Montag, 01. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Montag, der 1. Februar 2021

"Wunder werden da jetzt nicht passieren", sagt Kanzlerin Merkel nach dem Impfgipfel. Mehr als einen Monat nach dem Start der Impfkampagne ist klar: Bei diesem Tempo ist das Ende der Corona-Pandemie noch lange nicht in Sicht. Doch nach dem heutigen Impfgipfel zeigen sich Bund und Länder zuversichtlich - bis zum Sommer sollen die Impfstoff-Lieferungen deutlich anziehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:15 Uhr

Erdogan deutet Pläne für neue Verfassung an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Pläne für eine neue Verfassung angedeutet. "Es ist klar, dass die Quelle der Probleme der Türkei darin liegt, dass ihre Verfassungen immer von Putschisten geschrieben wurden", sagte Erdogan auf einer Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung in Ankara. Beobachtern zufolge könnte Erdogan auf diese Weise versuchen, über das Jahr 2028 hinaus im Amt zu bleiben.

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Könnte nach einer Verfassungsänderung ewig an der Macht bleiben: Erdogan.

(Foto: dpa)

Nach der geltenden Verfassung könnte er im Falle einer Wiederwahl höchstens bis 2028 Präsident bleiben. "Es könnte Zeit für die Türkei sein, die Debatte über eine neue Verfassung wieder zu eröffnen", sagte Erdogan.

Zusammen mit den Koalitionspartnern könne er diese Frage in Zukunft angehen. Erdogans AKP, die derzeit nicht die absolute Mehrheit im Parlament hat, regiert mit Hilfe der ultrarechten MHP.

21:31 Uhr

Schauspieler Dustin Diamond mit 44 Jahren gestorben

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Dustin Diamond starb wenige Wochen nach seiner Krebs-Diagnose.

(Foto: picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx)

Der amerikanische Schauspieler Dustin Diamond, der als Kinderstar im US-Fernsehen bekannt wurde, ist tot. Er starb mit 44 Jahren an Krebs, wie sein Sprecher mitteilte. Erst vor drei Wochen sei dieser "brutale, unerbittliche und bösartige Krebs" bei Diamond festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung. Bekannt wurde Diamond in den später 1980er Jahren durch die US-Sitcom "California High School" (US-Titel: "Saved by the Bell").

20:59 Uhr

Gewalttätiger Mann verschanzt sich in Haus mit vier Kindern

Über Stunden hat ein gewalttätiger Mann im niedersächsischen Aurich seine Familie in Angst und Schrecken versetzt und die Polizei in Atem gehalten. Der 31-Jährige drang um die Mittagszeit in das Wohnhaus seiner von ihm getrennt lebenden Frau ein und griff sie an.

  • Die Frau wurde leicht verletzt, ihr gelang die Flucht.  
  • Daraufhin drohte der Mann, die vier Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren umzubringen.
  • Nach gut vier Stunden gelang es schließlich Spezialkräften, ihn in dem Haus zu überwältigen und festzunehmen. Die Kinder wurden nicht verletzt.
  • Gegen den Mann wird jetzt wegen Körperverletzung und Bedrohung ermittelt.
20:49 Uhr

Bund und Länder zuversichtlich nach Impfgipfel

Nach dem schleppenden Start der Corona-Impfungen in Deutschland kommt mehr dringend erwarteter Nachschub in Sicht. Bis zum Sommer sollen die Impfstoff-Lieferungen deutlich anziehen - im gesamten Jahr könnten es laut einer neuen Schätzung des Bundes bis zu 322 Millionen Dosen werden.

Kanzlerin Angela Merkel bekräftigte nach dem Impfgipfel das Ziel, allen Bundesbürgern bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot zu machen. Nach massivem Ärger über organisatorische Probleme wollen Bund und Länder sich enger über nach und nach zu erwartende Liefermengen abstimmen.

 

20:33 Uhr

Die Videos des Tages

20:06 Uhr

Schneesturm legt New York lahm

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In New York herrscht derzeit ziemlich ungemütliches Wetter.

