nur wenig Proviant dabei und richtete sich ein provisorisches Zelt aus Planen her. Da sein Handyakku leer war und er kein Funkgerät an Bord seines Bootes hatte, konnte er keine Hilfe rufen.

Es dauerte den Berichten zufolge bis Sonntagabend, als schließlich ein anderes Boot das Wrack und den Mann entdeckte. Die alarmierte niederländische Küstenwache konnte ihn durchgefroren und geschwächt, aber ansonsten unbeschadet an Land bringen.

Deutscher Segler nach zwei Tagen von unbewohnter, niederländischer Insel gerettet
18:00 Uhr

CSU-Vize gerät in Brüssel ins Visier der Ermittler

Der stellvertretenden CSU-Parteivorsitzenden und Europaabgeordneten Angelika Niebler wird die Zweckentfremdung von EU-Mitteln vorgeworfen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ermittelt die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) gegen die 62 Jahre alte Politikerin, die auch Co-Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament ist.

Ermittler gehen Verdacht auf Abrechnungsbetrug bei CSU-Vizin Niebler nach

  • Wie zunächst Politico berichtete, wird Niebler beschuldigt, Assistenten beschäftigt zu haben, die sie von ihrem Wohnort in der Nähe von München nach Brüssel und Straßburg fuhren. Zudem soll es auch um Fahrten zu privaten und geschäftlichen Terminen gehen, die nicht im direkten Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Europaabgeordnete standen.

  • Die EUStA wollte sich zu dem Fall bislang nicht äußern. Eine Sprecherin sagte, die Europäische Staatsanwaltschaft äußere sich grundsätzlich nicht dazu, ob und in welchen Fällen sie ermittele. Dies diene dem Zweck, den Ausgang möglicher Ermittlungen nicht zu gefährden.

  • Die EUStA führt in der Regel grenzüberschreitende Ermittlungen bei Betrug zulasten von EU-Mitteln mit Beträgen von mehr als 10.000 Euro durch.

  • Niebler selbst sieht die Anschuldigungen als haltlos an. "Die gegen mich erhobenen Vorwürfe treffen nicht zu." Sie wolle, dass der Vorgang so schnell und umfassend wie möglich aufgeklärt werde, und sie werde die Untersuchung vollumfänglich unterstützen.

CSU-Vize gerät in Brüssel ins Visier der Ermittler
17:21 Uhr

"Sie werden das Land zerstören": Trump zetert über Demokraten

Jetzt ist es amtlich: Der gegenwärtige Shutdown in den USA ist der längste in der Geschichte des Landes. Die Haushaltssperre dauert nunmehr 36 Tage - und ein baldiges Ende im erbitterten Streit zwischen den Demokraten und den Republikanern ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump schmeckt das gar nicht. In einer kurzen Rede vor republikanischen Senatoren gab er sich unversöhnlich. Die Demokraten erinnerten ihn an Kamikaze-Suizidpiloten, über die er kürzlich bei einem Besuch in Japan gesprochen habe, sagte der Präsident. "Sie werden das Land zerstören."

Deshalb drängte Trump die republikanische Mehrheit im Senat erneut dazu, die Geschäftsordnung zu ändern. Bisher reicht eine Minderheit von 41 der 100 Senatsmitglieder aus, um Debatten oder Abstimmungen über Gesetze wie den Haushalt zu verhindern. Diese als Filibuster bekannte und seit langem bestehende Regel soll dafür sorgen, dass die Regierung Gesetze nicht willkürlich an der Opposition vorbei durchdrückt. "Es ist an der Zeit, dass die Republikaner tun, was sie tun müssen, und das ist, den Filibuster zu beenden", forderte Trump. Ansonsten könne seine Partei für die kommenden gut drei Jahre seiner zweiten Amtszeit "keine Gesetze verabschieden". Doch die Vorbehalte gegen eine Regeländerung sind sogar bei den Republikanern groß. Ob sich der Präsident also mit seiner Forderung durchsetzt, ist fraglich.