(Foto: REUTERS)

Ein schwerer Schneesturm hat im Nordosten der USA für Verkehrschaos gesorgt. In der Millionenmetropole New York und in anderen Städten wurden hunderte Flüge gestrichen, auch zahlreiche Züge fielen aus. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief den Notstand aus, Straßen wurden für den Einsatz von Rettungsfahrzeugen freigehalten, alle nicht notwendigen Fahrten eingeschränkt. Geplante Corona-Impfungen wurden verschoben, auch Schulen haben geschlossen. In der Großstadt wurden bis zu 60 Zentimeter Schnee erwartet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:21 Uhr

"Die letzte Instanz" bleibt in der WDR-Mediathek

Der Westdeutsche Rundfunk belässt die umstrittene Ausgabe der Sendung "Die letzte Instanz" in seiner Mediathek. "Löschen heißt nicht, dass man ein Problem gelöst hat", sagte WDR-Unterhaltungschefin Karin Kuhn in einem Interview ihres eigenen Hauses. 

"Die Sendung ist missglückt, und sie wird scharf kritisiert und diskutiert. Schon alleine aus Transparenzgründen sollte die Sendung deshalb in der Mediathek bleiben", betonte Kuhn. "Wir haben die Sendung in der Mediathek mit einem Text versehen, der sie einordnet und der deutlich macht, dass wir sie für verfehlt halten und das auch unumwunden einräumen."

In der Talkrunde hatten Micky Beisenherz, Janine Kunze, Thomas Gottschalk und Jürgen Milski mit Moderator Steffen Hallaschka darüber diskutiert, ob das Wort "Zigeneursauce" vermieden werden sollte oder nicht. Alle vier entschieden sich für nein.

18:35 Uhr

Raketenstart in China gescheitert

In China ist der Start einer Rakete des privaten chinesischen Raumfahrtunternehmens iSpace gescheitert.

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2019 brachte die "Hyperbola - 1" zwei Satelliten in den Orbit. Diesmal lief etwas schief.

(Foto: picture alliance/dpa/CHINATOPIX)

  • Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, versagte die rund 20 Meter hohe, vierstufige Rakete vom Typ "Hyperbola-1" (SQX-1) kurz nach dem Abheben vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi.  Während des Fluges sei "abnormales Verhalten" festgestellt worden. Die Ursache werde untersucht, wurde das Raumfahrtzentrum zitiert.
  • Die Rakete soll nach Herstellerangaben normalerweise eine bis zu 300 Kilogramm schwere Ladung in eine niedrige Umlaufbahn bringen können. Was an Bord war, wurde nicht bekannt.
  • Die Pekinger Firma hatte damit im Juli 2019 erstmals zwei Satelliten in eine Umlaufbahn gebracht, was als "Meilenstein" für Chinas private Raumfahrtindustrie gefeiert worden war.
18:18 Uhr

Khedira wechselt von Juventus zu Hertha BSC

Sami Khedira, Weltmeister von 2014, kehrt nach mehr als zehn Jahren in die Fußball-Bundesliga zurück. Der 33-Jährige wechselt von Juventus Turin zu Hertha BSC. "Mit Sami Khedira bekommen wir einen Topspieler, der in den vergangenen Jahren bei europäischen Spitzenklubs unter Vertrag stand und uns mit seiner Erfahrung aus seinen Spielen in der Champions League, Serie A, La Liga und auch mit der Nationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften sofort weiterhelfen wird", sagte Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich.

17:55 Uhr

Nackter Mann schaltet sich in Schüler-Videokonferenz

In Nordrhein-Westfalen hat sich ein unbekannter Mann in eine digitale Schulstunde eingewählt, um vor Fünftklässlern nackt zu posieren. Der Vorfall ereignete sich im münsterländischen Telgte, wie die "Neue Westfälische" berichtete. Demnach hatten sich die Kinder zu einem Videotreffen verabredet, um sich über den Unterricht auszutauschen. Laut dem Bericht nutzten sie dafür das Programm "Jitsi", nicht das die Schulplattform". Die Schulleitung habe nach dem Vorfall das Lehrerkollegium informiert und darauf hingewiesen, wie Sitzungen künftig besser verschlüsselt werden könnten.