"Sie werden das Land zerstören": Trump zetert über Demokraten
16:58 Uhr

Britische Behörden lassen Häftling irrtümlich frei

Gefährliche Justizpanne: Die britische Polizei fahndet nach einem irrtümlich aus dem Gefängnis entlassenen ausländischen Straftäter. Der 24 Jahre alte Algerier sei bereits seit vergangenem Mittwoch frei, wie die Metropolitan Police der BBC mitteilte. Demnach laufen dringende Ermittlungen, um den Mann ausfindig zu machen und wieder in Gewahrsam zu nehmen. Dem Sender Sky zufolge war der Straftäter wegen Hausfriedensbruchs in Haft.

Nur wenige Tage zuvor hatten die Behörden zugeben müssen, dass ein Sexualstraftäter versehentlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, statt abgeschoben zu werden. Auch diese Panne hatte eine Großfahndung ausgelöst. Der 38 Jahre alte Mann aus Äthiopien wurde gefasst und in der vergangenen Woche abgeschoben. Justizminister David Lammy sagte, er sei "absolut empört und entsetzt" über die erneute irrtümliche Freilassung. Eine "dringende Fahndung" sei eingeleitet worden. Rechtspopulist Nigel Farage von der in Umfragen zuletzt teils deutlich vorn liegenden Partei Reform UK nannte den Vorfall "eine Farce".

Britische Behörden lassen Häftling irrtümlich frei
16:24 Uhr

Fataler Zufall: Hirsch bei Wildunfall zeitgleich von zwei Autos erfasst

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein Hirsch bei einem Wildunfall praktisch zeitgleich von zwei Autos erfasst worden. Das Tier kreuzte plötzlich eine Landstraße bei Zingst, wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte. Dabei kollidierte es mit zwei Autos, die sich genau zu diesem Zeitpunkt auf einer Höhe entgegenkamen. Nach Angaben der Beamten blieben die beiden Autofahrer, ein 49-Jähriger und ein 18-Jähriger, unverletzt. Der Hirsch verendete allerdings noch an der Unfallstelle. Eines der Fahrzeuge war nach der Kollision nicht mehr fahrtüchtig und musste abgeschleppt werden. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf etwa 30.000 Euro.

Fataler Zufall: Hirsch bei Wildunfall zeitgleich von zwei Autos erfasst
15:49 Uhr

Mann begrabscht Mexikos Präsidentin in aller Öffentlichkeit

Es ist eine widerwärtige Szene: Bei ihrem medienwirksamen Rundgang durch das historische Zentrum von Mexiko-Stadt nähert sich ein Mann Präsidentin Claudia Sheinbaum. Er geht von der Seite auf sie zu, legt einen Arm um sie und versucht, die 63-Jährige zu küssen. Dann scheint er zu versuchen, ihr von hinten an die Brüste zu fassen, bevor endlich ein Sicherheitsmann ihn abdrängt. Festgehalten wird der Übergriff in einem Video.

Immerhin: Der Mann wurde inzwischen festgenommen, wie die Zeitung "El Universal" berichtete. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch vor. Derweil wurde Kritik an den Sicherheitskräften laut, weil sich der Mann der Präsidentin offenbar mühelos nähern konnte. Wie ihr Vorgänger Andrés Manuel López Obrador verzichtet auch Sheinbaum auf den Schutz durch die eigentlich dafür vorgesehene Militäreinheit. Die Linken-Politikerin ist die erste Präsidentin des lateinamerikanischen Landes. Laut einer Erhebung des staatlichen Statistikinstituts hat fast die Hälfte aller Frauen in Mexiko mindestens einmal sexuelle Gewalt erlebt. Die Stärkung der Frauenrechte gehört zu den wichtigsten Anliegen Sheinbaums.

Mann begrabscht Mexikos Präsidentin in aller Öffentlichkeit
15:18 Uhr

Mutige Hunde schlagen Eisbären in die Flucht

Kameras nahe einer Wetterstation in Sibirien halten eine bemerkenswerte Szene fest: Ein Eisbär nähert sich dem Haus eines Polarforschers. Das Tier hat aber die Rechnung ohne die dort lebenden Hunde gemacht.