17:17 Uhr

"Simpsons"-Autor Marc Wilmore stirbt mit 57 Jahren nach Corona-Infektion

Drehbuchautor und Produzent Marc Wilmore ist tot. Er starb am 30. Januar nach einer Covid-19-Erkrankung im Alter von 57 Jahren. Der Emmy-Gewinner war unter anderem bekannt für seine Arbeit an mehreren Folgen der "Simpsons", als Autor für Jay Lenos "Tonight Show", die Sketch-Comedy-Serie "In Living Color" und zuletzt als Autor und ausführender Produzent der Serie "F is for Family". Den Tod gab sein Bruder, Larry Wilmore, auf Twitter bekannt.

 

17:10 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:36 Uhr

Piste illegal geöffnet: Betreiber prügelt auf Journalisten ein

Wie fast überall in Europa sind auch in Tschechien die Skipisten derzeit geschlossen. Ein sturer Skiliftbetreiber empfängt nichtsdestotrotz Besucher. Als ein Kamerateam die Piste filmt, gehen der Betreiber, aber auch einige Gäste auf die Journalisten los. Nach kurzer Zeit ist die Polizei vor Ort.

 

16:06 Uhr

Zwei Taucher in Brandenburg tödlich verunglückt

Im brandenburgischen Werbellinsee sind zwei erfahrene Taucher tödlich verunglückt. Andere Sporttaucher, mit denen der 52-jährige Mann und die 49-jährige Frau unterwegs waren, fanden die beiden am Sonntag regungslos in rund sechs Metern Tiefe treibend. Beide wurden wiederbelebt und per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht, starben jedoch kurz darauf. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

15:45 Uhr

Berlin hält weiter an Nord Stream 2 fest

Auch nach der Forderung Frankreichs nach einem Ende von Nord Stream 2 hält die Bundesregierung an dem umstrittenen deutsch-russischen Pipeline-Projekt fest.

  • Die Bundesregierung habe in den vergangenen Tagen "betont, dass sich ihre grundsätzliche Haltung nicht geändert hat", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz in Berlin.
  • Der französische Europa-Staatssekretär Clément Beaune hatte zuvor mit Blick auf das Vorgehen der russischen Behörden gegen die Opposition zu einem Stopp des Vorhabens aufgerufen.
  • Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, die französische Position sei der Bundesregierung bekannt. Berlin befinde sich in "sehr engem Austausch" mit der Regierung in Paris.
14:31 Uhr

Lehrer-Ehepaar spurlos verschwunden - Sohn festgenommen

Das Verschwinden eines Lehrer-Ehepaares in Südtirol gibt den Behörden der norditalienischen Stadt Bozen Rätsel auf. Die beiden gelten seit Anfang Januar als vermisst.

Nun wurde der Sohn der beiden "aufgrund von neuen Ermittlungserkenntnissen" festgenommen, wie es von der Staatsanwaltschaft in Bozen hieß. Gegen ihn werde wegen zweifacher vorsätzlicher Tötung und Verbergens der Leichen seiner Eltern ermittelt.

Unterdessen geht die Suchaktion nach der 63-Jährigen und ihrem 68 Jahre alten Mann weiter.

14:12 Uhr

Schichtwechsel

Judith Görs verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag!

13:50 Uhr

Wahlrechtsreform wird Fall für Karlsruhe

FDP, Grüne und Linke klagen gemeinsam gegen die Wahlrechtsreform. Die Oppositionsfraktionen reichten beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ihre Klageschrift und einen Antrag auf eine einstweilige Anordnung ein. Sie werfen Union und SPD vor, CDU und CSU mit der Reform einen Vorteil zu verschaffen. Zudem verfehle die Reform das erklärte Ziel, eine weitere Vergrößerung des Bundestages zu verhindern. Sollten die Richter dem Antrag stattgeben, träte das alte Wahlrecht wieder in Kraft.

Kern der Kritik ist vor allem, dass nach der im Oktober 2020 vom Bundestag mit Unions- und SPD-Stimmen beschlossenen Reform Überhangmandate nur teilweise mit den Listenmandaten einer Partei verrechnet werden sollen. Bei Überschreiten der Regelgröße des Bundestages von 598 Abgeordneten blieben bis zu drei Überhangmandate unausgeglichen. Davon könnte vor allem die Union profitieren, die zuletzt besonders viele Direkt- und Überhangmandate gewonnen hatte.

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Sehen ihre Parteien im Nachteil: Die Parlamentarischen Geschäftsführer von FDP und Grünen, Marco Buschmann und Britta Haßelmann, sowie der Linken-Rechtsexperte Friedrich Straetmanns (l.).

(Foto: dpa)

13:27 Uhr

Ritter Sport droht Ärger wegen zuckerfreier Schokolade

Ritter Sport bringt eine neue Schokolade auf den Markt - und darf diese in Deutschland nicht so nennen. Hört sich komisch an, ist aber so: Denn laut der deutschen Verordnung über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse besteht eine Schokolade nicht nur aus Zutaten wie Kakaomasse, Kakaopulver und Kakaobutter, sondern zwingend auch aus Zucker. Doch der fehlt in der "Cacao y Nada"-Schokolade. Zum Süßen verwendet das Unternehmen natürlichen Kakaosaft, den es auf einer Plantage in Nicaragua extra aus Kakaofrüchten gewinnt.

Doch die Kakaoverordnung ist eine Art gesetzliches Rezeptbuch - wer dagegen verstößt, riskiert Geldstrafen und im Extremfall gar einen behördlich verordneten Verkaufsstopp. Ritter Sport findet das unzeitgemäß. Dass eine Schokolade ohne Zucker hierzulande nicht als solche bezeichnet werden dürfe, sei "absurd", sagte Firmenchef Andreas Ronken. "Wenn Wurst aus Erbsen sein darf, braucht Schokolade auch keinen Zucker. Aufwachen!"

13:08 Uhr

Straße eingesackt - Krater verschlingt Lastwagen

In der Nähe der rheinland-pfälzischen Stadt Kordel ist eine Straße eingesackt. Dabei bildete sich ein Krater, in den ein Lastwagen und ein Auto rutschten. "Die Straße ist komplett eingebrochen", sagte ein Sprecher der Polizei in Trier. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Die Straße wurde gesperrt.

"Es gibt ein riesiges Loch in der Straße", sagte der Sprecher weiter. Die Bergung der Fahrzeuge werde dauern. Die Polizei geht davon aus, dass die Straße über Tage abgesichert werden muss. Es handelt sich um eine relativ schmale Straße an einem Abhang. Die Fahrer des Autos und des Lastwagens hatten offenbar einfach Pech, dass sie die Straße gerade in dem Moment befuhren, als die Fahrbahn nachgab.

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Die Straße muss wahrscheinlich mehrere Tage gesichert werden.

(Foto: dpa)

12:18 Uhr

US-Polizei setzt Pfefferspray gegen Neunjährige ein

Schon wieder schockiert ein Fall unangemessener Gewalt durch Polizeibeamte die USA: In der Stadt Rochester wurden sie alarmiert, weil eine mutmaßlich psychisch kranke Neunjährige damit gedroht hatte, sich selbst und ihre Mutter zu töten. Videoaufnahmen von dem Einsatz zeigen, wie die Polizei das schwarze Mädchen in Handschellen abführt. Als sie sich wehrt, setzen die Beamten Pfefferspray ein.