Mutige Hunde schlagen Eisbären in die Flucht
14:57 Uhr

Sexpuppen-Skandal: Frankreich will Shein vorläufig sperren

Wegen eines Skandals um Sexpuppen mit kindlichen Zügen will die französische Regierung den asiatischen Onlinehändler Shein vorläufig sperren. Die Regierung habe ein entsprechendes Verfahren eingeleitet, teilte das Büro von Premierminister Sébastien Lecornu in Paris mit. Die Plattform solle in Frankreich so lange gesperrt bleiben, bis das Unternehmen sich nachweislich an französisches Recht halte.

Frankreich sperrt Shein wegen Sexpuppen-Skandals

Zuvor war unter Protest und mit Ansturm ein erster Shein-Ladenbereich in Frankreich eröffnet worden. Hunderte Menschen standen am Pariser Traditionskaufhaus BHV Marais Schlange, um in den neuen Verkaufsbereich zu gelangen. Wegen des großen Interesses war der Zugang nur mit einem gesonderten Ticket möglich, wie französische Medien berichteten. Vor dem Gebäude protestieren Demonstranten gegen Fast Fashion, die Arbeitsbedingungen bei dem Händler und seine ökologische Bilanz. Auch aus der französischen Politik kam Kritik an der Shein-Abteilung.

Sexpuppen-Skandal: Frankreich will Shein vorläufig sperren
14:42 Uhr

Berauschter Autofahrer rast mit Tempo 200 vor der Polizei weg

Ein 31 Jahre alter Mann hat sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei im Landkreis Coburg in Bayern geliefert - teilweise mit Tempo 200 auf einer Bundesstraße. Der Grund wurde später klar: Der aus Polen stammende Autofahrer stand unter Drogeneinfluss, wie ein Schnelltest ergab. Zudem fanden die Polizisten Chrystal Meth in seinem Auto. Der 31-Jährige trat bei einer Polizeikontrolle aufs Gas und raste davon. Es folgte eine mehr als 50 Kilometer lange Flucht vor der Polizei.

Die Polizei in Bayern setzt in solchen Fällen seit etwa einem Jahr auf moderne Technik: Mittels GPS-Signal kann die Leitstelle den Standort der Streifenwagen live auf einer Karte verfolgen und so gezielt zum Beispiel eine Sperre errichten. Das wurde dem flüchtigen Autofahrer zum Verhängnis. Kurz vor Naila konnten Beamte den Mann stoppen und festnehmen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz, verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Sein Auto wurde beschlagnahmt. Verletzt wurde niemand.

Berauschter Autofahrer rast mit Tempo 200 vor der Polizei weg
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Johanna Ohlau hat sich in den sonnigen Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Friederike Zörner und ich versorge Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
14:05 Uhr

München: Surfer bangen weiter um die verschwundene Eisbachwelle

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Die Welle ziert sich aus unbekannten Gründen dieses Jahr. (Foto: picture alliance/dpa)

Wo ist die Eisbachwelle hin? Zum ersten Mal nach der jährlichen Bachauskehr in München bleibt die bundesweit bekannte Surfwelle einfach weg und keiner weiß warum. Ein erster Lösungsansatz sei, den Wasserzufluss und somit den Wasserstand künstlich zu erhöhen, sagte Alexander Neumann von der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM). Die Hoffnung der Eisbachwelle-Fans ist, dass dadurch die Welle reaktiviert werden kann - und dass sie auch dann bestehen bleibt, wenn sich der Wasserstand später auf seine natürliche Höhe einreguliert.

Die Stadt München will sich noch dazu äußern, wie sie die bekannte Welle wieder zurückbringen will. Gestern hatte das Baureferat mitgeteilt, dass das Wasserwirtschaftsamt Messungen durchführen werde, um die Pegeldaten zu überprüfen. Anhand der Ergebnisse sollte dann festgelegt werden, wie die Abflussmengen und Wasserstände am Eisbach verändert werden können und wie sich dadurch eine surfbare Welle aufbauen lässt.