 

Die Bürgermeisterin von Rochester im Bundesstaat New York verurteilte den Polizeieinsatz. Als Mutter eines zehnjährigen Kindes wolle sie solche Aufnahmen nicht sehen, sagte Lovely Warren. Sie mahnte die Polizei zu mehr "Einfühlungsvermögen und Empathie" - und forderte eine interne Untersuchung bei den Sicherheitskräften.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:50 Uhr

Den Briten geht die Pappe aus - wegen Brexit und Corona

Was bei uns zeitweise das Klopapier war, ist in Großbritannien jetzt die Pappe: Durch Brexit und Corona-Pandemie sind dort Pappkartons ein knappes Gut geworden. Laut dem Branchenverband Confederation of Paper Industries habe sich die Knappheit massiv zugespitzt, da wegen geschlossener Geschäfte allerlei Waren online gekauft werden und viele Unternehmen wegen des Brexits Vorräte angelegt haben.

Auch das Tempo des Recyclings benutzter Kartons hat abgenommen, weil derzeit große Lieferungen etwa an Einzelhandelsfilialen ausbleiben. Diese Kartons landeten normalerweise direkt bei Recyclinghöfen. "Eine der Herausforderungen für uns ist, weil viele Verpackungen nun in Wohnungen oder Garagen herumliegen: Wie bekommen wir die in den Recycling-Kreislauf zurück?" Erste Supermärkte setzen nun für Eier auf Plastikverpackungen statt auf Karton. Und eine Londoner Brauerei rief über die sozialen Medien dazu auf, gebrauchte Kartons vorbeizubringen.

11:31 Uhr

Kreml bezeichnet Demonstranten als "Rowdys"

Der Kreml verteidigt das Vorgehen bei der Massendemonstration gegen die Inhaftierung von Kremlkritiker Alexej Nawalny am Wochenende als notwendig. "Natürlich muss die Polizei Maßnahmen gegen Teilnehmer dieser illegalen Kundgebungen ergreifen", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Es habe eine "ziemlich große Anzahl" von Rowdys und Provokateuren gegeben.

Diese hätten den Behörden gegenüber "mehr oder weniger aggressives Verhalten" gezeigt. Mit solchen Leuten könne es keinen Dialog geben. Hierbei sei es notwendig, die "volle Härte des Gesetzes" anzuwenden. Bei den landesweiten Demonstrationen für eine Freilassung Nawalnys gab es am Sonntag Menschenrechtlern zufolge mehr als 5100 Festnahmen.

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11:11 Uhr

27-Jährige stürzt beim Wandern in Schneeloch - tot

Am Feldberg in Baden-Württemberg ist es zu einem tragischen Unglück gekommen: Eine Schneeschuhwanderin ist in ein drei Meter tiefes Schneeloch gestürzt und hat sich derart schwer verletzt, dass sie in der Nacht an den Folgen des Unfalls gestorben ist. Die 27-Jährige war am Sonntagnachmittag in das Loch, das sich unter der Schneedecke befand, gestürzt. Dort fließt ein Bach in den Feldsee. Laut Polizei hatte sich die Frau nicht selbstständig befreien können. Immer wieder sei Schnee nachgerutscht.

Rettungskräfte bargen die Frau und ihren unverletzten 28-jährigen Begleiter, der bei seiner Rettung unter Schock stand. Der Einsatz war besonders schwierig, weil wegen der Witterung und der Dunkelheit kein Rettungshubschrauber fliegen konnte. Außerdem gingen nach dem Sturz der Frau noch mehrere Lawinen ab.

10:44 Uhr

FDP will Rassebegriff aus Grundgesetz streichen

Die FDP will im Zuge der Einfügung von Kinderrechten im Grundgesetz auch den umstrittenen Rassebegriff aus der Verfassung entfernen. Zudem solle ein Verbot der Diskriminierung wegen der sexuellen Identität geschaffen werden, sagt FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae.

Die Formulierung des Rassebegriffs sei zwar seinerzeit "gut gemeint" gewesen. Damals sei es darum gegangen, sich von der Rassenideologie der Nationalsozialisten abzugrenzen. Heute sei es aber wichtig, deutlich zu machen, dass es gar keine menschlichen Rassen gebe.