München: Surfer bangen weiter um die verschwundene Eisbachwelle
13:24 Uhr

Mehrere Todesfälle: Polizei warnt vor Konsum von Forschungschemikalien

Menschen machen ja so einiges, um sich einen Rausch zu verschaffen. Doch nach mehreren Todesfällen warnt die bayerische Polizei vor dem Konsum sogenannter Forschungschemikalien. Laut bayerischem Landeskriminalamt (LKA) besteht der Verdacht, dass als Folge des Konsums der über Onlineshops erhältlichen Chemikalien ein 43-Jähriger im Bereich Neu-Ulm und ein 20-Jähriger im Bereich Ansbach gestorben seien. Bereits davor habe es mehrere Todesfälle durch den Konsum sogenannter Research Chemicals gegeben.

Es geht demnach um Methiodon, das auch unter dem Namen IC-26 vertrieben wird. Dieses Methadonderivat weise opioid-typische Wirkungen und Nebenwirkungen auf, hieß es. Neben den zwei Todesfällen wurden laut LKA mehrere Fälle bekannt, in denen Konsumenten akut medizinisch versorgt werden mussten, weil sie beispielsweise das Bewusstsein verloren hatten. Bei mehreren Todesfällen in Deutschland gibt es laut LKA mittlerweile Gutachten, die nicht nur die Forschungschemikalien im Körper nachweisen, sondern diese auch als Todesursache belegen konnten.

Mehrere Todesfälle: Polizei warnt vor Konsum von Forschungschemikalien
13:00 Uhr

So schön leuchtet der Supermond über Deutschland

In der kommenden Nacht steht der Mond der Erde besonders nah und erscheint außergewöhnlich groß und hell. Der sogenannte Supermond ist vielerorts gut sichtbar - vor allem im Süden und in höheren Lagen.

So schön leuchtet der Supermond über Deutschland
12:19 Uhr

Frau im ICE bewaffnet? "Waffe" entpuppt sich als Handyhülle

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Eine vermeintliche Waffe im ICE löste einen Polizeieinsatz aus.

So richtig verstehen kann ich es nicht, dass Menschen es witzig finden, wenn ihre Handtasche so aussieht, als hätten sie eine Schusswaffe oder ein großes Messer dabei. Das macht anderen Menschen nur unnötig Angst. So war es wohl auch bei einem Vorfall in einem ICE von Berlin nach München, wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg mitteilt. Eine Frau wählte demnach den Notruf, weil eine andere Frau eine Schusswaffe mit sich führen soll. Die Folge: Die Bundespolizei räumte das Gleis im nächsten Bahnhof in Bitterfeld, Einsatzkräfte gingen in den Zug und suchten nach der angeblich bewaffneten Frau. Es stellte sich dann schnell heraus, dass es sich bei der vermeintlichen Schusswaffe bloß um eine Handyhülle handelt. Für die 31-Jährige hatte das trotzdem ernste Folgen: Die Beamten brachten sie aus dem Zug, stellten ihre Personalien fest und die Fahrt im ICE war für sie damit zu Ende. Zudem erhielt sie eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Frau im ICE bewaffnet? "Waffe" entpuppt sich als Handyhülle
12:13 Uhr

Lebenslange Haft für Pfleger wegen Mordes an zehn Patienten

Das Aachener Landgericht hat einen Krankenpfleger wegen des Mordes an zehn Patienten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte er den Opfern auf einer Palliativstation tödliche Injektionen verabreicht. Der 44-jährige Angeklagte wurde auch wegen 27-fachen versuchten Mordes schuldig gesprochen. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest.

Die Taten hatte der Angeklagte 2023 und 2024 in einem Krankenhaus in Würselen begangen.