10:22 Uhr

Mirja du Mont in Zug beklaut

Mirja du Monts Liebe zur Bahn hat nach einem Vorfall am Samstag gelitten. Die Ex-Frau von Schauspieler Sky du Mont ("Der Schuh des Manitu") wurde nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung im Zug von Leipzig nach Hamburg ausgeraubt. Vermutlich bei einem Zwichenstopp in Berlin klauten Unbekannte ihren Koffer, den sie in eine dafür vorgesehene Ablage getan hatte. Kurz vor der Ankunft in Hamburg habe sie festgestellt, dass der Koffer weg ist. Der Schaden: etwa 3000 Euro.

Neben teurem Make-up im Wert von mehreren Hundert Euro fehle auch eine Schiene gegen nächtliches Zähneknirschen für 600 Euro, 300-Euro-Stiefeletten aus Monaco und ein Glätteisen für die Haare für 200 Euro. Besonders schlimm für du Mont: auch ihr Glücksbringer aus Kinderzeiten, eine "Wum"-Figur, sei im Koffer gewesen. "Das ist der schlimmste Verlust", so die 45-Jährige.

10:02 Uhr

Millionenschaden nach Brand in bayerischer Brauerei

Und schon wieder eine Hiobsbotschaft für den deutschen Mann: Bei einem Brand in der Arcobräu-Brauerei im niederbayerischen Deggendorf ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Ausgangspunkt des Feuers war wohl die Heiz- und Stromzentrale der Brauerei. Verletzt wurde niemand. Doch trotz des Großeinsatzes mit allen Feuerwehren der Umgebung ist am Technikbau ein Totalschaden entstanden.

Firmenvertreter beziffern den Schaden auf mindestens fünf Millionen Euro. Wegen der zunächst starken Rauchentwicklung wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Warum das Feuer in dem Technikbau ausbrach, ist noch nicht geklärt. Arcobräu ist eine der größten Brauereien in Niederbayern.

Anmerkung: Nach der erbosten Mail eines Lesers möchte ich an dieser Stelle klarstellen: Der deutsche Mann trinkt nicht nur Bier.

09:24 Uhr

Der hippe Mann trägt 2021 Affenschwanz-Bart

Männern bleibt in der Corona-Krise auch nichts erspart. Die einen sagen, sie sollen sich den Bart abrasieren, damit die Maske richtig sitzt. Die anderen meinen, der Mann von Welt müsse sich einen Affenschwanz im Gesicht wachsen lassen. Der sogenannte Monkey Tail Beard, also Affenschwanz-Bart, ist nach Ansicht des Entertainment-Netzwerks "Ladbible" der neue Facial Trend 2021.

Gemeint ist ein von den Koteletten der einen Gesichtshälfte via Kinn bis über die Oberlippe reichender Kringelbart. Als Vorreiter des geschwungenen Affenschwanzes im Gesicht gilt Baseball-Profi Michael Fiers von den kalifornischen Oakland Athletics. Die Reaktionen auf Fotos mit dem Look fallen gelinde gesagt gespalten aus - was ich, ehrlich gesagt, auch gut nachvollziehen kann.

09:05 Uhr

Außenamt rät Myanmar-Reisenden zu "sicherem Ort"

Das Auswärtige Amt hat nach dem Militärputsch seine Reisehinweise für Myanmar angepasst. Es rät deutschen Urlaubern dazu, einen sicheren Ort aufzusuchen. "Meiden Sie Demonstrationen weiträumig" heißt es außerdem auf der Homepage des Ministeriums. Zudem wird Besuchern des Landes geraten, sich über die lokalen und internationalen Medien auf dem Laufenden zu halten.