Lebenslange Haft für Pfleger wegen Mordes an zehn Patienten
11:48 Uhr

Chaos und Tote: Drohnenbilder zeigen verheerende Taifun-Verwüstung auf Philippinen

Taifun "Kalmaegi" auf den Philippinen massive Zerstörungen angerichtet. Orkanböen und sintflutartige Regenfälle fordern zahlreiche Todesopfer, ganze Dörfer stehen unter Wasser - viele Betroffene erhalten keine Hilfe.

Chaos und Tote: Drohnenbilder zeigen verheerende Taifun-Verwüstung auf Philippinen
11:31 Uhr

Zwiebeln schneiden ohne Tränen? Das ist möglich, sagt die Wissenschaft!

Einmal das Messer angesetzt und zack, tränen die Augen! Zwiebeln schneiden kann echt zum Tal der Tränen ausarten - wenn man es falsch macht. Nur was hilft dagegen? In den Kühlschrank? Eine Schwimmbrille aufsetzen oder unter Wasser schneiden? Viel zu umständlich und nicht hilfreich, sagen Forschende der Cornell University. Der Trick beim Zwiebeln schneiden ist so effektiv wie einfach: aufs richtige Messer kommt es an beziehungsweise auf eine scharfe Klinge. Um dem Zwiebel-Geheimnis auf die Spur zu kommen, haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Knollen mit Mini-Guillotine bearbeitet und das Ganze mit Hochgeschwindigkeitskameras und empfindlichen Sensoren dokumentiert. Doch auch die Technik ist entscheidend. In der Ruhe, also dem langsamen Schneiden liegt das Geheimnis. Wer an mehr Wissenschaft rund um das Zwiebelschneiden interessiert ist, wird hier fündig.

Zwiebeln schneiden ohne Tränen? Das ist möglich, sagt die Wissenschaft!
11:05 Uhr

"Weltraum-Auge": Neuer Esa-Satellit kann Piraten finden

Erfolgreicher Start für Sentinel-1D: Der neue Esa-Satellit verstärkt das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Aus 700 Kilometern Höhe soll er selbst kleinste Veränderungen auf der Erde erkennen - und hilft so, Fluten, Schmuggel oder illegale Aktivitäten aus dem All zu beobachten.

"Weltraum-Auge": Neuer Esa-Satellit kann Piraten finden
10:36 Uhr

"Purer Rassismus" - Comedian Tutty Tran macht brutalen Angriff öffentlich

Tutty Tran unterhält seine Fans eigentlich am liebsten, aber jetzt hat sich der Comedian in einer sehr ernsten Angelegenheit an die Öffentlichkeit gewandt: Der Comedian sagt, er sei rassistisch beleidigt und brutal attackiert worden. Zu dem Vorfall sei es auf offener Straße gekommen und "nur, weil ich so aussehe, wie ich aussehe", schreibt er zu einem Foto bei Instagram, das seine Verletzungen im Gesicht zeigt. Sein eines Auge ist blutunterlaufen, trägt ein großes Pflaster an der Schläfe. "Das war purer Rassismus", meint der in Berlin aufgewachsene Comedian mit vietnamesischen Wurzeln. Er habe demnach versucht, deeskalierend mit der Situation umzugehen, aber es "hat diesmal nicht funktioniert. Manche Menschen wollen gar nicht reden. Sie wollen verletzen".

Tutty Tran macht den Vorfall nach eigenen Angaben öffentlich, weil er davon überzeugt sei, dass Wegsehen nichts ändere "und weil ich glaube, dass Kunst, Humor und Offenheit stärker sind als Hass".

"Purer Rassismus" - Comedian Tutty Tran macht brutalen Angriff öffentlich
09:58 Uhr

Tödliche Polizeischüsse in Oldenburg: Polizist wird angeklagt

Am Osterwochenende stirbt Lorenz A. in Oldenburgs Innenstadt - getötet durch mehrere Polizeikugeln. Seitdem fordern seine Familie und Freunde sowie Unterstützer Aufklärung vom Staat, was in jener Nacht passiert ist, und werfen der Polizei strukturellen Rassismus vor. Lorenz A. war ein Schwarzer Deutscher. Die Staatsanwaltschaft sieht wohl genug Hinweise auf ein Fehlverhalten des Polizisten, der in der Nacht auf den 21-Jährigen geschossen hat: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Beamten wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Er soll den jungen Mann von hinten erschossen haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