In der Nacht hatte die Armee in dem südostasiatischen Staat Regierungschefin Aung San Suu Kyi und weitere hochrangige Mitglieder der Regierungspartei NLD "wegen Wahlbetrugs" festgesetzt. Zudem wurde ein einjähriger Ausnahmezustand angeordnet. UN, USA und EU verurteilten den Putsch bereits.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:33 Uhr

Frankreich fordert Stopp von Nordstream 2

Frankreich hat die Bundesregierung zum Beenden des Pipelineprojekts Nordstream 2 mit Russland aufgerufen. Hintergrund ist die Festnahme des Kremlkritikers Alexej Nawalny. "Wir haben immer gesagt, dass wir die größten Bedenken zu dem Projekt in diesem Kontext haben", sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune dem Radiosender France Inter. Auf die Frage, ob Frankreich einen Stopp von Nordstream 2 befürworte, antwortete Beaune: "Wir haben das in der Tat bereits gesagt."

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08:14 Uhr

Schüsse töten in Wiesbaden zwei Menschen

In Wiesbaden hat sich offenbar ein Familiendrama ereignet: In der Nacht sind ein Mann und eine Frau erschossen worden. Eine weitere Frau habe schwere Verletzungen erlitten und werde im Krankenhaus behandelt, sagte ein Polizeisprecher. Er sprach auch von einem möglicherweise familiärem Hintergrund, weil die Beteiligten in familiärer Verbindung zueinander stünden.

Die Schüsse fielen laut Polizei gegen 3:45 Uhr auf offener Straße in der Wiesbadener Innenstadt. Sowohl der Verlauf als auch die genaueren Hintergründe sind noch unklar, die Kriminalpolizei und Spurensicherung seien vor Ort.

Update 10:16 Uhr: Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagt, er gehe davon aus, dass der 56-jährige Mann vermutlich auf die beiden Frauen geschossen und sich anschließend selbst gerichtet hat. Bei der Frau, die ihren schweren Verletzungen erlag, handelt es sich um die Ehefrau des Mannes.

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07:55 Uhr

Janine Kunze entschuldigt sich: "Sollte aufgeklärter sein"

Schauspielerin und Moderatorin Janine Kunze hat sich nach Rassismus-Vorwürfen für ihre Worte in der WDR-Sendung "Die letzte Instanz" entschuldigt. "Mir ist klar geworden, dass ich Menschen, insbesondere die der Sinti und Roma Community, mit meinen unbedachten Äußerungen zutiefst verletzt, als auch diskriminiert habe", schreibt die 46-Jährige bei Instagram. Gerade als Mutter von drei Kindern sollte sie aufgeklärter sein, so Kunze selbstkritisch. Sie werde künftig ihre Wortwahl überdenken.

"Mein Wunsch ist es, dass wir voneinander lernen", schreibt Kunze. Ihr Statement hat sie mit dem skizzenhaften Bild eines Herzens versehen. Die Sendung, in der Kunze neben Jürgen Milski und Thomas Gottschalk über Rassismus sprach, hatte in den sozialen Medien scharfe Kritik ausgelöst. Auch der WDR gelobte Besserung.

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07:36 Uhr

Junge aus NRW kommt in Helikopter zur Welt

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Sonja Lammers hält ihr Baby Martin Timotheus im Arm.

(Foto: dpa)

Nicht einmal der Helikopter ist für einen kleinen Jungen aus Nordrhein-Westfalen schnell genug gewesen: Das Baby ist im Anflug auf das Klinikum Osnabrück in etwa 150 Metern Höhe zur Welt gekommen. Die ungewöhnliche Geburt bei mehr als 200 Kilometern pro Stunde haben laut einem ADAC-Sprecher sowohl der Säugling (3620 Gramm, 53 Zentimeter) als auch die 24-jährige Mutter aus Mettingen gut überstanden.

Die Rettungsleitstelle hatte den Hubschrauber zur Mutter geschickt, nachdem bei ihr einige Tage früher als vorgesehen die Wehen eingesetzt hatten. Der Heli braucht für die Strecke nur wenige Minuten - doch selbst das reichte nicht mehr. Dass der Rettungshubschrauber zum Kreißsaal wird, ist übrigens eine absolute Seltenheit. Der letzte dokumentierte Fall des ADAC liegt 28 Jahre zurück.

07:17 Uhr

Suu Kyi ruft zu Protesten gegen Militärputsch auf

In Myanmar ruft Regierungschefin Aung San Suu Kyi nach Angaben der Regierungspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) zu Protesten gegen den Militärputsch auf. "Die Maßnahmen des Militärs sind Maßnahmen, um das Land zurück in die Diktatur zu führen", sagte Suu Kyi laut einer Mitteilung der NLD. "Ich bitte die Menschen dringend, dies nicht zu akzeptieren und mit ganzem Herzen gegen den Putsch der Militärs zu protestieren."

Die Armee hat Suu Kyi und weitere hochrangige NLD-Mitglieder "wegen Wahlbetrugs" festgenommen. International haben die Festnahmen für breite Kritik gesorgt. Sowohl UN-Generalsekretär Guterres, als auch die US-Regierung forderten die Freilassung von Suu Kyi.

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06:58 Uhr

Baugrube läuft voll Wasser - 18 Häuser evakuiert

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Die betroffenen Häuser liegen in der Pohlestraße.

(Foto: dpa)

Problembaustellen hat Berlin genug - nun ist eine neue hinzugekommen: Im Stadtteil Köpenick mussten die Bewohner von 18 Häusern bei eisigen Temperaturen ihre Wohnungen verlassen, weil eine angrenzende Baugrube mit Wasser vollgelaufen ist. An einem Gebäude haben sich Risse gebildet, selbst die Fenster lassen sich nicht mehr öffnen. Aus Sicherheitsgründen wurden auch die Bewohner von 17 umliegenden Häusern aufgefordert, ihre Wohnungen zu räumen.

Insgesamt sind 300 Wohnungen betroffen. Wie viele Menschen dort leben, ist unklar. Sie wurden erst einmal in beheizte Busse gebracht und sollen bis zum Morgen in Hotels unterkommen. Das Technische Hilfswerk (THW) hat damit begonnen, das einsturzgefährdete Gebäude neben der Wassergrube abzustützen.

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06:39 Uhr

Studie: Fast jeder dritte AfD-Wähler ist rechtsextrem

So richtig überraschend kommen diese Erkenntnisse nicht: Unter den Wählern der AfD sind laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit und ein gewisser Hang zum Autoritären deutlich stärker verbreitet als unter den Anhängern der anderen Parteien im Bundestag. Grundlage ist eine repräsentative Online-Umfrage vom Juni 2020.

Um rechtsextreme Einstellungen zu messen, wurden die 10.055 Teilnehmer aufgefordert, sich zu Aussagen wie "Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert" oder "Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet" zu positionieren. Den Angaben zufolge fanden sich "manifest rechtsextreme" Einstellungen bei 29 Prozent der Befragten, die beabsichtigten, die AfD zu wählen.

06:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leser, seit heute ist offiziell Februar - und wenn Sie mich fragen, ist das Gute am Februar, dass er schnell wieder vorbei ist. Auch für den ersten Tag im kürzesten Monat des Jahres stehen allerdings wichtige Entscheidungen an. Kanzlerin Merkel und die Länderchefs unterhalten sich heute mit Experten darüber, wie die lahmende Impfkampagne an Schub gewinnen kann. Abgesehen vom Impfgipfel gibt's aber auch andere Themen des Tages. Hier ein Überblick:

  • Wir werfen weiter einen Blick auf den Militärputsch in Myanmar, bei dem die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi festgesetzt wurde.
  • In Libyen wählen die Konfliktparteien des Bürgerkriegs eine neue Übergangsregierung - am Freitag soll ein Ergebnis feststehen.
  • Der EU-Haushaltsausschuss tagt zum Thema Finanzierung von Impfstoffen.
  • In Bonn beginnt ein Prozess gegen zwei Männer wegen eines Foltermordes im Flüchtlingsheim Lohmar.

  • Die Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht Kennzahlen zur Arbeitslosigkeit für Dezember 2020.

Mein Name ist Judith Görs. Ich begleite Sie heute mit Nachrichten in aller Kürze durch die erste Tageshälfte. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Twitter oder per Mail an judith.goers[at]nama. de. Kommen Sie gut in den Tag!