Tödliche Polizeischüsse in Oldenburg: Polizist wird angeklagt
09:12 Uhr

Jura-Prüfung vermasselt: Kim Kardashian gibt ChatGPT die Schuld

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Kümmert sich viel um ihr Aussehen, aber wenig um Quellen: Kim Kardashian. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Schülerinnen und Schüler sind wohl um eine faule Ausrede reicher: ChatGPT hat mir das falsch erklärt! Und Realitystar Kim Kardashian ist auf dem harten Weg zu dieser eigentlich simplen Erkenntnis gelangt: Die 45-Jährige gibt dem Chatbot die Schuld für verpatzte Jura-Prüfungen. "Ich benutze es für juristische Ratschläge", sagte die 45-Jährige zu Schauspielerin Teyana Taylor ("One Battle After Another") in einem Gespräch für das Magazin "Vanity Fair" auf deren Frage, wie sie ChatGPT nutze. Wenn sie die Antwort auf eine Frage wissen wolle, gebe sie diese an die KI weiter, berichtete Kardashian. Die Antworten der KI seien jedoch "immer falsch", erzählte der Reality-TV-Star. "Wegen ihm bin ich ständig durch Tests durchgefallen. Dann werde ich wütend, schreie es an und sage: 'Wegen dir bin ich durchgefallen! Warum hast du das gemacht?'" Kardashian hatte vergangenen Mai nach sechs Jahren Jurastudium ihren Abschluss gefeiert. Werbung macht Kardashian für die Qualität ihrer Arbeit eher nicht mit solchen Aussagen. Vielleicht sollte sie sich trotz Abschluss doch nur darauf beschränken, eine Anwältin zu spielen wie aktuell bei Disney+ in der Serie "All's Fair".

Jura-Prüfung vermasselt: Kim Kardashian gibt ChatGPT die Schuld
08:26 Uhr

Drohnen gesichtet: Betrieb am Flughafen Brüssel weiter gestört

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Der Flugplan weist auch am Morgen noch Ausfälle und Verspätungen auf. (Foto: IMAGO/Belga)

Flugausfälle und Verspätungen: Die Abläufe am Flughafen in Brüssel sind auch am Morgen noch etwas durcheinander. Der Grund sind mehrere Drohnensichtungen am Vorabend. Der Flugverkehr am Airport der belgischen Hauptstadt war zuvor innerhalb kürzester Zeit ein zweites Mal eingestellt worden. Um kurz vor 22.00 Uhr gestern Abend wurden aus Sicherheitsgründen alle Starts und Landungen ausgesetzt, wie die Nachrichtenagentur Belga mitteilt. Schon zwei Stunden vorher war der Flugverkehr nach Drohnensichtungen rund eine Stunde lang zum Erliegen gekommen. Auch am Flughafen in Lüttich starteten und landeten zunächst keine Maschinen mehr.

Bei der belgischen und von der Nato genutzten Militärbasis Kleine-Brogel wurden gestern ebenfalls erneut Drohnen gesichtet. Bürger meldeten sechs Drohnen in der Nähe des Flugplatzes, wie Belga berichtet. Unbestätigten Berichten zufolge ist der Luftwaffenstützpunkt einer der Orte in Europa, an denen US-Atomwaffen lagern.

Drohnen gesichtet: Betrieb am Flughafen Brüssel weiter gestört
07:52 Uhr

1000 Kontrollen die Stunde: Diese Stadt setzt auf Scan-Autos gegen Falschparker

In-Mannheim-faehrt-nun-ein-Scan-Auto-durch-die-Stadt-um-Parkverstoesse-zu-entdecken-und-diese-auch-zu-ahnden-Das-Bild-zeigt-das-Scan-Auto-beim-Einsatz-in-Heidelberg
Pilotprojekt: Die Fahrzeuge sind in Mannheim seit September unterwegs.

Sie stehen im Halteverbot oder vor Einfahrten: Falschparkerinnen und Falschparker sind nicht nur ein Ärgernis, sondern ihr Fehlverhalten kann auch mal gefährlich werden. Mannheim ahndet als erste Kommune in Baden-Württemberg mit Hilfe eines Scan-Autos Parkvergehen. Auf Basis der erhobenen Daten sollen laut Stadt und Verkehrsministerium Baden-Württemberg auch Knöllchen verteilt werden. "Mannheim startet als erste Kommune im Pilotprojekt mit der Sanktionierung von Verstößen und setzt damit einen wichtigen Schritt für den Regelbetrieb von Scan Cars um", sagte Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium. Baden-Württemberg hat nach Angaben des Ministeriums als erstes Bundesland eine rechtliche Grundlage für den Einsatz der Fahrzeuge geschaffen. Geahndet werden demnach nur "sicherheitsrelevante Parkverstöße" wie Parken im absoluten Halteverbot oder in Feuerwehrzufahrten.

So funktioniert das Scan-Auto: Die Fahrzeuge haben laut Verkehrsministerium auf dem Dach Kameras installiert, mit denen sie im Vorbeifahren die Nummernschilder von parkenden Autos erfassen können. Demnach können die Scan-Autos Falschparker erkennen – auch Fahrzeuge, die auf Radwegen und Busspuren abgestellt sind. Dem Ministerium zufolge kann ein Scan-Auto in der Stunde bis zu 1000 Fahrzeuge kontrollieren. Ein Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes schaffe zu Fuß nur etwa 50 Fahrzeuge.

1000 Kontrollen die Stunde: Diese Stadt setzt auf Scan-Autos gegen Falschparker
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

23:16 Uhr - die Zeit sollten Sie am Abend im Blick haben, wenn Sie den Supermond in seiner ganzen Pracht bestaunen wollen. Das ist laut der Vereinigung der Sternenfreunde in Hessen der beste Zeitpunkt für Fotos. Schon gestern Abend erstrahlte der Mond wunderschön hell, kann ich aus eigener Beobachtung schildern - hoffentlich schieben sich heute keine Wolken in der Nacht dazwischen. Wer nicht ganz so die Mond-Nachteule ist, kann sich auch schon ab 15:30 Uhr auf die Lauer legen.

Das steht heute noch im Kalender:

  • Entbürokratisierung und Entlastung - darum soll es bei einer Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin gehen.

  • Der Supreme Court, das Oberste Gericht in den USA, befasst sich mit den von US-Präsident Donald Trump weltweit verhängten Zöllen.

  • Für das Sprengen von Geldautomaten sollen künftig härtere Strafen drohen. Der Bundestag stimmt über ein Gesetz ab, mit dem die Mindeststrafe von einem Jahr auf zwei Jahre Haft steigt.

  • In der Plenarsitzung des Bundestags stehen am Nachmittag Digitalminister Karsten Wildberger und Bildungsministerin Karin Prien (beide CDU) in der Regierungsbefragung den Abgeordneten Rede und Antwort.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt seine knapp einwöchige Afrika-Reise in Angola fort.

  • Das Aachener Landgericht will das Urteil gegen einen Krankenpfleger sprechen, der mehrere Patienten mit Injektionen getötet haben soll. Der Mann ist wegen neunfachen Mordes und 34-fachen Mordversuchs angeklagt.

  • Champions League: Borussia Dortmund trifft auf Manchester City, Bayer Leverkusen spielt gegen Benfica Lissabon (Spielbeginn jeweils 21 Uhr).

Falls Sie mir etwas mitteilen möchten, tun Sie das am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Ich frische meine Koffeindosis jetzt nochmal etwas auf und dann geht's weiter mit Nachrichten und etwas Unterhaltung aus Deutschland und der Welt.

Das wird heute wichtig
07:03 Uhr

Fahrer wird bei Unfall aus Auto geschleudert - Autobahn gesperrt

In der Nacht ist die A42 bei Bottrop stundenlang gesperrt worden wegen eines schweren Unfalls: Nach ersten Erkenntnissen überschlug sich dort ein Auto, der 46 Jahre alte Fahrer wurde aus dem Auto geschleudert und lebensgefährlich verletzt, so ein Polizeisprecher. An dem schweren Unfall war noch ein anderes Auto beteiligt, aber wie es zum Unfall kam, ist demnach noch unklar. Der 53-jährige Fahrer des anderen Autos sei ebenfalls verletzt worden, aber nicht schwer, wie der Sprecher sagte. Die A42 wurde in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort gesperrt.

Fahrer wird bei Unfall aus Auto geschleudert - Autobahn gesperrt
06:38 Uhr

Netanjahu-Büro: An Israel übergebene Hamas-Geisel als Deutsch-Israeli identifiziert

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Itay Chens Eltern und weitere Geisel-Angehörige hatten sich Ende September mit Kanzler Friedrich Merz getroffen. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Sohn haben Hagit und ihr Mann Ruby Chen wohl schon vor mehr als einem Jahr begraben müssen: Itay Chen wurde vom israelischen Militär im März 2024 für tot erklärt. Doch ihren bei oder nach dem Hamas-Überfall auf Israel getöteten 19 Jahre alten Sohn konnten sie nicht beerdigen. Erst jetzt wurde die Leiche des Deutsch-Israeli von der islamistischen Hamas ausgehändigt. Dass es sich bei dem Leichnam um Itay Chen handelt, hat das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu jetzt bestätigt. Nach Abschluss der Identifizierung hätten Armeevertreter die Familie des Soldaten informiert.

Chens Großeltern haben den Holocaust überlebt, seine Großmutter stammt aus Bad Reichenhall. Im Zuge des von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruheabkommens hätte die Palästinenserorganisation neben den letzten 20 noch lebenden Geiseln eigentlich auch längst alle 28 toten Geiseln an Israel übergeben sollen. Nach Darstellung der Hamas verläuft die Rückgabe der Leichen schleppend, weil diese unter den Kriegsruinen im Gazastreifen nur schwer zu lokalisieren seien. Die islamistische Organisation rief Vermittler und das Rote Kreuz bereits mehrfach auf, Ausrüstung und Personal zum Aufspüren der Leichen zur Verfügung zu stellen. Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas gilt seit dem 10. Oktober.

Netanjahu-Büro: An Israel übergebene Hamas-Geisel als Deutsch-Israeli identifiziert
06:00 Uhr

Klöckner: Deutschland ist der "Puff Europas"

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Julia Klöckner (Foto: dpa)

Das Prostituiertenschutzgesetz von 2017 soll Frauen schützen, aber ist kurz gesagt ein ziemlicher Fail. Dafür findet auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner deutliche Worte und spricht sich für schärfere Regeln gegen Prostitution in Deutschland aus. "Ich bin fest der Überzeugung: Wir müssen die Prostitution und den Sexkauf hierzulande endlich auch verbieten", sagte Klöckner in einer Laudatio bei der Verleihung des Heldinnen-Awards in Berlin. "Wenn wir sonst über Frauenrechte sprechen, aber sagen, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere sei, dann ist das nicht nur lächerlich, sondern Verächtlichmachen von Frauen. Es gibt auch keine Schülerpraktika in diesem Beruf", sagte die CDU-Politikerin. Trotz Verbesserungen am Gesetz bleibe es bei gewaltigen Übergriffen, der Übermacht von Männern und bei der Unfreiwilligkeit. Deutschland sei der "Puff Europas".

Klöckner befürwortet eine Handhabung wie in Schweden oder Norwegen. Das sogenannte nordische Modell sieht die Bestrafung von Freiern und die Schließung von Bordellen vor. Nach dem zuerst in Schweden eingeführten Modell ist der Kauf sexueller Dienstleistungen illegal, der Verkauf von Sex bleibt dagegen straffrei. Prostituierte erhalten Hilfe, um sich eine neue Existenz aufzubauen.

Klöckner: Deutschland ist der "Puff Europas"